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21

Samstag, 29. Dezember 2012, 15:00

Spannend Kiss, deine Geschichte! Glaube ich sofort.

Konrad Lorenz hatte einmal in einem seiner sicher schon vergriffenen Büchern eine ähnliche Story beschrieben. Nachbarshunde verfolgten sich hinter einem Zaun täglich in gehässigster Weise. Bis eines Tages der Zaun ein Stück weit defekt war und die Hunde nicht mehr trennte. Die beiden sich arg rivalisierenden Hunde standen sich nun plötzlich ohne Zaun gegenüber. Ihre Konsterniertheit war offenbar gross, aber es passierte nichts. So weit ich mich erinnern kann, ging die Geschichte so weiter, sie machten beide kehrt bis zum noch intakten Zaun, und von da an keiften sich wieder wie gewöhnlich voller Gehässigkeit weiter an.

Duffy

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22

Samstag, 29. Dezember 2012, 16:18

Ich finde dieses Thema überaus spannend, weil ich mich ständig frage, ob ich Duffy doch dahin gehend beeinflusst habe, mehr "ihren Mann" zu stehn, aber gleichzeitig führiger dabei zu bleiben.

Kiss, so einen Hund habe ich daheim, zwar nur im 7,5 kilo Vormat, aber die kleine bringt nichts aus der Ruhe. Ich kann mich gut erinnern, als ich ausserhalb von Basel spazieren lief und wir zwei Hunden begegneten die sonst immer mit Leine und Maulkorb gesichert waren. Sie fixierten uns (gott sei Dank war Duffy nicht dabei) und sind dann mit Kamm gestellt, und in Angriffstimmung auf uns zugestürmt. Bibu ist einfach 3 Schritte vor, gespannte Körperhaltung aber kein Zucken vor Angst... (was ich von mir nicht behaupten konnte, ich dachte jetzt fehlt meine kleine)

Kurz vor Bibu haben Sie die Bremse gezogen und sind mit eingekniffenem Schwanz davon gerannt.
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23

Samstag, 29. Dezember 2012, 23:15



Dieser Hund aber stand einfach da, gespannt, aber nicht steiff, Rute nach hinten weggestreckt, aber nicht erhoben, gab keinen Ton von sich und schaute den entgegenrasenden Hunden voll in die Augen. 2m vor diesem Hund drehten die beiden ab, ihre Rute eingeklemmt und traten den Rückzug an. Der Hund meines Freundes blieb einfach stehen und schaute ihnen nach.


oh...das kommt mir bekannt vor.
nur dass dieser hund unsere ayla war, welche sich vor tara stellte und damit einen heranbrausenden picard und huskie-picard mix zur sofortigen umkehr brachte.
phuuu mir war sicher nicht wohl bei der szene. ich war jedoch andererseits ganz sicher dass ayla genau wusste was sie tat.

Bones

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24

Sonntag, 30. Dezember 2012, 10:02

Has das jetzt ueberhaupt noch mit dem eigentlichen Thema zu tun? Ein Hund, der sich vor einen angreifenden stellt ist doch einfach sehr selbstbewusst aber die Links-/Rechtslastigkeit lässt sich doch so nicht wirklich feststellen, oder?

Ich wuerde gerne mehr ueber dieses Thema wissen, da im Netz die Infos sehr beschränkt sind. Wär schade wenns noch mehr ins OT abschweift
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Duffy

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25

Sonntag, 30. Dezember 2012, 10:24

Stimmt Jade, Sorry
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Kiss

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26

Sonntag, 30. Dezember 2012, 10:35

Wir reden hier sehr wohl über den Begriff Links- oder rechtslastig, einfach nur über den Teil Wesen. Körperbau, Konstitution und Format dürfte weniger interessieren. Obschon, zumindest in meiner Rasse, habe ich noch nie einen feingliedrigen mit wenig Geschlechtsgepräge ausgestatteten Hund gesehen, dem man dann im Wesen das Prädikat "ausgeglichen und hart gegen Einwirkungen hätte geben können..... wenn ich mir das so richtig überlege.

Heuzutage verwenden sie einfach etwas andere Begriffe wie "innere Sicherheit" reden auch von "Wesensgrundgefüge" oder Reizschwellen etc.

Unter Geschlechtsgepräge, welches z.B. ausgeprägt sein kann, versteht man den Fakt, am Körperbau und im Gesicht bereits zu erkennen, ob es eine Hündin oder ein Rüde ist. Auch hier scheint es doch auch mit dem Wesen zusammenzuhängen. Auch hier wäre mir kein Hund bekannt, welcher ein grosse innere Sicherheit an den Tag legt und gleichzeitig mit wenig Geschlächtsgepräge ausgestattet wäre.

