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Feli02

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Hunde: Tammy und Dexter

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Mittwoch, 17. Juli 2013, 21:36

Oh, ich finde jeder sollte sich ganz unbedingt den passenden Hund nehmen. Aber für mich ist ein Hund eine Person, ein Lebewesen mit eigenen Wünschen, daß ich in meine Familie integriere und aus dessen Leben ich für mich und das Beste rauszuholen versuche.
Der gedanke das ich mir ein Lebewesen aussuche weil es für eine Sportart gut geeignet ist, scheint mir irgendwie abwegig. es ist schliesslich kein Fahrrad und kein Laufschuh.
Deswegen ist für mich Beispiel am Anfang des Threads auch sehr erschütternd.
Wenn ich mal sage: Du bist mein Hund, dann heißt es für bis das der Tod und scheide und nicht bis ich merke das Du meine hochgestochenen Erwartungen nicht erfüllst
Viele Grüße
Andrea und Pack

Whyona

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Hunde: Whyona, Tervueren Juni 2002 / Indira DSH Mai 2011

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102

Mittwoch, 17. Juli 2013, 21:39

Och nööö ... immer diese Vorurteile .... nur weil man sich einen zB für den Schutzdienst geeigneten Hund holt sieht man ihn als Sportgerät?? Das es diese Menschen gibt streite ich nicht ab, aber wieder mal alle in einen Topf werfen ... :grumpy:

Es gibt durchaus Menschen die sich den Hund so aussuchen, ihn trotzdem als Lebewesen und Familienmitglied sehen und behandeln ... und oh weh sogar ehrlich und flexibel genug sind sich umzuorientieren wenn es für den Hund halt doch nicht der passende Sport ist und ihn nicht einfach auswechseln ...
Lg Nathalie


Feli02

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Hunde: Tammy und Dexter

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103

Mittwoch, 17. Juli 2013, 21:40

Vom Schutzdienst habe ich ja nun nicht gesprochen

Aber das ist ja meine Frage. Wieso ist es einem so wichtig diesen Sport zu machen das es die Kritieren zur Hundeauswahl festlegt.
Ich hatte übrigens schon ein paar Schutzdienstgeeignete Hunde ;) Aber keinen Schutzdienst gemacht mit ihnen
Viele Grüße
Andrea und Pack

Whyona

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104

Mittwoch, 17. Juli 2013, 21:43

deswegen steht ja "zB Schutzdienst" ... kannst wahlweise auch Agility, Obedience oder was auch immer einsetzen ... spielt ja keine rolle, du hast ja von sportarten gesprochen
Lg Nathalie


Bones

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105

Mittwoch, 17. Juli 2013, 21:45

Welchen Sport meintest du denn? :huh:

Ich kauf mir doch keinen Bassett wenn ich gerne Agi machen will ?( und sich einen Hund zu holen, weil mal eine bestimmte Sportart machen möchte, schliesst doch nicht aus, dass man den Hund nicht gerne hat und kein Freund ist. Klar gibts "Sportgeräte" aber ich denk Leute mit solchen Ansichten findet man hier nicht.
Hundeschule und Fleecetaue

Luna

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106

Mittwoch, 17. Juli 2013, 21:46

Für mich ist der Hund auch Familienmitglied und bester Freund. Und ich such mir den passenden Hund, weil ich mit ihm meine Freizeit verbringen möchte und das ganze Leben. Und genau darum such ich mir den Hund aus, wo die Chancen am grössten sind, dass er und ich zusammenpassen. Denn ich wäre mit einem phlegmatischen Hund nicht glücklich und er wohl bei mir auch nicht. Ich seh da jetz nichts schlimmes dran. Die einen suchen einen Hund für den Sport, die andere. Einem Fiffi fürs Sofa

Danish

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Hunde: Jasko, Malinois, *2003, Magic, Malinois, *2013

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107

Mittwoch, 17. Juli 2013, 22:21

Hach, wusste ich es doch... ich bin ein schlechter Mensch....

