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Nora

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Mittwoch, 21. November 2012, 11:59

Freies Shapen

Ich beginne diesen Thread mal, obwohl ich bei weitem kein Profi auf dem Gebiet bin. Ich wäre froh, wenn sich der eine oder die andere dazu noch äussert, falls ich totalen Blödsinn schreibe. :)

Als Freies Shapen bezeichnet man eine Trainingsmethode, die den eher passiven Hund mit wenig Eigeninitiative fördern soll. Es fördert die Kreativität, das Gefühl für denen eigenen Körper (wir reden immer noch vom Hund ;) ) und die Motivation. Gleichzeitig ist das Freie Shapen relativ anstrengend für Hund und Halter, denn auch letzterer muss lernen, den richtigen (!) Anspruch zur richtigen Zeit zu stellen, ein gutes Timing entwickeln und flexibel zu denken – was mitunter das Schwerste ist. Gelingt Letzteres nicht, könnte man eigentlich schon vom Shapen reden, bei dem man ein Ziel verfolgt, aber dem Hund wesentlich weniger Freiraum zur eigenen Entwicklung lässt.

Im Freien Shapen geht es darum, dem Hund selbst zu überlassen, was er an Leistung zeigen möchte – und dann die Aktionen zu fördern, die sinnvoll sind. Zu Anfang ist es wichtig, fast jede Regung zu bestätigen, damit der Hund überhaupt begreift, dass seine Aktivität das Positive an dem Spiel ist. Mit einem Clicker kann man hier besser arbeiten, als mit Markerworten, weil das Timing stimmt (wenn nicht: das Freie Shapen ist eine irre gute Möglichkeit, sein Timing zu verbessern!). Besonders am Anfang sollten die Shaping-Sequenzen insgesamt sehr kurz sein (~2-3 Minuten) – und es lohnt sich, dem Hund ein Hilfsmittel zur Seite zu stellen, damit er es einfacher hat. Gute Hilfsmittel sind eine grosse Kiste, ein Spielzeug oder eine Decke, die anfangs immer ungefähr zwischen dem Halter und dem Hund positioniert sein sollten. Um das Freie Shapen nicht zu unterbrechen und mehr Dynamik in die Situation zu bringen, bewegt man sich während des Trainings immer so, dass sich zwischen einem selbst und dem Hund das Hilfsobjekt befindet.

Sprechen ist nicht erwünscht. Eine Aktion des Hundes wird nur mit dem Clicker und einem Leckerli bestätigt. Es hilft ungemein, wenn der Hund in der Lage ist, das Leckerli aus der Luft zu schnappen – ansonsten macht es auch immer wieder Sinn, das Leckerli jenseits des Hilfobjektes zu werfen, so dass sich der Hund nicht immer dem Halter nähert und dann wieder das Hilfsobjekt in seinem Rücken hat. Kann der Hund Leckerli aus der Luft schnappen, hat man den Vorteil, dass man ihn nicht vollends aus seiner derzeitigen Position lockt – vorausgesetzt man kann beim Werfen halbwegs gut zielen.

Die grosse Herausforderung für den Halter besteht darin, komplett offen für den eigenen Hund zu sein und sich blitzschnell zu überlegen, welche Aktionen man bestätigt, wann man mehr fordert, wann weniger. Wann man etwas fördert, was man bis dahin nicht gefördert hat – und umgekehrt.

Ich nehme nun der Einfachheit halber ein Beispiel: Wir entschlossen uns, Ixy über das Freie Shapen zu mehr Aktivität zu fördern. Die Anfänge waren desaströs – Ixy war der festen Überzeugung, dass sie alles richtig macht, wenn sie der Trainerin einfach in die Augen schaut:



Die Kiste, die ihr Hilfsobjekt sein sollte, konnte man neben ihr werfen und treten – Ixys Ziel: Anschauen unter Ablenkung.

Je weniger das funktionierte, desto ungeduldiger wurde sie und fing an, die Leckerli zu fordern – und endlich gab es eine Möglichkeit, Aktivität durch Clicks zu fördern (wenn auch nicht unbedingt eine erwünschte ;) ).



