Sie sind nicht angemeldet.

Zur Zeit ist neben Ihnen 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher

BjarneKoda

Schüler

  • »BjarneKoda« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 83

Hunde: Koda, GR, Rüde, *2010

Verein: BRH RHS Kaiserslautern, DRC BZG Pfalz, VdH Rodenbach

Hundesport: Rettungshundearbeit (Einsatz und Sport), Dummyarbeit, Obedience

Danksagungen: 4 / 1

  • Nachricht senden

1

Dienstag, 18. März 2014, 12:22

Ich muss mich mal ausheulen

So, heute muss ich mich auch mal ausheulen...

Muss ein klein wenig ausholen.
Koda wird ja auch als Rettungshund geführt. Im Frühjahr 2012 haben wir ordentlich unsere erste Prüfung in der Fläche bestanden und Koda war eigentlich immer ein sicherer Hund, wir ein tolles Team. Im Frühjahr 2013 dann die erste Wiederholungsprüfung (Müssen jährlich wieder laufen). Koda hat fein angefangen, ich mich sau dumm dran gestellt (Wollte um den Helfer rum laufen um besser dran zu kommen) und Koda nen Fehler gemacht (Auf den Helfer getrampelt, weil er mich weiter sehen wollte)... Durchgefallen, hat mich aber noch nicht weiter schockiert.

Im Herbst also der nächste Versuch. Leider ging es mir im Herbst nicht wirklich gut, außerdem hab ich mir zusätzlich zu allem anderen noch ziemlich Stress gemacht, das wir das ja bestehen müssen, sonst sind wir "raus" (ab dem Folgejahr nicht mehr einsatzfähig). Da der Bub was meine Stimmung angeht sehr sensibel ist, hat er leider nicht annähernd das gezeigt was ich aus dem Training kenne. Besonders die zweite Prüfung (Ich hab es nach einem Durchfaller bei uns nochmal auswärts versucht) war grausig. Koda ist nicht ordentlich raus gegangen (Normal eher Fernaufklärer in der Suche), hat stäääändig gepinkelt (Was er sonst auch nicht tut) und zu guter Letzt einen Helfer nicht angezeigt (Auch das kenne ich aus dem Training nicht, da ist er eher zu fordernd)... Ich war reichlich feritg, hab Koda auch vorzeitig aus der Einsatzgruppe genommen, weil ich nicht hätte guten Gewissens gehen können.

Wir haben nach einigem Grübeln und einer kurzen Winterpause im neuen Jahr weiter trainiert und es sah eigentlich im Training alles wieder sehr gut aus (War es ja vorher schon). Mir geht es auch wieder besser, ich bin nicht mehr so gestresst. Also bin ich am WE zu einer Staffel in der Nähe gefahren um dort Prüfung zu laufen. Die ersten zwei Drittel vom Gelände hat Koda toll abgearbeitet. Er ist schön raus gegangen, keine Pinkelei, so wie ich ihn kenne. In dem Gebiet lagen auch zwei Helfer, die er mir ordentlich angezeigt hat. Kleine Bellpause am Anfang, ich denke da hat er seinen Platz nochmal gewechselt, sonst gewohnt drangvoll. Irgendwann hat er dann scheinbar vom Suchen ins Spazierengehen gewechselt und ich hab es zu spät gemerkt. Ich hab gesehen, das er weniger läuft, dachte aber, er will mir sagen, da war er schon. Wenn er wo schon war, geht er da meist nicht mehr rein und ich bemühe mich ihm dann zu vertrauen. Naja, jedenfalls hab ich ihn weiter laufen lassen, mein Plan war, zum Startpunkt zurück, Hund tränken, nochmal in den Teil, wo er jetzt so trödelig ist. Leider war er auf dem Weg dort hin schon an einem Helfer, geschnüffelt, drüber gelaufen, weg gegangen. Und noch mehr leider standen wir vielleicht 10-15 m daneben... Ich hätte heulen können... Da lief es so schön, ich war froh das das Tier wieder läuft und dann das... Ich durfte ihn nochmal hin schicken, dann hat er zwar gebellt, aber immernoch nicht so wie ich das kenne und war sehr schnell wieder bei mir.

Ich hab mich abends noch lange mit der Richterin und einer, die bei den Prüfungen fast immer mit kommt unterhalten. Gefragt, wo sie das Problem sehen, was sie machen würden und und und... Beide sagten, das er weeeeeesentlich schöner gelaufen ist als im Herbst (Da war sie auch beide male Richterin) und die ersten zwei Drittel super Arbeit waren, sowohl von Koda, wie auch von mir. Dann kam eben von ihnen der Tip, wenn er so troddelig wird oder sich schlechter schicken lässt, zu schauen ob er neues Gelände wieder freudiger annimmt und ihn sonst sofort kurz raus zu nehmen, kurz hinlegen, tränken und dann ordentlich motiviert neu starten. Und viel Konditionstraining. Hier muss ich sagen, das ich eigentlich fand, Koda hätte eine gute Kondition und ihn extra vorher noch bißchen müde gemacht hab, damit die Anzeigen nicht zu drangvoll werden. Scheiße war´s...

So, was mach ich jetzt? Eigentlich hab ich keine Lust mehr auf die Sch... Ich lauf Prüfung und Prüfung und wir packen es nicht, obwohl er ein guter Hund ist. Mich nur da drauf aus zu ruhen, das es die Kondition ist, glaub ich nicht, das wäre zu einfach. Was ist mit so Sachen wie Motivation am Helfer, Handling in der Prüfung, was reicht ihm, was braucht er vielleicht, Bestätigung im Training und in der Prüfung? Ich hab ihn zB beim ersten Helfer einfach an der Kenndecke gepackt und weg genommen, beim zweiten zu mir ins Fuß gerufen. Beim dritten, als er dann gebellt hat, kam er auf lobende Ansprache sofort zu mir. Sollte ich also auch drüber nachdenken... Ach ich weiß nicht...
Aber mir fehlt bei uns total der Input und die Möglichkeiten und auch Ideen Fehler zu finden und auszumerzen. Klar macht Koda eine schöne Arbeit, aber natürlich auch klar, sehe ich Dinge, die ich verbesserungswürdig finde. Antwort hier in der Staffel aber immer "Was willst du denn, der macht das doch so schön!" Dazu kommt das ich fast immer eigene Gruppen hab, also "Trainer" bin und dann noch weniger Rückmeldung bekomme...
Jetzt war ich ein paar mal bei den Sportlern hier, da bin ich zumindest mal "nur Teilnehmer" und bekomme ein wenig Input.
(Nebenbei fühl ich mich in der Staffel im moment auch nicht wirklich gut aufgenommen, aber das ist ein ganz anderes doofes Thema, das nur dazu beiträgt, das ich überlege warum ich das überhaupt noch mache)

Für in zwei Wochen hab ich nochmal eine Sportprüfung gemeldet, die aber nur als A, also kleineres Gelände, nur zwei Helfer,... Klar werde ich bis dahin Kondition üben soviel es irgendwie geht (War selbst gestern Joggen mit ihm, was aber mehr für mich als für Koda anstrengend war, heute geht es viiiiiiiiel Schwimmen, Rad hab ich leider noch keins, sonst würde ich radeln gehen. Falls ihr noch Ideen habt, immer gern ;) ) Mal sehen wie er da geht und ob/wie ich dann weiter machen will....


Sorry für die wilde Schreiberei, aber ich musste das mal los werden und vielleicht habt ihr ja Ideen was ich beleuchten könnte oder was euch sonst irgendwie einfällt...
Viele Grüße
Tine und Koda

Nora

Administrator

Beiträge: 2 721

Hunde: Anti, SWH x DSH, *2010 & Ixy, Mal, *2011

Verein: SC OG Winterthur

Hundesport: BH, Trickseln

Danksagungen: 126 / 20

  • Nachricht senden

2

Dienstag, 18. März 2014, 13:13

Haben wir keinen Tröst-Smiley? :huh:

Ich habe keine Ahnung von der RH-Arbeit, aber viel Erfahrung mit Frust rund um's Hundetraining. Ist das der erste Hund, mit dem du in Prüfungen gehst?

