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Hiaschi

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Hunde: Hiascha, Kooikerhondje

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Montag, 4. Februar 2013, 15:26

Nervenschwaches Mensch-Hund-Team

Hallo Fories

Hier mal der Beschrieb des Ereignisses, das der Auslöser für diesen Thread ist:
Am Samstag hatten wir das erste Mal Obedience-Training. Ich war nicht so fit (seit Tagen ist mir schwindlig) und daher begleitete mich jemand, damit ich nicht Autofahren musste. Es regnete in Strömen und so war alles Matsch. Ich war aber eigentlich gut drauf und gespannt auf das Training.
Die erste Übung war, den Hund mittels eines Bodentargets ins Carré zu schicken. Target wurde geclickert, das kennen wir ja schon. Also alles tiptop.
Dann kam das Hölzle dran. Wir sind ja immer noch bei einem Hölzli, das versteckt wird und er suchen und bringen muss. Er hatte zwar zuerst rasch ein Gnusch mit ZOS oder Obedience und "hüenerte" zuerst lange um das Versteck rum, bis ihm schliesslich in den Sinn kam, dass man das Holz auch von der anderen Seite erreichen und bringen kann. Aber das Hölzli landete schliesslich bei mir. Vermutlich fing ich mich schon da an, mich ein ganz kleines Bisschen zu nerven.
Dann kam das Abrufen. Ich forderte Hiascha auf, in die Grundstellung zu kommen. Er schnüffelte noch rum, kam dann neben mich und setzte sich schräg neben mich hin. Ich sagte ihm das Kommando nochmals, er stand auf, ich sagte nochmals und nochmals "Fuss". Nichts mehr ging! Nicht einmal mehr ein einfaches Sitz! Auch wenn ich ihm, wie einem Welpen, das Guzzi vor der Nase nach oben zog. Er weigerte sich einfach, in diesem Matsch zu sitzen. Das habe ich wirklich noch nie erlebt und ich wurde dementsprechend wütend. Ich kann es ja noch verstehen, dass er anfängt zu schlampen, wenn ich ein bisschen nervös bin. Aber doch nicht so!!! Dann kam eben die Hardcore Methode und ich drückte seinen Hintern runter. Als er endlich seinen Hintern auf dem Boden hatte wollte ich noch ein Platz. Das ging noch weniger und artete zu einem kleineren Kampf aus. Im Nachhinein schäme ich mich, für mein Verhalten. Ich hätte es nach dem erzwungenen Sitz besser gut sein lassen. Aber mein Stolz war mir im Weg. :blush:
Schliesslich rief ich ihn aus einem "Steh" ab. Er kam angaloppiert, bremste aber einen Meter vor mir ab und lief zögerlich ins Fuss. Auch da wieder kein Sitz von sich aus. Ich drückte ihm wieder den Hintern runter. :pinch:
Dann kamen noch die Positionen. Wir machten diese aber am Trockenen. Diese gingen wieder einigermassen. Aber längst nicht so gut, wie er es sonst macht. Die Lektion endete dann zum Glück. Das war eine einfache Trainingsstunde und es ist dennoch passiert... ;(

An Prüfungen passiert mir das regelmässig (nur darf man da den Hund zum Glück nicht anfassen). Im Agility ist er auf einmal von Hindernis zu Hindernis geschlichen, Unterordnungen sehen auch bescheiden aus mit einem Hund, der Hinter einem herschleicht. So kenne ich ihn gar nicht. Er arbeitet sonst fürs Leben gerne! Es ist so schade, dass wir nur einen Bruchteil von seinem Können an Prüfungen zeigen können.

Hiascha ist leider ein riesen Sensibeli, der Druck schlecht verträgt. Und ich bin leider zeitenweise launisch. Gegen aussen bekommt man zwar nicht viel davon mit. Aber mein Hund, der mich besser kennt als ich mich selber, merkt das Aufkommen von schlechter Laune meistens schon vor mir. Er wird dann langsamer, versucht, mir aus dem Weg zu gehen, schnüffelt rum und frisst was er findet (in ganz schlimmen Situationen können das auch Steinchen sein... :huh: ). Schlimmstenfalls verweigert er vollkommen. Es beginnt mit einem leichten Hauch von schlechter Laune, er reagiert, ich reagiere, etc. - ein Teufelskreis. Wenn es mal wieder so weit ist nützt eigentlich nur eine mindestens stündige Pause etwas, wo wir nicht zusammen sind.

