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Anne

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  • »Anne« ist der Autor dieses Themas

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Hunde: Mairin, Aussie, *2008

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Sonntag, 10. Februar 2013, 14:13

Alltag mit einem Jagdhund

Hallo Fories und Jagdhundehalter :)

Mich würde interessieren, wie ihr das seht:

Kann ein Jagdhund einfach als Alltagsbegleiter und Familienhund gehalten werden, ohne jagdliche Auslastung?
Jagdhund ohne Leine - geht das?
Welche Beschäftigungen eignen sich, um einen Jagdhund beschäftigt zu halten?

Gibt es eventuell auch innerhalb der Jagdhunde Unterschiede von Rasse zu Rasse?

Bin gespannt auf eure Inputs und Gedanken :)

Magi

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2

Sonntag, 10. Februar 2013, 17:03

Setze mich nun erst ein Jahr mit dem Thema genau auseinander und meine Meinung dazu ist. Ja man kann Jagdhunde als Familienhunde halten. Manche Rassen besser als andere, aber ganz wichtig ist der Charakter. Von der Zucht aus der Zelda kommt, halte ich zu einigen Kontakt, direkt Verwante und absolut aus einer anderen Linie. Es gibt einfach in jedem Wurf die Jäger und die nicht Jäger. Zelda gehört zu den Jagd freudigen und durch Unerfahrenheit habe ich das noch mehr geprägt. Ihre Schwester läuft seit eh und je sowohl im Wald wie auch Waldrand frei und das immer. Wildsichtung ist dann schon ein Thema, aber kein grosses.

Je mehr der Hund mit der Nase arbeitet, je wichtiger ist auch die Auslastung von dieser. Nehme hier einfach immer mal Zelda als Beispiel, sie ist ja mein Übungsobjekt :D Für sie ist es wichtig das die Auslastung ausbalanciert ist. Nur an der Flexi auf langweiligem Weg herumspazieren reicht ihr definitiv nicht. Aber ein Spaziergang an der Schleppleine im Wald, wo sie alles mögliche riechen darf. Das findet sie viel toller und lastet sie auch mehr aus. Es gab eine Zeit in der sie immer gesichert war an der Leine, das varrierte aber zwischen 3m Arbeitsleine, 6m Schlepp, 8m Flexi, 10m Schlepp - und 20m Schleppleine. Jetzt geniesst sie aber den Freilauf einfach abseits von Wald und Fuchs. Dauerte aber eine Zeit bis ich das handling für das Gebiet und für sie hatte.

Also, ja ich denke man kann Jagdhunde halten, sie können auch einfach sein. Kenne einige Mischlinge die grössere Jäger sind als so mancher Jagdhund. Hat man aber einen typischen Vertretter der Rasse erwischt braucht es einfach mehr Arbeit als einer der keine Ambitionen zeigt. Leinenzwang giltet definitiv nur für die Hunde, mit denen nicht gearbeitet werden. Und ganz ehrlich, wenn ich Vergleiche, Zelda war heute 2 Stunden an der 20m Schlepp. So manch anderer Hund wäre frei -> kurze Leine -> frei -> kurze Leine. Ob das so viel Unterschied macht ob da nun diese Schnur dran hängt oder sie komplett frei ist? Für den Renn und Spieltrieb treffen wir andere Hunde, gehen an die Hundebegnung und hoffentlich klappt das auch mit der Rennbahn ihm frühling :)

Momentan schaue ich die DVD "Jagdhund ohne Jagdschein - die Rassen" wenn du möchtest kann ich dir die mal Ausleihen. Denn nicht jeder Jagdhund jagt gleich. Ist hier aber Rahmensprengend alle aufzulisten. Denke da kommt es dann auch noch darauf an ob man einen Sichtjäger, Vorsteher, Meutehund, Apportier - was auch immer hat.

Der Hundeshop rund um günstiges Zubehör...

Jason

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Hunde: Jason, Aussie, 2008

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Sonntag, 10. Februar 2013, 18:04

Ganz klar gibt es Jagdhunde, die auch gut als Familienhunde gehalten werden können. Einerseits, weil sie seit Generationen dafür gezüchtet wurden (wie z.B. die Spaniels oder die Retriever) oder weil deren jagdlichen Verhaltensweisen generell mehr auf die Zusammenarbeit mit dem Menschen ausgelegt sind (wie z.B. beim Magyar Viszla oder auch bei den Settern).