Ansonsten klingt das jetzt für mich eher so, als wäre es eine gute Idee, mal etwas Druck aus der Sache zu nehmen, wenn das geht. Koda ist noch jung... und es liest sich ein wenig so, als würdest du euch beide mit so hohen Erwartungen belasten, dass ihr auch beide nicht mehr richtig funktioniert. Vielleicht versucht ihr es vereinsmässig wirklich mal mit einem Tapetenwechsel? Anderes und neues Feedback kann helfen... und vielleicht... haben die Richterinnen gar nicht so unrecht? Möglicherweise muss sich auch Koda einfach erstmal an diese Prüfungssituation gewöhnen. Dann wäre es vielleicht klug, Prüfungen als Prüfungstraining anzugehen, in dem Wissen, dass er irgendwann mit deiner veränderten Stimmung und dem ungewohnten Drumherum klarkommt.

Das fällt mir so spontan ein... ob es irgendwas hilft, weiss ich nicht. :) Aber: *trööööst*!

chnopf

Schüler

Beiträge: 78

Hunde: Asta, Mal, *2008

Hundesport: BH, Agility

Danksagungen: 1 / 2

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 18. März 2014, 15:35

Mir scheint auch, ein Vereinswechsel würde dir gut tun. Neue Leute wo du dich auch wieder aufgehoben fühlst. Neue Ideen und ev. kritische Stimmen sind sicher nicht schlecht. Ich gehe nicht nur ins Training um zu hören wie gut ich was mache. Ich möchte, dass mir meine Kollegen die Fehler aufzeigen, sagen was verbessert werden kann und wie.

Mit der Kondition würde ich es nicht gleich übertreiben. Aber das weisst du bestimmt :)
Warum musst du ihn vor einer Prüfung müde machen? Habe wie Nora nicht wirklich Ahnung von der RH-Arbeit. Aber so wie ich es verstehe muss der Hund ja eine ganz schöne Fläche absuchen, da würde ich ihn vorher nicht noch müde machen.

Hoffe auf alle Fälle für dich, dass du die Freude an der Sache wieder findest :troest:

Crispy

Trainer

Beiträge: 2 304

Hunde: Crispy Aussie * 2006 & Breeze Aussie *2010

Danksagungen: 79 / 31

  • Nachricht senden

4

Dienstag, 18. März 2014, 16:10

RH Arbeit ist für mich auch totales Neuland. Aber ich denke auch, ein Tapetenwechsel tut manchmal sehr gut. Und wenns nicht gleich ein neuer Verein ist, vielleicht ein Trainer zu dem Du in Einzelstunden kannst?

:troest:

Ina

Profi

Beiträge: 1 193

Hunde: Ina, Mali, *2011

Verein: Private Trainingsgruppe, DRK, KV Embrach

Hundesport: BH, Rettungshund

Danksagungen: 36 / 28

  • Nachricht senden

5

Dienstag, 18. März 2014, 19:48

Ich habe ja auch so ein Sensibeli und mir graut vor unserer Einsatzprüfung im September. Setze ich mich unter Druck oder bin nervös ist es gelaufen. Da kann sie noch so ein Überflieger im Training sein.
Ich bin noch nicht lange in der RH Staffel und Ina der erste Hund den ich in diesem Gebiet ausbilde. Somit kann ich dir nicht wirklich Tips geben, da du sehr wahrscheinlich tausendmal mehr weisst als ich.

Ich denke du machst zuviel Druck auch wenn der nur innerlich ist. Wen der Hund sensibel ist dann hast du da schon ein kleines Problem. Gehst du noch locker und freudig ins Training?
Wenn es dich im Moment angurkt an Prüfungen zu gehen, würde ich es für den Moment lassen. Ein Tapetenwechsel tut sicher gut und vielleicht mal in eine andere Staffel schnuppern gehen?

ahkuna

Profi

Beiträge: 1 173

Hunde: Danjo, D. Schäfer x Border Collie

Verein: DRK RHS Säckingen, KGW (SKG)

Hundesport: Rettungshund / BH3

Danksagungen: 53 / 7

  • Nachricht senden

6

Dienstag, 18. März 2014, 21:08

Hmmm, ist ganz schön der Wurm drin momentan.

Zitat

(Ich hab es nach einem Durchfaller bei uns nochmal auswärts versucht)


Tut zwar grad nix zur Sache, aber versteh nicht ganz, wieviele Prüfungen seid Ihr jetzt gelaufen und nicht bestanden? 2? 3? Sportprüfungen oder Einsatzprüfungen?
So wie ich es verstanden hab, seid Ihr 3 Prüfungen gelaufen, 1 bestanden und 2x nicht, stimmt das? Nun kommt der Druck dazu, dass die nächste Prüfung bestanden werden muss, sonst seid Ihr ganz raus, stimmt das? Ist das beim BRH auch so?

Zitat

Im Frühjahr 2013 dann die erste Wiederholungsprüfung (Müssen jährlich wieder laufen).


Bei uns ists so, dass wir unsere Prüfungen nur alle 18 Monate machen, wieso macht ihr die Prüfung alle 12 Monate? (wür auch etwas Druck raus nehmen)

Wie ist Koda denn zu motivieren ohne Belohnung in der Suche? Evt wenn Du ne Strecke mitrennst und so Schwung mit rein bringst? Ich muss bei Danjo z.B. etwas in die Knie gehen, Körper anspannen und mit einem hohen "heiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii" ihn durchziehen, da bekommt er extrem Schub, wenn er auf mich zurennt und rennt auf der anderen Seite schwungvoll weiter. Das nutz ich immer, wenn er etwas an Suchleistung nachlässt.
Das raus nehmen, tränken und neu ansetzen kann auch viel Spannung weg nehmen, die er evt bräuchte? Ich kenn hald Koda absolut nicht und kann so wahrscheinlich auch nicht helfen, nur Ideen bringen. (dürft Ihr in der Prüfung bestätigen?)

Zitat

Beim dritten, als er dann gebellt hat, kam er auf lobende Ansprache sofort zu mir.


Läuft er vom Opfer ab? Belohnt der Hundeführer oder das "Opfer"? Bringst Du die Belohnung mit und gibst Du sie dem Opfer, damit der den Hund bestätigen kann?
Oder wolltest Du, dass er zu Dir kommt?

Zitat

Hier muss ich sagen, das ich eigentlich fand, Koda hätte eine gute Kondition und ihn extra vorher noch bißchen müde gemacht hab, damit die Anzeigen nicht zu drangvoll werden. Scheiße war´s...


An welcher Stelle der Prüfung ward Ihr dran? Eher am Anfang oder gegen Ende? Wie lange musste Koda im Auto warten?

Das mit dem Hund vorher müde machen kenn ich, aber nicht von Danjo, sondern von meiner Kollegin.
Ihr Hund, ein Labi, hat Energie für 5 und sie war nicht selten 1-2 Stunden Joggen bevor sie ins Training kam, sie nahm ihn auch immer mit zum reiten.
Sie machte ihren Hund vor Prüfungen auch immer erst müde, sonst wär der schon am Ende des Waldes angelangt, sobald sie den Karabiner gelöst hätte.
Was jedoch eine Bremse war, wenn sie am Schluss der Prüfung dran kam, der Hund also nach der UO, Offenanzeige und allem drum und dran erst laaaaange im Auto warten musste. Das liess ihn so runter fahren, dass er nicht mehr so aufmerksam durch den Wald rannte und somit auch mal an einer Prüfung ein Opfer überlief, was ihm im Training nie passierte.

Hättest Du denn die Möglichkeit in einer anderen Staffel mal zu schnuppern und evt zu wechseln, wenn Du in der jetzigen eine Gruppe leitest? Ist wohl noch schwer in so einer Situation zu gehen. Und willst Du unbedingt bei BRH bleiben? Oder würdest Du auch ein Wechsel zu Malteser, DRK oder so in Betracht ziehen?

