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Speedy

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21

Dienstag, 5. Februar 2013, 09:47

Das kenne ich auch, halt in anderer Form - und mein Speedy ist auch recht sensibel auf Druck und Nervosität. Super finde ich, dass du es selber erkennst und beschreiben kannst! Das ist schon ein Riesen-Schritt!

Wenn du es merkst, dass es nicht geht, wie im beschriebenen Fall - brich das Training ab und geh lockerflockig spazieren oder nach Hause zum relaxen. Es ist egal, ob die Leute dich doof anschauen, es muss für deinen Hund und dich stimmen. Und wenn du dich nicht gut fühlst und es ein "Murks" ist, dann bringt es nichts, ausser dass ihr euch beide aufregt.

Die geübten Sachen kannst du ziemlich sicher daheim oder auf dem Spaziergang irgendwann nachholen oder einfach aufs nächste Training warten. Es rennt nicht davon.

Pixel-Paws

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Hunde: Kimena, Border Collie Mix, 07 | June, Flatcoated Retriever, 11

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22

Dienstag, 5. Februar 2013, 10:01

ich habe jetzt nur das erste posting gelesen, also sorry, wenn ich was wichtiges nicht gelesen habe.

ich kenne das SO GUT! und genau wegen diesen situationen habe ich kimenas grundposition kaput gemacht und habe sie zu einem schleichigen, lustlos mitarbeitenden hund "erzogen". :thumbdown: das problem ist grade da, dass ich mich DARÜBER dann auch wieder aufrege... besonders, wenn ich wirklich ohne eine erwartungshaltung und ohne stress etwas machen möchte, und kimena sich total verweigert vor lauter hecheln und beschwichtigen. ein totaler teufelskreis!

am allermeisten zeigt sich das darin, wenn es um etwas geht, wo der hund schnell sein müsste. ich glaube inzwischen, dass das auch der grund ist, warum kimena discdogging verweigert.

ich bin also sehr gespannt, was dir die leute für tips geben, da ich sie selber auch gut brauchen könnte. meine nerven sind auch total mies in sowas. ^^

mein glück ist einfach, dass kimena sich in kombi mit hundeplatz und anderen hunden so hochpusht, dass sie vergisst, dass mit mir arbeiten eigentlich kacke ist. ;) darum liefen die vergangenen obedience-prüfungen auch so gut! erst jeweils am ende viel sie in dieses verhalten, es hat aber jedes mal grade noch so gereicht. zu hause obedience trainieren ist eine katastrophe, ich habe fast jedes mal den nerv verloren und wurde pampig.

erst seit ich ihr futter ab und an in die grundposition verklickere oder sie aus dem trieb raus auf spaziergängen ins fuss abrufe, kommt es wieder einigermassen. ich habe nun monate lang nichts mehr geübt mit ihr, gestern habe ich zum ersten mal wieder draussen geklickert. und es war das erste mal seit ganz langem, dass kim motiviert und wenig gedrückt mitgearbeitet hat. es hat noch viel platz nach oben, aber es ist nicht mehr so krass, dass sie sich verweigert.

ich hoffe, dass es bei euch nie so schlimm wird wie bei uns. :S

Hiaschi

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23

Dienstag, 5. Februar 2013, 14:18

Tönt auch sehr ähnlich. Nur, dass mein Hund eigentlich sehr gerne trainiert, wenn ich gut drauf bin. Wenn das nicht mehr klappen würde, würde ich glaub alles aufgeben und wirklich nur noch laufen gehen mit diesem Hund (wenn die Spaziergänge dann stressfrei wären...).

Ich liebe den Hundesport aber zu sehr um es aufzugeben. Nur Alltag und ein bisschen etwas üben reicht mir nicht. Ich brauche da auch ein Ziel vor Augen und möchte daher auch an Prüfungen gehen können. Ich weiss, was mein Hund kann (und was er noch könnte, wenn ich mehr trainieren würde... :whistling: )!