Wenn du jedoch mit "ohne jagdlicher Auslastung" nicht nur die Arbeit mit und beim Jäger meinst, sondern auch ohne jagdähnliche Beschäftigungen wie z.B. die Dummyarbeit oder diverse Nasenarbeiten, dann lautet meine Antwort nein. Denn ich finde, dass man damit den meisten Hunden aus diesen Rassen (aber nicht nur diesen) nicht gerecht wird und sie zu einem Leben anhält, dass so gar nichts von ihren eigentlichen Anlagen befriedigt.

Daneben gibt es aber auch Jagdhunderassen, die in meinen Augen nie in Privathände gehören und in der Regel auch von einem seriösen Züchter auch nur an Jäger abgegeben werden.

Fahrlässig finde ich es aber auch, einen Hund aus einer effektiven Jagdlinie als Familienhund weiter zu vermitteln, weil er für einen Jäger zu wenig Jagdveranlagung hat. Hier werden in der Regel weder Mensch noch Hund wirklich glücklich, denn dieser Hund hat meist doch immer noch ein höheres Potential als dem Nicht-Jäger lieb ist. Häufig wurden diese Hunde als Welpen ja auch schon auf ihre zukünftige Beute angefixt, um zu sehen, welche Anlagen er mitbringt.

So hatte ich in einem meiner Kurs mal eine Besitzerin mit ihrem gut jährigem Viszla, bei dem ich mich wunderte, dass er sich in jeden herumliegenden Gegenstand verbiss und dies völlig emotionslos (zumindest sah es so aus). Und auch zur Besitzerin zeigte er keinen grossen Bezug. Erst dachte ich mir noch, dass es sich evt. um einen Hund mit autistischen Zügen handeln könnte. Sie erzählte mir dann aber später, dass sie den Hund mit halbjährig übernommen hatte, da der Jäger ihn der Züchterin als für ihn ungeeignet zurückgegeben hatte. Da kam mir der Gedanke, dass er dort vermutlich lernen musste, sich in alles zu Verbeissen, was ihm vor die Schnauze gehalten wurde (mit welchen Methoden habe ich mir dann lieber nicht weiter überlegt).

Moni

sewellia

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Hunde: Drops (rumänischer Straßenköter, * 2005), Luzie (Deutscher Jagdterrier, *2011), Snoopy (Border Terrier, *1999)

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Sonntag, 10. Februar 2013, 23:46

Hiho!

Snoopy (Border Terrier) stammt aus jagdlicher Zucht. Alle Wurfgeschwister gingen in Jägerhand. Snoopy war als Jungspund kaum davon abzuhalten, in Fuchsbauten zu verschwinden und ist wirklich jeder Spur gefolgt. Ein halbes Jahr intensives Training (Schleppleine) und ordentlich Beschäftigung haben gereicht. Der Hund war zeitlebens von jedem Vieh abrufbar und nie mehr angeleint. Interessiert, aber abrufbar. Zu Zwischenfällen kam es zufällig und dann, wenn es für mich nicht ersichtlich war. Der Kerl rennt z.B. sehr spontan in SB am alten Hafen einen Hügel rauf, oben macht es "quieck" und er kommt mit nem Karnickel im Maul freudestrahlschwanzwedelnd zurück. Wie erklär ich das den anwesenden, mitgassigehenden, vegetarischen aktiven Tierschützern? "Das war das erste Mal"... und ich versuchte, nicht rot zu werden ob der Lüge. Eieiei... Unter Mäusen und Ratten war er auch berüchtigt. Aber der typische über den Weg springende Fuchs oder das weglaufende Reh waren kein Problem...

Luzie (Jagdterrier) ist hier sehr anders. Luzie hat die bessere Nase. DIe geht nicht jeder Spur nach. Sie schnuppert zwar alle 2 Meter in die Hecken, aber das interessiert sie nicht wirklich. Aber! Sie weiß einfach, wenn Wild in erreichbarer Nähe steht und die Spur sehr frisch ist, so das sich ein losspurten lohnen würde. Ich muß sie viel seltener korrigieren und zurückrufen als Snoopy in jungen Jahren... wenn, dann aber auch energischer und mit mehr Einsatz. ;) Sie ist aber auch sehr gut zu "lesen", die Körperanspannung, die Nasenhaltung verrät alles. Ich weiß mittlerweile genau, wann ich sie ruhig mal einige Meter in den Wald rennen lassen darf und wann ich aufpassen muß. Man sieht es ihr an. Ich hoffe auch, das sie nienienie einen Jagderfolg haben wird. Danach muß ich wahrscheinlich den Jagdschein machen...