BjarneKoda

Schüler

  • »BjarneKoda« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 83

Hunde: Koda, GR, Rüde, *2010

Verein: BRH RHS Kaiserslautern, DRC BZG Pfalz, VdH Rodenbach

Hundesport: Rettungshundearbeit (Einsatz und Sport), Dummyarbeit, Obedience

Danksagungen: 4 / 1

  • Nachricht senden

7

Mittwoch, 19. März 2014, 13:06

Danke euch! Tut gut das alles mal ganz unbelastet los zu werden, auch wenn ich merke das es reichlich wirr geschrieben war :blush:
Ich habe keine Ahnung von der RH-Arbeit, aber viel Erfahrung mit Frust rund um's Hundetraining. Ist das der erste Hund, mit dem du in Prüfungen gehst?
Ja er ist überhaupt mein erster Hund. Wir sind auch schon einige Prüfungen in verschiedenen Sparten gelaufen. Ich erwarte jetzt auch keine Heldenleistungen, dafür muss auch ich noch viel zu viel lernen, aber das es nicht mal zum bestehen reicht, frustriert mich dann schon...
Ansonsten klingt das jetzt für mich eher so, als wäre es eine gute Idee, mal etwas Druck aus der Sache zu nehmen, wenn das geht. Koda ist noch jung... und es liest sich ein wenig so, als würdest du euch beide mit so hohen Erwartungen belasten, dass ihr auch beide nicht mehr richtig funktioniert. Vielleicht versucht ihr es vereinsmässig wirklich mal mit einem Tapetenwechsel? Anderes und neues Feedback kann helfen... und vielleicht... haben die Richterinnen gar nicht so unrecht? Möglicherweise muss sich auch Koda einfach erstmal an diese Prüfungssituation gewöhnen. Dann wäre es vielleicht klug, Prüfungen als Prüfungstraining anzugehen, in dem Wissen, dass er irgendwann mit deiner veränderten Stimmung und dem ungewohnten Drumherum klarkommt.
Ja, letzten Herbst hab ich mir wirklich unheimlich Stress gemacht. Mir ging es sowieso nicht gut, dann noch der Gedanke "raus zu fliegen". Das hat Koda mit eindeutig quittiert. Diesmal war ich eigentlich sehr entspannt und Koda ja auch erstmal sehr anständig. Wir sind schon einige Prüfungen in verschiedenen Sparten gelaufen und können da normalerweise inzwischen gut mit umgehen... Dachte ich...
Mir scheint auch, ein Vereinswechsel würde dir gut tun. Neue Leute wo du dich auch wieder aufgehoben fühlst. Neue Ideen und ev. kritische Stimmen sind sicher nicht schlecht. Ich gehe nicht nur ins Training um zu hören wie gut ich was mache. Ich möchte, dass mir meine Kollegen die Fehler aufzeigen, sagen was verbessert werden kann und wie.
Genau das ist der Punkt. Im moment höre ich nur was alles so gut klappt und wenig Input wo was nicht klappt, oder wenn ich was habe, dann hieß es oft "Ist doch nicht schilmm und völlig normal!
Leider ist es mit anderen Staffeln immer so ne Sache. Zu den Sportlern geh ich ja schon, aber sonst ist hier nicht viel. RH-Arbeit ist ja nichts, wo man eben im nächsten Ort in nen Verein gehen kann :(
Mit der Kondition würde ich es nicht gleich übertreiben. Aber das weisst du bestimmt :)
Warum musst du ihn vor einer Prüfung müde machen? Habe wie Nora nicht wirklich Ahnung von der RH-Arbeit. Aber so wie ich es verstehe muss der Hund ja eine ganz schöne Fläche absuchen, da würde ich ihn vorher nicht noch müde machen.
Nein, übertreiben tu ich es natürlich nicht :) Da weiß ich aus eigener Erfahrung zu sehr, das das nix bringt.
Also ich war ihn jetzt nicht müde machen im Sinne von total ko und stundenlang laufen oder so. Aber ich war vorher ne Runde spazieren und hab schonmal drei Bällchen geworfen, damit er mal eben gerannt ist. Sonst ist er zum einen bisweilen noch mehr Fernaufklärer und zum anderen war meine Hoffnung, das dann die Anzeigen, wo er bisweilen sehr stürmisch ist, etwas gemäßigter ausfallen. Da ist eigentlich seine Kondition für gut hielt, war ich der Meinung, die Fläche müsste er trotzdem schaffen. :whistling:
Und wenns nicht gleich ein neuer Verein ist, vielleicht ein Trainer zu dem Du in Einzelstunden kannst?
Einzelstunden sind schwierig, ich brauch ja neben dem Trainer noch die Helfer drum rum, deswegen wird eigentlich immer in der Gruppe trainiert. Was ich jetzt aber gemacht hab, war mal zu schauen ob ich nicht doch mal auswärts ins Training fahren kann. Weiß nur noch nicht recht wohin


Ich denke du machst zuviel Druck auch wenn der nur innerlich ist. Wen der Hund sensibel ist dann hast du da schon ein kleines Problem. Gehst du noch locker und freudig ins Training?
Wenn es dich im Moment angurkt an Prüfungen zu gehen, würde ich es für den Moment lassen. Ein Tapetenwechsel tut sicher gut und vielleicht mal in eine andere Staffel schnuppern gehen?
Mh... Das Training auf das ich keine Lust hab, lass ich bleiben. Ich geh nicht mehr zu uns auf den Platz weil mich das nervt und lasse das Sondertraining bleiben. Am WE "muss" ich ins Training, da ich ja auch Trainer bin. Aber ja, da mach ich meist nur kleine sichere Sachen mit Koda damit ich mich nicht ärgern muss das was nicht klappt oder mir keinen Bock rein hau. Wenn ich es zeitlich schaffe, fahre ich noch zu den Sportlern, da darf er dann auch mal ordentlich ackern, da hab ich im moment ein besseres Gefühl für sowas... Das wäre auch meine Anlaufstelle, wenn ich es in der Staffel wirklich bleiben lasse.
Viele Grüße
Tine und Koda

BjarneKoda

Schüler

  • »BjarneKoda« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 83

Hunde: Koda, GR, Rüde, *2010

Verein: BRH RHS Kaiserslautern, DRC BZG Pfalz, VdH Rodenbach

Hundesport: Rettungshundearbeit (Einsatz und Sport), Dummyarbeit, Obedience

Danksagungen: 4 / 1

  • Nachricht senden

8

Mittwoch, 19. März 2014, 13:07

Zitat

Tut
zwar grad nix zur Sache, aber versteh nicht ganz, wieviele Prüfungen
seid Ihr jetzt gelaufen und nicht bestanden? 2? 3? Sportprüfungen oder
Einsatzprüfungen?
So wie ich es verstanden hab, seid Ihr 3 Prüfungen
gelaufen, 1 bestanden und 2x nicht, stimmt das? Nun kommt der Druck
dazu, dass die nächste Prüfung bestanden werden muss, sonst seid Ihr
ganz raus, stimmt das? Ist das beim BRH auch so?

Bei uns ists so, dass wir unsere Prüfungen nur alle 18 Monate machen,
wieso macht ihr die Prüfung alle 12 Monate? (wür auch etwas Druck raus
nehmen)
Sorry, war etwas wirr, also nochmal verständlich:
Wir
müssen im BRH jährlich Prüfung laufen und sind dann bis Ende des
darauffolgenden Kalenderjahres geprüft. Also mit meiner Anfang 2012
bestandenen Prüfung war ich bis Ende 2013 geprüft. Wir sind dann im
Frühjahr 2013 einmal und im Herbst 2013 zwei mal durchgefallen. Jetzt
das vierte mal *heul* Sportprüfung bin ich nur eine gelaufen (August
2013), die war auch sehr gut. Offiziell raus sind wir seit Ende 2013,
deswegen hatte ich mir im Herbst so mega Stress gemacht. Die Prüfung
jetzt am WE war um überhaupt wieder geprüft zu sein, da war ich auch
nicht wirklich stressig, sondern guter Dinge. ?(

