Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: 1001 Hunde im Netz. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Pixel-Paws

Meister

  • »Pixel-Paws« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 979

Hunde: Kimena, Border Collie Mix, 07 | June, Flatcoated Retriever, 11

Hundesport: Obedience, Trickdog

Danksagungen: 77 / 58

  • Nachricht senden

1

Montag, 9. Dezember 2013, 14:37

Mantrail-Trainingsfragen

Hi Fories

Ich habe ein Problemchen, und wüsste von den aktiven Mantrailern hier gerne die Meinung.

Ich bin ja überhaupt noch nicht lange mit June dabei, habe aber klare Ziele und denke, auch realistische Erwartungen. Grundsätzlich fühle ich mich sehr wohl in der Gruppe und bin auch mit dem Aufbau bisher relativ zufrieden.

Allerdings gibt es einige Sachen, die mich sehr stören und meiner Meinung nach immer mehr ins Gewicht fallen. Diese habe ich jetzt meiner Trainerin per Mail mitgeteilt und jetzt meint sie, wenn ich am Aufbau zweifle, solle ich mich gegen das Training entscheiden. Das trifft mich jetzt etwas, aber ich kriege meine Zweifel wirklich nicht los. Und weil mir die Erfahrung fehlt, möchte ich jetzt gerne von anderen, schon erfahreneren Trailern die Meinung wissen.

Hauptsächlich habe ich zwei bedenken.
1. Das Gelände
2. Die Geschwindigkeit der Schwierigkeitserhöhung

Zu 1.: Mir wurde gesagt, und hier habe ich das auch schon gelesen, dass man Hunde in einfachem Gelände, sprich Wald, aufbaut, bis der Hund sicher läuft und er die Arbeit sowie die Kommandos zuverlässig verstanden hat.
Das erscheint mir auch sehr logisch, wenn ich an andere Hundesportarten oder das allgemeine Lernverhalten von Hunden denke. Man beginnt einfach und steigert langsam den Schwierigkeitsgrad, bis es immer und überall zuverlässig klappt.

Leider musste ich schon in einem meiner ersten Trainings mit in eine Tiefgarage, was für June eine Katastrophe war. Sie hatte wirklich keinen blassen Dunst, was sie tun soll. Ich habe mich tierisch genervt über die Situation (nicht über June! Es war mir schon vorher klar, und das habe ich auch gesagt, also dass wir keine Chance haben diese Aufgabe zu lösen, aber es kamen die klassichen Sprüche wie "vertrau einfach deinem Hund", "glaub daran, dass er das kann" etc.). Als kurze Zeit darauf wieder eine Mail mit dem Trainingsort in einer Garage kam, habe ich ihr schon mal geschrieben, worum es mir da genau ging und was für Bedenken ich habe. Sie war dann so lieb, und hat kurzfristig den Ort in ein sehr grünes Quartier mit angrenzendem Wald gewechselt. Die folgenden zwei Trainings liefen absolut genial! Aber jetzt folgt das zweite.

Zu 2.: Einige Trainings liefen dann ganz gut, und ich war auch mit der neuen Trainingsmethode (die Hunde pushen und aufheizen bis zum gehtnichtmehr) einverstanden, auch wenn es mir für meinen Hund wirklich total Sinnlos erschien (sie winselt und jault im Auto sonst schon, mit der Pusherei wars noch viel schlimmer und sie begann zu kläffen!), weil sie schon für Katzenfutter um ihr Leben suchen würde. Aber anstatt, dass dies nun gefestigt wurde, wurde die Schwierigkeit jetzt rasch angezogen in den darauffolgenden Trainings. June musste einen (für sie) langen Trail laufen, und es wurde nicht abgebrochen oder ihr der Geruchsgegenstand nochmals gezeigt, obwohl sie auch da deutlich gezeigt hat, dass sie mit den Augen sucht und irgendwie in der Gegend rumlatscht, mich und die anderen Leute dauernd "abfragte", etc., statt das Opfer zu suchen. Gegen Ende benutzte sie zwar die Nase, aber happy war ich mit dem Trail gar nicht.