Beide Rassen werden zur Baujagd eingesetzt, arbeiten selbständig unter der Erde an Dachs und Fuchs und sprengen sie aus den Bauen. Heute überwiegend zum Stöbern und Halten von Sauen eingesetzt. Man kann sie kleineres WIld apportieren lassen und sie sind zur Nachsuche geeignet. Nicht spezialisiert wie Schweißhunde, aber durchaus gut. Wegen des breiten Spektrums und der "Größe" sind die DJT bei unseren Grünröcken recht beliebt (der BT bei den englischen huntsmen). Der Hund "vom Jäger für den Jäger". Sie werden fast nie in Nichtjägerhaushalte abgegeben. Ich kann das nachvollziehen. Beide Hunde empfanden/empfinden viele meiner Bekannten als anstrengend. Ich mag solche Hunde aber sehr. Meine Partnerin hat länger gebraucht, um mit den Terriern klarzukommen, die hatte bislang immer sensible und gehorsame Collies, die Wünsche wohl von den Augen ablesen können, :rolleyes: Luzie riecht Schwäche und Nachlässigkeit und nutzt sie schamlos aus. Snoopy hört ohnehin nur auf mich und ignoriert Kommandos, die von anderen kommen, es sei denn, er wird bestochen. Die hatten null Respekt und machten, was sie wollten. Mittlerweile klappt es gut.

Snoopy konnte ich auch mit langen Wanderungen und etwas schwimmen/Tricks einüben/Spiel mit anderen Hunden auslasten. Bei Luzie ist das undenkbar. Aber 30 Minuten Apportieren aus dem Wasser oder 15 Minuten Suchspiel und ne kleine Fährte oder auch einfach mit Unterbrechungen ne Stunde Zerrspiele mit dem Hetzleder beim Spaziergang reicht ihr.

Ich bin auch ein Gegner davon, einen Hund jeden Tag zu beschäftigen. Die sollen lernen, das nicht immer gearbeitet wird. Kein Jäger jagt 24/7. Und selbst auf der Jagd besteht der Großteil der Zeit aus Einsätzen zwischen langen Wartezeiten. Die arbeiten ja selten 8 Stunden am Stück. Aber sie arbeiten! Agility war nix für Luzie. Also schon... es machte ihr Spaß, war aber kontraproduktiv. Die wird vom Rennen und Springen ja nicht müde, sondern nur hektischer. Mantrailing und Fährtensuche ist aber top für sie. Die Nasenarbeit strengt an und 2 mittlere Trails reichen, um sie nach der Heimfahrt schlafend in der Box vorzufinden.

Andere Jagdhunde kann ich nicht beurteilen. Bei Dackeln gilt obiges. Ich hatte für jeweils kurze Zeit zwei Dackeldamen aus jagdlicher Zucht, die in ihren Familien die absoluten Herrscher waren und alle tyranisierten. Beide waren bei mir problemlos. Einige Regeln haben gereicht. Snoopy und seine Vorgänger Max (West Highland) und Mäxchen (Dackel) haben die meistens aufgestellt. Eine Dackeline mußte ich an die Vorbesitzer zurückgeben, hatte sie dann aber immer zu Familienfesten und Handwerkerbesuchen als Gast, um Beißunfällen vorzubeugen. Die andere konnte ich an einen Jäger vermittelt... Waidmann und Hund zufrieden.

Man sollte wissen, auf was man sich einläßt. Anti-Jagd-Treining kann schwierig sein, vor allem, wenn der Hund vom Züchter schon in die Richtung erzogen wurde. Ersatzbeschäftigung kann notwendig werden. Man sollte sich nicht drauf verlassen, einen Snoopy zu erhalten, es kann sein, das man mit einer Luzie klarkommen muß. Ich finde es immer traurig, die vielen Münsterländer und Deutschirgendwashaar, die nie von der Leine dürfen und täglich ne Runde durch den Stadtwald gezogen werden. Hier hat es keine umzäunten Hundeauslaufgebiete, wie in anderen deutschen Großstädten...

Gruß
Andreas

Jason

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Hunde: Jason, Aussie, 2008

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Montag, 11. Februar 2013, 00:00

Toller Beitrag, Andreas :thumbsup:

Und nun stelle ich mir deine Hunde als reine Familienhunde vor. Die würden wahrscheinlich genau das von dir beschriebene Los mit all den anderen Flexileinen-Jagdhunden teilen. Aber ich finde es klasse, dass deine Hunde dank deines Engagements so viel Freiheit geniessen dürfen.

Aber in deiner Haut hätte ich wirklich nicht stecken wollen, als du deinen Begleitern erklären musstest, wieso dein Snoopy auf einmal von Jagdgelüsten übermannt wurde und diese erst noch erfolgreich befriedigte :(

Moni

Magi

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Montag, 11. Februar 2013, 00:13

Was ist schlimm an einem Flexileinen Hund wenn er ausserhalb der Spaziergänge weiter Ausgelastet wird?