Zitat

Wie
ist Koda denn zu motivieren ohne Belohnung in der Suche? Evt wenn Du ne
Strecke mitrennst und so Schwung mit rein bringst? Ich muss bei Danjo
z.B. etwas in die Knie gehen, Körper anspannen und mit einem hohen
"heiiiiii" ihn durchziehen, da bekommt er extrem Schub, wenn er auf mich
zurennt und rennt auf der anderen Seite schwungvoll weiter. Das nutz
ich immer, wenn er etwas an Suchleistung nachlässt.
Das raus nehmen,
tränken und neu ansetzen kann auch viel Spannung weg nehmen, die er evt
bräuchte? Ich kenn hald Koda absolut nicht und kann so wahrscheinlich
auch nicht helfen, nur Ideen bringen. (dürft Ihr in der Prüfung
bestätigen?)
Mh, ähnlich mach ich das auch meist. Also
das ich ihn mit Schwung mit nehm, evtl nen Stück mit ins Gelände,
aufmunternd Rufen, Hände klatschen. Oder eben einfach zügig weiter gehen
um in neues, frisches Gelände zu kommen.
Wenn ich an Sonntag zurück
denke, dann war da nicht mehr viel Spannung, die ich kaputt machen
konnte. Außerdem lässt er sich beim ansetzen schön wieder unter Spannung
setzen. Soweit hab ich so früh einfach noch nicht gedacht.
Wir
dürfen in der Prüfung bestätigen, inzwischen sogar nicht nur verbal,
sondern auch mit Futter/Beute. Ich hab bisher immer nur verbal gelobt,
weil ich die Orientierung zum Helfer wollte und nicht, dass der schlaue
Hund denkt, da kommt Mutti, die hat ja die Bestätigung, :whistling:

Zitat

Läuft
er vom Opfer ab? Belohnt der Hundeführer oder das "Opfer"? Bringst Du
die Belohnung mit und gibst Du sie dem Opfer, damit der den Hund
bestätigen kann?
Oder wolltest Du, dass er zu Dir kommt?
Normalerweise
hatte er immer eine super Fixierung zum Helfer, ich musste ihn eher
zwei mal ansprechen wenn ich ihn mal am Helfer ins Fuß holen wollte (Was
ja zB in den Sportprüfungen verlangt wird). Sonntag hab ich ihn beim
ersten Helfer einfach an der Kenndecke gepackt und gehalten, beim
zweiten hab ich ihn nen Meter nach hinten zu mir ins Fuß gerufen, da ich
nicht so gut an ihn ran kam. Zum dritten durfte ich ihn dann ja nochmal
hin schicken, bin zu ihm ran, hab ihn lobend angesprochen (kennt er
eigentlich, das ich spreche wenn er bellt) und er kam mit nen Satz
entgegen (Ich stand wieder nen Meter hinter ihm)
Im Training hat
eigentlich immer der Helfer die Belohnung dabei und bestätigt so, wie
wir das vorher abgesprochen haben. (Ball/Beißwurst werfen, gespielt wird
mit mir)

Zitat

An welcher Stelle der Prüfung ward Ihr dran? Eher am Anfang oder gegen Ende? Wie lange musste Koda im Auto warten?
Wir
waren als letzte dran, also so gegen 18:00 Uhr, vielleicht was später.
Am Treffpunkt war ich ab ca halb zwei. In der Wartezeit war ich mit Koda
ne relativ kleine Runde spazieren und hab ihn drei Bällchen holen
lassen und ne kurze Eigenanzeige gemacht. Ansonsten hab ich entweder mit
ihm vor dem Auto gesessen und geruht oder er war im Auto (Was er kennt
und auch entspannt ist)

Zitat

Das mit dem Hund vorher müde machen kenn ich, aber nicht von Danjo, sondern von meiner Kollegin.
Ihr
Hund, ein Labi, hat Energie für 5 und sie war nicht selten 1-2 Stunden
Joggen bevor sie ins Training kam, sie nahm ihn auch immer mit zum
reiten.
Sie machte ihren Hund vor Prüfungen auch immer erst müde,
sonst wär der schon am Ende des Waldes angelangt, sobald sie den
Karabiner gelöst hätte.
Was jedoch eine Bremse war, wenn sie am
Schluss der Prüfung dran kam, der Hund also nach der UO, Offenanzeige
und allem drum und dran erst laaaaange im Auto warten musste. Das liess
ihn so runter fahren, dass er nicht mehr so aufmerksam durch den Wald
rannte und somit auch mal an einer Prüfung ein Opfer überlief, was ihm
im Training nie passierte.
So krass bin ich ja nicht mal
(scheitert an meiner Kondition). Vor einem normalen Training mache ich
schonmal eine große Runde oder gehe Schwimmen oder so. Vor einer Prüfung
gehe halt normal spazieren und werfe vielleicht auch mal einen Ball.
Und ja, ich kenne auch genug, die vor dem Training gar nix machen, damit der Hund läuft, was aber nicht das ist was ich will.
Das lange warten im Auto und Abschalten ist interessant, weil ich das "ausschalten" so nicht kenne.

Zitat

Hättest
Du denn die Möglichkeit in einer anderen Staffel mal zu schnuppern und
evt zu wechseln, wenn Du in der jetzigen eine Gruppe leitest? Ist wohl
noch schwer in so einer Situation zu gehen. Und willst Du unbedingt bei
BRH bleiben? Oder würdest Du auch ein Wechsel zu Malteser, DRK oder so
in Betracht ziehen?
Das ist eins der Probleme. Ich bin
Trainer und da fällt es mir doppelt schwer zu sagen ich komm halt nicht.
Die Orga ist mir eigentlich egal. Aber ich wüsste hier in der Nähe
keine Alternative. Die nächsten Staffeln anderer Organisationen die ich
weiß sind so weit, das ich auch in eine Nachbarstaffel des BRH könnte.
Oder eben die Sportler, zu denen ich ja schon gehe. Und viel weiter
fahren kommt weder zeitlich noch finanziell hin, dann würden wir eher
einem anderen Hobby fröhnen, ist ja nicht so das wir keine Alternativen
hätten :blush:
Viele Grüße
Tine und Koda

Danish

Profi

Beiträge: 901

Hunde: Jasko, Malinois, *2003, Magic, Malinois, *2013

Hundesport: Diensthund, VPG, IPO

Danksagungen: 56 / 2

  • Nachricht senden

9

Mittwoch, 19. März 2014, 16:01

Mal nur so aus dem Ganzen rausgepickt.....

Ich wäre sehr vorsichtig, mit dem "vor dem Training/vor der Prüfung müde machen". Gerade, wenn der Grund dafür der ist, dass der Hund sonst belästigt bzw. zu eifrig am Helfer ist.

Ich würde hier anfangen, dem Hund beizubringen, dass er sich am Helfer zu beherrschen HAT. Das ist kein Judihuii - auch wenn es RH-Arbeit ist, bei der der Hund ja Freude am Helfer haben soll! Ein einsatzfähiger Hund hat sich in dieser Situation zurück zu nehmen bzw zurücknehmen zu können!

Ich würde hier an der Selbstkontrolle des Hundes arbeiten. Mir scheint - und das ergibt sich mir einfach aus dem ganzen Text - dass der Hund am Helfer nicht 100%ig sicher ist, was seine Aufgabe ist. Wenn er diese wirklich kennt und einwandfrei beherrscht, lösen sich die restlichen Probleme vermutlich fast von selber auf......

ahkuna

Profi

Beiträge: 1 173

Hunde: Danjo, D. Schäfer x Border Collie

Verein: DRK RHS Säckingen, KGW (SKG)

Hundesport: Rettungshund / BH3

Danksagungen: 53 / 7

  • Nachricht senden

10

Mittwoch, 19. März 2014, 16:54

Ok, Ihr habt ganz eine ziemlich andere Art als wir.

Bei uns dürfen wir z.B. nur verbal loben an der Prüfung also kein Guddis und kein Spiel und wir müssen den Hund nicht ins Fuss nehmen beim Opfer, wieso auch? Mach ich auch nicht, wenn ich im Einsatz ein Opfer find, dann bind ich den Hund an den nächsten Pfosten/Baum und mach erste Hilfe, da bleibt keine Zeit für UO mit Hund, drum kam ich nicht draus, warum Du ihn vom Opfer ins Fuss abrufst zu Dir. Aber demfall läuft er Dir nicht vom Opfer ab, dann ists ja ok :)

Wieviele Prüfungen dürft Ihr durchfallen? Bei uns ist pro Team nach 3x durch schluss und zwar für immer. Dann kann ich nur noch mit einem andern Hund starten oder mein Hund mit einer anderen Person.
Irgendwie seh ich das Problem jetzt aber grad nicht vom letzten Wochenende.