Pixel-Paws

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Hunde: Kimena, Border Collie Mix, 07 | June, Flatcoated Retriever, 11

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24

Dienstag, 5. Februar 2013, 14:23

ja, dass geht mir genau gleich. ^^ darum habe ich auch nicht ganz aufgehört und habe begonnen, die grundposition neu aufzubauen.

geduld und gute nerven wäre doch als artzneimittel eine marktlücke, nicht? ;)

Crispy

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Dienstag, 5. Februar 2013, 14:24

Davon nehme ich dann auch eine Dauerpackung :-)

Turbokäthy

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Dienstag, 5. Februar 2013, 17:12

Hier....melde mich auch...

Mora ist ja weiss Gott was für ein toller Hund...aber geht's um stupide UO...will ich nicht, mach ich nicht. Je agressiver ich mich im Ton vergreiffe, um so mehr trottet sie hinterher. Das geht soweit, dass sie mitten auf dem Hupla stocksteiff stehen bleibt. Sie ist verunsichert und weiss nicht mehr was richtig oder falsch ist. Ich hingegen immer mehr genervt, da eh schon von Natur aus ein sehr ungeduldiger Mesch, und die Katastrophe nimmt ihren lauf. Da nützt auch nichts mehr, meine Ohrlappen zwischen Daumen und Zeigfinger zu reiben und leise "Wuuuusaaaa" zu murmeln.
Am letzten Mittwoch dann, der Platz war nicht mehr grün, man erinnere sich, es regnete und der Schnee schmolz, Hupla sollte eigentlich Drainagen haben, da das Wasser nicht mehr ablaufen kann, ein weiterer Supergau kündigt sich an: Obige Situation, Mora will nicht arbeiten, fröhnt lieber ihrer Leidenschaft, dem Mausen. Ich war dermassen genervt, dass ich ihr den Plastiktritt (Höcker) vom Ikea hinterher kickte. GsD bin ich ein grottenschlechter Fussballer, den quintessenz des ganzen: Ich strauchelte über Hocker und eigene Beine. Ich schämte mich später, als meine Hormone den Boden wieder erreicht hatten, in Grund und Boden. Hätte ich auf meinen Bauch gehört, dann hätte ich das Training schon nach 5 Min. abgebrochen. Mora wäre nicht unsicher, ich nicht genervt. Fazit: Das nächste mal pack ich sie ins Auto, schnappe mier ein Bier und schau vom Rand aus zu.

Kann dir leider auch nicht helfen, da ich keinen so arbeitstriebigen Hund habe, sondern eher einen Opportunisten und somit auch keine Prüfungen laufe :mad:
Liebe Grüsse von Sandra und Mora:wgreywolftail:

Pixel-Paws

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Hunde: Kimena, Border Collie Mix, 07 | June, Flatcoated Retriever, 11

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27

Dienstag, 5. Februar 2013, 22:12

hahaha, sandra, jetzt musste ich gleich 2x laut loslachen! xD

erinnert mich an eine geschichte, wo mich dann aber der hund mich in grund und boden schämen hat lassen!

folgende situation: ich gehe mit hundis an einem warmen frühjahrstag gassie. rechts ein bächlein, links ein feld. ich leine wüffs ab und gebe das OK. kim rast los, raus aufs feld (was sie nicht darf). june rast los, ab in den bach (was sie auch nicht darf). ich rufe "KIM, USE!", worauf june meint, ich schicke sie in den bach, darauf ich "JUNE, USE!!", worauf kim meint, ich schicke sie INS feld! so ging das zirka drei mal, und da ich sonst schon leicht angsäuert war, wurde ich total sauer! ich hatte june da ganz neu und ihr hang zum wasserjunky sein hat mich auf die palme gebracht! kimena hat dann schnell kapiert, dass mit mir nicht mehr gut kirschenessen ist, aber june hatte doch keine ahnung! sie reagierte kein stück auf mein "siila", sondern nutzte jede gelegenheit, um mal eben in den bach zu verschwinden. also nahm ich entnervt meinen schlüsselbund in die hand und passte ab, wann june das nächste mal in den bach abstechen wollte.