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sewellia

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Montag, 11. Februar 2013, 00:16

Danke Moni!

Ich gehe davon aus, das das Karnickel nicht wirklich gesund war. Einzelner Hund und ein Kaninchen, das nur in den Bau schlupfen muß...

Das mit den Flexileinen-Jagdhunden gilt doch aber auch für die Flexileinen-Hütehunde und die Flexileinen-Diensthunde/Arbeitslinien. Kann gut gehen ohne/mit wenig BEschäftigung, muß aber nicht.

Ich wollte nur darlegen, das es durchaus möglich ist, einen Jagdterrier zu halten, ohne auf die Jagd zu gehen. Ich arbeite auch und habe sogar noch zeitaufwändige Hobbys. Trotzdem gehts. Und macht Spaß. Mir und dem Hund.

Gruß
Andreas

Cleopatra

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Hunde: Cleo, Labrador x BGS, *2010

Hundesport: Dummytraining

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Montag, 11. Februar 2013, 11:27

Also ich äussere mich nun auch mal, ich habe ja immerhin auch einen Jagdhund, auch wenn Cleo es noch nicht ganz mitbekommen hat ;) Cleo ist ein Mischling aus Labrador und Dachsbracke oder Schweisshund (das weiss ich leider nicht genau). Wobei das alleine schon einen Unterschied bei der jagdlichen Arbeit machen würde, denn bracken und schweisshunde haben etwas andere Aufgabengebiete.
Laufhunde oder eben Bracken spüren eine Fährte auf und folgen dieser laut bellend. Kleinere Rassen wie Dachsbracken können sich auch in enge Bauten zwängen. Höhere Rassen werden beispielsweise für die Treibjagd eingesetzt. Auch der Schweisshund soll prinzipiell einer Fährte nachspüren, er tut dies aber alleine und leise. Der Name Schweiss bedeutet das Bluten des verletzten Tieres. Laut werden sie erst, wenn sie das Wild gefunden haben.

Mein Hund ist bislang (2,5 Jahre) kein Jäger. Das einzige was wir herausgefunden habe, ist dass sie, wenn sie wirklich ins Hetzen kommt, kaum noch zu kontrollieren ist. Ich achte natürlich im Wald auch sehr gut auf sie. Sobald sie die Nase hebt, versucht den Weg zu verlassen usw. rufe ich sie ab. Ausser Katzen und als Welpe manchmal Vögel ist sie noch keinem Tier nach. (Ratten und Mäuse, aber auch Enten interessieren sie gar nicht). Ich habe bereits einen ersten Teil Antijagdtraining absolviert, Teil 2 folgt in ein paar Monaten. Zudem machen wir 2-3x im Monat Dummyarbeit (auch der Labrador in in ihr will ausgelastet werden) und ab dem Herbst stossen wir intensiver den in den Nasenarbeitsbereich vor. Die DVD die Magi erwähnt hat, dazu gibt es auch einen Kurs, den wir im Herbst besuchen.

Da ich später einmal einen Jagdhund haben möchte und diese auch gerne jagdlich führen möchte, weil ich eben meinen Hund richtig auslasten will, steht bei mir in diesem Bereich in den nächsten Jahren noch einges an. Vielleicht auch eine Jagdprüfung.

Zu den Fragen:
Kann ein Jagdhund einfach als Alltagsbegleiter und Familienhund gehalten werden, ohne jagdliche Auslastung?
Ich fände es schade und ich weiss auch nicht, ob der Hund wirklich damit zurechtkommt. Ich habe Weimaraner kennengelernt, die bsp. das wild einfach anzeigen, aber nicht losjagen usw. Ich denke, dass man dieses Instinkt des Hundes in seine Beschäftigung miteinbeziehen sollte. Und wenn er wirklich jagt, dann schadet wohl auch ein Antijagdtraining nicht, einfach damit man ihn auch mal von der Leine lassen kann. Das ist ja auch gleich die zweite Frage. Ich denke durchaus, dass ein Jagdhund ohne Leine laufen kann. Es kommt einfach auf das Training an. Ich arbeite mit Cleo gerne im Wald. Verstecke Dummies, mache Suchspiele und ähnliches. Wenn da ein Reh auftaucht ists ihr ziemlich egal. (bislang 2x passiert)

Die Beschäftigung ist wohl von Hunderasse zu Hunderasse verschieden, Fährten wurde ja schon erwähnt, ebenso wie Dummyarbeit. Beim Antijagd lernt man noch viele Übungen für die Impulskontrolle, daran arbeite ich auch immer wieder. Zudem muss der Rückruf wirklich sitzen. Ich setze dazu die Pfeife ein und in 90% der Fällen (auch wenn sie einer Katze nachläuft) klappt das. Gefordert ist einfach der Hundebesitzer. Wir haben auch ein Abbruchsignal aufgebaut. Erst kürzlich tauchte auf dem Weg eine Katze auf. Blieb einfach stehen. Cleo fixierte sie, ich rief unser Signal und Pfiff und sie machte sofort kehrt.