Letztendlich ging es ja auch darum, zu erklären woher der Begriff stammt, heutzutage brauchen wir andere Hunde, auch für den Sport, wie die ehemalige DDR. Zumindest in meiner Sportart weiss dann fast jeder, was mit "linksgelagertem" Hund gemeint ist, vor allem ein Schutzdiensthelfer sollte dies möglichst schnell erkennen, damit er auch richtig mit dem einzelnen Hund umgehen kann.

Kiss

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27

Sonntag, 30. Dezember 2012, 10:47

Und vielleicht noch...... um es mit den heutigen Begriffen auszudrücken:
Ein Hund mit einer niederen Reizschwelle (linksgelagert), hätte eben niemals den Nerv sich einem Aggressor in überzeugender, ruhiger Manie entgegenzustellen.
(So gesehen, ist meine eigene Reizschwelle eher tief ;) )

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28

Sonntag, 30. Dezember 2012, 17:50

ja ich glaube eben auch dass das gesamtbild wie feminität, maskulinität, selbstbewusstsein, nervenstärke usw usw..
links oder rechtslastigkeit erst als solche in der gesamtdeffination und bestimmung erheblich beinhaltet.

Ina

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29

Sonntag, 30. Dezember 2012, 17:57

Sehr interessant.... Ina ist ja sehr feingliedrig und für diese Zuchtlinie eher zu klein. Die Nerven sind schlecht und wir üben schon von Anfang an das sie lernt sich besser unter Kontrolle zu halten. Ist schon etwas besser aber ein nervenfester, besonnener Hund wird sie nie im Leben sein. Auch ist ihre Reizschwelle tief, es brauch je nach Tagesform nicht viel damit sie wegen einem Reiz fast explodiert.

Tabasco

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30

Dienstag, 1. Januar 2013, 14:49

Obschon, zumindest in meiner Rasse, habe ich noch nie einen feingliedrigen mit wenig Geschlechtsgepräge ausgestatteten Hund gesehen, dem man dann im Wesen das Prädikat "ausgeglichen und hart gegen Einwirkungen hätte geben können..... wenn ich mir das so richtig überlege.
Unter Geschlechtsgepräge, welches z.B. ausgeprägt sein kann, versteht man den Fakt, am Körperbau und im Gesicht bereits zu erkennen, ob es eine Hündin oder ein Rüde ist. Auch hier scheint es doch auch mit dem Wesen zusammenzuhängen. Auch hier wäre mir kein Hund bekannt, welcher ein grosse innere Sicherheit an den Tag legt und gleichzeitig mit wenig Geschlächtsgepräge ausgestattet wäre.

Sehr interessant, diese Diskussion! :thumbsup:

Bei meinem Hund kann ich da voll zustimmen. Er ist sehr zwar sehr gross aber gleichzeit feingliedrig mit wenig Geschlechtsprägung. Einzig wegen seiner Grösse ist klar, dass er keine Hündin sein kann. Und ihm fehlen ganz klar innere Kraft und Nervenstärke.

Deshalb denke ich auch, dass das Körperliche schon auch mit dem Wesen zusammenhängen kann.

nourach

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31

Dienstag, 1. Januar 2013, 14:57

Geht mir genau gleich wie Tabasco.

Chuck wird oft als Weibchen bezeichnet. Seeehr oft. Und er hat auch einen femininen Touch um ehrlich zu sein - wirklich sicher ist er auch nicht. Allerdings habe ich mir über diesen Zusammenhang bis anhin keine Gedanken gemacht.
Menschen sind manchmal wie Hunde. Zum Glück sind Hunde nie wie Menschen.

Kiss

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32

Dienstag, 1. Januar 2013, 15:24

Körpergrösse alleine ist aber nicht ausschlaggebend. Eine der grossen Vererberinnen beim DSH war Askia Forschgraben, sie brachte gerade mal 56 cm Widerristhöhe unter die Messlatte (erlaubt sind 55 bis 60cm)

http://www.working-dog.eu/dogs-details/2…aben?new_lan_de

Femininer Ausdruck muss auch nicht mit Feingliedrigkeit zusammenhängen ebensowenig wie ein maskuliner Typ unbedingt gross und stark sein muss, ich hoffe Ihr verstehst was ich meine. Dies gilt natürlich auch für alle anderen Rassen.

Tabasco

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33

Dienstag, 1. Januar 2013, 15:27


Femininer Ausdruck muss auch nicht mit Feingliedrigkeit zusammenhängen ebensowenig wie ein maskuliner Typ unbedingt gross und stark sein muss, ich hoffe Ihr verstehst was ich meine.
Das ist schon klar!
Bei Tabasco ist es jedoch beides: Feingliedrigkeit und schlechte Geschlechtsprägung.