Dann folgte ein Training im Wald bei einer anderen Trainerin. Eigentlich kennt sie unseren Stand. Trotzdem legte sie einen für uns (zu) langen Trail (ich wusste nichts davon, sonst hätt ich natürlich was gesagt). Für June war die Wartezeit, bis sie suchen durfte, bereits zu lang und sie hatte Mühe, in das Suchen rein zu kommen (was mir deutlich zeigt, dass sie das Ritual am Anfang noch überhaupt nicht generalisiert hat und die Aufgabe für sie unklar ist). Ich hätte da bereits wieder abgebrochen, das Opfer zurück gepfiffen und die Aufgabe einfach gemacht, aber nun gut... wir fanden den Herrn dann, aber ich musste viel helfen und June verlor 2x die Spur und fand sie alleine nicht wieder. Was mich aber viel mehr gestört hat: Sie hat oft geschnüffelt (also nicht die Spur gesucht) und sogar gepinkelt! Das geht gar nicht... und June tut das ganz sicher nicht, wenn sie weiss, worum es geht! Wenn sie ihrer Sache sicher ist, ist sie 100% dabei und konzentriert und ich habe echt Mühe, sie zu halten oder sonst davon abzubringen. DAS will ich beibehalten, DAS ist das, was ich auch auf langen Trails anstrebe! Aber davon konnte keine Rede mehr sein in den letzten Trainings.

Als jetzt letzte Woche wieder ein Traingsort in einer Tiefgarage/auf einem Parkplatz kam, hats mir gereicht, ich ging nicht ins Training und habe meiner Trainerin eben das Mail mit meinen Bedenken geschrieben. Ich habe mir, trotzdem ich zugegeben etwas sauer war weil sie auf mehrmaliges Nachfragen meinerseits, wo genau das Training stattfindet, per SMS und Mail, einfach nicht reagiert hat, Mühe gegeben, alles sachlich und nachvollziehbar zu formuilieren.

Es beschäftigt mich sehr, ich bin einerseits happy mit der Gruppe und der Sport an und für sich gefällt mir total gut, andererseits will ich mir meinen Hund nicht versauen. Und momentan sehe ich genau das kommen. Dann hör ich echt lieber auf oder gehe halt an den Weekends trainieren, anstatt so. Aber die Wochenenden sind halt oft verplant und so unsicher, ein fester Abend unter der Woche ist mir da schon lieber. Zudem käme ich damit auch schneller voran wie nur ab und an an den Wochenenden.

Ach doof. =/ Ich überlege mir doch, was anderes zu suchen was ich regelmässig jede Woche machen kann, was ich aber zu Hause selbständig üben könnte. Das fehlt mir beim Trailen sehr, sonst hätte ich die Probleme jetzt hier bestimmt nicht.

Hilfe! :(

LG

Cleopatra

Fortgeschrittener

Beiträge: 440

Hunde: Cleo, Labrador x BGS, *2010

Hundesport: Dummytraining

Danksagungen: 13 / 14

  • Nachricht senden

2

Montag, 9. Dezember 2013, 15:07

Also ich habe von Mantrail keine Ahnung und habe mich auch explizit dagegen entscheiden, hat verschiedene Gründe, die hier nichts zur Sache tun. Mal ne gaaaanz dumme Frage (rührt halt von meinem Interesse her und du suchst ja Alternativen), wieso machst du keine Apportierarbeit mit ihr, sie ist doch ein Flat. Da hast du ja auch viele Suchen dabei und du kannst eigentlich vieles alleine selbstständig üben. Und Schleppen könntest du durchaus auch arbeiten, wenn du einen Fokus auf die Suche legst. Sorry kann ich dir bei dem Mantrail-Problem nicht weiterhelfen, aber ich an deiner Stelle würden sicherlich wechseln, habe mit meinem Hund auch manches Training abgebrochen, gewechselt usw. Bin da auch sehr heikel. Verstehe deine Situation also sehr gut, aber der Hund geht eben vor.
Unser Hundeblog - www.stadtwoelfe.ch

Tinuvielle

Schüler

Beiträge: 90

Hunde: Gino, Lagotto *2000 / Maïra, BC Mix *2010

Hundesport: Mantrailing, ZOS

Danksagungen: 2 / 0

  • Nachricht senden

3

Montag, 9. Dezember 2013, 15:39

Wir haben von Anfang an gleich auf Beton und in der Stadt gearbeitet - weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass einige Hunde sonst sehr Mühe haben auf den Beton umzusteigen. Wir hatten immer wieder Quereinsteiger deren Hunde nur Wald und Wiese gewohnt waren und selbst bei kleinsten Trails auf hartem Boden total überfordert. Es war nie ein Problem und ich würde es jederzeit wieder so antrailen. Gino hatte selbst in seinem hohen Alter keine Mühe und auch das Bordertier kommt super damit zurecht.

