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Duffy

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Dienstag, 4. November 2014, 13:50

Abschied nehmen

Ein vielleicht etwas makaberes Thema, aber leider lässt mir das die letzten Wochen keine Ruhe.

Bibu wird mit ziemlicher Sicherheit den Jahreswechsel nicht mehr bei uns sein. Es fällt mir unglaublich schwer diese Worte überhaupt zu schreiben, war Sie doch immer die Poweroma. Aber Sie ist nun gute 18 Jahre alt und der Krebs wuchtert aktuell ziemlich.

Sie bekommt zwar noch was für die Kreislaufschwäche, aber arg lang wird das nicht mehr halten. Die Gedanken ob Sie jetzt schmerzen hat lassen mich fast verrückt werden. Bibu selbst schläft fast nur noch, raus will Sie nur noch in Garten. Das einzige was immer noch gerne geht ist fressen.

Sie darf jetzt auch immer mit im Bett schlafen, was Sie glaub ich ganz toll findet, weil die anderen das nicht dürfen :P

Da ich mich jetzt damit intensiver beschäftige, habe ich für uns folgenden Plan.

Wenn ich merke der Tag X ist da, dann rufe ich unsere Tierärztin an und Sie kommt zu uns nach Hause. Sie wird Bibu im Hundezimmer oder im Garten erlösen. Duffy und Jazz dürfen dann auch noch Abschied nehmen. Wenn alles vorbei ist wird Sie neben Grace bei meinem Papa im Garten Ihre letzte Ruhe finden. Ein neuer Rosenstrauch ist schon vor Ort. Auf all unseren Hundegräbern bei Papa wachsen rote Rosen. So wird es bei Bibu auch sein.

Seinen Hund immer mehr abbauen zu sehen macht mich fertig. Ich versuche Sie einfach So in Erinnerung zu behalten



Habt Ihr euch mit dem Thema beschäftigt?
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perrolina

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Dienstag, 4. November 2014, 14:11

Ich muss schon heulen wenn ich nur deinen Beitrag lese ;(

Ich war schon sehr oft konfroniert mit dem Tod in meinem engsten Umkreis. Das waren aber alles Unfälle, Suizide oder sonst ganz unerwartete Todesfälle. Darauf vorbereiten konnte/musste ich mich noch nie und ich konnte auch noch nie Abschied nehmen. Bisher dachte ich immer, es sei leichter wenn man sich darauf vorbereiten kann als wenn man einfach vor die Tatsache gestellt wird aber wenn ich jetzt deinen Post lese.... ich stelle mir das sehr sehr traurig vor :troest:
Lg Nicole

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Dienstag, 4. November 2014, 14:35

Bei meinen Hunden muss ich glücklicherweise nicht damit rechnen, dass sie bald gehen müssen (ja ich weiss, man weiss nie...). Trotzdem habe ich mir schon Gedanken darüber gemacht. Ich möchte sie gerne kremieren lassen und die Asche entweder bei uns im Garten oder an einem schönen Ort verstreuen.
Bei meinem Kater (wurde fast 19 Jahre) konnte ich mich vorbereiten, da er ein Nierenleiden hatte. Wir haben ihn zum TA gefahren und dann im Garten meiner Eltern vergraben.


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Magi

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Dienstag, 4. November 2014, 14:46

Uff, nun hatte ich gerade beim Titel echt bammel, es war schon so weit. Bibu hat ein unglaublich tolles alter und bei dir 100% ein tolles Leben gehabt. Ein Hund kann sich nichts besseres wünschen!

Kenne leider das mit dem langen Abschied. Bei Bella dauerte dieser wegen Lymphknoten Krebs ca. 4 Monate. Es war Emotional eine sehr starke Belastung. Habe es aber nie bereut. Weil es einfach noch zu früh war am Anfang und diese 4 Monate noch Zeit war die wir nutzen konnten, auch wenn man leider zu sehen muss wie der Hund immer mehr abgibt und nicht mehr der ist wie früher. Man sieht leider im schnell Durchlauf einen Hund altern :(
Ich würde es wieder so machen, wenn der Krankheitsverlauf das zulässt und man diese Zeit relativ gut noch gemeinsam nutzen kann.

Wäre das Leben ein Wunschkonzert, finde ich es einfacher, wenn es relativ schnell geht. Das Tier hat ein schönes alter erreicht und darf dann ohne lange Krankheit gehen. Nur wie oft gibts das? ;(

Wünsche dir ganz ganz viel Kraft! eine wunderschöne Zeit mit ihr und fühl dich umarmt.

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Dienstag, 4. November 2014, 15:04

Ich bin ja eigentlich ein totaler rationaler Mensch und man weiss ja iwie auch, dass alles Leben endlich ist, das unserer Hunde noch mehr, da in der Regel kürzer. Ich hatte auch schon einige tödliche Bergsteigunfälle im Bekanntenkreis, das war immer schlimm, aber iwie eben auch ein Risiko beim Ausüben eines Risikosports, dessen man sich auch bewusst ist und der Tod war wenigstens beim Ausüben einer Leidenschaft..
Als ich letzte Woche mit Chadie beim TA war (ich dachte er hat viell. etwas Herzpropleme) und der TA nach den Blutwerten sagte, dass das mit hoher Wahrscheinlichkeit ein grosser Lebertumor sei, bin ich fast aus den Latschen gekippt und bis zum endgültigen Ergebnis am nächsten Tag fast rotiert. Dass das so endlich ist, dachte ich dann eben doch nicht und war total unvorbereitet und entsetzt..