Was mir im Nachhinein aufgefallen ist, dass die Katastrophe eigentlich erst begann, als er direkt bei mir arbeiten musste. Ob es nicht ausgeartet wäre, wenn ich den Clicker auch für das Sitzen benutzt hätte? Hiascha ist sonst Feuer und Flamme, wenn man ihn clickert und vergisst alles drum rum. Ich muss das mal testen.

Ich habe mir das sowieso vorgenommen, aber jetzt ist das Bedürfnis mal wieder akut geworden: Ich werde am 2./3. März ins Mentaltraining bei Dorothee Schneider gehen. Hoffentlich komme ich da einen Schritt weiter auf meinem Weg zum "ausgeglichenen, tiefenentspannten" Menschen. Aber so kann das wirklich nicht weitergehen!

Wie meistert ihr Prüfungssituationen? Was macht ihr, dass ihr nicht in diesen Teufelskreis kommt? Welche Tricks wendet ihr an? Geheimrezepte?

Ina

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Hunde: Ina, Mali, *2011

Verein: Private Trainingsgruppe, DRK, KV Embrach

Hundesport: BH, Rettungshund

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2

Montag, 4. Februar 2013, 15:52

Spannend zu lesen. Ina ist ja auch ein Sensibeli was meine Launen angeht, jedoch fordert sie mich dann nur noch zu einem Machtkampf heraus wenn ich wütend werde. Wenn ich nervös bin klappt gar nix und sie ist dann total überfordert. Prüfungen sind wir noch nicht gelaufen aber oft läuft es doch trotzdem so im Training. Zuhause geht es für mich einfacher dann nach einer korrekten Übung aufzuhören wenn ich merke es "artet wieder aus ". Aber im Training schleipfe ich uns dann irgendwie durchs Training mit einem schlechten Gefühl im Nachhinein. Eigentlich sollte ich halt dann auch die Trainingstunde beenden oder zumindest eine Pause zu machen bis ich mich wieder gefangen habe. Meine Trainerin kennt mich aber mittlerweile sehr gut und weisst mich früh genug darauf hin, bevor ich wütend oder nervös werde.
Habe auch schon an ein mental Training gedacht da ich eher impulsiv bin...oft nützt es bei mir wenn ich mir schon vor dem Training fest vornehme ruhig ( innerlich!)zu bleiben egal was passiert.
Auch benutze ich oft zur Auflockerung den Clicker aber mein Hund ist ja nicht blöde und merkt meine Angespanntheit trotzdem.
Ein Geheimrezept habe ich leider auch nicht....arbeite selber an dem " Problem".

perrolina

Meister

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Hunde: Amiga, Perro de Agua Español, März *2008

Verein: Private Trainingsgruppe und Perro-Club CH

Hundesport: ZOS, Tricksen

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3

Montag, 4. Februar 2013, 16:15

Ich kenn' das! ....und wie ich das kenne! Es ist oberätzend!

Bei uns ist das so, dass Amiga dann nicht schleicht oder Gras frisst (das macht sie nur beim Fährtengegenstand) sondern die kläfft mich einfach an. Die kläfft und kläfft und bleibt immer schön im Abstand von eineinhalb Armlängen von mir weg. Ist auch sehr nett. Die entsetzten Gesichter der ÜL kannst du dir sicher vorstellen 8| . An eine Prüfung haben wir uns deswegen gar nie gewagt. Sobald Amiga nur ein wenig Spannung bei mir spürt, geht es los.

Ich musste vor knapp einem Jahr einen Eintrittstest in unserem Verein ablegen. So ähnlich wie eine BH1 ohne die Nasenarbeit, dafür zwei, drei Übungen mehr bei der UO und der Führigkeit. Ein Albtraum für mich. Es war im Training schon soweit, dass ich Amiga auf dem Platz noch nicht mal mehr ableinen konnte, ohne dass sie ausrastete. Sobald ich den Karabiner von ihrem Halsband löste, legte sie los.