Wars, dass er beim dritten Opfer sofort zu Dir kam, als Du gesprochen hast? Hätte er noch dort bleiben und weiter bellen sollen?
Wenn ja, es war ja das dritte Opfer, oder? Das dritte Opfer, wo zwei Opfer vorher keine Belohnung kam? Evt versuchte er beim dritten Opfer sofort ins Fuss zu kommen um endlich an die Bestätigung zu kommen? Immerhin hast Du ihn beim zweiten Opfer nach hinten gerufen, das merkt sich ein Hund als Korrektur, wenn er da keine Belohnung bekommt und versuchts beim nächsten Mal besser zu machen :)
Könnte auch das überlaufen des dritten Opfers erklären, dass Du ihn mit nach hinten rufen beim zweiten Opfer verunsichert hast, dass er nicht mehr sicher war, ob Du überhaupt willst, dass er zum Opfer geht.

Das mit dem langen warten kann auch gut sein, immerhin ist 18 Uhr echt spät, könnte ein Zusammenhang sein. Solange muss er im Training wohl nie warten, wenn er danach noch eine ganze Prüfungsfläche absuchen muss mit 3 Opfer, oder?


Glaub das mit dem müde machen haben wir falsch verstanden. Hund müde machen ist für mich was anderes als 1 Stunde laufen gehen mit Bällchen schmeissen, das hat Danjo vor jedem Training und er ist nicht geladen wie eine Sprungfeder, ich seh das als normal an. Das nicht laufen gehen, damit der Hund rennt ist für mich eher abnormal. Was machen denn die, wenn die mit dem Hund ne Stunde laufen waren und dann kommt ein Einsatz? Gehen die dann nicht, weil Hundi nicht mehr rennen mag? Bringt er dann die Suchleistung nicht, weil er vorher schon ne Stunde unterwegs war?

@Danish
Das "sich beim Helfer zu beherrschen haben" ist noch ziemlich schwierig. Hund kommt beim Opfer an, HF ist noch weit weg und Opfer sollte nicht negativ auf den Hund einwirken, damit der nicht mit Meideverhalten anfängt. Ist ne extreme Gratwanderung und braucht gute Helfer. Und so wie ich gelesen hab, kann sich Koda ja beherrschen beim Opfer, er lief nur einmal drüber an der Prüfung um den HF im Blick zu behalten, was dort leider durchgefallen ist, da das "bedrängen des Opfers" ist, aber das wird meiner Meinung nach zu hart bewertet. Wenn ich im Einsatz ein Menschen finden wür, kräht kein Hahn danach, ob da mein Hund beim finden mal über den drüber gelatscht ist, Hauptsache wir haben ihn und können ihn retten ;)
Zubeissen sollten sie jedoch auf keinen Fall :D

Danish

Profi

Beiträge: 901

Hunde: Jasko, Malinois, *2003, Magic, Malinois, *2013

Hundesport: Diensthund, VPG, IPO

Danksagungen: 56 / 2

  • Nachricht senden

11

Mittwoch, 19. März 2014, 18:03

oke..... ich habe diese Textzeilen gemeint:

Zitat

Hier muss ich sagen, das ich eigentlich fand, Koda hätte eine gute Kondition und ihn extra vorher noch bißchen müde gemacht hab, damit die Anzeigen nicht zu drangvoll werden.


Ich bin einfach ein totaler Gegner von "Hund müde machen, damit er nicht so drangvoll ist".... :huh: Wenn der Hund nur müde gut arbeitet, dann lernt er doch nix dabei!

Ich lese vor allem, dass da ein junger Hund (und 3 Jahre ist definitv noch jung, wenn man die Einsatzfähigkeit anschaut), der bereits einige verschiedene Trainingsmethoden hatte.... Und wenn ich das hier lese:

Zitat

Koda hat fein angefangen, ich mich sau dumm dran gestellt (Wollte um den Helfer rum laufen um besser dran zu kommen) und Koda nen Fehler gemacht (Auf den Helfer getrampelt, weil er mich weiter sehen wollte)... Durchgefallen, hat mich aber noch nicht weiter schockiert.


würde ich es mal so interpretieren, der Hund da die Verknüpfung gemacht: Helfer = schlechte Stimmung vom Chef. Da Koda den Helfer (unbeabsichtigt) bedrängt hat, seid ihr durchgefallen. Das hat deine Stimmung natürlich gedrückt und das hat dein Hund so verknüpft. Den Fehler hat Kodo so vermutlich nicht mal bemerkt.....

Und das ist dann die Konsequenz während den Prüfungen (an einer solchen seid ihr ja durchgefallen):

Zitat

Koda ist nicht ordentlich raus gegangen (Normal eher Fernaufklärer in der Suche), hat stäääändig gepinkelt (Was er sonst auch nicht tut) und zu guter Letzt einen Helfer nicht angezeigt (Auch das kenne ich aus dem Training nicht, da ist er eher zu fordernd)..


Koda scheint nicht (mehr) zu wissen, was er beim Helfer tun muss. Er hat ja für sich keinen Fehler gemacht - und trotzdem war die Stimmung danach - also nach dem Helfer - schlecht..... Darum das Trödeln, das Pinkeln, das Nichtanzeigen....

Zitat

Ich hab ihn zB beim ersten Helfer einfach an der Kenndecke gepackt und weg genommen, beim zweiten zu mir ins Fuß gerufen. Beim dritten, als er dann gebellt hat, kam er auf lobende Ansprache sofort zu mir. Sollte ich also auch drüber nachdenken... Ach ich weiß nicht...


Ich finde es immer sehr schwierig, wenn man bei einem so jungen Hund verschiedene "Methoden" anwendet. Gerade in diesem Alter braucht ein Hund feste Muster, Abläufe, Rituale. Sonst macht man ihn nur "kirre".

Ich würde hier einige Schritte zurück gehen, Helfer positiv (auf Distanz) aufbauen und wenn das sitzt - Fehler einbauen und ihm klar aufzeigen (so wie er es versteht), dass das nicht erwünscht ist. :)

BjarneKoda

Schüler

  • »BjarneKoda« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 83

Hunde: Koda, GR, Rüde, *2010

Verein: BRH RHS Kaiserslautern, DRC BZG Pfalz, VdH Rodenbach

Hundesport: Rettungshundearbeit (Einsatz und Sport), Dummyarbeit, Obedience

Danksagungen: 4 / 1

  • Nachricht senden

12

Mittwoch, 19. März 2014, 20:51

Danke euch für die Anregungen!
Ich wäre sehr vorsichtig, mit dem "vor dem Training/vor der Prüfung müde machen". Gerade, wenn der Grund dafür der ist, dass der Hund sonst belästigt bzw. zu eifrig am Helfer ist.

Zitat

Glaub
das mit dem müde machen haben wir falsch verstanden. Hund müde machen
ist für mich was anderes als 1 Stunde laufen gehen mit Bällchen
schmeissen, das hat Danjo vor jedem Training und er ist nicht geladen
wie eine Sprungfeder, ich seh das als normal an. Das nicht laufen gehen,
damit der Hund rennt ist für mich eher abnormal. Was machen denn die,
wenn die mit dem Hund ne Stunde laufen waren und dann kommt ein Einsatz?
Gehen die dann nicht, weil Hundi nicht mehr rennen mag? Bringt er dann
die Suchleistung nicht, weil er vorher schon ne Stunde unterwegs war?
Ja, ich glaube auch wir haben uns da falsch verstanden, bzw ich mich falsch ausgedrückt. Ich war vorher normal eine Runde spazieren und er durfte ein paar Bällchen holen. Also nicht vorher platt machen, aber mehr als (leider) einige bei und machen. Wie die das dann im Einsatz machen.. Keine Ahnung. Wahrscheinlch ist da bis wir raus gehen wieder so viel Zeit vergangen das Hund aklimatisiert ist?! :whistling:
Ich würde hier anfangen, dem Hund beizubringen, dass er sich am Helfer zu beherrschen HAT. Das ist kein Judihuii - auch wenn es RH-Arbeit ist, bei der der Hund ja Freude am Helfer haben soll! Ein einsatzfähiger Hund hat sich in dieser Situation zurück zu nehmen bzw zurücknehmen zu können!
Ich würde hier an der Selbstkontrolle des Hundes arbeiten. Mir scheint -
und das ergibt sich mir einfach aus dem ganzen Text - dass der Hund am
Helfer nicht 100%ig sicher ist, was seine Aufgabe ist. Wenn er diese
wirklich kennt und einwandfrei beherrscht, lösen sich die restlichen
Probleme vermutlich fast von selber auf.....
Ja, da stimm ich dir voll zu. Ich erwarte das auch von meinem Hund, die Umsetzung ist bei uns aber nicht einfach. Ich glaube ja auch das da mehr im argen liegt als "nur" ein Konditionsproblem, aber ich habe keine rechte Idee was.
Leider ist bei uns schon im Aufbau manches schief gelaufen (Das "Alles gut und nicht so schlimm"-Problem gibt es ja nicht erst seit gestern), was es jetzt natürlich nicht leichter macht. Ich habe leider nur seeeeehr wenige, die scheinbar in der Lage sind ihn ordentich zu arbeiten, also auch die nötigen Grenzen zu setzen und die sind selbst Trainer oder bei einer Trainerin fest zugeteilt.