sie ging, ich schmiss.... meilenweit daneben! *pflutsch*, schlüsselbund liegt mitten im bach. -.- june hat gar nix mitgekriegt und hüpfte im bach herum, wärend ich einen kurzen tobsuchanfall hatte!
also june raus, ich runter, aber keine chance, es war genau zu weit weg für mich und die füsse nass machen wollte ich mir nicht. also schickte ich kim rein, den schlüssel holen. ich lies steinchen auf den schlüsselbund sinken, was sonst immer klappt... aber keine chance, kimena war viel zu unsicher und fand den schlüssel überhaupt nicht! ich habe sie irgendwann erlöst und nochmals versucht, eins töckchen aufzutreiben, aber da war nur gras. tobsuchanfall nr. 2! da sah ich da june so da hocken und dachte mir... naja, ein versuch ists wert. also schickte ich june rein, lies sie warten, lies ein steinchen in die schlüsselnähe fallen und sagte mit der blümchenhaftesten stimme, die ich in meiner wut noch hin kriegte: "briiings!".

hund taucht ab, nimmt den schlüssel, bringt ihn an land, perfekt in meine hand! 8| 8| 8|

äh ja. :blush: was hätte ich da noch machen sollen... ausser mich schämen, weil ich so ein böser mensch und mein hund so ein liebevolles tierchen ist. :D

Idesiree

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28

Dienstag, 5. Februar 2013, 22:46

Etwas fällt mir grad noch ein. In solchen Situationen; warum nicht mal Hunde mit einem Teammitgl. Tauschen, nur 5min. Bis man durchgeschnauft hat? Natürlich nur wenn das von dem Typ Hund her geht...
herzliche Grüsse von den Whippetgirls

perrolina

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29

Dienstag, 5. Februar 2013, 22:57

In solchen Situationen; warum nicht mal Hunde mit einem Teammitgl. Tauschen, nur 5min. Bis man durchgeschnauft hat?
Ja, manchmal tut das gut.....kann aber auch noch frustrierender sein. Unser Trainer merkt es mir immer sehr gut an, wenn ich kurz vor dem Durchstarten stehe und nimmt mir dann manchmal Amiga ab und zeigt ein, zwei Übungen vor mit ihr.
Sie ist ein Hund die gar nichts macht mit anderen aber ihn vergöttert sie :rolleyes: . Wenn sie mich dann vorher minutenlang vorgeführt hat und mit dem Trainer dann voll die Schleimerin und Streberin raushängt, perfekt wie ein Zirkuspferdchen neben ihm hertäbbelet und ihn anhimmelt, könnte ich sie manchmal auf der Stelle verschenken. Vor allem dann wenn Trainer mir die Leine wieder in die Hand drückt und mit einem breiten Grinsen sagt: "sie kanns doch"..... :donner:
Lg Nicole

Idesiree

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Hunde: Venia Whippet 2010, Origine Whippet 2014 Sunny 1996-2013 in meinem Herzen

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30

Dienstag, 5. Februar 2013, 23:24

Ja das ist natürlich dann so daneben von den Viechern :donner: :D ich meinte auch eher dass du tauscht und sich ja derweil auch auf einen Hund konzentrieren kannst... Sonst ist's natürlich dann schon Frust... Haben mein Bruder und ich früher immer gemacht wenn's mal hitzig wurde;-)
herzliche Grüsse von den Whippetgirls