Bei der länge der Trails ist es schwierig so eine "Fremdiagnose" zu machen. Einen Trail komplett abbrechen und das Opfer zurückholen würde ich aber auf keinen Fall machen. Dann lieber den Trail mit Hilfe fortsetzen und danach sofort ein kleiner Auffangtrail von wenigen Metern. Das gab es bei uns auch schon. Darum habe ich immer auch eine Zusatzbelohnung dabei. Und auch meine Hunden schnüffeln mal "privat" oder pinkeln. Meiner erledigt manchmal auch gross dabei. Trotzdem suchen sie gut, ausgiebig und sind total heiss drauf. Da ich keine ernsthafte Einsätze plane ist mir das egal. Umso schwieriger der Trail, umso weniger schnüffeln sie "privat" sondern konzentrieren sich auf die Spur.
“Properly trained, a man can be dog’s best friend.”

Jason

Trainer

Beiträge: 935

Hunde: Jason, Aussie, 2008

Danksagungen: 74 / 45

  • Nachricht senden

4

Montag, 9. Dezember 2013, 16:23

So wie du das beschreibst, wäre das auch kein Aufbau, den ich mit meinen Hunden machen wollte.
Erstens an sehr schwierigen Orten für einen noch unerfahrenen Hund und zweitens sollte ein Hund in dem Stadium vorallem sehr viel Freude und Erfolg bei der Suche haben. Die Frustration auszuhalten, wenn die Versteckperson nicht so einfach gefunden werden kann, ist dann immer noch früh genug, wenn sich der Hund seiner Sache sicher ist.

Frag mich nicht, wie viele kurze Trails Jason und ich gelaufen sind und zwischendurch immer noch laufen, bevor es dann richtig schwierig wurde. Aber dafür läuft er auch sehr sicher und hat das letzte Mal z.b. auch gut verkraftet, dass er den Geruch nicht ab einem GA sondern in einem mobilen Klo aufnehmen musste.

Und wegen dem Anheizen: bei Jason habe ich das Gegenteil gemacht, sonst hätte er im roten Bereich gedreht.

Und in der Gruppe, die neu zu mir gekommen ist, erlebe ich genau das. Die Hunde wurden bei der anderen Trainerin immer mehr angeheizt und der Start ist heute teilweise sehr unkonzentriert und laut. Nun müssen die TN erst daran arbeiten, bevor wir mit den Hunden in bewohnte Gebiete gehen können. Habe jedoch einen Hund, der das angeheizt werden braucht, setze ich dieses durchaus ein, dann gibt es aber nur kürzere , dafür mehrere Trails.

Bei meinen Kursen gehe ich mit den TN auch sehr schnell auf betonierte Flächen. Dann reduziere ich am Anfang aber wieder den Schwierigkeitsgrad und lasse die Teams schnell zum Erfolg kommen. Also genau wie bei jeder anderen Sportart auch.

Was ich auch vermeide, dem Hund unterwegs allzu viele Hilfen zu geben. Dann rufe ich den FL lieber zurück und lass ihn den Hund noch einmal motivieren und sich in der Nähe verstecken. Mit Hilfen passiert es leider zu oft, dass die Hunde sich sonst sehr schnell darauf verlassen und auch der Zweibeiner an der Leine viel zu schnell danach greift.

So wenig offen wie deine Trainerin zu sein scheint und so unwohl wie du dich fühlst, würde ich persönlich mir überlegen dort weiter zu trainieren. June wird sonst diese Unstimmigkeiten merken und sie schlimmstenfalls auf sich und die Arbeit beziehen.

Moni

frau f.

Fortgeschrittener

Beiträge: 225

Hunde: Dwigth FRASER of Tribal Opus x-Pert - pure bred American Staffordshire Terrier

Verein: REDOG / VTHS

Hundesport: Mantrailing / Tiergestützte Therapie

Danksagungen: 10 / 31

  • Nachricht senden

5

Montag, 9. Dezember 2013, 16:28

Hmmm heikles Thema... Zuerst gilt es mal abzuklären ob der Hund überhaupt am Individualgeruch arbeitet... Leider klärt das kaum einer. Wenn der Hund wirklich ein Trailer ist, dann ist der Aufbau sofort weg von Wald und Wiese korrekt.

