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arikea

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Friday, November 16th 2012, 11:37pm

ARS-Lawinenhund

Gerne erzähle ich Euch, wie man zu einem ARS-Lawinenhunde-Team wird. ARS=Alpine Rettung Schweiz, früher SAC=Schweizerischer Alpen Club

Am Anfang, wenn der Hund zwischen 1 und 3 Jahren alt ist, gilt es den Eintrittstest zu bestehen.

Dieser wird für jede Region einmal im Jahr durchgeführt.

Der Eintrittstest

Theorie-Teil für den Hundeführer.

Da gilt es viel zu lernen über Erste Hilfe, Schneebeschaffenheit, Technische Hilfsmittel, Kartenlesen, Fachausdrücke etc. Diese Prüfung ist nicht einfach so aus dem Aermel zu schütteln und viele Teams scheitern beim ersten Versuch daran. (Beim zweiten haben die meisten kapiert, dass nicht nur der praktische Teil wichtig ist ;) )

und einem

UO-Wesenstest-Teil für das Mensch-Hund-Team.

Hier wird eine UO verlangt mit Fusslaufen, Platz aus der Bewegung, Sitz-Platz, Voranschicken auf eine fremde Person, die vom Hund freundlich angenommen werden muss, Freiablage. Hier dürfen Sicht- und Hörzeichen gegeben werden. Es wird nicht sehr streng gerichtet, aber es muss gut erkennbar sein, dass auf diese Uebungen hin trainiert wurde.

AK1- Anfängerkurs

Dieser findet für jede Region ebenfalls einmal im Jahr statt. Hier werden die Grundsteine für die Lawinensuche gelegt und Mensch und Hund ein weiteres mal geprüft. Der Kurs dauert 7 Tage.

AK2- Anfängerkurs 2

Der AK2 muss dann ein Jahr nach dem AK besucht werden. Dieser dauert auch 7 Tage. Es wird geprüft, was das Team an den Uebungen im vergangene Winter gelernt hat. Jedes Team muss mindestens 4 Uebungen pro Saison besuchen. Besteht das Team den AK2 wird es einsatzfähig.

BK-Bestätigungskurs
Wiederum ein Jahr später muss der BK besucht werden. Dauer hier 5 Tage. Hier wird wieder geprüft, ob das Team noch einsatzfähig ist. Sowohl der Hund, wie auch der Mensch müssen das unter Beweis stellen.
Der Bestätigungskurs muss dann jedes zweite Jahr besucht werden. Während der Wintersaison müssen von jedem Team mindestens 4 Uebungen besucht werden. Ansonsten sind sie für den nächsten Winter nicht mehr als einsatzfähig ausgezeichnet.
Ist ein Hund über 10jährig muss das Team den BK jährlich besuchen. Dies gilt auch für Teams, die übers Jahr "auffällig" waren.

Was heisst einsatzfähig?

Einsatzfähig heisst, neben den bestandenen Kursen und besuchten Uebungen, dass das Team bei der ARS und bei der Rega registriert ist. Will sagen: Der Hundeführer bekommt einen Pager von der Rega und wird bei einem Notfall direkt von der Rega angefordert.

Was läuft nach der Alarmierung ab?

Der Hundeführer meldet sich telefonisch bei der Rega und erhält dort Anweisungen für den weiteren Ablauf.
"Normaler Ablauf" eines Einsatzes:

- Sofort parat machen (Rettungskleider und -ausrüstung montieren, zum angegebenen Treffpunkt fahren)
Der Treffpunkt: Ein LawH-Team hat 1-2 Landepunkte für den Helikopter anzugeben, die innert kürze erreicht werden können. Dort werden sie abgeholt.
- Ein Helikopter holt das Team ab und fliegt es zum Unglücksort
- Ist das Team angekommen gibt es eine kurze Instruktion des Einsatzleiters falls dieser schon vorort ist.
- Die Suche wird sofort aufgenommen. Oft sind 2 Teams gleichzeitig am arbeiten.
- Zeigt der Hund an, werden weitere Helfer herbeigerufen, welche den Verschütteten ausgraben.
- Sind noch mehr Menschen verschüttet, wird die Suche sofort weiter geführt.