Ich bin dann schlussendlich trotzdem zu diesem Test erschienen. Wir hatten die Startnummer 10 von 10 und ich konnte vor lauter Verzweiflung nur noch lachen. Es waren total viele Zuschauer da und es wurde auch noch gefilmt. Einfach alles nur schrecklich für mich. Als ich dann endlich an der Reihe war, hatte ich nur noch Galgenhumor übrig für die Situation. Amiga habe ich gesagt: "komm Baby, jetzt legen wir unsere Show ab". Ich war 100% überzeugt, dass es eine riesen Blamage werden würde und es war mir inzwischen sch....egal.

Und was war: wir haben 98 von 100 Punkten gekriegt, ein riesen Lob vom Vereinspräsi und der anderen ÜL, dass das genau so sein müsse wie wir das gezeigt haben, dass wir zwei ein super Team seien, dass mein Hundchen so freudig arbeite und dass man sähe wieviel Spass wir zusammen hätten. Heute wird das Filmchen von uns beiden jeweils den Neuen vorgeführt, so quasi als Demo wie das Endprodukt auzusehen hätte.

Nach diesem Test hätte ich Mitglied werden können und natürlich hätte man von mir erwartet, dass ich an Prüfungen gehe. Für mich war dieser Tag aber so elend schlimm und es ging mir so furchtbar an die Substanz, dass ich die Freude am BH-Training total verloren habe und ich dem Verein nicht beigetreten bin.

Für mich ist unser Weg zum Ziel ganz klar: ich muss an mir arbeiten und zwar nur an mir. Mein Hund arbeitet super gut mit, wenn meine innere Spannung stimmt. Ganz schlimm ist bei uns die Sache mit der Erwartungshaltung. Je mehr ich erwarte, desto weniger bringt die kleine freche Wanze. Ich schaffe es noch nicht mal, die einfachste Übung einer Bekannten zu zeigen unterwegs. Und da setze ich jetzt an. Ich zwinge mich, mit kleinsten Schritten immer wieder in solche Situationen und versuche da positive Ergebnisse zu erreichen für mich - nicht für den Hund - für mich. Damit ich Selbstvertrauen und Vertrauen in die Kooperationsbereitschaft von Amiga gewinne.

Mein Beitrag wird dir wahrscheinlich nicht viel weiterhelfen aber immerhin weisst du, es geht noch schlimmer :D
Lg Nicole

ylaika

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Hunde: Sacha, Yakutian Laika, *09

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4

Montag, 4. Februar 2013, 16:25

Ich habe ja zwei völlig anderes Hunde geführt, zuerst der Husky, dem mein Befinden immer egal war und jetzt Sacha, die extrem zuverlässig, relativ hart aber doch sensibel ist und von sich aus wenig Korrektur braucht.
Aber die spürt meine Emotionen auch ganz genau, im Training mache ich es so, dass ich gegebenenfalls nach 3 Minuten abbreche, wenn ich merke, nichts geht mehr. Ich spiele dann einfach kurz mit ihr, verlange ein, zwei Positionen und verlasse dann so positiv wie möglich den Platz. Wenn gar nichts hinhaut, nehme ich sie, ohne Druck, sage (und denke es mir auch!) "Okay, lassen wir es für heute, ging daneben, aber wir bleiben Freunde".

Bei Turnieren war ich mit beiden Hunden im Vorteil, weil sie extrem zuverlässig sind/waren und ich viel Humor und eigentlich ein total entspannter, unhysterischer Mensch bin und ich eigentlich nicht nervös bin.
Ich kann dir auch nur anraten, an dir selber zu arbeiten und schlechte Tage zu akzeptieren!

Hiaschi

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Montag, 4. Februar 2013, 16:30

Für mich ist unser Weg zum Ziel ganz klar: ich muss an mir arbeiten und zwar nur an mir. Mein Hund arbeitet super gut mit, wenn meine innere Spannung stimmt. Ganz schlimm ist bei uns die Sache mit der Erwartungshaltung. Je mehr ich erwarte, desto weniger bringt die kleine freche Wanze. Ich schaffe es noch nicht mal, die einfachste Übung einer Bekannten zu zeigen unterwegs. Und da setze ich jetzt an. Ich zwinge mich, mit kleinsten Schritten immer wieder in solche Situationen und versuche da positive Ergebnisse zu erreichen für mich - nicht für den Hund - für mich. Damit ich Selbstvertrauen und Vertrauen in die Kooperationsbereitschaft von Amiga gewinne.