31

Mittwoch, 6. Februar 2013, 08:33

Darum mache ich heute SpassSport, weil da das erste Wörtchen, nämlich Spass, auch an einem Wettkampf seine Berechtigung hat. Nurja geht richtig Fuss und geht auch rechts schön, sie geht auch hinter mir, sie kann auch Sitz, Sitz, Platz und Steh und vieles mehr, aber ob sie perfekt 2 cm von meinem Bein entfernt geht, oder ein bisschen ein schräges Sitz zeigt, das kümmert weder mich noch sie. Unsere Arbeit zusammen ist mir wichtig. Ich habe seit 20 Jahren eine gute Trainerin, eben ein Profi, deren Devise immer war: "Sieh mal, was du mit deinen nicht ganz einfachen Hunderassen schon alles erreicht hast, sei zufrieden, man muss auch die Grenzen seines Hundes akzeptieren können". Und Wettkampfrichter sind auch nur Menschen, und nicht jeder "gute" Tipp von ihnen brauchbar. Sagte einmal einer an einem Wettkampf zu mir: Man sollte sich nie über den Hund bücken beim Anleinen. Aber bei einem Zwerg ist das halt so üblich. Vielleicht ist es auch mein Alter, dass mich nichts mehr so schnell aus dem Gleichgewicht bringen kann, vor allem nicht mein Hund. So jetzt kann jeder mitleidig lächeln, der mag.

Hiaschi

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32

Mittwoch, 6. Februar 2013, 09:37

Hihi, Sandra und Becci! Ihr seid ja lustig: Hocker hinterher kicken und Schlüssel in Bach werfen! :lol:

@Ywe: Ich kenne die Grenzen meines Hundes. Mit ihm werde ich sicher nicht mehr Schweizermeister in irgendwas. Aber ich weiss genausogut, dass er das Zeugs dazu hat, gute Resulate an Prüfungen zu erreichen. Er KANN es! Das Problem bin ICH und meine Nerven. Das bringt mich auf die Palme!

SpassSport würde ich übrigens liebend gerne machen. Nur leider trainiert unsere Gruppe zu für mich unmöglichen Zeiten. Alles kann man nicht haben. Aber SpassSport wäre total sein Ding. Einmal Silber im A haben wir vor längerem mal gemacht.

Speedy

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33

Mittwoch, 6. Februar 2013, 11:20

@Hiaschi: das Problem kenn ich auch. Mein Hund ist beim Agility wirklich toll - wenn ich nicht wäre :D

Deshalb bin ich im Moment auch in schon längerer Pause, weil ich echt drüber nachdenke, die Sportart zu wechseln. Ich schäme mich echt dafür, wenn mal wieder alles in die Hose geht.

rubahe

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Mittwoch, 6. Februar 2013, 11:20

Pixel, da hast du ja die gerechte Strafe erhalten, Schlüssel im Bach! :lol: Gutes Hundi, ist halt ein Flat! :hurra: :hurra:
Ich kenne dieses Thema auch. Auch ich musste mit Quirine lernen, je relaxter ich bin, je bessere Resultate bringt sie. Ich habe dann mal vor einer Prüfung meine Nerven gestärkt und siehe da, ich war ruhig und mein Hund arbeitete gut.
Grüessli Ruth mit Ayka und Quirine :)

Hiaschi

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Sonntag, 10. Februar 2013, 20:29

Gestern war ich wieder im Obedience. Es ist trotz Schnee viel besser gelaufen. Noch nicht so gut, wie wir es eigentlich könnten (hängt in der UO leicht ab oder läuft zu weit von meiner Wade entfernt) aber wir haben immerhin wieder ein Sitz zustande gebracht.

Ich habe der Übungsleiterin gesagt, dass sie mich drauf aufmerksam machen soll, wenn ich wieder anfange unnötig Druck zu machen.

Und so war es dann auch. Hiascha ist beim Abrufen aus dem Platz beim zweiten Mal aufgestanden um rumzuschnuppern. Ich rief "Nein", rannte hin und legte ihn wieder hin. Das reichte schon um ihn unsicher werden zu lassen. Die Korrektur war zu "grob" für mein Sensibelchen. Dabei kam ich ihm nicht an. Es war nur ein lautes "Nein" und das Hinrennen. Dort war ich aber wieder ruhig und zeigte ihm, wo er Platz machen sollte. Danach kam er zögerlicher beim Abruf und setzte sich schräg hin. Die Trainerin wies mich dann an, die Übung viel einfacher zu machen und dann aufzuhören.