Bei uns dürfen wir z.B. nur verbal loben an der Prüfung also kein Guddis und kein Spiel und wir müssen den Hund nicht ins Fuss nehmen beim Opfer, wieso auch? Mach ich auch nicht, wenn ich im Einsatz ein Opfer find, dann bind ich den Hund an den nächsten Pfosten/Baum und mach erste Hilfe, da bleibt keine Zeit für UO mit Hund, drum kam ich nicht draus, warum Du ihn vom Opfer ins Fuss abrufst zu Dir. Aber demfall läuft er Dir nicht vom Opfer ab, dann ists ja ok :)
Wir dürfen in der Prüfung mehr loben, ich möchte das aber aus verschiedenen Gründen nicht.
Ins Fuß nehmen müssen wir in den BRH Prüfungen auch nicht. Da hab ich es nur das eine mal gemacht, weil es einfach in der Situation am einfachsten war (Hund stand in ner Baumkrone und reinkrackseln war ungünstig). "Brauchen" tue ich das nur, wenn ich sportliche Prüfngen laufen möchte, da wird es eben verlangt. Dort wird er auch nur vielleicht nen Meter nach hinten zu mir gerufen. Vom Opfer weiter abrufen mache ich nicht.
Wieviele Prüfungen dürft Ihr durchfallen? Bei uns ist pro Team nach 3x durch schluss und zwar für immer. Dann kann ich nur noch mit einem andern Hund starten oder mein Hund mit einer anderen Person.
Irgendwie seh ich das Problem jetzt aber grad nicht vom letzten Wochenende.
Wars, dass er beim dritten Opfer sofort zu Dir kam, als Du gesprochen
hast? Hätte er noch dort bleiben und weiter bellen sollen?
Wenn ja,
es war ja das dritte Opfer, oder? Das dritte Opfer, wo zwei Opfer vorher
keine Belohnung kam? Evt versuchte er beim dritten Opfer sofort ins
Fuss zu kommen um endlich an die Bestätigung zu kommen? Immerhin hast Du
ihn beim zweiten Opfer nach hinten gerufen, das merkt sich ein Hund als
Korrektur, wenn er da keine Belohnung bekommt und versuchts beim
nächsten Mal besser zu machen :)
Könnte
auch das überlaufen des dritten Opfers erklären, dass Du ihn mit nach
hinten rufen beim zweiten Opfer verunsichert hast, dass er nicht mehr
sicher war, ob Du überhaupt willst, dass er zum Opfer geht.
Harte Regelung, aber finde ich nicht schlecht!
Bei uns darf man "beliebig oft" durchfallen. Es war mal eine Sperre im Gespräch, wurde aber nicht angenommen.

Naja, er hätte den dritten Helfer halt erstmal eigenständig anzeigen sollen und dann nicht sobald ich ihn anspreche schon zurück zu mir gesprungen kommen, überhaupt so zu mir fixiert sein. Und das was du schreibst, sind eben auch die Fragen die ich mir stelle. Ob eben da ein Problem für uns liegt. ?(
Das mit dem langen warten kann auch gut sein, immerhin ist 18 Uhr echt spät, könnte ein Zusammenhang sein. Solange muss er im Training wohl nie warten, wenn er danach noch eine ganze Prüfungsfläche absuchen muss mit 3 Opfer, oder?
Wir trainieren leider grundsätzlich grade im Winter nie so lange. Müssen recht früh aus dem Wald raus wegen Dunkelheit. Jetzt wird es langsam wieder länger, hoffe dann bleiben wir wieder länger draußen. Also ja, das hat er so in der Art normalerweise nicht.

@Danish
Das "sich beim Helfer zu beherrschen haben" ist noch ziemlich schwierig. Hund kommt beim Opfer an, HF ist noch weit weg und Opfer sollte nicht negativ auf den Hund einwirken, damit der nicht mit Meideverhalten anfängt. Ist ne extreme Gratwanderung und braucht gute Helfer. Und so wie ich gelesen hab, kann sich Koda ja beherrschen beim Opfer, er lief nur einmal drüber an der Prüfung um den HF im Blick zu behalten, was dort leider durchgefallen ist, da das "bedrängen des Opfers" ist, aber das wird meiner Meinung nach zu hart bewertet. Wenn ich im Einsatz ein Menschen finden wür, kräht kein Hahn danach, ob da mein Hund beim finden mal über den drüber gelatscht ist, Hauptsache wir haben ihn und können ihn retten ;)
Zubeissen sollten sie jedoch auf keinen Fall :D
Ja und genau an diesen guten Helfern scheitere ich. Ich bin drauf angewiesen nen Helfer zu haben, der Koda klar macht was er tun soll und was eben nicht. Bzw hätte den schon ganz zu Anfang gebraucht. Damals hatte ich selbst noch nicht so viel Ahnung, konnte manches noch nicht so einschätzen, hab manches wahrscheinlich nicht mitbekommen und hab den "älteren" viel mehr vertrauen müssen. Inzwischen seh ich das seh kritisch, weiß wie es aussehen soll, wen ich dafür nicht nehmen kann. Aber leider weniger wen ich nehmen kann. Bei mir selbst würde er sich nie wagen Dummheiten zu machen, da sind die Fronten klar. Daher kann ich da schwer dran arbeiten. Wobei ich trotzdem immer wieder Eigenanzeigen arbeite, die auch mit viel Reiz/Ablenkung.
Wenn er in der Anzeige ist, macht er die idR ordentlich, unser Thema ist hauptsächlich das ankommen ohne im Helfer zu bremsen.
Viele Grüße
Tine und Koda

BjarneKoda

Schüler

  • »BjarneKoda« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 83

Hunde: Koda, GR, Rüde, *2010

Verein: BRH RHS Kaiserslautern, DRC BZG Pfalz, VdH Rodenbach

Hundesport: Rettungshundearbeit (Einsatz und Sport), Dummyarbeit, Obedience

Danksagungen: 4 / 1

  • Nachricht senden

13

Mittwoch, 19. März 2014, 20:51

Zitat

Ich
lese vor allem, dass da ein junger Hund (und 3 Jahre ist definitv noch
jung, wenn man die Einsatzfähigkeit anschaut), der bereits einige
verschiedene Trainingsmethoden hatte.... Und wenn ich das hier lese:
Fast 4 Jahre ;) Aber ja, alt ist er noch nicht. Und ja, wir haben schon verschiedenes versucht. Er ist halt mein "Lernhund" :blush:

Zitat

würde
ich es mal so interpretieren, der Hund da die Verknüpfung gemacht:
Helfer = schlechte Stimmung vom Chef. Da Koda den Helfer
(unbeabsichtigt) bedrängt hat, seid ihr durchgefallen. Das hat deine
Stimmung natürlich gedrückt und das hat dein Hund so verknüpft. Den
Fehler hat Kodo so vermutlich nicht mal bemerkt.....

Und das ist dann die Konsequenz während den Prüfungen (an einer solchen seid ihr ja durchgefallen):
Mh, ob er das nur auf die Prüfung beschränkt? Und das nicht von den vielen vielen Malen guter Stimmung aufgewogen wurde?
Die Probleme im Herbst schiebe ich wirklich hauptsächlich auf meine allgemeine Stimmungslage und Nervosität.