Ab hier clickerten wir jeden Blick in Richtung der Kiste. Wir positionierten uns immer wieder zwischen Ixy und die Kiste, so dass sie beim auf uns zu laufen das Hindernis ansehen musste: *click* Schnell begriff Ixy und fing an, die Kiste intensiver anzustarren: *click* Sie wollte an dem Ding schnuppern, das wohl so interessant ist: *click* Als nächstes legte sie mal probeweise eine Pfote darauf: *click* Und dann fiel ihr ein, dass sie im Junghundekurs schon einmal auf so eine Kiste steigen musste: *click*

Irgendwann gibt es immer Hänger: Dem Hund fällt nichts mehr ein. Dann sitzt er da, blickt in der Gegend herum oder geht sogar weg – auf jeden Fall scheint er das Interesse verloren zu haben. Man kann eine Weile warten, man kann auch mal die Position wechseln. Man kann auch helfend das Hilfsobjekt anstarren. Und man kann die Ansprüche herunterschrauben und auch mal ein Schnüffeln am Gras clickern, ein über-die-Nase-lecken, ein Schütteln. Ixy ist wesentlich flexibler in ihren Reaktionen geworden – und das nicht nur im Training, sondern auch im Alltag.

Anti hingegen begriff innerhalb von Minuten, worum es beim Freien Shapen ging – und er hat seine helle Freude daran. Er wird ganz aufgeregt, wenn er die Kiste vorgesetzt bekommt, bellt ungeduldig und versucht nicht nur bereits Erlerntes, sondern auch neue Aktionen, die ich noch nie gesehen habe. Bei ihm muss ich mich enorm beherrschen, nicht permanent zu lachen – der grosse Vorteil am Freien Shapen bei Anti: Ich habe seine volle Aufmerksamkeit! Er ist ehrgeizig und versucht über Minuten herauszufinden, womit er mich dazu bewegen kann, ihn zu clickern. Wir können das Freie Shapen fast überall machen – sogar auf einer Autobahnraststätte, wenn ich mal krank bin oder sich auf einem Spaziergang einfach so eine Gelegenheit ergibt.

Ich bin um jede Korrektur und Ergänzung dankbar. :)

Duffy

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2

Mittwoch, 21. November 2012, 13:16

Sehr interessantes Thema. Ich warte gespannt auf noch mehr berichte. Da mein Hund beim freien Shapen, völlig verzweifelt und erst alles anbietet um dann einfach liegenzubleiben ;)
http://www.hundesitter-ortenau.de/

Mein kleiner Hundesitterdienst :)

Crispy

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3

Mittwoch, 21. November 2012, 14:04

Anfängerhunde und auch Crossoverhunde, die von sich aus wenig
Aktivität zeigen, brauchen ein spezielles Shapingtraining am Anfang.
Wirklich jede kleinste Bewegung muss geclickt werden und die
Anforderungen an den Hund sollten sehr klein gehalten werden. Da sind 2-3 Min viel zu lange.
Auch sollte beim Shaping nicht die Zeitspanne erhöht werden, sondern die Clickerrate. Je mehr Clicks, desto besser die Motivation.

Und damit wir als Menschen richtig clicken, empfehle ich immer auch Timing - Übungen ohne den Hund. Es gibt verschiedene Übungen (zB Tennisballübung), die man immer mal wieder machen sollte. Dank moderner Technik gibt es aber auch inzwischen online Übungen für die Reflexe etc.

Bei diesem Link könnt ihr Eure Reaktionszeit anzeigen lassen, das finde ich noch sehr interessant.
http://www.gab-wsw.de/thera/games/reflex/reflex.html

Oder aber auch beim Schafspiel. Auch dort bekommt ihr Zeiten angezeigt
http://www.bbc.co.uk/science/humanbody/s…on_version5.swf

Ein weiteres Hilfsmittel ist eine Uhr oder ein Clickerzähler. Wir Menschen neigen ja dazu, wenns besonders gut läuft einfach nicht aufhören zu können. Und genau dies verhindern wir mit einer Stoppuhr/Eieruhr oder aber auch mit einem Clickzähler.