Mein Beitrag wird dir wahrscheinlich nicht viel weiterhelfen aber immerhin weisst du, es geht noch schlimmer :D




Doch, ich finde schon, dass mich das weiterbringt. Es zeigt es mir, dass es noch anderen so geht, die sonst geniale Hunde haben. Nicht nur ich habe mich so miserabel im Griff. Danke für eure "Outings"! :herz:

Den Tip, immer wieder so kleine "Vorzeige"-Situationen zu schaffen finde ich auch gar nicht schlecht. Das ist ein guter Ansatz. Und eben in solchen Situationen mit dem Clicker wieder aufzulockern.

Die Auslöser sind einfach so schlecht planbar. Einerseits können wir solche Katastrophen erleben an einem hundsgewöhnlichen Training und andererseits laufen wir super Unterordnungen vor den Teilnehmern des SKN-Kurses beim Vorstellen der Angebote des Vereins (dort weiss ich aber auch, dass die es sowieso toll finden, da die meisten Leute die Fehler nicht sehen... :whistling: ). Ach...

Und ja: Ich bin mir völlig bewusst, dass es mein Problem ist und ich an mir selber arbeiten muss. Der Hund ist nicht das Problem. Jeder erhält den Hund, den er verdient (oder so). Meine Bestimmung ist jetzt wohl, so an meiner Entspanntheit zu arbeiten, dass es klappt.

Krass an der Sache finde ich halt, dass man dem Hund nichts vorspielen kann. Man muss wirklich wirklich entspannt sein und kann nicht nur einfach tief durchatmen, lächeln und weitermachen. Man muss es wirklich sein. Das ist vermutlich das, was ich jetzt lernen muss. Schauspielern kann ich schon zu gut. Wirklich das zu sein, was ich bin, muss ich noch lernen.

Crispy

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Hunde: Crispy Aussie * 2006 & Breeze Aussie *2010

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6

Montag, 4. Februar 2013, 16:49

Und daher bin ich ganz klar Clickerfan. Egal wie mies man drauf ist, der Clicker ist immer neutral. Und man kann das Leckerchen auch werfen (wenn man ganz mies drauf ist, eine gute Methode) oder mit Jackpottopf arbeiten etc.

Bei Prüfungen nehme ich mir kleine Dinge vor, die ich schaffen will und der Rest ist mega wenn es klappt. Wenn nicht, ist auch gut. Mir hat das mit Breeze sehr viel gebracht, denn der Druck war schon gross. Von so einem Hund erwartet man einfach mehr und damit auch von mir.
So habe ich für jeden Lauf ein Ziel. Sei es der Slalomeingang oder aber auch die Zonen oder eine besondere kleine Sequenz. Niemals "ich lauf fehlerfrei" oder "6-15" muss klappen. Dann gehts echt daneben.

Mir hat auch geholfen, das ich zB beim Starten nochmal tief durchatme, egal wer da wartet. Klappt meistens gut. Nicht immer, aber immer besser.

Ich denke den Clicker einfach mehr einbinden ist ein guter Anfang. Mentaltraining ist sicher auch gut. Und vielleicht auch einfach mal ein Training von sich aus unterbrechen und eine Pause einlegen. Dann mit neuer Kraft von vorne starten. Oder aber auch einfach mal die Übungen einfacher gestalten, das 100% ein Erfolg eintritt.

Gruss Wendy

Hiaschi

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Hunde: Hiascha, Kooikerhondje

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7

Montag, 4. Februar 2013, 17:04

Oder aber auch einfach mal die Übungen einfacher gestalten, das 100% ein Erfolg eintritt.

Mehr reduzieren als auf ein simples Sitz ist ja fast nicht möglich! Ich habe ja nicht mal mehr ein Fuss verlangt sondern wirklich nur noch ein blödes Sitz. :D Ich hätte vorher darauf geschwörrt, dass ein Sitz immer klappt bei meinem Hund.

Aber der Grundgedanke stimmt. Ich muss so einfach meine Ansprüche noch mehr runterschrauben in solchen Katastrophen-Situationen.