Zitat

Koda
scheint nicht (mehr) zu wissen, was er beim Helfer tun muss. Er hat ja
für sich keinen Fehler gemacht - und trotzdem war die Stimmung danach -
also nach dem Helfer - schlecht..... Darum das Trödeln, das Pinkeln, das
Nichtanzeigen....
Das hier passt zum Herbst, würde ich aber wie gesagt nicht auf den Helfer beschränken sondern da auch die gesamte Situation. :whistling:
Das
alles hat er ja zB diesmal erstmal nicht gezeigt. Er ist toll gelaufen,
ohne Pinkeln, schön ausgearbeitet,... wie ich ihn halt kenne. Die
Stimmung bei mir war gut. Und irgendwo hat er sich ausgeschaltet ?(

Zitat

Ich
finde es immer sehr schwierig, wenn man bei einem so jungen Hund
verschiedene "Methoden" anwendet. Gerade in diesem Alter braucht ein
Hund feste Muster, Abläufe, Rituale. Sonst macht man ihn nur "kirre".
Mh..
Grundsätzlich mag ich die erste Variante lieber. Aber was mach ich denn
wenn ich eben wie diesmal nicht ordentlich dran komm? Und immer abrufen
hab ich bedenken das er sich doch mehr zu mir orientiert *denk* Wie
handhabt ihr das denn zB am Helfer?
Ansonsten haben wir schon feste Rituale. Also vor der Arbeit, das Starten, die Kommandos in der Suche,...

Zitat

Ich
würde hier einige Schritte zurück gehen, Helfer positiv (auf Distanz)
aufbauen und wenn das sitzt - Fehler einbauen und ihm klar aufzeigen (so
wie er es versteht), dass das nicht erwünscht ist. :)
Ja,
ich denke auch das ich wieder einige Schritte zurück muss. Und dann
auch bewusst Fehler provozieren. Mein Problem ist wirklich das ich
überlegen muss, mit wem ich das machen kann.
Wie sind deine
Erfahrungen mit Eigenanzeigen? (Hier gibt es ja auch die
unterschiedlichsten Ansichten zu...) Da wollte ich doch auch nochmal
mehr mit arbeiten. Eben um ihm dadurch das er es bei mir ja richtig
macht mehr Sicherheit zu geben?! Mir wurde jetzt auch schon
vorgeschlagen das Koda mich selbst suchen könnte. Im Kleinen, also ich
außer Sicht und rufe ihn zu mir okay. Als richtige Suche will ich ihn
eigentlich grade im moment nicht aus der Hand geben.

Zusätzlich bleibe eben das Thema (Such-)Kondition...
Viele Grüße
Tine und Koda

Danish

Profi

Beiträge: 901

Hunde: Jasko, Malinois, *2003, Magic, Malinois, *2013

Hundesport: Diensthund, VPG, IPO

Danksagungen: 56 / 2

  • Nachricht senden

14

Mittwoch, 19. März 2014, 21:10

Ich muss dazu sagen, dass ich nicht im RH-Bereich trainiere. Aber die Lerngrundsätze sind ja bei allen Hunden gleich - egal, was man trainiert.... Ich bin im Diensthundebereich aktiv.

Aus dem Gelesenen würde ich - und du musst für dich entscheiden, ob diese Lösung für euch auch stimmen könnte - folgendermassen vorgehen.

Eigenanzeigen würde ich fast gänzlich weg lassen. Der Hund kennt dich und kann das unterscheiden. :D

Fremdanzeigen würde ich auf Distanz neu einüben. Also mindestens 2m Abstand (sofern das in der Prüfung erlaubt ist?). Dazu stellst du dich mit dem Hund in die gewünschte Distanz und blockierst ihn beim Anzeigen. Wenn der Hund bellt, wirft der Helfer ein Leckerli (ich bestätige bei bedrängenden Hunden NIE mit Beute durch den Helfer) rechts oder links vom Hund hin (so dass er es nicht fangen kann, aber sieht, wo es hin fällt). Dann darf er es selber holen und danach gibt es bei dir nochmals Leckerlis.

So lernt der Hund, dass er über die Distanz vom Helfer weg bestätigt wird. Er verknüpft es aber nicht mit dir - so dass er nicht zu dir zurück kommt.

Frei schicken würde ich ihn recht lange nicht mehr, weil er ja ein nahes Anzeigen kennt und sonst in das alte Verhalten fällt. Erst, wenn du dir fast 100%ig sicher bist, dass er das mit der Distanz geschnallt hat, kann er ein paar Meter gehen und dann anzeigen.

Wenn der Hund belästigt oder zu nahe hin geht würde ich den Helfer so instruieren, dass er wortlos aufsteht und sich vom Hund weg dreht. Kein Kommando, keine Einwirkung - es gibt einfach nichts. Ich finde es sehr heikel, den Hund von fremden Menschen "zurechtweisen" zu lassen.

Aber vielleicht kann dir hier jemand von den RH'lern noch bessere Trainingstipps geben.....

BjarneKoda

Schüler

  • »BjarneKoda« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 83

Hunde: Koda, GR, Rüde, *2010

Verein: BRH RHS Kaiserslautern, DRC BZG Pfalz, VdH Rodenbach

Hundesport: Rettungshundearbeit (Einsatz und Sport), Dummyarbeit, Obedience

Danksagungen: 4 / 1

  • Nachricht senden

15

Mittwoch, 19. März 2014, 21:43

Finde deine Anregungen trotzdem super. Die Anzeigen an sich
sind ja von der Idee ähnlich und manchmal ist ein Blick von außen grade gut.


Das Problem sehe ich auch bei den Eigenanzeigen. Also das
die uns bei unserem eigentlichen Thema nicht weiter helfen. Er unterscheidet da
wunderbar…


2m Abstand ist zu viel, aber einer würde gehen, oder überhaupt
bewusst Abstand. Wie blockierst du? Leine? Blockieren (grade über die Leine)
ist nicht so meins und wird Koda auch schwer fallen. Der hat von Anfang an
gelernt, sich auch bei noch so vielen Reizen zu beherrschen und eben nicht nach
vorne zu gehen und zu fordern. Aber evtl
ginge es ihn neben mir so ans Bein zu nehmen und ihm sein Such/Bellkommando zu
geben *grübel*


Das Bestätigungsmodell klingt ähnlich wie ich es jetzt habe,
nur das ich derzeit Beute nehme. Bei uns ist es derzeit so, dass der Helfer die
Beute wirft, Koda sie nimmt und zu mir zum Spiel kommt. Geht es dir bei „keine
Beute“ drum das er sich nicht durch die Beute und das Spiel weiter hoch pushed
oder drum, dass er nicht näher zum Helfer soll wenn er die Beute dort bekommt?


Aufstehen und wegdrehen hilft „leider“ nicht wirklich. Kenne
ich von den Sportlern, da gibt es nur sitzende und liegende Helfer. Unsere
Hunde kennen ja auch stehende und laufende Helfer, er wird also weiter anzeigen
und das nicht als Abbruch sehen. Mit Korrektur durch den Helfer bin ich eben
auch vorsichtig. Wenn ich jemand wüsste, dem ich es zutraue, das ordentlich zu
machen, mit dem ich auch über längere Zeit arbeiten kann, ja, okay. Ich wüsste
Helfer, die toll mit ihm arbeiten würden und wo er das sicher zügig verstehen
würde, nur leider wohnen die im anderen Eck von Deutschland und fallen somit
aus. Hier ist aber eben wie gesagt niemand und das würde ziemlich hilflos
enden.

Was ich sonst noch an Ideen kenne, war „ausbremsen“ indem im Anlaufen schon ein
Ball/Futter geworfen wird (Mag ich nicht mehr, ist mir zu unklar), Helferraum
klar machen durch das „Verbieten“ von Beute/Futter, wenn der Hund belästigt
hat, kommentarlos abholen und nochmal hin schicken, war es dann ordentlich gibt
es die Belohnung... :whistling:
Viele Grüße
Tine und Koda

Danish

Profi

Beiträge: 901

Hunde: Jasko, Malinois, *2003, Magic, Malinois, *2013

Hundesport: Diensthund, VPG, IPO

Danksagungen: 56 / 2

  • Nachricht senden

16

Mittwoch, 19. März 2014, 22:32

Ich würde mit mehr Abstand trainieren. Im Einsatz und in Prüfungen wird er die 2m vermutlich nicht einhalten..... Aber hauptsache der Hund merkt, dass er nur über den Abstand zum Erfolg kommt!