Nach dem Einsatz werden die Teams wieder zurück ins Tal gebracht.

Die Ausrüstung

Ein LawHundeführer wartet folgendermassen ausgestattet auf den Helikopter:
Ski mit Tourenbindung und Fellen
ARS-Rettungstaffel-Bekleidung
LVS (Lawinen-Verschütteten-Suchgerät) eingeschaltet. Mit Ersatzbatterien
Funkgerät immer voll geladen, eingeschaltet.
Rucksack mit Sondierstangen, Lawinenschaufel, Rettungsdecke, ARS-Apotheke, Handschuhe

und natürlich

Hund mit ausbruchsicherem Halsband und Leine.

Wie oft kommt ein Team zum Einsatz?

Dies hängt von der Region, den Schneeverhältnissen und der Anzahl LawH-Teams ab.
Oft werden die Teams auch zu sogenannten "Nachsuchen" aufgeboten.
Wenn man sich nicht sicher ist, ob wirklich alle gefunden wurden.
Ob eventuell noch eine andre Gruppe in der Lawine sein könnte.
Wenn eine Lawine über eine Piste oder über eine Strasse gedonnert ist, um abzuklären, dass wirklich niemand drin ist.

Wie oft sind die Teams erfolgreich?


Dies ist eine Frage, die auch wieder nur unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren beantwortet werden kann. Oder sich mit somit vielleicht sogar selbst beantwortet...

Ein LawH-Team ist bei jedem Einsatz und jeder Uebung erfolgreich. Weil der Hund IMMER etwas finden darf, und auch dafür belohnt wird.
Egal ob er einen Verletzten findet...
einen Toten..
einen Skischuh..
einen Handschuh..
ein Stück zerrissene Ski-Hose....

Ob dies für uns Menschen auch als Erfolg gelten kann?

Wird in einem Lawinen-Feld zb. bei einer Nachsuche nichts gefunden, gräbt der Hundeführer oder ein Mitglieder der Rettungsstaffel etwas ein, was der Hund finden darf.


Zum Glück tragen heute viele Touren-Ski-Fahrer oder Varianten-Fahrer und selbst Schneeschuh-Läufer ein LVS (Lawinen-Verschütteten-Suchgerät) bei sich.
So können viele Lawinen-Opfer mittels Kameraden-Hilfe oft schnell gefunden oder auch von der Rettungsstaffel und Rega relativ rasch geortet werden .
Auch Handys und sogenannte Reflektoren (zb Recco) können dabei helfen. Bei diesen Hilfsmitteln muss aber beachtet werden, dass wenn zum Beispiel das Opfer mit dem Körper darüber liegt, das Signal oder die Reflektion oft nicht ausreichend ist.
Und... es gibt immer noch Leute, die denken: Ich? nein, ich gerate nie in eine Lawine :donner:

Darum sind die Retter auch weiterhin auf Lawinenhunde angewiesen.

Hier noch drei Fotos (die anderen muss ich erst auf dem Lappi meines Mannes suchen, aber gibt noch mehr, wenn ihr denn möchtet)

Ari und mein Mann werden vom Helikopter zu einem Einsatz abgeholt
Mein allerliebstes Bild von Ari. Bei einer übung von einem Retter fotografiert.


Auch das gehört dazu: "Lochen" für die nächste Uebung. Oft in einer alten Lawine. In diese Löcher liegen dann Helfer und bei den Ubungen muss der Hund diese mit Hilfe des Hundeführers ausgraben... Das läuft dann jedoch meistens so, dass sich der Hund ein Loch buddelt, durch das er reinpasst und schlüpft zum Helfer hinein. Denn dieser ist mit genügend Gutzi, Wurst oder was auch immer ausgestattet :)
As liabs Grüassli Arikea

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Saturday, November 17th 2012, 7:48am

Vielen Dank für die Vorstellung des Lawinenhundes! Sehr interessant. :hurra:
Wenn dich das Leben zu Boden haut, steh wieder auf und sag:"Du schlägst wie ein Mädchen!!"