Und daher bin ich ganz klar Clickerfan. Egal wie mies man drauf ist, der Clicker ist immer neutral. Und man kann das Leckerchen auch werfen (wenn man ganz mies drauf ist, eine gute Methode) oder mit Jackpottopf arbeiten etc.
Es hat wirklich was. Ich habe zwar immer ein bisschen Müde mit der Aussage, dass man mit dem Clicker ganz neutral bestätigt. Der Hund bekommt sicher immer noch mit, dass man schlecht drauf ist. Aber das Geräusch berührt irgendwie einen übergeordnetes Belohungszentrum, das den Hund den Rest vergessen lässt. :huh:

ahkuna

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Hunde: Danjo, D. Schäfer x Border Collie

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8

Montag, 4. Februar 2013, 17:18

So extrem hatten wir es zwar nie, aber mein Problem ist auch, dass ich launisch bin und schnell schraube, wenn ich das Gefühl hab, Danjo ist nicht bei der Sache. Da könnt (oder konnte) ich im Quadrat flippen. Nur hab ich das Glück, dass Danjo zwar sensibel ist, aber mit der Zeit lernte, meine Stimmung zwar zu spüren, aber nicht gross drauf ein zugehen. Also wenn ich wütend werd und mal etwas grober in der Stimmlage, streikt er zwar, aber wenn ich dann 2-3x durchschnaufe und dann mit freudiger Stimme es nochmals versuch, geht er sofort wieder drauf ein. Wenn er dann immernoch nicht bei der Sache ist, brech ich ab.

Ich denke, das hat auch extrem geholfen bei uns, dass ich einfach abbreche, wenn ich merke, es geht nicht und mir nichts draus mache, so nehm ich den Stress von mir und Danjo weg und lass es gar nicht mehr hoch fahren. Inzwischen haben wir das "Problem" nicht mehr, dass er abgelenkt ist, denke das liegt sicher auch zum Teil am Alter von ihm.

Was bei Hiascha evt genutzt hätte beim Sitz, wenn Du 2-3 Schritte nach vorn gegangen wärst und dort nochmals ein Sitz verlangt hättest. 1. lockert das die Situation etwas auf und 2. kanns doch wirklich sein, dass genau dort wo er sich hinsetzen sollte, es echt eklig war. Ich sag mir immer, ich weiss nicht wie der Boden riecht und wenn Danjo sich weigert sich hin zu setzen, dann muss es einen Grund haben (bei Hiascha hier evt der Pflotsch auf der Wiese) :)

Hiaschi

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Hunde: Hiascha, Kooikerhondje

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9

Montag, 4. Februar 2013, 17:23

Was bei Hiascha evt genutzt hätte beim Sitz, wenn Du 2-3 Schritte nach vorn gegangen wärst und dort nochmals ein Sitz verlangt hättest. 1. lockert das die Situation etwas auf und 2. kanns doch wirklich sein, dass genau dort wo er sich hinsetzen sollte, es echt eklig war. Ich sag mir immer, ich weiss nicht wie der Boden riecht und wenn Danjo sich weigert sich hin zu setzen, dann muss es einen Grund haben (bei Hiascha hier evt der Pflotsch auf der Wiese) :)


Wir haben es an verschiedenen Orten auf dieser Wiese geübt. Egal wie schön der Rasen unter seinem Hintern war, er wollte oder konnte einfach nicht. Auf dem Podest am Rand ging es dann wieder. Der Matsch ist sicher ein Grund gewesen. Andererseits kann ich ihn sont minutenlang in eine Pfütze legen und er gehorcht! Von sich aus läuft er aber schon lieber aussen rum.

Die Trainerin meinte am Schluss noch: Hiascha ist ja am saubersten geblieben von all den Hunden, obwohl er weiss ist. - Kunststück! :whistling:

Tabasco

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10

Montag, 4. Februar 2013, 17:34

Der Titel passt völlig auf uns!
Nur ist es bei uns eher so, dass ich mich von Tabascos Nervenschwäche anstecken lasse.

Prüfungen laufen wir keine, deshalb kann ich diesbezüglich nichts sagen.
Was vielleicht eine Möglichkeit wäre: Den Zuschauerkreis nach und nach zu vergrössern, bzw. langsam aufwerten. Also zuerst vor ein paar Kindern etwas zeigen, dann Freunden, usw.