Ich habe mir nämlich sowohl Jasko vor 10 Jahren als auch erst kürzlich Magic ganz klar ausgesucht, weil ich sie für den Dienst und Sport haben will. Und - so brutal es tönen mag - wenn sich Magic (warum auch immer) nicht für den Dienst eigenen würde, dann würde ich ihn - schweren Herzens - zurück an die Züchterin geben oder mit ihr zusammen einen perfekten Platz für ihn suchen.

Sportgerät? Never ever! Aber ich habe schlicht und ergreifend nicht die Zeit, einen Mali auszulasten, wenn ich ihn nicht mit zur Arbeit nehmen kann. Dann hätten wir beide kein schönes Leben! Es wäre purer Egoismus meinerseits, wenn ich ihn dann behalten würde. Er wäre dann nämlich jeden Tag 8-9 Stunden alleine. Und nein, einen täglichen Hundesitter zu engagieren wäre für mich keine Alternative.

Ja, ich stelle Anforderungen an einen Hund, den ich zu mir hole. Ich sehe ihn als Familienmitgleid - aber eben nicht nur. Er ist mein Arbeitspartner - und wenn er sich dafür nicht eignet, dann bin ich der falsche Mensch für diesen Hund! Dann muss ich für den Hund entscheiden und den richtigen Menschen für ihn finden.

Aber da ich mich zuvor gut erkundigt habe und sowohl was die Blutline als auch die Aufzucht angeht entsprechend vorselektioniert habe, ist die Chance gleich Null, dass sich klein Magic nicht für den Dienst eignen wird.

Nym'hya

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108

Mittwoch, 17. Juli 2013, 22:25

Aber das ist ja meine Frage. Wieso ist es einem so wichtig diesen Sport zu machen das es die Kritieren zur Hundeauswahl festlegt.

Ja wieso sucht man sich einen bestimmten bestimmten Hobby und Freizeitaktivität aus usw? In der Regel weil es einem gut tut und weil es befriedigend und das Leben "ganz" macht. So ist es auch beim Hundesport, für mich ist es ein Ausgleich zum stressigen Berufsalltag.
Dementsprechend suche ich mich einen geeignet Hund aus.

Ich habe drei ganz verschiedene Hunde, mit ganz verschiedene Persönlichkeiten und Arbeitswille und das ist völlig ok so. Ich liebe alle drei :herz: aber wenn alle drei couchpotatoes wären... na dann wäre ich nicht so zufrieden. Ich habe einen perfekten Ausgleich im meinem Rudel.
I'll never walk alone...

Kiss

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109

Mittwoch, 17. Juli 2013, 23:19

Ich finde die Frage müssig, warum man sich einen bestimmten Hund für einen bestimmten Zweck anlacht. Wenn ich Skifahren möchte kaufe ich mir Skier und kein Fahrrad. Und nein..... ich betrachte Hunde keinesfalls als Sportgerät, ganz und gar nicht, es wäre genauso unpassend wenn sich ein Bauer einen Basset anschaffen würde, damit er Hilfe bei Eintreiben der Kühe hat, ein Jäger sich einen Chihuahua holt oder der Grenzwächter plötzlich mit einem Zwergpudel den Zoll bewachen würde. Und nein.... ich betrachte kleine Hunde keinesfalls als minderwertig, im Gegenteil, aber damit alle glücklich werden, muss das Paket passen.

Magi

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Mittwoch, 17. Juli 2013, 23:28

@Kiss
Doof dass ich mir bei all deinen Beispiele die jeweilige Rasse im jeweiligen Beruf echt gut (unklassisch) Vorstellen kann :D ich mag die Bilder in meinem Kopf!