Duffy

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Saturday, November 17th 2012, 8:00am

Genial!!! Sehr spannend, bei uns gibts keine Lawinen da kein Schnee. Wenn ich nach Davos komm, lass ich mich verschütten, damit Ari mich ausbuddeln kann :D
http://www.hundesitter-ortenau.de/

Mein kleiner Hundesitterdienst :)

arikea

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Saturday, November 17th 2012, 9:28am

Genial!!! Sehr spannend, bei uns gibts keine Lawinen da kein Schnee. Wenn ich nach Davos komm, lass ich mich verschütten, damit Ari mich ausbuddeln kann :D

Ja, genial ist es, was die Hunde und ihre Menschen leisten....
Aaaaaaber, das mit dem verschütten lassen.... :D
Lass es: 1. Die Chance, eine Verschüttung zu überleben ist ca 50 %.
Die Lawine unbeschadet überleben... von diesen 50% wiederum die Hälfte
Und nochmals die Hälfte der Verletzten wird ein Lebenlang grosse Beinträchtigungen davontragen.


und 2. Wirst du bestimmt nicht mehr von Ari ausgegraben. Aber es hat noch 5 andre superausgebildete Hunde, die das erledigen würden.

As liabs Grüassli
Arikea
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Panouk

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Saturday, November 17th 2012, 9:42am

Quoted

Auch das gehört dazu: "Lochen" für die nächste Uebung. Oft in einer alten Lawine. In diese Löcher liegen dann Helfer und bei den Ubungen muss der Hund diese mit Hilfe des Hundeführers ausgraben... Das läuft dann jedoch meistens so, dass sich der Hund ein Loch buddelt, durch das er reinpasst und schlüpft zum Helfer hinein. Denn dieser ist mit genügend Gutzi, Wurst oder was auch immer ausgestattet

Wie lange liegt ein Helfer bei der Übung im Loch? Ich habe schon gehört, dass es seehr lange ist.

Danke für deinen interessanten Beitrag:)


Sage es mir, und ich werde es vergessen; Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern; Beteilige mich und ich werde es verstehen!!! (lao tse)

arikea

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Saturday, November 17th 2012, 10:05am

Wie lange liegt ein Helfer bei der Übung im Loch? Ich habe schon gehört, dass es seehr lange ist.

ja, das stimmt. Das kann länger als eine Stunde dauern. 8|
Ich persönlich bin nur ein einziges mal ins Loch gegangen. Für Ari ganz am Anfang. Als erste "Fremdperson". Und ich hab meinem Mann versprochen, dass ich das für unser neues Hündchen auch einmal machen werde.
Ich hab grosse Angst von dem Eingeschlossen sein und musste deshalb nur ca. 15min. drin bleiben und bekam zusätzlich ein Funkgerät mit, wo der Uebungsleiter alle paar Minuten Kontakt zu mir aufnahm.

Mein Mann hingegen geniesst die Zeit im Loch. Es ist da drin ja relativ warm und vorallem sehr ruhig. Er schläft dann meist, bis der Hund kommt. :D
As liabs Grüassli Arikea

Panouk

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Saturday, November 17th 2012, 10:21am

Mein Mann hingegen geniesst die Zeit im Loch. Es ist da drin ja relativ warm und vorallem sehr ruhig. Er schläft dann meist, bis der Hund kommt.
Es scheint für deinen Mann wirklich eher erholsam zu sein eingebuddelt im Loch zu warten. Na ja, sofern es nicht bei Tauwetter von den Wänden tropft;)

Und ich hab meinem Mann versprochen, dass ich das für unser neues Hündchen auch einmal machen werde.
Seit Ihr in Erwartung eines neuen Hundes? Welche Rasse wird es denn werden, oder ist diese Frage doof;)
Ich hab grosse Angst von dem Eingeschlossen sein und musste deshalb nur ca. 15min. drin bleiben und bekam zusätzlich ein Funkgerät mit, wo der Uebungsleiter alle paar Minuten Kontakt zu mir aufnahm.
Wie tief eingebuddelt ist man denn? Hätte man als Eingegrabener überhaupt die Möglichkeit sich alleine zu befreien? Kaum oder?


