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Jason

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Hunde: Jason, Aussie, 2008

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21

Donnerstag, 29. November 2012, 19:50

Diese Aussage findest du aber auch noch bei manch anderen Hunderassen, die zum Arbeiten gezüchtet wurden (Arbeitsretriever, Jagdhunde, Mali, Aussie, Kelpie....)

Ich denke, beim Border kommt halt einfach noch dazu, dass er genau für eine Aufgabe spezialisiert wurde, während z.B. der Aussie und Mali von Anfang an vielfältiger eingesetzt wurden. Kann es einfacher machen, aber auch schwieriger.

Und dazu muss man bedenken, dass auch innerhalb einer Rasse Hunde mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen und Eigenschaften auftreten werden (gausche Verteilung lässt grüssen :) ). Da hast du den absolut triebigen Border, der nur an den Schafen glücklich wird und dort den Couch Potatoe, der mit seinem Leben als Begleithund mehr als zufrieden ist. Und dazwischen findet man alle Schattierungen.

Daher sind pauschale Aussagen wenig sinnig. Die Rasse gibt zwar eine Tendenz zur Verhaltensentwicklung vor, aber was daraus wird, bestimmen letztendlich noch ganz viele anderen Faktoren. Als Käufer sollte man sich deshalb auch mit dem schlechtesten Fall auseinandersetzten - ja es gibt nicht jagende Beagle, was aber, wenn meiner zu den Topjägern gehört, ja, ein Border kann auch ohne Schafe glücklich werden, was aber wenn nicht

Und genau das Gleiche gilt für das Ruhe- und Beschäftigungsbedürfnis eines Hundes. Letztendlich kann ich es immer nur am einzelnen Individuum festmachen und darf nicht von einem auf alle anderen schliessen.

Moni

sonic

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22

Freitag, 30. November 2012, 07:37

Super geschrieben Moni, dem kann ich voll zustimmen.

Kenne einige Border, doch kaum einer ist gleich wie der andere im Verhalten.

Pixel-Paws

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23

Freitag, 30. November 2012, 07:57

naja, es ist aber schon so, dass man in einer rasse halt vermehrt rassespezifische eigenschaften findet. natürlich kann man einen beagel erwischen der null jagt, aber die chance ist sehr gering! genauso ist es beim border. natürlich gibt es auch da couchpatatos, aber es ist weit weg von der regel.

sonst müsste man sich ja auch keine rasse anschaffen, sondern einfach ein mix nehmen. da ist die überraschung wirklich vorhanden, wärend es beim rassehund sehr vorherhsehbar ist.

cindyzh

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24

Freitag, 30. November 2012, 10:06

Super geschrieben Moni :thumbsup:

Ich habe zum Beispiel eine :thumbsup: Hündin die absolut nicht ins Schema Cocker passt.
Sie hat noch nie Interesse gezeigt zu jagen und hat mir von Welpe an alles Geschenkt. :herz: :herz:
Als erster Hund einfach super genial.

Mir ist auch bewusst, das es wieder ein Cocker geben wird und das es sehrwahrscheinlich nicht so ein einfacher Hund sein wird.
Es Grüssli vo de Cindyzh
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sonic

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25

Freitag, 30. November 2012, 10:14

Ja das stimmt schon und darüber bin ich auch sehr froh.
Weil ich die Eigenarten vom Border sehr mag :)
Aber es ist schon etwas anstrengend wenn man immer wieder hört "man darf mit einem Border nicht zu viel machen sonst dreht er im roten Bereich" die Frage ist meist nicht "wie viel" sondern "wie man es macht"

Wenn man nen Hund bis jährig nur ruhig stellt kann einem auch passieren das die Motivation dann etwas darunter leidet macht und manche Sachen nicht mehr so spritzig ausgeführt werden.

In Wales und Co. sind die Kleinen schon bereits mit 4 Monaten sehr aktiv an den Schafen und im Alltag ruhige Tiere.

Ruhe ist genauso wichtig aber dem Hund in seiner Motivation fördern finde ich absolut nicht falsch. Vorallem je nachdem für was er später gebraucht wird. Gerade sehr viele Border "müssen" nunmal auch Arbeiten.

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26

Freitag, 30. November 2012, 10:23

Danke Jason und sonic für eure konstruktiven Beiträge! Ihr habt das perfekt beschrieben, muss jetzt einfach mal gesagt werden :thumbup:
"Über den Hund rede nicht mit anderen Hirten. Die sehen das nicht
objektiv; jeder denkt, sein eigener Hund sei der beste. Lass sie denken.
Der beste Hund ist dein Hund. Das wisst ihr beide, dein Hund und du."