Allerdings sind die meisten Hunde keine Individualgerüchler sondern Fährten oder Stöbern. Und hier liegt, wie Eingangs erwähnt der Hund begraben...

Da Mantrailing aber so absolut en Vogue ist, bieten es sehr viele sehr vielen an. So in etwa wie Nordic Walking.... lol

Wenn Du also Leerlauf und Frust vermeiden willst, kläre zuerst ab ob der Hund wirklich ein Trailer ist.


Mehr dazu findest Du in guter Fachliteratur ( mit einer einzigen Ausnahme aber nur in English) oder Du lässt den Hund abklären und zwar bei einem Experten, welcher KEiNE Kurse verkauft.
--------------------------------------------------------------------------------------------
mit Grüßen von Frau F.

--- deren hier geäußerten Gedanken alleinig ihren Blickwinkel wiedergeben ---


frau f.

Fortgeschrittener

Beiträge: 225

Hunde: Dwigth FRASER of Tribal Opus x-Pert - pure bred American Staffordshire Terrier

Verein: REDOG / VTHS

Hundesport: Mantrailing / Tiergestützte Therapie

Danksagungen: 10 / 31

  • Nachricht senden

6

Montag, 9. Dezember 2013, 16:31

Und nein, einen Hund setzt man nicht zwei- oder Mehrmals mittels Geruchsträger an.
--------------------------------------------------------------------------------------------
mit Grüßen von Frau F.

--- deren hier geäußerten Gedanken alleinig ihren Blickwinkel wiedergeben ---


Hiaschi

Fortgeschrittener

Beiträge: 478

Hunde: Hiascha, Kooikerhondje

Hundesport: Trailen; Sonst: Alles e chli, aber nüt rächt.

Danksagungen: 15 / 9

  • Nachricht senden

7

Montag, 9. Dezember 2013, 17:17

Hmmm heikles Thema... Zuerst gilt es mal abzuklären ob der Hund überhaupt am Individualgeruch arbeitet... Leider klärt das kaum einer. Wenn der Hund wirklich ein Trailer ist, dann ist der Aufbau sofort weg von Wald und Wiese korrekt.

Wenn Du also Leerlauf und Frust vermeiden willst, kläre zuerst ab ob der Hund wirklich ein Trailer ist.


Mehr dazu findest Du in guter Fachliteratur ( mit einer einzigen Ausnahme aber nur in English) oder Du lässt den Hund abklären und zwar bei einem Experten, welcher KEiNE Kurse verkauft.


Wie sieht so eine Abklärung aus? Welche Bücher dazu kannst du empfehlen?

@Pixel: So ein Training wäre auch nichts für mich und ich würde mich dagegen entscheiden und eine andere Trainingsgruppe suchen. Aus deinen Zeilen liest man sehr viel Frust und einen teilweise überforderten Hund.

Wir haben auch recht schnell von Wald auf Beton gewechselt. Beton ist aber nicht gleich Beton. Gleich in eine Tiefgarage zu gehen oder am Feierabend durch den Bahnhof zu trailen ist sicher ein Unterschied zu Quartier mit Grünflächen oder unbelebtes Industriegebiet.

Auch Länge ist nicht gleich schwierig. 100 Meter Hauptbahnhof mit Lift sind sicher schwieriger als 300 Meter Waldrand.

Pixel-Paws

Meister

  • »Pixel-Paws« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 979

Hunde: Kimena, Border Collie Mix, 07 | June, Flatcoated Retriever, 11

Hundesport: Obedience, Trickdog

Danksagungen: 77 / 58

  • Nachricht senden

8

Montag, 9. Dezember 2013, 18:03

Erst mal danke für die lieben Beiträge. =)

@Cleo
Naja... die Sache ist die... wenn ich ein Sport beginne, möchte ich damit auch mal was erreichen. Sprich: Prüfungen laufen. Beim Apportieren würde ich es sogar mal super finden, eine echte Jagt mit zu machen. Wenn ich aber von vornherein weiss, dass das nie was wird, lass ich es gleich bleiben, weil mir gleich die Motivation fehlt. Und da June nicht Schusssicher ist...
Das kann man jetzt verstehen oder nicht, aber so viel Ehrgeiz hab ich. ^^

@Tinuvielle
Naja, ich hätte auch nichts gegen Beton, wenn wirklich langsam gesteigert worden wäre und ich das Gefühl hätte, dass die Schritte für June lösbar sind. Sind sie aber oft nicht. Darum zweifle ich daran.
Irgendjemand hat hier im Forum mal geschrieben, dass sie das Trailen auf Beton langsam aufgebaut hätten, also einmal von Wald eine Strasse gequert, dann mal aus dem Wald auf eine Strasse, und so immer weiter gesteigert, bis die Hunde sicher waren. Das finde eine super Lösung und würde es so aufbauen, wenn ich frei wählen könnte.