Ich finde es einfach schade wieviele Hunde aufgrund ihres Jagdtriebs an die Leine gekettet sind. Zum Beispiel gibt es da einen Beagle der Velos jagd und daher immer an der Flexi gehen muss. Ich verstehe einfach nicht, warum ich mir zuerst so einen Hund (der durchaus jagen könnte) zulege und wenn er es dann tatsächlich tut, nicht daran arbeite. Aber das ist ja nur eine von vielen Sachen die ich bei Hundebesitzern nicht begreife :rolleyes:
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Hunde: Ayla, Kauk. Owtscharka/ Cheyenne, Maremma-Mix,/ Fagi, Epagneul Breton

Verein: GHV Weil am Rhein / KAH Schweiz

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Montag, 11. Februar 2013, 11:41

Was ist schlimm an einem Flexileinen Hund wenn er ausserhalb der Spaziergänge weiter Ausgelastet wird?


empfinde ich auch eher als nicht schlimm. unsere ayla ist auch ein "flexileinenhund". allerdings nicht weil sie "nur" jagd, was sie leider auch tut. erfolgreichem jagderlebnis sei dank...
weitaus wichtiger ist hier jedoch die sicherung vom hund, falls jemand irgendwo wäre, den sie als -doof- einstuft...und ihrer meinung nach jetzt hier nichts verloren hat. sei es hund oder mensch....
je abgelegner wir unterwegs sind, desto aufmerksamer wird sie.
nicht ganz ungefährlich bei einem herdi...
ayla hat dennoch daheim ihre auslastung mit ihrem job als bewacher und ein wenig kopfarbeit mit unseren tricksli, welche ich weiter versuche auszubauen.
spurten und spielen tut sie mit cheyenne und da gehts manchmal ruppig zur sache. ich denke es kommt beim "felxileinenhund" wirklich darauf an, was er sonst noch alles an alternativen beschäftigungen geboten bekommt.

Pixel-Paws

Meister

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Hunde: Kimena, Border Collie Mix, 07 | June, Flatcoated Retriever, 11

Hundesport: Obedience, Trickdog

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Montag, 11. Februar 2013, 11:49

ich denke, mit dem begriff "flexileinenhund" ist nicht sowas gemeint wie ihr jetzt meint, sondern ist ein negativ behafteter begriff der so das typische bild bezeichnet, wie die oma mit dem fettgefutterten JRT an der flexi einmal um den block gassie geht.

das selbe wie "familienhund". ist in border collie kreisen SEHR negativ behaftet. ein border collie, der als reiner familienhund gehalten wird (so nebenher bissl gassie gehen halt), ist der totale horror! aber natürlich sagt niemand etwas gegen einen gut ausgelasteten und gehaltenen border der mit einigen kindern im haushalt lebt.

Panouk

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Montag, 11. Februar 2013, 12:06

Meine Eltern hatten einen kleinen Münsterländer. Er war die meiste Zeit frei und hatte keinen Jagdtrieb. Sicher untypisch für diese Rasse.

Bei den Cairnterriern sind die alten kurzhalsigen und kleineren, eigenständigeren Cairnterrier eher die mit einer grossen Leidenschaft zum Jagen. Die moderneren, langhalsiger und langbeiniger, und die grösser gezüchteten Cairnterrier, oft schwedischer Abstammung haben meistens weniger Jagdleidenschaft und sind einfacher auch in der Erziehung.

Der Cairnterrier ist in der Regel ein sehr guter Alltagsbegleithund bei moderater Beschäftigung. Wobei gerade in Deutschland sehr viele Cairnterrier in der Agiszene zu finden sind und dort sportlich beschäftigt werden.

Der Cairnterrier kann gut ohne Leine unterweg sein bei einer guter Erziehung. Zaira stammte aus der alten Linie und Panda kam aus der moderneren Linie. Es waren ziemlich unterschiedliche Hunde der selben Rasse mit vielen Gemeinsamkeiten ;) .