(L. Tuor - Über das Schafhüten aus "Neues Handbuch Alp")

Pixel-Paws

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27

Freitag, 30. November 2012, 10:24

@sonic
klar, auf jeden fall! würde ich auch so machen, weil ich für mich keine schlaftablette (überspitzt gesagt) haben möchte. =)

aber das ist ja das tolle... man kann es so einrichten, wie es für einem am besten passt. nur eben sind sich die meisten leute, die einen border halten und ihn "nie müde kriegen", das nicht bewusst.

sonic

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28

Freitag, 30. November 2012, 10:26

@sonic
klar, auf jeden fall! würde ich auch so machen, weil ich für mich keine schlaftablette (überspitzt gesagt) haben möchte. =)

aber das ist ja das tolle... man kann es so einrichten, wie es für einem am besten passt. nur eben sind sich die meisten leute, die einen border halten und ihn "nie müde kriegen", das nicht bewusst.
Das stimmt und da sind sie sehr unterschiedlich.
Manche die bieten die Ruhe an und andere muss man fast schon zwingen.
Die gesunde Mischung macht es aus, deswegen hab ich die Viecher ja so gern ;)
Dazu kommt aber eben schon das sie alle ihren eigenen Kopf haben :P

Bones

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29

Freitag, 30. November 2012, 10:59

Gibt ja leider keine Patentlösung für das wie und was. Hätt ich manch mal auch gerne, gibts aber nicht ^^

Ich vergleichs noch gerne mit Kindern, da es für die Leute so verständlicher gemacht werden kann. Stell dir vor dein Kind ist hyperaktiv - dem sagt du auch nicht, geh mal 3 Stunden rennen, danach ins Fussball und anschliessend ins Hockey damit es bitteschön jaa müde ist, sondern dem gibt du ruhige Aufgaben, damit es sich nicht in der ewigen Spirale des hochschraubens befindet und so lernt, sich auf einem ruhigeren Level zu bewegen.

Oder was auch ganz gut wirkt: Wie bist du Abends drauf wenn du nen echt stressigen Tag hattest, kanns du dann gut schlafen? 99% beantworten das mit nein, hab dan problemem mit einschlafen und lieg hellwach im Bett. Anschliessend bringe ich gerne das Beispiel von "völlig im Eimer sein vom nix tun" - was wohl wirklich jeder kennt :D

Aber gerade in Hundesport bereichen, wo es zackig zu und her geht, findet mans soll wenn die Hunde aufschrauben. Habs schon oft mitbekommen, dass die Leute mit den völlig gestörten Hunden gelobt wu rden, wie schnell der doch ist und welche Freude er hat (die haben zu viel Zalando-Werbungen geguckt) und das so lautstark kundtut. Was seh ich? Ein völlig überdrehter Hund, der komplett von Sinnen im Parcour rumkreischt, als wärre der ein Messer im Rücken stecken. Ich bin jedes mal fassungslos wenn ich ein solches Exemplar seh und noch fassungsloser dass solche HH auch noch komplimente bekomm.

Einmal, an einem Meeting, bekam ich ein Gespräch zw. Agirichter und irgendjemandem mit. Dieser sprach von seinem Welpen, der damals gerade 6 Wochen alt war und meinte "dieser Hund ist so toll, 6 wochen alt und dreht schön völlig im roten" 8| ja, er fand das ernsthaft gut!! Als er dann noch von begann von seinen WM-Plänen zu sprechen, die er mit diesem Hund hätte, war ich dann vollends sprachlos :S solchen Leuten kann man dann auch nichts mehr erklären, diese leben völlig in ihrer Scheinwelt und sehen nur Pokale und Titel vor sich. Leider auf Kosten der Hunde ;(

Im Agi gibts leider viel zu viele Negativbeispiele. Da gibts Hunde, die werden mit 6 Monaten duch nen Parcour gehetzt, Besitzer ist dann auch noch blöd genug diese Videos ins Netz zu stellen. Dieser Hund wurde dieses Jahr zum 3. mal Weltmeister (bei deinem ersten WM-Titel war er gerade mal 2 (!!!!) Jahre alt) und jeder wollte Freund dieser besagten Person werden - natürlich ein wirklich tolles Vorbild :thumbdown:

Da bekomm ich echt Pickel von :cursing:
Hundeschule und Fleecetaue

Pixel-Paws

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30

Freitag, 30. November 2012, 11:27

da ist hund definitiv = sportgerät. total schlimm. =(

Bones

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31

Freitag, 30. November 2012, 11:31

Absolut. Gibt ja auch welche, die ihren Hund weiterverkaufen weil der nicht gut/schnell genug ist und sogar solche, die direkt nach einem beschissenen Lauf ihren Hund dem nächstbesten in die Hand gedrückt haben, weil sie wütend auf den Hund waren.