@Jason
Sehe ich alles in etwa wie du. Danke jedenfalls für deinen Beitrag.

@Frau F
Ja, die Frage täte mich auch interessieren. Wie klärt man das ab? Und macht das jetzt schon, also obwohl wir noch ganz am Anfang stehen, Sinn? Baut man Hunde die nicht Trailer sind anders auf? Und hast du eine Adresse? Gerne auch per PN.

@Hiaschi
Joa, fand ich eben auch. Das Training mit der Tiefgarage war echt schlimm, ich mag mich nicht erinnern, wann ich zuvor jemals mit einem Hund so gefrustet nach Hause ging. Vorallem halt, weil ich etwas "ausgerufen" habe da (als June endlich das Opfer "fand", habe ich sofort gesagt, dass das doch reiner Zufall gewesen sei, was die Trainerin verneinte! Da habe ich halt Kontra gegeben, und für die anderen muss es so ausgesehen haben, wie wenn ich mit meinen Hund total unzufrieden war... tatsächlich war ich aber verägert darüber, dass man mich am Anfang, als ich sagte, dass June das nie im Leben schafft, nicht ernst genommen hat und es danach hiess, dass das nur meine innere Einstellung sei, usw. :grumpy: Naaja.

LG

Beiträge: 670

Hunde: Nikky, Mops, *2006, Chrissy, Mops, *2006, Hermes, American Bulldog, *2009

Hundesport: BH, Longieren, Fährten, Futterbeutel-Training

Danksagungen: 6 / 1

  • Nachricht senden

9

Montag, 9. Dezember 2013, 18:08

Ich kenne ja die Gruppe, da ich ja auch dabei bin. Und ich war letzte Woche im Training in der besagten Tiefgarage. Eine TN hat ihre sehr junge Boxerhündin (6 Monate) zum ersten Mal mitgebracht und einen ersten (natürlich kurzen) Trail gemacht. Und zwar in der Tiefgarage! Die Kleine hat das wirklich gut gemacht!! Ich denke also schon, dass man durchaus schnell auf andere Untergründe wechseln kann. Hermes hat auch ziemlich schnell gewechselt und macht beides inzwischen gut. Hermes pinkelte übrigens am Anfang andauernd, das hat sich nun aber so ziemlich gelegt.
Das Aufpuschen würde ich bei June nicht machen, da sie ja von sich sehr hibbelig ist. Ob ansonsten der Aufbau richtig ist, kann ich nicht beurteilen, da ich zu wenig lange traile. Gefühlsmässig würde ich einen Trail nicht abbrechen, sondern halt helfen und den nächsten Trail einfacher machen, so dass es weniger Hilfen braucht.

Bitte nimm meine nächsten Sätze nicht übel, sie sind echt nicht böse gemeint: Ich erlebe dich als sehr ungeduldig und du stellst wahnsinnig hohe Anforderungen an deinen Hund (wie gesagt, mein persönlicher Eindruck!). Wenn June diese Erwartungen von dir nicht erfüllst, bist du sehr enttäuscht und fast wütend auf deinen Hund, zumindest sehr frustriert. June macht ihre Sache nämlich gut (die wenigen Trails, die ich bisher gesehen habe), aber sie braucht sicher einfach noch mehr Zeit, Geduld und Training. Ob du mal eine Prüfung laufen wirst oder nicht, ist doch im Moment noch gar nicht wichtig. Wichtig wäre in meinen Augen im Moment nur, dass ihr beide Freude an der Arbeit habt und euch über kleine Schritte freut.
Ich hoffe, dass du mir nicht böse bist, ich meine das nämlich wirklich nicht böse! Sind halt einfach meine Eindrücke...