Sage es mir, und ich werde es vergessen; Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern; Beteilige mich und ich werde es verstehen!!! (lao tse)

sewellia

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Hunde: Drops (rumänischer Straßenköter, * 2005), Luzie (Deutscher Jagdterrier, *2011), Snoopy (Border Terrier, *1999)

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Montag, 11. Februar 2013, 13:04

Hiho!

"Flexileinenhund" bitte nicht abwertend aufnehmen. Ich selbst mag die Dinger nicht, aber wer damit klarkommt-ok. Von mir aus tauscht den Begriff gegen "Nurgassihundohnearbeit" oder so aus. ;)

Gruß
Andreas

Idesiree

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Hunde: Venia Whippet 2010, Origine Whippet 2014 Sunny 1996-2013 in meinem Herzen

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Montag, 11. Februar 2013, 13:07

Ich glaube es gibt Jagdhunderassen die sich besser eignen als Familienhund und solche die ich gar nie in Privathände abgeben würde. Es kommt schlussendlich immer noch auf den Charakter des jeweiligen Hundes an. Wenn man einen Jagdhund aus Leistungszucht wählt muss man sich mit diesem auch in dieser Sparte beschäftigen.
Ich habe eine Hetzjägerin aus Showlinie gewählt, damals schon mit dem Gedanken dass ein Showlinienhund etwas weniger Trieb zeigt als eine Rennlinie. Ich habe festgestellt, nicht nur bei uns, dass es bei den Whippets zumindest kaum auf Show oder Leistung draufankommt wie stark der Trieb ist sondern wirklich von jeweiligen Naturel abhängt. Ich meine hier nur den Trieb an und für sich und nicht die schlussendliche Eignung für Coursings oder Rennen.

Natürlich muss Venia im Wald an der Schleppe oder Flexi laufen. Es gibt aber genügend Möglichkeit auch einen stark triebigen Sichtjäger an übersichtlichen stellen Freilauf zu gewähren. ich würde mal so aus dem Bauchgefühl sagen, Venia ist unter 30% ihrer Spaziergänge an Schleppe oder Flexi. Die Spaziergänge die ich im Wald oder Umgebung mache wähle ich bewusst als Uebungsspaziergänge aus und sorge dafür, dass sie an diesem Tag meist am Morgen schon Freilauf hatte und vom körperlichen her ausgelastet ist.
Venia ist ein Hetzjäger und bei dieser Sorte Jäger finde ich das Auslasten echt schwierig, ohne den Hetztrieb falsch zu bestärken. So könnte es z.B. auch leicht passieren dass der Hund bald allem was sich bewegt nachhetzt, sei es Velo, Jogger oder Ball fremder Hunde. Ich gestalte die Spaziergänge so, dass sie auch mal zum Hetzen kommt, Kong, Futterbeutel etc. mache aber auch immer wieder ruhige Sachen und Schnüffelspiele. Klar ist dieses Hetzen nicht gleichzusetzen wie wenn sie ein Reh hetzen kann. Ich für mich habe mich auch gegen die Bahn oder Coursings entschieden. Venia ist so wie es bei uns läuft entspannt, glücklich- natürlich wäre es DER Burner jeden Tag Wild hetzten zu können und sie würde sich garantiert für dieses entscheiden wenn sie die Wahl hätte. Nun haben wir diese Wahl nicht. Ich unterdrücke nicht ihren Trieb, fördere diesen aber auch nicht. Ich belohne und bestätige ihre Kooperation und verhindere ungewollte Ausflüge.

Eine Kollegin von mir hat eine Mischlingshündin aus Spanien, sicher auch Windhund drin. Sie "spielt" viel Kong, schmeisst ewigs was umher, lässt die Hündin auch mal frei wenns halt nicht so Uebersichtlich ist- diese Hündin hatte weniger Trieb als Venia und ist heute der totale Junkie den ich nicht mehr ohne Flex laufen lassen würde ohne eingezäuntes Gelände. Ein wehendes Blatt, ein rennender Hund, ein galoppierendes Pferd- sie geht auf alles los. Gut, sie macht wenigstens dann halt vor den Objekten- aber sie hetzt alles.