Ich persönlich empfehle auch immer ein Trainigstagebuch. Dort kann man vorher schon die Zeit oder Clickerrate eintragen, die man heute trainieren will und vielleicht auch kleine Zwischenziele (zB heute alles mit der Schnauze erarbeiten etc).


Gruss Wendy

Crispy

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4

Mittwoch, 21. November 2012, 14:13

Sehr interessantes Thema. Ich warte gespannt auf noch mehr berichte. Da mein Hund beim freien Shapen, völlig verzweifelt und erst alles anbietet um dann einfach liegenzubleiben ;)
Was ist denn Dein Ziel beim freien Shapen? Also Du musst Dir ja vorher überlegen, was Dein Hund zB mit dem Karton anbieten soll heute. Oder arbeitest Du ohne Ziel, dann ist ja alles toll was der Hund anbietet?

Das Dein Hund verzweifelt liegt wahrscheinlich daran, das er gar nicht weiss, was Du von ihm willst !

Ich denke das Deine Bestätigung im falschen Moment kommt und er daher alles ausprobiert, was er so kennt. Würdest Du immer im richtigen Moment bestätigen, würde Dein Hund dort wieder ansetzen und erstmal genau das Gleiche mehrfach wiederholen und dann je nach Deinen Anforderungen auch mehr zeigen.
Ein anderer Grund könnte aber auch sein, das Dein Hund nicht richtig auf den Clicker konditioniert ist und er nicht verstanden hat, das genau in dem Moment wo es clickt, er etwas supertoll gemacht hat. Dann würde ich noch einmal komplett neu konditonieren (mit einem Profi).

Es gibt aber auch durchaus Hunde die mit dem Shapen überfordert sind. Grade Hunde die nie gelernt haben, alleine zu denken und etwas auszuprobieren (Crossoverhunde). Dann macht es mehr Sinn, erstmal mit normalen Clickertraining etwas aufzubauen wie zB den Targetstick oder einen Bodentarget.

Schwierig zu sagen woran es liegt so aus der Ferne.

Gruss Wendy

Duffy

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5

Mittwoch, 21. November 2012, 18:20

@Wendy, wir clickern nun ca. 2 Jahre, also das mit der Konditionierung glaub ich nicht. Sie lernt ja Tricks und solche Sachen unglaublich schnell. Wenn keine Anweisung von mir kommt, dann wird Sie eben zuerst total wuschig und zeigt, alles was Sie kann. Wenn es das aber nicht ist, dann gibt Sie einfach auf. Wir haben auch schon gegenstände dazugenommen, wie z.B. einen Karton. Sobald Sie dort nicht (den für Sie gewünschten Erfolg hat) beisst Sie rein und schleudert es in der Gegend rum. Wir haben jetzt aufgehört, das shapen ist einfach nichts für Sie, mit etwas anleitung, fällt es ihr einfacher und sie lernt wesentlich schneller und auch besser konzentriert.
http://www.hundesitter-ortenau.de/

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catba

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6

Mittwoch, 21. November 2012, 18:33

eine spannende Arbeit, da habe ich noch null Ahnung...werde gerne eure Berichte lesen :)

Filou

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7

Mittwoch, 21. November 2012, 19:54

Oh unsere Paradedisziplin :)

Ich mach das mit Filou fast jeden 2 oder 3ten Tag entweder mit Gegenstand oder dann ohne, da er es schon zimlich gut kennt bieten er mir unglaublich viel an beim shapen, werde es mal versuchen zu filmen.

Ohne Gegestand zeigt er etwa im Sekundentakt etwas neues zbs platz,sitz,männchen dann widr ins Platz ins Steh und dann hinken ist echt schön zu sehen wie er studiert und freude drann hat. :)

Ich liebe das Shapen und probiere es gaaaanz vielen Leuten näher zu bringen :)

Crispy

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8

Donnerstag, 22. November 2012, 08:35

@Duffy
Dann hat Dein Hund nicht verstanden welches Verhalten Du sehen willst. Das heisst, Du musst Deine Hilfen verstärken und zwar so früh, das es gar nicht erst zum Frust oder Aufgeben kommt. Ich würde die "Aufgabe" in noch kleinere Einzeltteile zerlegen.

Aber eben es geht auch alles gut ohne Shapen. Obwohl das selber erarbeitete meistens einfach auch besser sitzt beim Hund habe ich das Gefühl.

@Filou
Oh ja film doch mal. Ihr seid ja die Trickexperten, ich bin gespannt. Eigentlich könntest Du auch eine Dogdance Choreo machen, bei den tollen Sachen :-)

Filou

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9

Donnerstag, 22. November 2012, 11:38

@Crispy Dat mit dem Dogdance ist eben so ne Sache :blush: Ich bin tooootal schlecht mir so ne Choreo auszudenken, mir fallen ein/zwei Sachen ein und dann wars das :S

Und Tanzen kann ich schon gar nicht hehe

Wollte das auch schon machen und hab mir viele Videos etc angeguckt...Nachtanzen geht wunderbar aber selber was auszudenken Neeee :thumbdown: , mal schaun vielleicht schaff ichs trotzdem mal hehe

Und ja Filmen werd ich mal mit Whyona sobald ich dazu komme :)

Crispy

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10

Donnerstag, 22. November 2012, 11:45

Also bei der Choreo ist es einfach wenn du ein Thema hast. Also eine Musik mit Thema und dann passende Requisiten. Also zB Zirkusnummer oder Sommernummer etc.
Dann schreibste einfach alle Tricks auf und hörst Dir die Musik an. Und dann kommt der Rest von alleine eigentlich.

Und es gibt auch Choreoseminare hihi

Gruss Wendy

Filou

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11

Donnerstag, 22. November 2012, 11:59

Ich würd ja liebend gern an ein Seminar gehen aber Filou will dan lieber Töten als Tanzen :waffe: 8|

Werd es aber mit der Musik mal versuchen :) Daaaaanke

Crispy

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12

Donnerstag, 22. November 2012, 12:07

Dann nimmste eine Einzelstunde. Ich kenn da eine gaaaanz tolle Choreografin. Allerdings ist sie in Bern...

catba

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13

Donnerstag, 22. November 2012, 12:09

aber wie beginnt man das ganze...stellst du dich einfach hin und wartest, bis der Hund etwas macht? sorry die Frage, aber ich habe keine Erfahrung damit

Crispy

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14

Donnerstag, 22. November 2012, 12:14

Ja jede kleinste Regung, Blick, Aktion wird belohnt. Kommt halt darauf an ob du frei shapen willst oder mit einem Gegenstand.

Whyona

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Donnerstag, 22. November 2012, 12:25

Also Anfängern würde ich raten mit Gegenstand frei zu shapen, ist meist einfacher für den Hund.

Mein Ziel beim frei shapen ist es, dass der Hund von sich aus aktiv wird um mich zum clicken zu bringen und damit zu seiner Belohnung zu kommen, statt nur passiv auf ne Anweisung vom Halter zu warten.

Es gibt aber auch Hunde die damit nicht umgehen können und total nervös und wuschig werden, vor allem wenn man nicht auf ein bestimmtes Zeil hin shaped (zB in ne kiste steigen) sondern wild einfach die aktivität clickt. Das muss man halt von Hund zu Hund kucken und anpassen.
Lg Nathalie


catba

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Donnerstag, 22. November 2012, 12:54

aha okay, dann werde ich mal mit einem Gegenstand anfangen...ohne Gegenstand ist das Hibbeln vorprogrammiert :D

Jason

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Dienstag, 27. November 2012, 00:43

Wenn du die Möglichkeit hast, würde ich das freie Shappen das erste Mal mit jemandem zusammen machen, der schon Erfahrung darin hat.

Denn wie Wendy geschrieben hat, ist es gerade bei einem Crosshund wichtig, dass nicht zu viel verlangt wird und er möglichst schnell und oft zum Erfolg kommt. Und auch für einen HF, der dies zum ersten Mal macht, ist es manchmal schwierig, zu erkennen, was er clickern soll und ob die Intervalle die richtige Länge haben.

Stimmen diese Dinge nicht, dann kann dies bei einem ungeübten Hunden sehr schnell dazu führen, dass er frustriert aufgibt.

Und man darf auch nicht vergessen, dass freies Shapen für Hund und HF einiges anstrengender ist, als wenn der Hund zur Lösung geführt wird. Und auch der Einsatz des Jackpots, welchen ich gerade beim freien Formen als sehr wichtig erachte, muss erst gelernt werden.

Es gibt auch sehr gute DVDs zum Thema "Clickern" und wie danach trainiert wird auf dem Markt – wobei das freien Shapen wenn, dann nur einen sehr kleinen Teil einnimmt. Dafür wird das Prinzip des Clickerns sehr gut erklärt, wie z.B. bei der DVD "Trick mit dem Click".

Moni

Fay

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Dienstag, 27. November 2012, 07:41

Ich shape auch sehr gerne mit Meilo. Und Meilo liebt es. Wir hatten es zu beginn aber schwer, da er erst lernen musste selbst sei Hirn zu brauchen. Als er den Dreh raus hatte kam eins zum anderen. Jetzt brauch ich ihm nur zu sagen: Meilo Shapen und er spult mal los was er so drauf hat. Auch erfindet er immer mal wieder neues. Ich muss mich jeweils auch beherrschen nicht laut los zu lachen. Wenn man sieht wie ein Klops plötzlich auf einem Klappstuhl von ca 15x15 cm Fläche sitzt sieht das aus wie ein Elefant auf einem Reiskorn :lol:

Was ich gerne noch anmerken möchte, wenn der Hund das shapen richtig verstanden und gelernt hat wird er auch im Alltag seine grauen Hirnzellen vermehrt einsetzten. Was bedeutet, dass er sich selbst Lösungswege sucht und findet. Bei einer Bulldoge wie Meilo von welcher man sowas ja überhaupt nicht erwartet sehr spannend :lol: Ein Beispiel, er konnte sich selbst den Stuhl zurecht rücken um dann auf den Stuhl zu hopsen und vom Stuhl auf den Tisch. Darauf waren lecker Bananen. Den Rest kann man sich selbst denken :ugly: Sie werden dadurch also sehr kreativ, wenn man das eigene Denken fördert :D

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Dienstag, 27. November 2012, 07:50

Ich kenne das freie Shapen überhaupt nicht, habe eure Beiträge mit grossem Interessen gelesen, aber ich habe ich den Sinn bis jetzt noch nicht ganz begriffen :ugly: .
Wen ich mir vorstelle, dass ich
jede kleinste Regung, Blick, Aktion klickere, habe ich das Gefühl das meine Hunde dann total verwirrt sind und gar nicht wissen was ich jetzt wirklich von ihnen möchte 8| .
Ich glaube Whyona muss mir das auch mal live zeigen, oder ev. Begreife ich es wen Filou ein Video postet, weil interessant hört es sich an und ich würde das ja gerne auch mal ausprobieren.
Lebe deinen Traum 8)

Fay

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20

Dienstag, 27. November 2012, 07:59

Es geht darum, dem Hund das eigene Denken und Handeln näher zu bringen. Eigentlich erfolgt auf unsere Befehle die gelernten Aktionen. Ich sage, er macht. Jetzt geht es darum, dass der Hund beginnt zu denken was könnte sie wohl von mir wollen, ich zeige mal dieses und jenes.

Beispiel:
Ich ramme einen Pfosten in die Wiese. Mein Ziel, der Hund soll um den Pfosten laufen. Ich stell mich dahin und gebe das Kommando zum shapen. Wenn der Hund dann in richtung Pfosten schaut click. Er schaut noch mal den Pfosten an, click. Er versteht, aha es muss was mit dem Pfosten zu tun haben. Dann läuft er vielleicht auf den Pfosten zu, click. Er berührt den Pfosten, click. Und das geht weiter bis man am Ziel ist.

Daher hat sich der Hund alles selbst erarbeitet. Er hat selbst überlegt und aktiv Handlungen gezeigt. Versteht man was ich hier von mir gebe :D