Pixel-Paws

Meister

  • »Pixel-Paws« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 979

Hunde: Kimena, Border Collie Mix, 07 | June, Flatcoated Retriever, 11

Hundesport: Obedience, Trickdog

Danksagungen: 77 / 58

  • Nachricht senden

10

Montag, 9. Dezember 2013, 19:38

@Herniksy
Nein, ich bin dir sicher nicht böse. =)

Ich habe anhand der Reaktion der Trainerin schon gemerkt, dass es so rüberkommt, wie wenn ich auf June jeweils sauer wäre, aber das ist echt nicht so. Natürlich mache ich immer wieder Sprüche darüber, dass sie nicht die Hellste ist, aber eigentlich bin ich jeweils nicht sauer auf June, sondern eher auf die Trainerin, weil sie mich und meine Einwände nicht ernst nimmt. Ich kann das ja aber schlecht sagen... also bleibt das dann jeweils so stehen und scheint wohl auch so, wie wenn ich auf June sauer oder entäuscht wär. Aber dieser Satz:

Zitat

sie braucht sicher einfach noch mehr Zeit, Geduld und Training.

ist genau auch meine Meinung und darum frustriert es mich so, wenn wir lange Trails laufen, die wir nicht schaffen können, schlichtweg, weil June noch zu wenig training dazu hatte.

Und dann muss ich allgemein noch sagen, dass ich sehr stark das Gefühl habe, dass sie mich als eine junge Tante sieht, die ihrem Hund gar nix zutraut. Klar, ist wegen den Sprüchen über June meinerseits auch ein Stück weit verständlich. ^^ Aber wenn ich sage, dass wir das nicht schaffen, dann meine ich nicht damit, dass mein Hund zu blöd dazu ist und eh nix auf die Reihe kriegt, sondern dann meine ich, dass wir vom Trainingsstand her noch nicht so weit sind. ;) Das ist ein grosser Unterschied! Und wenn ich nach dem Trail sage, dass June grad keine Ahnung hatte, was sie getan hat oder es nur ein Glückstreffer war, meine ich damit auch nicht, dass sie das nicht kann, sondern dann ist es einfach eine kritische Reflektion des Trails und schliesse das aus dem Verhalten, dass sie gezeigt hat. Und für mich zeigt sie es deutlich, weil ich ja auch weiss, wie sie im Alltag arbeitet und funktioniert.

June hat eine Eigenschaft, sie teils ätzend, aber teils auch total genial ist. Wenn sie hochkonzentriert ist, vergisst sie alles um sich herum! Du hast es ja da auch erlebt, als du das Opfer warst und sie frei suchen durfte, und wir dem uneinsichtigen Rottihalter begegnet sind. Ich dachte, sie renne jetzt schnurgerade auf den Rottweiler zu, dabei hat sie diesen nichtmal bemerkt, obwohl sie fadengerade auf den zurannte! Ich bin sicher, jeder andere Hunde hätte sich von der Spur ablenken lassen und hätte den aufgeplusterten Rotti begrüsst oder sonst was... aber June hatte nur Augen für dich. ;)
Wenn sie also euch (wenn ihr "Mitläufer" seid) begrüsst und anbettelt, ist sie definitiv nicht auf der Spur. ;) Und wenn sie am Grashalm schnuppert und pinkelt, ist sie es auch nicht. Und wenn ich sie dann ermahne zu arbeiten, bringt das eigentlich gar nix, weil sie ja nicht weiss, was sie grad tun soll. Also spult sie die unsicheren Verhalten hab, "fragt" immer wieder bei mir, euch und der Trainerin nach und irgendwann sind wir mit Rückwärtsgehen und helfen genug in der Nähe des Opfers, dass sie dieses entdeckt, ob mit Nase oder Augen.
Und wenn ich kein mega Theater mache mit quitschen und hüpfen und heiteitei, weil sie ein Opfer gefunden hat, dann hat das den Grund, dass ich weiss, dass meinen Hund grad eh nix mehr wahrnimmt, weil er damit beschäftigt ist, das Katzenfutter sammt Verpackung und Hand des Opfers zu inhalieren! :P

Ja, das alles zusammen frustriert mich tatsächlich sehr! Aber es ist gut zu wissen, dass das so rüber kommt, wie wenn ich auf den Hund sauer wär. Ich muss einfach lernen, direkt klarer zu kommunizieren, was grad mein Problem ist. Aber wenn ich dann das Gefühl habe, dass das nervt und ich nicht ernst genommen werde... schweige ich lieber. :grumpy:

Aber in einem Punkt hast du recht... ich bin sehr ehrgeizig. Aber grade darum mache ich lieber einfache "bubi"-Übungen, und gehe mit einem "ich hab den besten Hund der Welt"-Gefühl im Herzen nach Hause, wie mit einem "na toll, dass hat uns jetzt gar nichts gebracht"-Gefühl. ;) Schlussendlich, wie ich finde, auch zum Wohle des Hundes.

Ups, bissl lang geworden. ^^ Aber du verstehst, was mein Problem ist?

LG

Beiträge: 670

Hunde: Nikky, Mops, *2006, Chrissy, Mops, *2006, Hermes, American Bulldog, *2009

Hundesport: BH, Longieren, Fährten, Futterbeutel-Training

Danksagungen: 6 / 1

  • Nachricht senden

11

Montag, 9. Dezember 2013, 20:07

Ja, natürlich verstehe ich dich. Ich habe ja auch nur meinen Eindruck geschildert und so kommt es bei mir an. ;) Deine Erklärungen leuchten mir ein. Ich würde an deiner Stelle das persönliche Gespräch mit der Trainerin suchen und schauen, ob euch das weiterbringt. Hier drin kann ja niemand wirklich beurteilen, was die Probleme sind (ich auch nicht, deswegen meine Betonung auf MEIN Eindruck).
Einfach damit du weisst, ich habe die Trainerin informiert, dass es hier einen Thread gibt. Ich finde es nur fair, dass sie darüber Bescheid weiss und allenfalls darauf reagieren kann.

Edit: Du hättest Hermes bei den ersten Trails / Trainings sehen sollen. Zuerst wollte er sich gar nicht lösen von mir, dann pisste er lieber jeden Busch an und ich dachte lange, er habe überhaupt keine Ahnung. Das hat sich mit der Zeit echt gelegt und inzwischen weiss ich, dass er sehr wohl weiss, was er tun soll. Nur manchmal hat er den Kopf halt auch noch bei der nächsten schönen Hündin... ;)

Pixel-Paws

Meister

  • »Pixel-Paws« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 979

Hunde: Kimena, Border Collie Mix, 07 | June, Flatcoated Retriever, 11

Hundesport: Obedience, Trickdog

Danksagungen: 77 / 58

  • Nachricht senden

12

Montag, 9. Dezember 2013, 20:32

Naja, ich will ja niemanden schlecht machen. Ich wollte nur Meinungen hören und im Grossen habe ich das und bin in meiner Meinung bestärkt. Weil so wies jetzt ist, bin ich nicht glücklich mit dem Training.

Ich habe ihr ziemlich genau das gleich wie hier steht schon vorher per Mail mitgeteilt. Darauf eben ihre Reaktion, dass wenn ich zweifle ich es lassen soll. Es ist also nicht so, dass ich hintenrum irgendwas schreibe von dem sie keine Ahnung hat. ;)

Beiträge: 670

Hunde: Nikky, Mops, *2006, Chrissy, Mops, *2006, Hermes, American Bulldog, *2009

Hundesport: BH, Longieren, Fährten, Futterbeutel-Training

Danksagungen: 6 / 1

  • Nachricht senden

13

Montag, 9. Dezember 2013, 20:42

Ich meinte mehr ein persönliches Gespräch. Schriftliches wird schnell mal missverstanden oder anders interpretiert. ;)
Schlussendlich musst du selber entscheiden ob es dir bei uns gefällt oder nicht.


Sent from my iPhone using Tapatalk

Feli02

Fortgeschrittener

Beiträge: 217

Hunde: Tammy und Dexter

Hundesport: Mantrailing

Danksagungen: 8 / 10

  • Nachricht senden

14

Montag, 9. Dezember 2013, 20:45

Also ich sehe es eigentlich auch so. Wenn Du am Aufbau zweifelst und Dich nicht ernstgenommen fühlst mit Deinen Bedenken solltest Du wechseln.

Ohne jetzt zu wissen wer von euch Beiden dann Recht hat oder nicht. Ich denke nicht das Training das volle Spektrum bringen kann wenn die Arbeitslinie nicht zu Dir, zu Deinem Hund oder euch als Team passt.