Ich denke, dass ist normal - nein sogar ein muss, das man den Hund möglichst nach seinen Bedürfnissen wählt. Je nach dem kommt es anders, aber mit der Grundbasis muss man ja leben können. Ich hätte mir nie einen Beagle geholt, hätte ich mühe mit Jagdtrieb. Klar, ich bin überrascht worden wie gross ihrer geworden ist, aber es war für mich klar einen Jagdhund zu haben.
Mir käme niemals ein Hund ins Haus der Sport enorm einfordert. Der ohne 1mal die Woche SD, IPO, Mondio, Agi, was auch immer depressiv wird. Dafür bin ich (noch? :D) nicht geschaffen. So wie also die Sportler die sportlichen Hunde wählen, so sinds bei mir eher Sofa-Fiffis in der Engeren Auswahl.
Und das ist doch gut so.

@Danish, ich glaube, du bist da aber auch noch bisschen der "extrem" Fall weil du die Hunde auch für die Arbeit einsetzen möchtest und vielleicht sogar musst. Dort müssen die Hunde sicher ihre Qualitäten mitbringen damit dein Alltag funktionieren kann, sonst wird es auch gefährlich? Nehme ich einfach mal so an? Dann ist es ja auch gut für den Hund, wenn er nicht in deinen Alltag passt, das er in einen anderen Haushalt kann, wo er besser rein passt.
Bei Hobbysportlern fände ich es aber schon fragwürdig, wenn er den Mali weggibt nur weil er nach 2 Jahren noch nicht im Agi 3 läuft. (3 ist doch die höchste Stufe? ?( )

Der Hundeshop rund um günstiges Zubehör...

Pumba

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111

Mittwoch, 17. Juli 2013, 23:53


@ Dann ist es ja auch gut für den Hund, wenn er nicht in deinen Alltag passt, das er in einen anderen Haushalt kann, wo er besser rein passt.
Bei Hobbysportlern fände ich es aber schon fragwürdig, wenn er den Mali weggibt nur weil er nach 2 Jahren noch nicht im Agi 3 läuft. (3 ist doch die höchste Stufe? ?( )
Das gilt doch auch für sagen wir alle "Spitzensport"-Hunde .... Wenn der HF einen WM Hund sucht und dieser es nicht bringt - und ich glaube fast in allen Sparten muss der Hund ein gewisses Mass an "Talent" mitbringen, sonst reicht es nicht zur Spitze - dann ist der Hund doch an einem Ort an welchem man seine Qualitäten schätz so wie sie sind, besser aufgehoben ?! Ich kenne Sportler die den Hund abgegeben haben, alle direkt an die Endstelle, keiner landete im Tierheim!

Im Agy ist es so, dass man einen WM Hund ungefähr innert 1 Jahr Ausbildung erkennt (andere glauben noch weniger) und damit ist nicht ein Hund gemeint, der sich in der Schweiz für die WM qualifiziert, sondern einer der an der WM dann auch vorne mitlaufen kann! Die Hunde die ich kenne, die im Agy unter der Hand "weggegeben" wurden, waren alle schon in der Klasse 3. Die meisten Laufen auch noch im Agy, nur nicht mehr mit dem ersten Besitzer! :P

Ich kann mir persönlich nicht vorstellen einen Hund wegzugeben, besonders wenn man die ganze erziehung und ausbildung schon hinter sich gebracht hat, dies schafft solch starke Bindung - ich könnte mich nicht mehr trennen, selbst wenn das im Agy ne Schnecke wird :thumbsup: So würde der Fokus halt auf einen andere Sportart gelegt, dürfte bei nem Gebrauchshund nicht sooo schwierig sein :thumbsup:

Danish

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112

Mittwoch, 17. Juli 2013, 23:55

Magi - natürlich bin ich ein Extrem (bin ich ja gerne!). Aber mir geht es auch nicht darum, den "besten" Diensthund zu haben - wobei der eigene ja eigentlich immer der beste ist. Sondern nur darum, dass er sich eignet.

Wenn ich im Agi laufen will und mein BC hat in jedem Training den "Vollanschiss" oder ist derart gestresst, dass ein normaler Tagesablauf danach nicht mehr möglich ist. - Warum soll man diesen Hund dann nicht in Hände vermitteln, die ihm das geben können, was er braucht, ohne dass Herrchen/Frauchen auf etwas verzichten muss?

Ob ich im Agi mit dem Hund im A oder im 3 laufe wäre MIR persönlich völlig egal!

Und mir ist es - in meinem Fall jetzt - auch egal, wenn der Hund in gewissen Bereichen Einschränkungen hat. Dann kann man ja daran arbeiten. Kein Hund ist in allen Bereichen super - muss er ja auch nicht. Auch ich habe meine "Vorlieben" im Beruf.... Aber ich KANN alles machen, was ich machen muss - und es macht mir Spass.

Wenn ich nun nen Mali hätte, der Mühe hat mit verschiedenen Milieus (glatter Boden etc.) und er trotz entsprechendem Training permanent gestresst ist, wenn er auf speziellem Untergrund arbeiten muss, dann macht es ihn nicht glücklich, mit mir zusammen zu arbeiten.

Macht das ihn zu einem schlechten Hund? Niemals! Vielleicht ist er trotzdem die Kanone im SD oder in der Fährte oder was weiss ich. Aber ich kann ihn bei mir im Dienst nicht einsetzen, wenn ich bei jedem Einsatz zuerst abklären muss, ob der Untergrund genehm ist.

Das Gleiche gilt für Dunkelheit, Lärm, Belastung im SD etc. etc.

Dann sind wir beide nicht glücklich. Und in so einem Moment MUSS ich für den Hund entscheiden - und gegen mein Ego (das sagt mir nämlich, dass ich versagt habe, wenn ich einen Hund abgeben muss....!)

Silvie

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Donnerstag, 18. Juli 2013, 07:40

...also ich finde Danshi's Fall jetzt doch etwas speziell, und es ist für mich irgendwie auch nachvollziehbar.

Anders ist es bei Hundesport der wirklich nur rein als Hobby betrieben wird, und der Hund wird abgeschoben weil er die gewünschte Leistung nicht erbringen kann- das ist beim Rennsport leider auch nicht selten.

Das ist sehr traurig, denn da sieht man wirklich das er nur ein Egoshooter für den Besitzer war.

Besonders bitter, wenn ein Unfall/Vorfall den Hund ohne Eigenverschulden ausser Gefecht setzt und dieser dann wirklich an den nächstbesten abgeschoben wird.

Luna

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Donnerstag, 18. Juli 2013, 08:09

Ich find es aber fast noch schlimmer, wenn der Hund dann behalten wird, aber weder der Hund noch der Mensch damit glücklich ist.

Einen Hund weggeben, nur weil er im Sport nicht so toll läuft, wie gewünscht, würde ich nicht, jedoch wenn ich merke, dass der Hund und ich auch sonst überhaupt nicht zusammen passen, dann wäre ich bereit ihm ein neues Plätzli zu suchen. Es bringt ja nichts, wenn man einen Hund behält und dann weder Hund noch Mensch glücklich ist. Ich habe schon viele Beispiele gesehen, wo der Hund am neuen Ort richtig aufgeblüht ist. Es ist nicht immer das Beste, den Hund zu behalten.

Feli02

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Donnerstag, 18. Juli 2013, 08:11

Also um die eine Frage zu beantworten:
Egal welche Sportart. Ich finde es momentan gelinde ausgedrückt absurd, diese Welle von Bordercollies und Malinois die Hundeplätze überschwemmt.
es geht ja nicht darum das man sich gerne einen Gebrauchshund nimmt. Letzenendes habe ich davon schon einige genommen, weil ich gerne mit meinen Hund was zusammen mache und Hunde mag die isch gerne und gut bewegen. Für mich hat aber das was sich zur Zeit auf Hundeplätzen abspielt was von weiter höher schneller.
Und ich finde es genau so absurd die Welle von Chis und Chimixen, Frenchbullys und Möpsen die gerade das Land überschwemmen.
Oder was vor ein paar jahren voll der Trend und wieder abnimmt (zumindesntens hier) Gott sei dank............das Hobbyhüten. ich habe einen Bordercollie, der ist nur mit Hüten auszulasten, also ein paar Schafe her. Man kauft sich 4 Schafe, dann noch ein oder zwei Bordercollie, dann braucht man wieder mehr Schafe......
Zitat von »Magi«




@ Dann ist es ja auch gut für den Hund, wenn er nicht in deinen Alltag passt, das er in einen anderen Haushalt kann, wo er besser rein passt.
Bei Hobbysportlern fände ich es aber schon fragwürdig, wenn er den Mali weggibt nur weil er nach 2 Jahren noch nicht im Agi 3 läuft. (3 ist doch die höchste Stufe? ?( )
Das gilt doch auch für sagen wir alle "Spitzensport"-Hunde .... Wenn der HF einen WM Hund sucht und dieser es nicht bringt - und ich glaube fast in allen Sparten muss der Hund ein gewisses Mass an "Talent" mitbringen, sonst reicht es nicht zur Spitze - dann ist der Hund doch an einem Ort an welchem man seine Qualitäten schätz so wie sie sind, besser aufgehoben ?! Ich kenne Sportler die den Hund abgegeben haben, alle direkt an die Endstelle, keiner landete im Tierheim!
Da ich 10 Jahre lang im Tierheim vollberuflich im Tierheim gearbeitet habe, kenne ich die Seite der Medaille leider in einer ganz anderen Farbe. Die schlecht gearbeiteten oder gesundheitlich angeschlagen zum Sport angeschafften Hunde sind gar nicht selten. Damals kannte ich zwangsläufig sogar sehr gut mit den gängigen Zwingernamen der DSHs aus. Alleine aus einem einzigen Schäferhundzwinger hatten wir in 5 Hunde im Laufe meiner 10 Jahre. Alle für den Sport angeschafft und auf dem Platz gearbeitet

Dieses Beispiel mit den Ski und Fahrrad ist doch genau was ich meinte. Wenn ich mir einen sportlichen Hund hole und er möchte kein Ski, muß ICH halt fahrradfahren lernen
Viele Grüße
Andrea und Pack

Silvie

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Donnerstag, 18. Juli 2013, 08:14

@Luna: ich hatte so einen Fall ja selber- das hatte aber nicht's mit der Leistung des Hundes zu tun...da stimmte einfach die Chemie nicht. Weder zwischen mir und ihm noch zwischen ihm und Nacho.

Der war bei mir am Ende quasi eine leere Hülle- am neuen Platz ist er endlich aufgeblüht und es geht ihm dort 100 mal besser. Bei mir hat er quasi nur "existiert" nun hat er angefangen zu leben.


Aber wenn z.B Nacho oder Sarion einen Unfall hätten und nie mehr auf der Bahn laufen könnten, würde ich sie trotzdem niemals weg geben. So meinte ich das.

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Donnerstag, 18. Juli 2013, 08:18

Ich sehe das genau wie meine Vorredner. Selbst als Freizeitsportler suche ich mir doch den passenden Hund aus?
Ich habe Nordische, da ich Hunde wollte, die robust sind, bei Kälte nicht frieren, der Schnee nicht am Fell festklebt und die Spass daran haben viele Kilometer und viele Höhenmeter zu laufen.
Warum? Weil wir selbst viel joggen, biken und noch mehr zu Berg gehen und es ein Bewegungslegastheniker da echt schwer hätte.
Natürlich werden die Hunde älter und dann entsprechend die gemeinsamen Touren angepasst aber ein Hund sollte doch irgendwie schon zu den jeweiligen Lebensgewohnheiten und Hobbies passen?

Luna

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Donnerstag, 18. Juli 2013, 08:19

@Sîlvie: Ich hatte selber auch schon so einen ähnlichen Fall.

Meine beiden gebe ich auch niemals weg, sie sind nun älter und ewig werden sie wohl nicht mehr im Sport geführt, zudem hat Luna immer mal wieder Rückenprobleme. Aber meine beiden bleiben selbstverständlich für immer! Auch wenn ein Junger einen Unfall hätte oder so, würde ich ihn nicht weggeben nur weil er keinen Sport mehr machen kann - anders eben, wie bei dir, wenn die Chemie nicht stimmt.... aber dann würde ich ihn auch nicht behalten, wenn er im Sport eine Granate wäre.

Pixel-Paws

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Hunde: Kimena, Border Collie Mix, 07 | June, Flatcoated Retriever, 11

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Donnerstag, 18. Juli 2013, 08:50

Ich finde jetzt auch, dass man Danish nicht mit Hobbysportlern vergleichen kann, weil es ihr Beruf ist. Bei ihr sind die Hunde ja quasi noch richtige "Nutztiere". Wenn ein Bauer eine Kuh hat die keine Milch gibt, wird sie halt geschlachtet. Natürlich könnte er ihr ein schönes Leben geben, aber Sinn machen tut es nicht wirklich.

Wenn ich im Agi laufen will und mein BC hat in jedem Training den "Vollanschiss" oder ist derart gestresst, dass ein normaler Tagesablauf danach nicht mehr möglich ist. - Warum soll man diesen Hund dann nicht in Hände vermitteln, die ihm das geben können, was er braucht, ohne dass Herrchen/Frauchen auf etwas verzichten muss?

Das hingegen ist für mich etwas anderes. Ich bin einfach dagegen, sich einen Hund für einen Sport (es ist nur ein Hobby!) anzuschaffen und ihn wieder abzuschieben, weil er sich nicht eignet dafür. Ich hätte mir vom neuen 2. Hund zu Kimena auch gewünscht, dass ich mit ihm Agi machen könnte, weil ich viel Spass an dem Sport gefunden habe mit Snoopy. Aber jetzt ist es halt ein ungelenkiger und grosser Flat geworden, dessen Gelenke ich gerne vor der Belastung schützen möchte. Dann suche ich halt was anderes. Ich halte zwar gerne Hunde, die sportlich sind, aber den Sport suche ich nach dem Hund, und nicht umgekehrt aus.

Und ich verstehe nicht, warum man es als Hobbysportler anders sehen kann. Es gibt sooooo viele tolle Hundesportarten und man liebt seinen Hund doch. Man ist doch stolz auf ihn und hat im Alltag viel Freude mit ihm. Warum kann man nicht mit was anderem auch, für den Hund, glücklich werden? Ich habe selber einen Hund abgegeben und ich würde es mit grösster Wahrscheindlichkeit nicht mehr tun. Es war für beide, aber besonders für den Hund, unglaublich schwer! Und das wird mir mein Leben lang leid tun. Natürlich geht es mir damit besser, ich bereue die Entscheidung für mich auch überhaupt nicht. Aber beim Hund habe ich teils noch immer das Gefühl, dass er darunter leidet.

Ich weiss auch nicht, aber ich unterscheide das sehr stark. Ich kann jeden verstehen, der auf eine Eigenschaft des Hundes angewiesen ist, ich kann inzwischen sogar Züchter verstehen, die etwas erreichen wollen und nicht jedesmal 12 Jahre warten wollen, bis sie die nächste Chance auf einen Zuchthund haben. Ich verstehe auch, wenn man den Hund abgibt, weil man im Alltag nicht zurecht kommt (obwohl man sich das vorher überlegen sollte). Aber Hobbysportler, die mit der Leistung ihres Hunde unzufrieden sind... werde ich nie begreifen! Und wenn diese behaupten, sie halten den Hund nicht als Sportgerät, dann sagen sie meinem Verständnis nach einfach nicht ganz die Wahrheit. Denn warum würden sie ihn sonst weggeben und sich einen neueren, besseren holen, wenn er für sie im Alltag ein guter Freund und Begleiter ist?

Luna

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120

Donnerstag, 18. Juli 2013, 09:01

Jetzt kommt bei mir grad noch die Frage, was ist für euch ein Hobbysportler?