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GoldieR

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Freitag, 16. November 2012, 12:59

Dummyarbeit

Dummytraining ist das Erarbeiten von nachgestellten jagdnahen Situationen mit Wildersatz (=Dummy). Ursprünglich für den Retriever gedacht, wird es heute auch von vielen anderen Rassen ausgeführt. Es beinhaltet die Arbeit nach dem Schuss, das heisst das Apportieren von geschossenem Wild oder eben den Dummies.

Es werden drei Bereiche unterschieden: Markierung, Einweisen und Suche.

Markierung

Nach dem Schuss oder einem anderen Geräusch fliegt ein Dummy (der Hund ist in der Fussposition). Der Hund merkt sich durch die Flugbahn, die Fallstelle und das Fallgeräusch (oder auch nur etwas davon) punktgenau wo das Dummy gefallen ist.
Nach dem Kommando soll der Hund auf möglichst direktem Weg zur Fallstelle laufen, das Dummy aufnehmen und auf dem selben direkten Weg zurück kommen.
Dies kann auch mit zwei oder drei Dummies passieren und der Hund soll eines nach dem anderen holen.

Einweisen

Beim Einweisen weiss der Hundeführer genau, wo das Dummy liegt und der Hund hat keine Ahnung. Durch die Richtungsanweisungen des Hundeführers wird der Hund zum Dummy geleitet. Dazu muss der Hund die verschiedenen Kommandos wie „voran“, „Stopp“, „rüber“, „back“ und das Näherkommen beherrschen. Ist der Hund dann im Umkreis vom Dummy (ca. 2m) wird der Suchenpfiff gegeben. Darauf hin sollte der Hund die Nase runternehmen, das Dummy so finden und sofort zurückbringen.

Suche

Bei der Suche, auch Freiverlorensuche, weiss weder Hund noch Hundeführer, wo genau das Dummy ist. Der Hund soll dabei ein angezeigtes Gebiet selbständig und systematisch durchsuchen. Das heisst, der Hund durchkämmt das Gebiet in Bögen unter Ausnutzung des Windes und richtigem Naseneinsatz und wendet sich nicht an den Hundeführer, bis er das Dummy gefunden hat.

All diese Bereiche werden an Prüfungen, den sogenannten Working-Tests (meist nur für Retriever) in verschiedenen Aufgaben kombiniert und getestet.

An Prüfungen ist die absolute Standruhe, Steadiness, wichtig. Der Hund darf auf keinen Fall Einspringen, das heisst, ohne Kommando die Fussposition verlassen. Auch ist Knautschen, Winseln/Bellen und Tauschen neben vielem anderen nicht erlaubt.

Hier ein Foto von Dana mit Dummy

und mit Gretel und bald Hänsel :D

Nora

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Freitag, 16. November 2012, 13:12

Wow, danke! Ich hab's oben angepinnt, nä? :D

Mir war nicht bewusst, dass die Dummyarbeit mit Prüfungen & Co. betrieben wird... Nen halben Tag aktiv und schon was gelernt, die Nora... Tollo. ;)

Magi

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Freitag, 16. November 2012, 14:36

Meine zeigt Tendenz dazu an dem Sport Spass zu haben. Nun Markierung und Suche haben wir auf dem Hundeplatz ausprobiert und sie machte es für das sie kein Training hatte sehr gut.

Nun ist sie aber Jagdlich extrem ambitioniert und Dummytraining wäre ja im freien Gelände. Wäre das überhaupt möglich ihre Trieblage nur auf den Dummy zu kontrollieren?

Der Hundeshop rund um günstiges Zubehör...

GoldieR

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Freitag, 16. November 2012, 14:41

Ja, Dummy ist im freien Gelände, also auf einer Wiese, am See oder im Wald zum Beispiel.
Ob es möglich ist, die Trieblage auf das Dummy zu konzentrieren hängt auch sehr davon ab, wie toll sie Dummytraining findet. Für Dana (und andere Retriever) ist die Dummyarbeit das Ausleben ihres Jagdtriebs. Mit ihr kann ich ohne Probleme das auch im Wald machen.
Wenn du auf dem freien Feld übst, kannst du z.B. sehr gut eine Schleppleine dran machen, falls du dir unsicher bist. Im Wald und im Wasser ist das halt schlechter möglich.
Dana hatte auch eine Weile eine Schleppleine dran, wenn auch nicht aus diesem Grund und auf der Wiese ging das gut.
Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen.

und mit Gretel und bald Hänsel :D

Magi

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Freitag, 16. November 2012, 14:46

Gibt es Unterschiede bei den Dummys in der Farbe für den Hund?
Orange scheinen sie angeblich nicht zu sehen?

Kauf mir glaub am Dienstag glaub noch 2-3 neue Dummys um zu testen wie weit sie daran interesse hat :D ihr Gewicht das sie gerne trägt kostet zum Glück nicht viel.