Eine Überforderung vom Hund, gerade am Anfang, finde ich eigentlich fatal. Bringt nix wie Frust und Unsicherheit
Viele Grüße
Andrea und Pack

batina

Schüler

Beiträge: 65

Hunde: Merlin, Schnauzermischling und Jasper, Gos d`atura för emmer im Härze

Danksagungen: 1 / 2

  • Nachricht senden

15

Montag, 9. Dezember 2013, 21:51

Wir haben von Anfang an beides gemacht, Wiese/ Wald und Beton. Ich find dies recht wichtig. Ich bin neben den Normalen Trainings noch in einer Privaten Gruppe und hab gesehen wie schwer es Hunde haben, wenn die hauptsächlich Wiese/ Wald gemacht haben.

Ich sehe aber auch einen mega Unterschied vom Antrailern her. Hunde die übers Futter angetrailert wurden, suchen Bodennah. Die, die über Geruchsgegenstände Angetrailert wurden, suchen viel mehr in der Luft.

Pix du weisst das es noch eine Trail Gruppe in Lenzburg gibt? Ich möchte dort im Frühling die erste Prüfung laufen.

Pixel-Paws

Meister

  • »Pixel-Paws« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 979

Hunde: Kimena, Border Collie Mix, 07 | June, Flatcoated Retriever, 11

Hundesport: Obedience, Trickdog

Danksagungen: 77 / 58

  • Nachricht senden

16

Montag, 9. Dezember 2013, 22:09

Lenzburg, echt? Wo denn? Haben die eine HP? Ich habe mich dumm und dämlich gesucht, bis ich endlich in Luzern etwas fand. Das ist "nur" eine halbe Stunde Autobahn von hier. Ich bin nach wie vor auf der Suche nach Ergänzungen, weil mir 3-5x im Monat zu wenig ist. Cool täte ich 2x die Woche finden, damit wir mal vorwärts kommen.

LG

batina

Schüler

Beiträge: 65

Hunde: Merlin, Schnauzermischling und Jasper, Gos d`atura för emmer im Härze

Danksagungen: 1 / 2

  • Nachricht senden

17

Montag, 9. Dezember 2013, 22:35

Ich such es nachher raus. Aber 2 mal die Woch ist zuviel, wenn ich das mache, dann macht Merlin das zweitemal nur kurze Trails, häufig mit nur einer Kreuzung, damit ich ihn besser lesen lerne.
Das Trailen verlangt von den Hunden einiges ab.

batina

Schüler

Beiträge: 65

Hunde: Merlin, Schnauzermischling und Jasper, Gos d`atura för emmer im Härze

Danksagungen: 1 / 2

  • Nachricht senden

18

Montag, 9. Dezember 2013, 22:39

Hier der link

http://www.shz-suchhundezentrum.ch/SHZ_Suchhundezentru_1./NEWS.html

Pixel-Paws

Meister

  • »Pixel-Paws« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 979

Hunde: Kimena, Border Collie Mix, 07 | June, Flatcoated Retriever, 11

Hundesport: Obedience, Trickdog

Danksagungen: 77 / 58

  • Nachricht senden

19

Montag, 9. Dezember 2013, 22:40

@all
Ich wurde grade vom Training "suspendiert" wegen dieses Themas. Ich verstehs nicht, aber nun gut... so bin ich die Entscheidung los. Ich werde mich natürlich sofort nach einem neuen Trainingsort umsehen.

@batina
Ja, darum aus aktuellem Anlass: Wäre super nett, wenn du mir die HP raussuchen tätest. Ich google auch gleich mal.
Wir machen ja noch keine langen Trails, darum denke ich, wäre es für den Anfang nicht übel. Man macht ja meistens pro Training nur 2 Trails, wenn die dann nur ganz kurz sind wie bei uns, täte es schon Sinn machen, 2x die Woche zu gehen. Später dann nicht mehr, hätte ich auch so vor gehabt.

edit: ups, zu langsam. ^^ Danke für den Link!

Beiträge: 670

Hunde: Nikky, Mops, *2006, Chrissy, Mops, *2006, Hermes, American Bulldog, *2009

Hundesport: BH, Longieren, Fährten, Futterbeutel-Training

Danksagungen: 6 / 1

  • Nachricht senden

20

Montag, 9. Dezember 2013, 22:48

Ich glaube du unterschätzt die Arbeit, die der Hund leisten muss. "Nur" 2 Trails machen meinen Hund jeweils sehr müde. Gerade am Anfang, da es eine ganz neue Arbeit ist.
Aber nun, du musst selber wissen, wie sehr du deinen Hund pushen willst (für deinen Ehrgeiz).


Sent from my iPhone using Tapatalk