Die Art des Blockierens hängt sehr vom individuum ab. Bei einem sehr jungen Hund im Aufbau würde ich den Abstand shapen - also von ihm selber erarbeiten/erfahren lassen. Bei einem älteren Hund wie deinem, der das nahe Anzeigen schon kennt, entweder über die Leine oder über eine visuelle Barriere (Markierband, Holzlatte o.ä.), die man dann Schritt für Schritt abbaut.

Beute nehme ich nicht gerne, weil es hochpusht. Wenn sie vom Helfer weg geworfen wird, sollte es mit dem Belästigen keinen Zusammenhang haben.

Wenn ihr auch stehende Helfer habt, muss man sich eine andere Methode ausdenken.....

Allenfalls, wie du am Schluss geschrieben hast. Kommentarlos abholen und nochmals machen. Wenn du ein abbruchkommando hast, versteht er das sicher sehr schnell.

Etwas entgegen werfen bestätigt ja genau die Tätigkeit in dem Moment - also das Rennen..... Finde ich auch sehr kontraproduktiv!


Sent from my iPhone using Tapatalk

ahkuna

Profi

Beiträge: 1 173

Hunde: Danjo, D. Schäfer x Border Collie

Verein: DRK RHS Säckingen, KGW (SKG)

Hundesport: Rettungshund / BH3

Danksagungen: 53 / 7

  • Nachricht senden

17

Donnerstag, 20. März 2014, 00:12

Darf ich mal nach den genauen Gründen fragen, warum Du im Training bestätigst und in der Prüfung nicht?

Und wegem Anzeigen, wie zeigt er an? Steht er? Liegt er? (solange das Opfer an Ort und Stelle bleibt)
Wie wärs, wenn ihr ihn auf liegend verweisen umlenkt? So fällt das bedrängen weg. Und dass Du evt wechselst auf Futter? Ich wür meinen Hund nicht mit Spielzeug belohnen, solange er auch auf Futter reagiert. Aber bei uns werden die meisten Hunde auf Fläche und Trümmer ausgebildet und in den Trümmer ist Spielzeug einfach gefährlich und manchmal auch unmöglich.
Wenn er aber nur auf Spielzeug geht, kann man das auch mit liegend verweisen, mit Futter ists nur einfacher ;)

BjarneKoda

Schüler

  • »BjarneKoda« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 83

Hunde: Koda, GR, Rüde, *2010

Verein: BRH RHS Kaiserslautern, DRC BZG Pfalz, VdH Rodenbach

Hundesport: Rettungshundearbeit (Einsatz und Sport), Dummyarbeit, Obedience

Danksagungen: 4 / 1

  • Nachricht senden

18

Donnerstag, 20. März 2014, 12:53

Danke Danish für deine Ideen! :)
Darf ich mal nach den genauen Gründen fragen, warum Du im Training bestätigst und in der Prüfung nicht?
Im Training bestätigen meine Helfer. Also die Bestätigung kommt von ihnen, auch wenn das Spiel bei mir stattfindet. In der Prüfung müsste ich den Hund selbst bestätigen, was ich aber eigentlich nicht möchte, da ich die Orientierung nach vorne zum Helfer und nicht zu mir (Weil ich bringe die Bestätigung mit) will. Bestätigung im Sinne von verbalem Lob, Anspringen, Kraulen, gibt es in der Prüfung natürlich auch bzw ganz besonders

Und wegem Anzeigen, wie zeigt er an? Steht er? Liegt er? (solange das Opfer an Ort und Stelle bleibt)
Wie wärs, wenn ihr ihn auf liegend verweisen umlenkt? So fällt das bedrängen weg. Und dass Du evt wechselst auf Futter? Ich wür meinen Hund nicht mit Spielzeug belohnen, solange er auch auf Futter reagiert. Aber bei uns werden die meisten Hunde auf Fläche und Trümmer ausgebildet und in den Trümmer ist Spielzeug einfach gefährlich und manchmal auch unmöglich.
Wenn er aber nur auf Spielzeug geht, kann man das auch mit liegend verweisen, mit Futter ists nur einfacher ;)
In der Regel liegt er oder kommt mit dem Oberkörper runter, Hintern oben. "Richtig" stehen tut er nicht.
Ihn auf´s liegen festnageln bin ich eigentlich kein Fan von, weil es so oft Situationen gibt, wo stehen einfach angenehmer für den Hund ist. Grade wenn die Trümmer dazu kommen, denke ich, stehen wird angenehmer sein? Hauptthema beim Bedrängen ist bei uns auch nicht die Anzeige an sich, sondern das Ankommen und vor dem Helfer bremsen.
Koda geht auf alles, aber Beute steht schon verdammt hoch. Mit den Trümmern sehe ich da weniger Probleme, kenne viele Hunde, die auch in den Trümmern mit Beute gearbeitet werden. Da wird die Beute halt nicht geworfen (Was ja mit Futter auch nicht ginge), sondern ins Maul gegeben und unten wird gespielt (Wenn die Hunde überhaupt spielen wollen). Ich hatte auch schon überlegt, wieder auf Futter zu gehen, dann müsste ich aber schon wieder die Bestätigung ändern (Wir haben schon mehrfach umgestellt) :S
Viele Grüße
Tine und Koda

BjarneKoda

Schüler

  • »BjarneKoda« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 83

Hunde: Koda, GR, Rüde, *2010

Verein: BRH RHS Kaiserslautern, DRC BZG Pfalz, VdH Rodenbach

Hundesport: Rettungshundearbeit (Einsatz und Sport), Dummyarbeit, Obedience

Danksagungen: 4 / 1

  • Nachricht senden

19

Sonntag, 30. März 2014, 20:39

Soooo, nachdem ich vor zwei Wochen so geheult hab, hier auch noch was erfreuliches...

Wir waren am Wochenende in einer befreundeten Ortsgruppe und sind dort die RH2 Fläche A gelaufen, also die nächste Stufe an Sport-RH-Prüfung für uns. Angesagt war gestern eine Wegesuche, 2 Versteckpersonen, "nur" 20000 m² und 15 Minuten und heute Unterordnung und Gewandtheit. An beiden Tagen war es sehr warm, einige hatten mit dem Wetter zu kämpfen. So auch wir. Koda hat gestern eine tolle Nasenarbeit gezeigt, ich war völlig zufrieden mit seiner Arbeit, der Richter hat natürlich ein paar kleinere Dinge gefunden und uns mit einem hohen sg verabschiedet. In der UO/Gewandtheit haben wir dann dem Wetter Tribut gezollt. Waren heute in der Mittagshitze dran und Koda war sowas von lasch. Er hat alle Übungen ausgeführt, aber völlig ohne Spannung, besonders die Freifolge fand ich gruselig, so dass es nur zu einem befriedigend gereicht hat. Naja, aber wir haben mit einem gut bestanden und vor allem die Arbeit gestern tat der Seele einfach gut. Jetzt kann die B kommen :D
Viele Grüße
Tine und Koda

BjarneKoda

Schüler

  • »BjarneKoda« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 83

Hunde: Koda, GR, Rüde, *2010

Verein: BRH RHS Kaiserslautern, DRC BZG Pfalz, VdH Rodenbach

Hundesport: Rettungshundearbeit (Einsatz und Sport), Dummyarbeit, Obedience

Danksagungen: 4 / 1

  • Nachricht senden

20

Sonntag, 27. Juli 2014, 16:36

Nochmal ein kurzes Update:

Einsatzprüfung sind wir noch keine wieder gelaufen. Hat sich noch nicht wieder ergeben, aber ich werde wohl im Herbst bei uns laufen.
Dafür sind wir aber an den letzten beiden Wochenenden jeweils eine RH2 Fläche B auf SV Landesmeisterschaften gelaufen. Ja, wir haben noch Potential nach oben, aber es hat geklappt und wird immer besser und sicherer. Gestern hat man uns, besonders Koda, das letzte Wochenende zwar doch deutlich angemerkt, aber es war gut und wir hatten vor allem beide viel viel Spaß. Jetzt ist dann erstmal Prüfungspause...
Viele Grüße
Tine und Koda