Und ja - es geht nur im blöde Pokale und andere Staubfänger, das muss man sich mal geben!!
Hundeschule und Fleecetaue

Kiss

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32

Freitag, 30. November 2012, 19:45

und sogar solche, die direkt nach einem beschissenen Lauf ihren Hund dem nächstbesten in die Hand gedrückt haben, weil sie wütend auf den Hund waren.

Und ja - es geht nur im blöde Pokale und andere Staubfänger, das muss man sich mal geben!!
So bin ich doch zu einem meiner besten Hunde gekommen, es war zwar kein Agiplatz nur ein ganz normaler Hundeplatz. Hab aber brav Danke gesagt und Hund eingepackt.

Magi

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Samstag, 1. Dezember 2012, 18:14

@cindy, wenn du momentan ein absolut untypische Cockerhündin hast, warum möchtest du wieder einen Cocker? Fände ich noch spannend :)

Der Hundeshop rund um günstiges Zubehör...

Turbokäthy

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Montag, 21. Januar 2013, 21:21

Danke Nora, für diesen spannenden Text :thumbsup: .

Als Ersthundehalter und dann noch so eine geballte Mischung aus Mali und Jagdhund frage ich mich fast täglich, ob's zuviel oder zuwenig Auslastung ist. Und ertappe mich auch ständig dabei, dass ich denke, ich müsste sie mehr auslasten. Wieso? Weil man ständig und überall liest, dass "sportliche" Hunderassen beschäftigt werden müssen. Wenn ich aber beobachte, dass sie Zuhause mehr oder weniger bewegungslos auf ihrem Schlafplatz liegt und höchstens ein Lebenszeichen von sich gibt, wenn sie sich zum nächsten Liegeplatz trollt, kann es doch eigentlich gar nicht so falsch sein mit der Auslastung ?( ? Ebenfalls unterschätze ich auch heute nach wie vor immer noch, wie anstrengend Nasen- und Kopfarbeit ist.

Es tut gut, solche Texte zu lesen, wie sie hier von euch geschrieben wurden und mir zeigen, dass ich offensichtlich auf dem richtigen Weg bin :)
Liebe Grüsse von Sandra und Mora:wgreywolftail:

nourach

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Montag, 21. Januar 2013, 21:55

Ich hab mich im Welpen/Junghundealter nie wirklich mit der Auslastung auseinander gesetzt. Und ehrlich gesagt bin ich auch froh darüber.
In der Junghundegruppe hatte die eine Leiterin einen ballverrückten Border. Dort hab ich mir gesagt, dass ich keinen Balljunkie will und somit war Ballspielen bei mir und Chuck eher etwas selteneres. Genauso wie sonstige Tricks, die wurden einfach nebenbei nach Lust und Laune gelernt aber nicht jeden Tag immer und immer wieder.
Ich hatte nie das Gefühl, dass Chuck unterbeschäftigt wäre. Auch wenn er manchmal unruhig zuhause rauf und runter stiefelte, schob ich das einfach auf das Junghund sein ab.
Da ich das grosse Glück habe und meine Mutter jeweils als Hundesitterin einsprang, wurde Chuck auf "stundenlanges rumliegen und nichts machen" trainiert :P
Meine Mutter mag zwar Hunde, aber sie gebraucht ziemlich genau nur drei Wörter in der Hundeerziehung: Sitz, Warte, Komm
Ansonsten ist sie viel am Bürotisch am Computer, Hundi zu Füssen und dann wird er mal durchgestriegelt und gekrault bevors dann ans rumliegen vor der Couch geht :lol:

Mittlerweile mach ich mir dazu etwas mehr Gedanken und hab Tage an denen ich denke "Mensch, das war jetzt wohl wirklich etwas wenig" aber trotzdem seh ich Hundi nur am schlafen zu Hause.
Daher denke ich, dass ich ein gutes Mittelmass gefunden habe. Ich hab einfach nicht den Nerv, mit meinem Hund 4 Stunden jeden Tag draussen zu verbringen und zu Hause dann noch zu Clickern. Es gibt durchaus Tage, da sind wir insgesamt vielleicht 1.5 Stunden draussen und sonst läuft nix dafür dann am nächsten Tag wieder.
Menschen sind manchmal wie Hunde. Zum Glück sind Hunde nie wie Menschen.

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Hunde: Cougar Mali 07, Sidney Boxer x DS 07

Verein: Private Trainingsgruppe

Hundesport: Mantrailing, div.

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36

Dienstag, 22. Januar 2013, 08:00

Danke Nora, für diesen spannenden Text :thumbsup: .