Sage es mir, und ich werde es vergessen; Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern; Beteilige mich und ich werde es verstehen!!! (lao tse)

Duffy

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8

Saturday, November 17th 2012, 10:44am

Whow, über ne Stunde in nem Loch liegen, da hätte ich persönlich auch ein Problem damit.

Aber ich würde für euren zukünftigen Hund ja schon mal in ein Loch krabbeln und mich finden lassen :)
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Magi

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Saturday, November 17th 2012, 12:57pm

Danke für das Erklären und Einstellen!

Einerseits finde ich es ganz schön viel was ihr Absolvieren müsst, wiederum ist es aber auch gar nicht SOOO viel wenn man bedenkt wie lange so manch andere Ausbildung für den Menschen geht. Mich beeindruckt einfach die eigen Iniative und Leistung von den Hunden, auch die Souveräneader die sie mit bringen müssen. Kenne keinen Hund der Helikopterflug tauglich wäre :ugly:

Mal vielleicht eine unhöfliche Frage :P aber bekommt ihr wenigstens Subventionen für die Ausbildung oder später bei den Einsätzen ein Tagesgeld? Fände es unangebracht wenn man seinen Hund extra Ausbildet für die Rettung von Menschen, mit seiner Freizeit und man dann für die Ausbildung einiges bezahlen muss und nie etwas zurück kommt.

Jedenfalls finde ich es gerade passend; Danke bildet ihr eure Hunde dafür aus und opfert eure Freizeit dafür!

Bones

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Saturday, November 17th 2012, 12:59pm

Ich hoffe dass du fuer uns dann die Ausbildung eures Sprösslings dokumentierst :)
Hundeschule und Fleecetaue

Ina

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Saturday, November 17th 2012, 1:03pm

Toller und echt interessanter Beitrag :thumbsup:

Ich hätte soooooo gerne mit Ina die Trümmersuchhundeausbildung gemacht aber zeitlich liegt das leider nicht drin.

arikea

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Saturday, November 17th 2012, 1:19pm

Hier ein paar Antworten und nachher dann noch Fotos. Die bin ich am laden.... wir haben hier nämlich nicht nur viel Schnee im Winter, sondern leider auch nicht gerade die schnellste Internetverbindung ;)
Kenne keinen Hund der Helikopterflug tauglich wäre
Das Helikopterfliegen gefällt den Hunden sehr gut und wenn sie es einmal gemacht haben, sind sie kaum zu halten, wenn in der Nähe einer landet. :ugly: :D
Vermutlich hängt es damit zusammen, dass sie nach einem Flug ja arbeiten dürfen.
Wie man ja sagt, man solle mit einem Hund, der nicht gerne Auto fährt, irgendwohin fahren und gleich nach dem Aussteigen eine Supersache anbieten/unternehmen.

bekommt ihr wenigstens Subventionen für die Ausbildung oder später bei den Einsätzen ein Tagesgeld?
Naja, Subventionen sind es nicht. Aber
Kost und Logie währen den Wochen-Kursen werden vom ARS bezahlt.
Für einen einsatzfähigen Hund bezahlt man keine Hundesteuer.
Für jeden Ernstfall-Einsatz wird das Team entschädigt.

Man bekommt aber keinen Lohnausfall bezahlt, oder Hundefutter, Tierarztkosten etc.