Und seit unseres katastrophalen Junghundekurses, weiss ich, dass ich ein Training sofort unterbrechen oder gar abbrechen würde, wenn zwischen mir und dem Hund etwas nicht stimmt. Lieber kein Training als ein nervlich belastendes.

perrolina

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11

Montag, 4. Februar 2013, 18:37

@Hiaschi ich find das ja super genial, dass du diesen Thread gemacht hast. Ich bin ja gar nicht die Einzige die so komisch tickt :D das beruhigt mich ja total.

Was vielleicht eine Möglichkeit wäre: Den Zuschauerkreis nach und nach zu vergrössern, bzw. langsam aufwerten. Also zuerst vor ein paar Kindern etwas zeigen, dann Freunden, usw.
Ja genau so mache ich das auch. Nora musste sich schon bestimmt gefühlte 30 Mal einen verwurstelten Rückwärtsslalom anschauen (den wir zu Hause problemlos können) und Ina habe ich auch schon damit belästigt :D
Lg Nicole

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Montag, 4. Februar 2013, 18:40

wenn du anfängst schlechte laune zu bekommen beende das training, solange der hund noch positv motiviert ist.
alles andere bringt euch beiden nichts. eher das gegenteil.
so schaffst du deinen hund eigentlich "sauer" und es wird zunehmends schlimmer.
da muss man bereit sein sich an der eigenen nase zu nehmen und stopp zu sagen.

Troll

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13

Montag, 4. Februar 2013, 18:53

den eigenen Dickkopf und auch das genervt werden, das kenne ich von mir auch, inklusive Vorführangst und Prüfungsnervosität früher. Prüfungen lief ich unter Zeller Entspannungsdragees und es hat mir sehr geholfen, wenn mein guter Kumpel mir die Hand zwischen die Schulterblätter legte und meinte, ruuuuhig und tiiiiief atmen - Ihr KÖNNT das alles :blush:

Wenn eine Uebung partout nicht funktioniert versuche ich im Idealfall (wenn mir mein blöder Dickkopf nicht in den Weg kommt) einen kurzen Unterbruch zu machen. Je nach dem probier ich's nochmals oder verlange eine andere, einfache Sache und hör dann auf. Wie Andi sagt, in schlechter Stimmung ist kein gutes Training möglich und es wird kontraproduktiv.

Hiaschi

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Montag, 4. Februar 2013, 19:22

Wie Andi sagt, in schlechter Stimmung ist kein gutes Training möglich und es wird kontraproduktiv.



:whistling: Tönt in der Theorie so einfach und einleuchtend! Aber... :donner:

Es wäre sicher sinnvoll, wenn ich meine Trainingspartner darauf sensibilisieren würde. Wenn ich anfange, mich zu nerven, sollen sie es mir sagen und sich gegebenenfalls durchsetzen, damit ich abbreche.

Hiaschi

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Montag, 4. Februar 2013, 19:25

Und seit unseres katastrophalen Junghundekurses, weiss ich, dass ich ein Training sofort unterbrechen oder gar abbrechen würde, wenn zwischen mir und dem Hund etwas nicht stimmt. Lieber kein Training als ein nervlich belastendes.
Was war denn da?

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Hunde: Chadie, Husky, 2004; Joe, Husky, 2005; Yuki, Husky-Mix 2006

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Montag, 4. Februar 2013, 19:34

Wir machen zwar keine Prüfungen (zumindest nicht solche ;) ), aber ich kenne die Gefühlsübertragung auf den Vierbeiner auch gut; bei uns führt das dann zur Totalverweigerung seitens des Vierbeiners, mich macht das stinkig, insofern versuche ich auch vorher die Bremse zu ziehen bzw. gar nicht erst anzufangen.

Beim Reiten habe ich früher Prüfungsabläufe mehrmals im Kopf durchgespielt, vielleicht hilft das ja auch etwas?

Und last but not least: Ich weiss nicht, ob Dir das etwas hilft; ich bin auch nicht so der Prüfungspaniker; der allgemeine Tipp bei mündlichen Prüfungen an der Uni war immer sich die Prüfer in Unterhosen vorzustellen, das nimmt die Spannung :ugly: .
Mir ist das mal während einer Prüfung eingefallen und ich musste mir dann dauernd das Grinsen verkneifen :blush: :P . Aber probieren schadet nie.

Tabasco

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17

Montag, 4. Februar 2013, 19:38

Zitat

Und seit unseres katastrophalen Junghundekurses, weiss ich, dass ich ein Training sofort unterbrechen oder gar abbrechen würde, wenn zwischen mir und dem Hund etwas nicht stimmt. Lieber kein Training als ein nervlich belastendes.
Was war denn da?