Als Ersthundehalter und dann noch so eine geballte Mischung aus Mali und Jagdhund frage ich mich fast täglich, ob's zuviel oder zuwenig Auslastung ist. Und ertappe mich auch ständig dabei, dass ich denke, ich müsste sie mehr auslasten. Wieso? Weil man ständig und überall liest, dass "sportliche" Hunderassen beschäftigt werden müssen. Wenn ich aber beobachte, dass sie Zuhause mehr oder weniger bewegungslos auf ihrem Schlafplatz liegt und höchstens ein Lebenszeichen von sich gibt, wenn sie sich zum nächsten Liegeplatz trollt, kann es doch eigentlich gar nicht so falsch sein mit der Auslastung ?( ? Ebenfalls unterschätze ich auch heute nach wie vor immer noch, wie anstrengend Nasen- und Kopfarbeit ist.
Ich habe ja auch einen Mali, als ich ihn übernommen habe, haben wir 5 Tage die Wochen sehr intensiv mit den Hunden trainiert (während dem Militär) und er konnte selten runterfahren. In der Wohnung war er der grösste Hyperi (gut er kannte die Wohnungshaltung auch noch nicht). Als die Rekrutenschule zu Ende war, dachte ich, ich müsse ihn weiter so oft fördern und er blieb so aufgedreht. Seit ich weniger mit ihm mache und auch öfters Kopfarbeit ist er einfach einen Traum von einem Hund.
Ich denke manchmal ist weniger mehr.
Lebe deinen Traum 8)

Troll

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Hunde: Der Schotte, Collie x Border Collie '04 Pöttitli Cotonmix '97

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Mittwoch, 23. Januar 2013, 11:35

Hab gestern Nacht etwas rumgestöbert statt ins Bett zu gehen - und bei diese Thread bin ich hängengeblieben - ein ganz wertvoller Thread mit sehr vielen guten Denkanstössen - danke dafür!

Es ist schon so, dass, wie bei allem im Leben, die Menge das Gift macht oder anders ausgedrückt, die Balance stimmen muss. Sicher aber nicht unbedingt ganz einfach rauszufinden, weil die Zeichen bei Ueber- und Unterforderung tw wirklich sehr ähnlich sind.

Bei meinem längst erwachsenen (Verzichthund, erwachsen übernomen, vorher unterfodert) Hund merke ich gut, dass je mehr gemacht wird, je mehr Action stattfindet, desto mehr dreht er auf und kommt in eine Dauererwartungshaltung. Macht man Temporeiche Sachen mit ihm oder übt Dinge, die er noch nicht ganz verstanden hat, wird er heiss und fängt an rumzubellen und man muss ihn wieder runterfahren. Für diesen Hund wär Agility und Co kaum das Richtige.

Nix machen ist aber auch keine Option: Tue ich auf den Spaziergängen längere Zeit nix ausser laufen (weil ich mich grad etwas mehr um den Fussel kümmere oder so) , merke ich ihm das ebenfalls gut an. Also gilt es hinzuschauen und entsprechend zu agieren und ihm etwas mehr Arbeit für Hirn- und Nasenzellen zu bieten. HuPla ist für mich vorläufig kein Thema mehr, hab's jahrelang intensiv gemacht und ich hab weder Zeit noch Lust mich wieder so intensiv da reinzugeben und der Schotte braucht das glücklichweise auch nicht - passt also prima. Gibts mal Tage wo einfach nix läuft weil ich krank bin oder einfach grad die Hölle los ist hier, ist das kein Proble und er fährt runter und schläft.

Pumba

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Hunde: Umbra, Mali, *2003 & Viva, Mali, *2009

Verein: SKBS

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Mittwoch, 23. Januar 2013, 12:52

Spannendes Thema! :thumbsup:

Bei Viva konnte ich sehr gut beobachten, wie vieles Einfacher wurde so im Alter von 2.5-3.5 Jährig.

Ich habe von Anfang an nicht nur versucht, Ruhe in diesen Hund zubekommen, sondern ihr auch die Chance gegeben zu lernen ihre Triebe zu zügeln, Reizen zu wiederstehen und sie auszuhalten! Ich bin stets am Ball geblieben, habe im Training (im Alltag und auf dem Hupla) nichts verändert und dennnoch hat sie in den letzten 6 Monaten wirklich riiiiesige Fortschritte gemacht - sie ist jetzt 3.5 jährig ....

Reglementstechnisch hätte ich mit 18 Monaten im Agility mit dem Starten anfangen dürfen - Was der Stand im Aufbau an den Geräten auch zugelassen hätte, aber ich wusste, dass sie nervlich noch nicht bereit war, ich habe weitere 7 Monate gewartet und dann begonnen und es hat sich definitiv gelohnt, ich bin überzeugt, es wär mir komplet zum Ruder rausgelaufen, hätte ich mit 18 Monaten mit dem Starten begonnen! :thumbup:

Umbra im Vergleich zu Viva war schon mit 2 jährig so "verlässlich" wie Viva jetzt - aber sie sind was die Nervenstärke und die anfälligkeit für Reize anbelangt, auch Grund verschieden.

Ich denke, man muss den Hunden ihre Zeit lassen, egal wozu man sie einsetzt ! :troest: