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Silvie

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Hunde: Nacho*15.07.2009 & Sarion 31.05.2012 Whippet Rüden

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Montag, 11. Februar 2013, 17:55

Also, wichtig ist meiner Meinung nach vor allem die innere Einstellung.

Man muss bereit sein Kompromisse einzugehen und lernen mit den "Macken" die so ein Jagdhund mit sich bringt zu leben.
Eins vorweg: ich glaube nicht das man den angeborenen Trieb unterdrücken kann, oder das dieser durch irgendwelche "Spiele" erst geweckt wird. Wenn man diesen Trieb versucht von Anfang an zu unterdrücken, müsste man den Hund in einer Umgebung aufwachsen lassen die keinerlei Umweltreize bietet und alle natürlichen, instinktiven Versuche des Welpen die Welt um sich herum zu entdecken sofort unterbinden. Ein Hund der so aufwachsen müsste, täte mir unendlich leid - ich gehe sogar soweit zu sagen das ist tierschutzwidrig.

Ein Welpe/Junghund sollte das Recht haben seine Umwelt zu entdecken und sich "auszuprobieren"- in dieser Phase kann man aber schon anfangen die vorhandenen Triebe umzulenken.
Mit welcher Methode man da arbeiten sollte, hängt von Hund und dessen Veranlagung ab.
Grundsätzlich würde ich versuchen mich für den Hund interessant zu machen... also nicht das man den ganzen Spaziergang den Clown gibt, aber doch immer wieder die Aufmerksamkeit einfordern. Sei es durch kleinere Spiele, Futtersuchen, Balli werfen (was auch immer)
Mit anderen Worten- eine Bindung aufbauen und zwar so früh wie möglich!

Trotz aller Bemühungen kann es natürlich sein, dass man später einen Hund hat der nur in bestimmten Gebieten frei laufen kann- dessen muss man sich immer bewusst sein.

Auch auf dem Spaziergang vor mich hin träumen oder minutenlange Nachrichten auf dem Natel schreiben ist ein No Go. Ich muss konzentriert sein und immer wieder die Gegend "abscannen"- bzw. meine Hunde beobachten. Im Wald oder Wildreichen Gebieten bleiben sie ebenfalls an der Leine. Damit kann ich allerdings gut leben, solange sie sich täglich austoben können...

@Magi: also es kommt wohl auf die Rasse an. Ein Windhund der als "Flexihund" gehalten wird ohne die Möglichkeit sich auf sicherem Gelände mehrmals in der Woche austoben zu können, der tut mir unendlich leid- und das finde ich auch nicht artgerecht.

Magi

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Montag, 11. Februar 2013, 18:27

Sicher braucht ein Sichtjäger, und erst noch so ein Sprinter wie der Windhund eine andere Auslastung als ein Schweisshund. Dies kann aber doch sicher mit Bahn, eingezäuntem Gelände, evtl. Agi.. was auch immer, mit ausgelastet werden und muss nicht zwingend mit Freilauf kompensiert werden - oder?

Denke je mehr der Hund an der Leine ist - je mehr braucht er weitere Artgerechte Auslastung und auch Aufmerksamkeit. Das ist aber sehr pauschal gesagt und jetzt auf DIESES Thema bezogen. Nicht jeder Hund ist nur mit Spaziergängen wo es Freilauf gibt glücklich, aber ein Jagdhund/jagender Hund der ein Leinen Leben hat braucht (meiner Meinung nach) zwingend weitere Aufgaben, und wenn es nur bisschen Schnüffelspass ist.

Der Hundeshop rund um günstiges Zubehör...

Idesiree

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23

Montag, 11. Februar 2013, 18:47

@Magi
nicht alle Windhunde sind Sprinter, die Orientalen z.B. sind Ausdauerläufer. Die kann man von dem her sehr gut auch mit Velo z.B. auslasten.
Ich kann einfach bei Venia sagen, dass sie sobald sie auch nur schon ein oder zwei Tage nicht richtig rennen konnte- und dafür braucht so ein Windtier recht Platz- es recht viel Frust anstaut, so dass sie dann beim nächsten Freigang viel weniger hört und unkontrollierbarer ist als sonst...
Darum schaue ich darauf, dass ich ihr sicher einmal am Tag einen Spaziergang bieten kann in dem sie frei sein kann und auch Dampf ablassen kann.
herzliche Grüsse von den Whippetgirls

Silvie

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Montag, 11. Februar 2013, 18:51

Ist zwar OT- aber ein Windhund der sonst nur an der Leine läuft, der hat auf der Bahn nix verloren- die ganze Muskulatur ist für eine derartige Belastung gar nicht ausgelegt und das kann zu üblen Verletzungen führen.

Besser wäre es ihm auf sicheren Gelände 3-4 mal die Woche die Gelegenheit zu geben sich auszutoben.

Desi

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Montag, 11. Februar 2013, 19:10

Kurz wegen dem ohne Leine laufen:
Wir haben viele Jagdhunderassen in den Ferien, einige dürfen wir frei laufen lassen und sie sind ohne Probleme abrufbar. Die eine DK Hündin und die Tiroler Bracke werden jagdlich geführt ;)

Cleopatra

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Montag, 11. Februar 2013, 19:37

Du hattest mal eine Tiroler Bracke bei dir in den Ferien :herz: Oh erzähl erzähl bitte
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Anne

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Montag, 11. Februar 2013, 19:40

Ich danke euch für die ausführlichen, spannenden Erfahrungsberichte! :)

Mich fasziniert schon länger der Kleine Münsterländer. Nicht, dass hier ein Zweithund aktuell wäre ;) Ich informiere mich einfach sehr gern über solche Sachen :)

Desi

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Montag, 11. Februar 2013, 20:04

Du hattest mal eine Tiroler Bracke bei dir in den Ferien :herz: Oh erzähl erzähl bitte


Ganz kurzes OT, sorry:
Kurzbeschrieb: der Hund ist genial, ich hab mich total in ihn verliebt. Jagdtrieb hoch 10 aber sobald er einem kennt gehorcht er sehr gut. :)


Idesiree

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Montag, 11. Februar 2013, 20:12

@Desi

sehr süss!
herzliche Grüsse von den Whippetgirls

Ina

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Montag, 11. Februar 2013, 20:22

Unser erster Familienhund war eine Schweizer Niederlaufhündin vom Tierheim. Von den Vorbesitzern wussten wir nicht viel.Meine Eltern waren sehr naiv und wir hatten Glück :whistling: Die Hündin war schon etwas älter und in übersichtlichen Gebieten konnten wir sie gut frei lassen. Wir mussten aber ziemlich genau einen Radius von 10- 15 Metern einhalten und ansonsten hatte sie keinen Empfang mehr. Im Wald ging nichts ohne Leine im hohen Alter war es am Waldrand kein Problem mehr.Wir hatten wirklich Riesenglück mit der Hündin und sie war eine gute Seele von Hund zu uns Kindern.
Sie war glücklich als Familienhund und war sicher eine Ausnahme.

Cleopatra

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Montag, 11. Februar 2013, 20:49

Oh ist der hübsch. Ach ich liebe Tiroler bracken einfach. Hoffe ich habe wirklich irgendwann eine an meiner Seite
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Desi

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Montag, 11. Februar 2013, 20:49

An alle Jagdhunderassen Interessierte, im März ist im Aarauer Schachen wieder der Jagdhundetag, wo viele Rassen vorgestellt werden und einige kann man bei der Arbeit sehen.
http://www.jagdhundetag-nordwestschweiz.ch/index.php?id=2

Ich bin dann die welche die Cocker Spaniels und der eine DD führt -.-

Anne

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Montag, 11. Februar 2013, 20:51

oh, wow, danke dir herzlich Desi! Das ist ja grad hier, da geh ich sicher schauen, wenn ichs richten kann vom Datum! :)

Cleopatra

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Montag, 11. Februar 2013, 20:53

Werde wenn es meine Agenda zulässt auch ganz sicher vorbeischauen. Darf man den eigenen Vierbeiner mitnehmen?
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Desi

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Montag, 11. Februar 2013, 21:00

Ja ich denke schon :) Wuseln ja x Hunde rum.

Magi

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Montag, 11. Februar 2013, 21:17

Danke, hab ich vergessen in die Agenda einzutragen und somit auch vergessen das es den ja gibt.

Nun steht er aber drin :)

Noch eine Frage hier in Raum; ab wann ist es für euch Jagdtrieb?

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Desi

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Montag, 11. Februar 2013, 21:23

Ab wann Jagdtrieb? Wenn der Hund dauernd die Nase am Boden hat oder den Wald nonstop abscannt ;)

Jason

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38

Montag, 11. Februar 2013, 22:02

Jagdtrieb ist für mich jegliches Verhalten, das aus dem Funktionskreis der Jagd stammt. Und es wird nur wenige Hunde geben, die keine Sequenz daraus in ihrem Repertoire haben.

Und so kann es sein, dass bei einem Hund die Jagd schon beginnt kaum, dass er aus dem Haus ist und er überall abscannt, ob irgendwo ein Jagdobjekt in Sicht-/Schnüffelnähe ist. Während ein anderer erst auf einen tatsächlich vorhanden Reiz wie ein Reh, das ihm gerade vor der Nase wegspringt, reagiert und ansonsten keine Anstalten macht, sich jagdlich zu orientieren.

Von dem her sind für mich in diesen Zusammenhang die folgenden Fragestellungen wesentlich:

- welche Sequenz(en) aus dem Funktionskreis der Jagd zeigt der Hund
- gegen welche Art Beute ist es gerichtet
- in welchem Ausmass zeigt er dieses Verhalten
- wo und wann zeigt er dieses Verhalten
- wie schnell und aufgrund von welchem Reiz löst er aus
- wie lange und wie erfolgreich zeigt er dieses Verhalten schon
- wie gut ansprech- und kontrollierbar ist er einem solchen Moment
- und gibt es Unterschiede je nach Beutekategorie

Aufgrund der Antworten auf diese Fragen ist ersichtlich, welchen Einfluss das Jagdverhalten des Hundes auf die täglichen Spaziergänge hat und wo man mit Trainings- und Management-Massnahmen und wo nur mit Management-Massnahmen was erreichen kann.

Und dann kommt hier natürlich auch noch ganz stark der Faktor Mensch dazu. Wie gewillt ist er, über evt. einen längeren Zeitraum konsequent am Thema zu arbeiten.

Moni

Magi

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39

Montag, 11. Februar 2013, 23:37

Gut erklärt Jasy, danke.

Nur

Zitat

Und dann kommt hier natürlich auch noch ganz stark der Faktor Mensch dazu. Wie gewillt ist er, über evt. einen längeren Zeitraum konsequent am Thema zu arbeiten.


Muss/sollte man das? Gewillt sein am Thema zu arbeiten?

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Hampelfrau

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40

Dienstag, 12. Februar 2013, 05:40

Ich versteh' die Frage nicht ganz :blush: Natürlich soll man gewillt sein, am Thema zu arbeiten...und da finde ich es wichtig, eine realistische Vorstellung zu haben: ich kann nicht davon ausgehen, dass ich mit meinem Jagdhund ein Antijagdtrtaining besuche wodurch ein Schalter umgelegt wird und der Hund hat dann kein Interesse am Jagen mehr. Darum finde ich den Begriff "Anti"jagdtraining auch so unglücklich. Denn eigentlich sollte es darum gehen, dem Hund das Ausleben seiner Instikte (Jagen) ein Stückweit zu ermöglichen und diese durch Lenken in gezielte Bahnen kontrollierbar zu machen. Dies bedingt meiner Meinung nach schon, dass man sich ein ganzes Hundeleben lang mit dem Thema beschäftigt, wenn vielleicht auch nicht immer mit gleicher Intensität.

Ich jedenfalls habe durch das Training mit Glika so sehr den Narren an den "Jagigen" gefressen, dass ich nichts anderes mehr möchte! Mein Hund ist ziemlich unproblematisch, seit ich geschnallt habe, dass ihr Jagdverhalten kein Problem sondern eine total spannende und für mich lehrreiche Eigenschaft ist ;)