Ich muss mich noch mehr mässigen und beim Training wirklich nur mit Bestätigung und gänzlich ohne Druck arbeiten. Das finde ich so schwierig!

Gut, im Moment bin ich noch eine Maline am hüten, die mir bei nur nettem Getue den Stinkefinger zeigen würde. Da so rasch von ihr auf Hiascha umzuschalten ist eine rechte Herausforderung.

Ich muss da glaub doch noch einen Obedience-Thread eröffnen. Bei der einen oder anderen Übung brauche ich noch eine Zweitmeinung, da ich ein wenig am Aufbau zweifle.

Jason

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Sonntag, 10. Februar 2013, 21:15

Und so war es dann auch. Hiascha ist beim Abrufen aus dem Platz beim zweiten Mal aufgestanden um rumzuschnuppern. Ich rief "Nein", rannte hin und legte ihn wieder hin. Das reichte schon um ihn unsicher werden zu lassen. Die Korrektur war zu "grob" für mein Sensibelchen. Dabei kam ich ihm nicht an. Es war nur ein lautes "Nein" und das Hinrennen. Dort war ich aber wieder ruhig und zeigte ihm, wo er Platz machen sollte. Danach kam er zögerlicher beim Abruf und setzte sich schräg hin. Die Trainerin wies mich dann an, die Übung viel einfacher zu machen und dann aufzuhören.

Genau aus diesem Grund bin ich froh, dass solche Korrekturen am Hund bei uns verpönt sind. Wenn er z.B. in der Übung aufsteht, schickt uns der Trainer zum Hund zurück, wir nehmen ihn kurz auf und legen ihn dann aus der Grundstellung noch einmal ab.

Und wenn der Hund mal was anders ausführt als erwartet, dann ist der Kommentar:" Der Hund hat das gemacht, was er verstanden hat". Und es ist es ja auch lustig, auf was für Ideen die Hunde manchmal kommen und uns damit zum Schmunzeln bringen.

Moni

Idesiree

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Sonntag, 10. Februar 2013, 22:16

Wenn ich deine Zeilen so lese spricht da insgesamt recht viel Frust heraus. Ich weiss dass du das ja gar nicht möchtest und es soll überhaupt kein Angriff sein.
Zur Zeit scheint Hiascha schnell abgelenkt und nicht ganz mit Feuereifer bei der Sache zu sein. Je nach Typ hund kann es immer mal wieder zu solchen Tagen, Wochen oder auch Monaten kommen.
Ich handhabe es inzwischen so, dass ich dann einfach nur das mache wo ich weiss der Hund hat SPASS dran und kann es auch. Meist bringe ich uns dann nicht in Situationen wo viel Neues gelernt werden muss, ausser es sind Dinge die dem Hund Freude bereiten. Wenige Wiederholungen, mehr Spiel, weniger "Perfektion", mehr just for fun.
Manchesmal möchten wir gerne etwas, was der Hund zwar könnte und teilweise auch gerne macht, aber vielleicht nicht in der Liga in der wir es gerne möchten?
Es ist ein Teuelskreis, der Hund erfährt im Training so auch Frust- das lässt das Selbstbewusstsein auch nicht grad aufblühen. ich merke das bei venia sehr gut, wenn ich viel loben kann und sie halt auch mal für eine nicht ganz perfekte Ausführung motiviere uns lobe kann sie mir viel mehr entgegenkommen und arbeitet freudig mit. Sie würde mir davonlatschen käme ich mit einem NEIN angerannt. Ich bin froh um diese Erfahrung, denn sie hat meinen Umgang mit den Hunden und meine Ansicht nachhaltig geprägt....
Vielleicht wäre momentan eine andere Sportart mit weniger Perfektion die besser Wahl für Hiaschi?