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GoldieR

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Freitag, 16. November 2012, 14:50

Die Standarddummys an den Prüfungen sind die grünen wie oben auf dem Bild. Dummys kannst du natürlich in allen Farben kaufen. Meine grossen Dummies sind grün und die kleinen (Suchendummies und so) bunt, einfach weil ich auch mal was buntes will :)
Es gibt zum Beispiel zweifarbige Dummys, die Hälfte weiss, die andere irgendeine Farbe. Diese werden verwendet um dem Hund im Training das Markieren zu erleichtern. Durch die zwei Farben sieht er das Dummy sowohl vor hellem als auch vor dunklem Hintergrund.

und mit Gretel und bald Hänsel :D

GoldieR

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Montag, 19. November 2012, 13:14

Im nachfolgenden möchte ich die wichtigsten Kommandos für das Dummytraining beschreiben. In der Beschreibung verwende ich die Kommandos, die ich selber brauche, aber das ist natürlich austauschbar.

Fuss: Das ist die Grundlage allen Arbeitens. Der Hund startet zum Dummy immer aus dieser Position. Der Hund muss dabei nicht wie im BH zum Hundeführer hochschauen, sondern sollte schön am Bein bleiben, aber gleichzeitig die Umgebung beobachten.

Für Markierungen

Apport: Der Hund startet auf dieses Kommando aus der Fussposition ohne Handkommando, rennt auf schnellstmöglichem Weg zum Dummy, nimmt auf und bringt es auf direktem Weg zurück.

Kommandos zum Einweisen

Voran: Der Hund sitzt in der Fussposition. Durch die Hand des Hundeführers, die Richtung Dummy zeigt, soll der Hund sich ausrichten. Dann wird er mit dem Kommando „voran“ losgeschickt und soll in gerader Linie weiterlaufen, bis ein anderes Kommando kommt.

Stopp-Pfiff: Das ist in der Regel ein Einfach-Pfiff. Dazu gehört die nach oben gestreckte Hand (am besten grad die, die man nachher braucht). Auf dieses Kommando hin, sollte sich der Hund zum Hundführer umdrehen und sich hinsetzen (oder stehen, je nach Aufbau) und auf das nächste Kommando warten.

Übere: Das ist bei mir das Kommando fürs rübergehen. Ich habe für beide Seiten das gleiche Kommando, da ja noch die Handzeichen dazukommen. Natürlich sind aber auch zwei verschiedene möglich. Der Hund sitzt ja schon durch den Stopp-Pfiff (dabei verwende ich die Hand, auf deren Seite es weitergehen soll). Dann kommt die Hand runter und geht dann zur Seite mit dem Wortkommando. Daraufhin sollte der Hund in gerader Linie zur Seite gehen bis zum nächsten Kommando.

Back: Auch dieses Kommando folgt nach einem Stopp-Pfiff (auch hier verwende ich die richtige Hand schon). Die Hand kommt etwas nach unten und geht nach vorne-oben (zusammen mit dem Wort). Dabei soll sich der Hund in Richtung der oben gehaltenen Hand umdrehen und in gerader Linie nach hinten gehen.

Hier-Pfiff: Das ist in der Regel ein Doppelpfiff (der auch schon bei vielen Züchtern konditioniert wird). Zusammen mit dem Pfiff werden oft die Hände zur Seite ausgebreitet. Auf dieses Kommando hin soll der Hund sich schnellst möglichst Richtung Hundeführer begeben (ausser es folgt ein anderes Kommando).

Suchenpfiff: Diesen Pfiff zu beschreiben ist etwas schwieriger :). Der wird gegeben, sobald sich der Hund im näheren Umkreis vom Dummy befindet. Dann sollte er die Nase runternehmen und so das Dummy finden.

Suche

High-Lost: Das ist mein Kommando für die Freiverlorensuche. Der Hund startet aus der Fussposition und sucht das Gebiet alleine ab, bis er fündig geworden ist.

und mit Gretel und bald Hänsel :D

8

Freitag, 18. Januar 2013, 21:19

Wow. Ihr seid schon sehr weit forgeschritten. Danke für den tollen Beschrieb. Wie hast Du das "Back" aufgebaut?

GoldieR

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Freitag, 18. Januar 2013, 21:27

Das Back haben wir so aufgebaut:
Es wird auf kurze Distanz sichtig ein Dummy ausgelegt. Danach wird der Hund mit dem Rücken zum Dummy hingesetzt und dann mit dem Kommando losgeschickt.

und mit Gretel und bald Hänsel :D

10

Samstag, 19. Januar 2013, 08:00

Supi. Vielen Dank. :-)

Blacklabi

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Hunde: Tayra, Labrador-Retriever, 2007

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Samstag, 19. Januar 2013, 20:38

Waren heute wieder im Training. Tayra ist ja so ein Streber :D sie war heute wiedermal die Beste hihihii