Ich glaube man muss sich einach sehr bewusst sein, was Jagdtrieb bedeutet. Er wird von sehr vielen Menschen unterschätzt und kann das Leben des Hundes, sowohl auch das Leben des Menschen je nach dem stark einschränken.
Man muss bereit sein sich ein Leben lang mit diesem Thema zu befassen, um dem Hund und auch unserer Umwelt gerecht zu werden.
herzliche Grüsse von den Whippetgirls

Pumba

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Hunde: Umbra, Mali, *2003 & Viva, Mali, *2009

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Montag, 11. Februar 2013, 14:49

Ich habe mit Viva einen Mali mit extremem Jagdtrieb ... der leider auch schon Jagderfolg hatte (und ich meine nicht nur Mäuse) ... Sie ist beim Mausen und sämtlichen Vögel abrufbar - aber nicht bei Rehen... Es gibt hier 3-4 Gebiete in welchen ich sie frei lassen kann, weil es da keine Rehe gibt und oder kein Wald weit und breit .... ansonsten läuft sie an der Flex. Ich besuche aber so gut wie jeden Tag eines der besagten Gebiete, damit sie wenigstens 1x am Tag frei sein kann ...
Ich dachte immer, wenn ein Hund genügend ausgelastet ist, spielt es keine Rolle wenn er immer an der Flex läuft, aber Viva mit ihrem schwachen Nervenkostüm baut stress ab in dem sie rumrennt (nicht unkontrolliert rumraast, aber in steter Bewegung ist) das geht nicht an der Flex und wenn sie über länger Zeit (1-2 Wochen) nur an der Flex läuft, wird sie gefrustet (der Rest des Rudels läuft frei) !

Bones

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Hunde: Jade Appi-Mix '07, Bones Malinois '12, Nikita Mix '05, Mäx Mix '12

Verein: SKBS

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15

Montag, 11. Februar 2013, 14:55

Ich denke ein Jagdhund in einer Familie ist soweit problemlos, sofern man den Jagdtrieb umlenkt und der Hund genuegend ausgelastet ist. Man muss sich sicher auch bewusst sein, was man sich ins Haus holt.

Ich selbst hab auch Flexileinenhunde, die aber gut ausgelastet sind ;)
Hundeschule und Fleecetaue

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Hunde: Chadie, Husky, 2004; Joe, Husky, 2005; Yuki, Husky-Mix 2006

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Montag, 11. Februar 2013, 15:08

Als Halter Nordischer wird man ja öfters mal mit dem Punkt nicht artgerechter Haltung (nur bedingte Freiläufer) konfrontiert.
Und mir stellt sich dabei die Frage, was denn nun unter Freilauf im Sinne artgerechter Haltung zu verstehen ist..
Wenn man darunter das "Hund darf Hund sein" versteht ohne Apelleinforderung und Bespassung seitens des Halters, dann geht das meines Erachtens an nur ganz wenigen Orten, fernab der Zivilisation, ohne andere Tiere, Menschen, Strassen etc.
Alles andere unterliegt meiner Meinung nach in unterschiedlicher Abstufung Einschränkungen; ich muss Hund abrufen und ins Fuss nehmen bei Joggern, Bikern, anderen Hunden, an der Strasse etc. Und ob da nun ne Schlepp dran ist oder nicht, ja nu. Lange Rede kurzer Sinn: meiner Meinung nach wird Freilauf überschätzt, was nicht heisst, dass ich das meinen Hunden nicht gönne.
Einen Arbeitshund bekommt man rein über unbespassten Freilauf aber ohnehin nicht ausgelastet.

Desi

Fortgeschrittener

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Hunde: Lisa, Border Collie, *2004 & Pallina, Spitzmix, *2005

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Montag, 11. Februar 2013, 15:18

Es gibt durchaus Jagdhunde die man ohne jagdliche Ambitionen in der Familie halten kann.
Die Typischen Vorstehhunde und Laufhunde würde ich jetzt weniger nehmen, die Laufhunde sind äusserst schwierig zu Erziehen und die Vorstehhunde gerade Deutsch Drahthaar ist eine Rasse die nur in Jägerhände geht von den Züchtern. Hingegen der DK ist ein äusserst lernwilliger Hund der sich auch andersweitig zufrieden gibt, ich kenne eine Hündin die läuft im Agi!
Wir züchten English Cocker Spaniels, allerdings Jagdlich und führen die Welpen schon sehr klein ans Tote Wild. Dennoch geben wir die Hunde auch in Familien ab, einige zeigen heute absolut keinen Jagdtrieb mehr und laufen frei. ;)

18

Montag, 11. Februar 2013, 16:35

Jagdhund oder Familienhund. Ich kenne die Situation, wenn ein »typischer« Familienhund zum Jäger wird. Die mehr oder weniger Anlagen zum Jagen lassen sich nicht einfach voraussehen. Und es kommt auch auf die Gelegenheit an, die sich dem Hund bietet und wann der Jagdtrieb ausgelöst wird.

Mein Kromirudel (damals 3) ging immer ohne Leine im Wald. Es war mir schon bewusst, dass auch meinen Hündinnen nicht frei vom Jagdtrieb sind. Zur Erinnerung: laut Hundebuch soll der Kromi ja nicht jagen.