Wir Menschen neigen immer dazu zu sehen was nicht gut ist und nicht geht und verlieren den Blick für all das was gut ist und was geht....
herzliche Grüsse von den Whippetgirls

Jason

Trainer

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Hunde: Jason, Aussie, 2008

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Sonntag, 10. Februar 2013, 22:23

Toll geschrieben, Iris

Moni

lorileu

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Montag, 11. Februar 2013, 08:23

Diandra ist auch ein sehr sensibler Hund und kann mit Druck schlecht umgehen. Schon ein lautes Nein oder ein "böser" Blick meinerseits verunsichern sie und sie beschwichtigt ziemlich. Sie sieht dann jeweils so "leidend" aus, dass ich das kaum sehen kann und es zum Glück kaum vorkommt, dass ich sie auf diese Weise rüge.
Bezüglich Entspannung, Anspannung etc. gehts mir gleich wie euch.
Diandra spürt oft schon vor mir, wenn ich nervös werde, aufgeregt bin o.ä., entsprechend reagiert sie dann darauf (z.B.mit Übersprungshandlungen wie hochspringen, hibbelig werden etc.).
Ich habe oftmals das Problem, dass ich zu viel Wert darauf lege, was andere von mir und meinem Hund halten, wenn ich irgendwo aufkreuze (sei es früher in der JuHuSchu o.ä.) und setze mich selber so unter Druck, sicher alles richtig und gut zu machen, dass es dann bestimmt misslingt. Scheinbar spürt man das auch von Aussen, denn schon damals in der JuHuSchu meinten sie zu mir, ich solle mich entspannen, Diandra mache sich gut. Ein Kompliment in dem Sinne (eine positive Bestärkung in unserer Arbeit) hilft mir dann etwas Druck abzubauen und es läuft besser, ich muss dann aber aufpassen, dass ich beim nächsten Fehler nicht gleich wieder ins alte Muster zurück falle.
Ich denke auch die Erwartungshaltung spielt eine wichtige Rolle. Oftmals sagte ich mir zwar, dass es klappt und wir das können, innerlich zweifelte ich aber und dachte nur innständig, hoffentlich läuft es nicht schief. So läuft es dann aber garantiert schief.
Es gab eine Weile, in der ich Diandra auf einem bestimmten Stück unseres Spaziergangs (noch am alten Wohnort) nicht mehr laufen lassen konnte, weil sie mir dort immer ab ging und irgendwo (zwar in Sichtweite) etwas frass, deshalb leinte ich sie vor diesem Ort immer an. Diandra bemerkte das und begann, von immer weiter weg dorthin zu rennen, so dass ich sie auf dieser Route irgendwann gar nicht mehr frei liess und von Anfang an an der Leine hatte. Hin und wieder versuchte ich es, sie freizulassen, im Hinterkopf der Gedanken, dass sie sicher wieder abhaut, und sie haute ab.
Bis ich eines Tages nach einem langen Arbeitstag (es dämmerte langsam, der Himmel war rot und es war herrlich warm (Sommerabend)) mit ihr dort entlang lief, tiefenentspannt war vom schönen Abend, sie frei liess und mir dachte, sie haut sicher nicht ab, warum auch, es ist so schön zu zweit hier auf dem Spaziergang. Und was geschah? Sie blieb bei mir und rannte nicht davon. Das war einer der schönsten Spaziergänge, den ich je mit ihr gemacht habe. Die Erfahrung aus dem Spaziergang habe ich mitgenommen und mir auf dem Spaziergang immer wieder gedacht, sie haut nicht ab, und sie machte es auch wirklich nicht mehr!
Ich laufe zwar auch keine Prüfungen, kenne aber eine ähnliche Situation. Diandra und ich waren letzten November am Eignungstest für Prevent a bite und ich war übelst nervös. Ich hatte das Glück, dass wir eine Ewigkeit warten mussten und ich mich so zwangsläufig in Geduld üben musste, was weder meine noch Diandras Stärke ist. So konnten Diandra und ich uns ein wenig abseits nur aufeinander konzentrieren und die anderen ausblenden. Wir haben uns zu zweit beschäftigt, z.B.mit Kastanien suchen im Laub und so etwas Abstand zum Prüfungsstress bekommen und uns als Team "eingespielt". Wenn ich danach vor oder nach Übungen merkte, dass es wieder zu hibbeln beginnt, habe ich Diandra vor mir ins Sitz genommen und wir haben uns einfach angeschaut, Auge in Auge, und langsam ausgeatmet. Ich finde das entspannt ziemlich. Oftmals beginne ich in solchen Situationen zu flüstern und Dynamik rauszunehmen, anstatt durch hohe Lautstärke noch mehr zu pushen, vielleicht wäre das noch eine Idee?
Ach ja, was mir auch noch hilft: Stolz sein. Wenn ich mit Diandra irgendjemandem irgendetwas vorzeige, bin ich stolz darauf, was ich mit Diandra mache, bzw. was sie kann (auch wenn es nur ein einfaches Sitz ist), dann fühlt sich nämlich alles richtig gut an beim üben und es klappt. Meine Schüler haben mich auf diese Idee gebracht, da sie schon ein einfaches Sitz oder Pfötli geh von Diandra wahnsinnig super und toll fanden. Ich dachte mir dann, ja, warum soll ich das nicht auch selber wahnsinnig toll finden? Hundi macht das doch gut! Und so steigt der Stolz auf Diandra von Übung zu Übung, was sie auch spürt.