Ich hoffe dass du fuer uns dann die Ausbildung eures Sprösslings dokumentierst
Das habe ich vor. Aber der muss ja jetzt erst mal noch geboren werden ;)
As liabs Grüassli Arikea

arikea

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Saturday, November 17th 2012, 1:46pm

Hier nun also noch die Fotos.
Die wurden bei einem Trainings-Wochenende im Berner Oberland im Frühling 12 gemacht.


Beginn der Uebung: Einholen der Anweisungen.



Da, Ari hat was.


Gemeinsam mit Papi wird gegraben.



ein bischen drücken, ein bischen zwängen, vielleicht noch ein wenig weiter buddeln..



Ok. jetzt passt Ari durch.



warten auf Ari, die in dem Loch gebührend belohnt wird für ihre Arbeit.
Damit das LVS bei weiteren Uebungen nicht stört, wirds abgeschaltet. Im Ernstfall müsste es immer eingestellt bleiben.



so, Ari hat ihre Wurst und Kuscheleinheiten gehabt, Jetzt gibts Pause :)



aufgehts, für das zweite Team.



Da ist etwas. Mittels Sondierstange hat der Hundeführer den möglichst genauen "Liegeort" des Opfers ermittelt.



Warten, während Opfer und Hund ne Party machen ;)



aus diesem Loch kommen gleich der Hund und das Opfer. Dieses jedoch erst, wenn die anderen Helfer das Loch auf Menschengrösse gebuddelt haben.



weiter gehts. Die Suche ist noch nicht fertig.



Der Hund hat etwas in der Nase. Noch ein tiefer Zug direkt am Schnee und der Hund ist sich sicher



Hier ist etwas. Der Hund fängt an zu graben.





Der Hundeführer hat die Zeichen des Hundes erkannt und eilt ihm zu Hilfe
um mit der Sondierstange rauszufinden, ob da tatsächlich etwas ist und
wo es sich möglichst genau befindet.



Und nun ist auch die Muskelkraft des Hundeführers gefragt.



Gemeinsam wird der Fundgegenstand fertig ausgebuddelt



Super gemacht. Und jetzt gibts Wurst aus dem Rucksack



Hier wird ein jüngerer Hund von einem anderen Hundeführer gehalten, während Herrchen von weiteren Helfern eingegraben wird.



Der Hundeführer ist eingegraben und der Hund darf los.


Jetzt gilt es nur noch, Herrchen auszugraben... oder besser gesagt: sich zu Herrchen reingraben ;)
Hier seht ihr einen von Pistenmaschinen zusammengestossenen Schneehaufen. Das wird oft wenns zuwenig Schnee hat, oder halt keine Naturlawine in sicherem Gelände in der Nähe ist.



Und das ist Dixi. Sie trägt die Brille, weil sie Schäfer-keratitis ( ? ) hat. Es gibt aber einige Lawinenhunde, die mittlerweile von anfang an, an die Brillen gewöhnt werden.
As liabs Grüassli Arikea

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Saturday, November 17th 2012, 1:50pm

Wie tief eingebuddelt ist man denn? Hätte man als Eingegrabener überhaupt die Möglichkeit sich alleine zu befreien? Kaum oder?

Sorry, Panouk, deine Frage hab ich erst jetzt gesehen.
Ich denke bei einem "Anfängerloch" das nur mit Schneebrocken zu gemacht wird, wäre es sicher möglich, sich selbst auszugraben.
Aber oft werden die Löcher auch mit einer Pistenmaschine zugedrückt oder eben von von mehreren Helfern fest verschlossen.
Ahja, man ist je nach "Loch-Architektur" 0.5m bis 3m unter dem Boden.
As liabs Grüassli Arikea

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Saturday, November 17th 2012, 1:58pm

...und wo ist das Eiger-Foto?!?