Tabasco war ob der riesigen Hundemenge auf dem Platz (2 Gruppen à 12-14 Hunden) so überfordert, dass er nicht mehr ansprechbar war. Ich hatte einen total überforderten Hund an der Leine, der mittels nach vorne gehen versuchte, die anderen auf grössere Distanz zu halten.
Was mir natürlich oberpeinlich war und mich stresste. Von der Leitung kam nur ein "das wird schon, er gewöhnt sich dran".
Damals wusste ich es nicht besser und glaubte ihnen. Sie waren ja die Experten.

Hiaschi

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Montag, 4. Februar 2013, 19:40

Und last but not least: Ich weiss nicht, ob Dir das etwas hilft; ich bin auch nicht so der Prüfungspaniker; der allgemeine Tipp bei mündlichen Prüfungen an der Uni war immer sich die Prüfer in Unterhosen vorzustellen, das nimmt die Spannung .
Mir ist das mal während einer Prüfung eingefallen und ich musste mir dann dauernd das Grinsen verkneifen . Aber probieren schadet nie.
Kommt wohl auf den Richter oder die Zuschauer drauf an... Bei einem Grossteil würde ich bei dem Gedanken eher angewiedert das Gesicht verziehen... :lol:

Idesiree

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Hunde: Venia Whippet 2010, Origine Whippet 2014 Sunny 1996-2013 in meinem Herzen

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19

Montag, 4. Februar 2013, 21:36

ooooooooh, da kann ich gut was beitragen :D
Sunny war und ist ein Hund der IMMER, egals wann wie so und warum einfach fraglos ausführt was ich gerne möchte. nach dem 1000endsten sitz würde sie es noch immer schneller, besser und schöner ausführen wollen. Niemals hätte sie mir weder in nervösen noch in gereizten situationen herausgefordert oder mcih in Frage gestellt.
Gut, ich bekam Venia und damit einen Hund, der sehr wohl alles und jedes hinterfragt. Lohnt sich das für mich, och hab ich doch schon gemacht, ääähm warte mal, heute hab ich aua am Pfötli :pinch:
Ich habe mit ihr gelernt kurz intensiv zu trainieren und wenns mal ein furchtbarer tag ist der huddelt und sie deswegen nicht gern Sitz macht, dann verlange ich es ganz einfach nicht. ich weiss dass ich sie dazu bringen kann, aber es bringt nix! Das Resume draus ist, dass es der Hund dann halt nicht grad positiv verknüpft, dazu die wachsende Anspannung und schon hat man sich selber ein Ei gelegt.
Gut, ich kann gut Reden, ich gehe und will keine Prüfungen gehen weil weder ich eben diese Situation nicht will dass ich irgendwann einfach mit Druck arbeiten muss und sonst musst du es einfach so handhaben dass dir egal ist wenn die Prüfung dann halt auch mal völlig daneben geht.
Wenn ich wirklich schlechte Laune hab oder gar nicht zwäg bin geh ich auch einfach mal nicht ins Training und kuschel mich mir den Hunden auf`s Sofa, geht ja die Welt auch nicht gleich unter :)
herzliche Grüsse von den Whippetgirls

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Hunde: Ayla, Kauk. Owtscharka/ Cheyenne, Maremma-Mix,/ Fagi, Epagneul Breton

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20

Montag, 4. Februar 2013, 21:59

Wie Andi sagt, in schlechter Stimmung ist kein gutes Training möglich und es wird kontraproduktiv.



:whistling: Tönt in der Theorie so einfach und einleuchtend! Aber... :donner:

Es wäre sicher sinnvoll, wenn ich meine Trainingspartner darauf sensibilisieren würde. Wenn ich anfange, mich zu nerven, sollen sie es mir sagen und sich gegebenenfalls durchsetzen, damit ich abbreche.


ja rede mal mit denen..
sie merken sicher auch wenn dein ton anderst wird, dein umgang mit dem hund usw.
das sind feinheiten welche man evtl. selbst erst zu spät bemerkt.
der hund jedoch hat ganz feine antennen dafür. nur wenn man die reflektion auf sich selbst dann am hund bemerkt ist es meist zu spät im richtigen moment abzubrechen.