Sein Name lautet nicht länger ‘wilder Hund’, sondern ‘bester Freund’. Denn er wird unser Freund sein für immer und immer und immer. (Rudyard Kipling)

Hiaschi

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Hunde: Hiascha, Kooikerhondje

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40

Montag, 11. Februar 2013, 10:34

Wenn ich deine Zeilen so lese spricht da insgesamt recht viel Frust heraus. Ich weiss dass du das ja gar nicht möchtest und es soll überhaupt kein Angriff sein.
Zur Zeit scheint Hiascha schnell abgelenkt und nicht ganz mit Feuereifer bei der Sache zu sein. Je nach Typ hund kann es immer mal wieder zu solchen Tagen, Wochen oder auch Monaten kommen.
Ich handhabe es inzwischen so, dass ich dann einfach nur das mache wo ich weiss der Hund hat SPASS dran und kann es auch. Meist bringe ich uns dann nicht in Situationen wo viel Neues gelernt werden muss, ausser es sind Dinge die dem Hund Freude bereiten. Wenige Wiederholungen, mehr Spiel, weniger "Perfektion", mehr just for fun.
Manchesmal möchten wir gerne etwas, was der Hund zwar könnte und teilweise auch gerne macht, aber vielleicht nicht in der Liga in der wir es gerne möchten?
Es ist ein Teuelskreis, der Hund erfährt im Training so auch Frust- das lässt das Selbstbewusstsein auch nicht grad aufblühen. ich merke das bei venia sehr gut, wenn ich viel loben kann und sie halt auch mal für eine nicht ganz perfekte Ausführung motiviere uns lobe kann sie mir viel mehr entgegenkommen und arbeitet freudig mit. Sie würde mir davonlatschen käme ich mit einem NEIN angerannt. Ich bin froh um diese Erfahrung, denn sie hat meinen Umgang mit den Hunden und meine Ansicht nachhaltig geprägt....
Vielleicht wäre momentan eine andere Sportart mit weniger Perfektion die besser Wahl für Hiaschi?

Wir Menschen neigen immer dazu zu sehen was nicht gut ist und nicht geht und verlieren den Blick für all das was gut ist und was geht....


Hmmm... du könntest recht haben. es fällt mir zwar schwer, das einzusehen.

ich wollte irgendwie schon dieses jahr eine obedience-prüfung machen, da ich weiss, dass wir es könnten. dabei habe ich den ganzen prüfungs- und trainingsstress ausser acht gelassen. ich habe mir das alles anders vorgestellt. :(

danke, dass du mir das so vor augen hältst. ich muss über die bücher... :S