Woahh! Ich bin immer voll beeindruckt, wenn ich etwas über Hunde lese, die sowas Sinnvolles können und auch von den Hundehalter die, die Zeit, Geduld und Nerven investieren in die Ausbildung ihrer Hunde. Hammer :thumbsup:

Mir wird schon ganz beklemmt im Magen wenn ich nur schon daran denke, mich einbuddeln zu lassen - ich könnte das nie :huh:
Lg Nicole

arikea

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Saturday, November 17th 2012, 2:33pm

Perrolina, :) danke der Nachfrage, aber das soll ja kein "Ari-Tread" werden.
Dir zu liebe und Ari zu Ehren :herz: ;( , lass ich mich aber natürlich nicht zweimal bitten ;)

As liabs Grüassli Arikea

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Saturday, November 17th 2012, 3:07pm

Vielen Dank für deinen ausführlichen sehr guten Bericht. Es ist total spannend das mit zu verfolgen. Wir sind mal im Engadin beim Schneeschuhwandern auf eine Gruppe gestossen die am üben war. Wir fragten ob wir etwas zuschauen dürfen, er verneinte und sagte: nein wenn möchte darf gerne jemand ins Schneeloch. Das lies ich mir nicht entgehen. Mein damaliger Freund und Lisa schauten gespannt zu. Das war so toll- gefunden zu werden. Eine riesen freude vom Suchhund als ich ihm die Belohnung gab :)

Panouk

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Monday, November 19th 2012, 7:05am

Wie tief eingebuddelt ist man denn? Hätte man als Eingegrabener überhaupt die Möglichkeit sich alleine zu befreien? Kaum oder?

Sorry, Panouk, deine Frage hab ich erst jetzt gesehen.
Ich denke bei einem "Anfängerloch" das nur mit Schneebrocken zu gemacht wird, wäre es sicher möglich, sich selbst auszugraben.
Aber oft werden die Löcher auch mit einer Pistenmaschine zugedrückt oder eben von von mehreren Helfern fest verschlossen.
Ahja, man ist je nach "Loch-Architektur" 0.5m bis 3m unter dem Boden.

In der Tiefe von bis zu 3 Metern eingegraben zu sein mit dieser schweren Last des Schnees zusätzlich, ist alleine schon von der Vorstellung her auch nicht mein Ding.

Wie ist das mit genügend Sauerstoff im Loch beim Training? Ist der darin vorhandene Sauerstoff ausreichend, wird das irgendwie berechnet im Training? Oder hat das Opfer" Hilfsmittel dabei oder wird sonst irgendwie für Sauerstoffzufuhr gesorgt?


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Monday, November 19th 2012, 10:53am

Wie ist das mit genügend Sauerstoff im Loch beim Training? Ist der darin vorhandene Sauerstoff ausreichend, wird das irgendwie berechnet im Training? Oder hat das Opfer" Hilfsmittel dabei oder wird sonst irgendwie für Sauerstoffzufuhr gesorgt?
Das wird nicht speziell berechnet.
Man wird ja nicht so eingebuddelt, dass man keinen Platz mehr hat. Die meisten Löcher sind so gross, dass man sich darin auch drehen kann. Also ist auch genügend Sauerstoff. Hilfsmittel haben die Opfer keine.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich dir nicht sagen kann, wie man das ausrechnen könnte, wie lange jemand in so ner Höhle überleben könnte.
Ich weiss aber, dass es Lawinenopfer gab, die die Möglichkeit hatten, sich eine Atemhöhle zu schaffen, durch pressen des Schnees vor ihrem Gesicht mittels Kopfbewegungen. Und einer hat so über ne Stunde überlebt. Und das ist ja nicht gerade eine grosses Volumen.
As liabs Grüassli Arikea

Panouk

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Monday, November 19th 2012, 1:53pm

Vielen Dank für deine Antwort :). Ich habe eben auch schon gelesen, dass wenn man in eine Lawine geraten sollte man unbedingt versuchen soll sich vor dem Gesicht Platz zu schaffen, damit man ein Sauerstoffreservoir hat.

Auf alle Fälle eine ganz spannende Ausbildung die die Teams machen. Toller Einsatz für die Rettung von Menschenleben, danke :).


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