Schon als Welpen brachte ich ihnen bei, dass im Wald alles ausserhalb des Weges tabu ist. Kreuzten Rehe unseren Weg, ohne von den Hunden gesehen zu werden, waren auch ihre Nasen am besagten Ort in der Luft und eine gewisse Jagdlust geweckt. Es kam auch vor, dass sie kurz (Sekunden) aufgeregt der Spur folgten, oft auch in die falsche Richtung zum Glück. Sie kehrten dann aber ebenso schnell wieder auf dem Weg zurück, weil der unsichere Charakter des Kromis es nicht erlaubt, ohne meine Gegenwart und ohne mein Mitjagen, selbstständig etwas zu unternehmen.

Ich hatte mit ihnen im Wald eigentlich nie Probleme. Bis zu dem Tag, als direkt neben dem Weg, in den Brombeeren gut versteckt ein Kitz lag. Die eine Hündin stolperte buchstäblich darüber, wobei das Kitz gleich anfing zu schreien und sich auf die noch wackligen Beinchen erhob. Ich hörte und sah, dass die Mutter unweit davon stand und schreckte. Die Kromis umkreisten das Kitz und reagierten nicht mehr auf mein Rufen. Sie waren in regelrechtem Jagdrausch mit Tötungsabsicht. Das Kitz schrie panisch, und die beherzteste Hündin versuchte immer wieder das Kitz unten am Hals zu packen.

Schliesslich habe ich die Hündin doch irgendwie zu fassen bekommen. Man stelle sich vor, drei Hunde rennen um ein Kitz und ich hinterher mit dem Versuch die eine Hündin abzuhalten. Es ist zum Glück nichts Schlimmes passiert, das Kitz stolperte dann zur Mutter und beide entfernten sich. Ich hörte die Rehmutter noch lange schrecken. Eine Reiterin beobachtete alles, aber zum Glück jemand die mich und Hunde kannte; die Familienhunde, die sonst immer so brav nur auf dem Weg laufen.

Jason

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Hunde: Jason, Aussie, 2008

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Montag, 11. Februar 2013, 17:00

Was ist schlimm an einem Flexileinen Hund wenn er ausserhalb der Spaziergänge weiter Ausgelastet wird?

Sorry sollte nicht falsch rüber kommen. Es war damit wirklich so gemeint, wie Pixel es schon beschrieben hat. D.h. Hunde, die nicht weil sie jagen an der Flexi sind, sondern einfach weil die Besitzer nie daran gedacht haben, dass man evt. etwas Zeit ins Abrufen und gemeinsame Unternehmungen investieren könnte. Und deren Hunde daher tagein/tagaus und überall an der Flexi- oder schlimmer noch kurzen Leine geführt werden.

Und davon sind ja leider nicht nur die Jagdhunde sondern auch ganz viele andere Hunde betroffen.

Moni

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Montag, 11. Februar 2013, 17:51

Ich habe ja einen American Bulldog, der früher bzw. in den USA heute noch für die Wildschweinjagd eingesetzt wurde/wird. Je nach Linie ist der Jagdtrieb heute mehr oder weniger ausgeprägt. Bei Hermes ist er sehr ausgeprägt und wurde durch mein Unwissen leider auch noch gefördert. Hermes hat erfolgreich gejagt (leider, und nicht nur Mäuse...) und ist dementsprechend drauf, wenn er etwas in der Nase oder in den Augen hat (er jagt auf Sicht und auf Geruch). Nach einem längeren Jagdausflug hatte ich die Nase voll und Hermes durfte ein Jahr nur noch an der Flex oder Schleppi laufen. Daneben wurde er durch Nasenarbeit beschäftigt und wir haben an unserer Bindung gearbeitet. Zusätzlich habe ich einen klaren Abbruch konditioniert, der sein Verhalten wirklich abbrechen lässt. Meiner Meinung nach war Hermes in diesem Jahr ohne "Freiheit" nicht unglücklich. Inzwischen ist es so, dass er an übersichtlichen Orten frei laufen darf. Im Wald oder an Orten mit viel Katzen (sein beliebtestes Jagdobjekt...) bleibt er an der Leine. Also ja, ein Jagdhund kann durchaus frei laufen, allerdings wohl nicht immer und überall (je nach Ausprägung der Jagdlust).
Ich weiss bspw. ganz genau, dass Hermes Katzen immer zum Fressen finden wird, da muss ich keine Experimente machen. ;) Also bleibt er in Katzengebieten an der Leine und gut ist.