Ich will meine Hunde in jedem Fall auch kremieren und sicher, am "Schönsten" würde ich es finden, wenn sie gerade Toben oder nach Murmeli graben und dabei tot umfallen, wenn es an der Zeit ist aber das ist wohl utopisch. Da eine Entscheidung treffen zu müssen, irgendwann, finde ich auch furchtbar.

Aber hey, auch wenn Du das alles weisst: Bibu hat ein tolles Alter, hatte ein super Leben bei Dir und Du wirst den richtigen Zeitpunkt sicher erkennen :troest: .

Tabasco

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Dienstag, 4. November 2014, 15:49

Gerade vorhin habe ich mich mit diesem Thema beschäftigt. Im Gespräch mit einer Nachbarin habe ich erfahren, dass Tabascos Jugendfreund vor einem Monat gestorben ist. An einem Tumor, wie es scheint.
Mit ihm sind nun bereits 3 von den 4 im 2007 im Dorf eingezogenen Welpen gestorben. Nur Tabasco lebt noch.
Passend dazu verhält sich mein Felltier in letzten paar Tage ungewohnt passiv. Schläft viel und macht allgemein einen matten Eindruck.

Ich wünsche dir, dass du trotzdem noch ein paar schöne Momente mit deiner Bibu geniessen kannst.

Duffy

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Mittwoch, 5. November 2014, 12:41

Ja es ist schwer....Ja man weiss vieles Rational und kann in seinem Kopf alles wunderbar ordnen.

Die Tage dachte ich es wäre soweit, ich konnte kaum den Telefonhörer halten. Ich bin wahrlich nicht nah am Wasser gebaut, aber selbst wenn ich angerufen hätte, glaube mein Gegenüber hätte mich nicht verstanden.

Vielleicht sehe ich den Unterschied momentan auch noch deutlicher weil ich den Zwerg hier hab der natürlich nur am rumspringen ist. Da Duffy ja gesundheitlich nicht auf dem Damm ist, kann Sie gut mit Bibu schmusen, wir geniessen jetzt einfach noch die Zeit

Mir persönlich hilft, dass ich eine Plan habe, glaube ohne den wäre ich im Ernstfall aufgeschmissen. Aber auch wenn man einen jungen Hund hat, sollte man doch immer Plan B haben, es geht dann doch immer viel zu schnell.
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frau f.

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Sonntag, 9. November 2014, 14:24

Leider ist dieses Thema auch für uns aktuell, da Fraser im August die Diagnose Krebs erhielt...

Trotz aggressiver Maxilla extinction sind die Ränder nicht klar...

Er bekommt nun Chemo, Schlangen- und Skorpiongift, doch mit dem Wissen um den Rest der Tumorzellen in seinem Körper, müssen wir damit rechnen, dass uns keine lange Zeit mehr bleibt. Dabei wird er erst 6 im December...
--------------------------------------------------------------------------------------------
mit Grüßen von Frau F.

--- deren hier geäußerten Gedanken alleinig ihren Blickwinkel wiedergeben ---


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Sonntag, 9. November 2014, 20:05

Ich wurde im Familien und Freundeskreis leider mit vielen Todesfällen konfrontiert auch in meinem Job ein täglicher Bestandteil. Ich kann nur sagen, dass es egal ist ob der Verlust plötzlich oder langsam ist... es tut genau gleich extrem Weh. Ich habe einen chronisch chranken Hund der schon schon an der Kippe gestanden ist zum Tod. Ich weiss das wir wahrscheinlich keine 12 Jahre zusammen haben und mache mir viele Gedanken. Es ist ein wichtiger Prozess aber es wird mir genau gleich den Boden unter den Füssen wegziehen...egal ob vorbereitet oder nicht. Der Schmerz bleibt gleich.
Bibu hat ein biblisches Alter erreicht, hatte ein super schönes Leben bei dir. Geniesse deine Oma und verwöhne sie :) Ich wünsche euch noch ein wenig mehr Zeit auch für Fraser :troest:

Crispy

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Montag, 10. November 2014, 22:38

Ich versuche es einfach zu verdrängen. Crispy (11) hat auch Knoten überall und ich habe nur die Knoten wegoperieren lassen, die ihr eindeutig Schmerzen bereitet haben. Die restlichen Knoten lasse ich wie sie sind. Es wird auch nicht punktiert, gedrückt, gestochen oder sonstwas. Eine Chemotherapie kommt für mich nicht in Frage und auch weitere OP´s nur wegen Schmerzen.
Für mich stimmt es so einfach am Besten, auch wenn Viele es nicht nachvollziehen können.

Aber ja, man nutzt die Zeit dann doch teilweise intensiver. Das stimmt...Einen Plan habe ich nicht. Ich nehme es jetzt so wie es ist und freue mich über jeden Tag, den Crispy lustig und unbeschwert verbringen kann. Und sie bekommt Schmerzmittel wenn es nötig ist. Sie hat auch gelernt, wo die Tabletten sind und kann es sogar selber anzeigen. Wenn sie vor diesem einen Schrank steht (dort hat es sonst extra nur diese Tabletten und sonst nix hündisches) und bellt oder jault, weiss ich Bescheid. Ich bemühe mich aber, es früher zu merken. Und ich nerve meine Tierärztin viel eher, als ich bei Breeze nerven würde. Zum Glück kennt sie Crispy auch im Alltag und nicht nur aus der Praxis, daher kann ich auf ihr Urteil noch mehr vertrauen. Das hilft auch ungemein. Und ich setze darauf, das die Leute in meinem Umfeld die Crispy auch kennen, mir sagen wenn ich mich in etwas verrenne.

Im Verdrängen bin ich zum Glück gut... ;(

Pixel-Paws

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Dienstag, 11. November 2014, 10:11

Tut mir sehr leid, dass sich im Forum grad so viele mit dem Thema beschäftigen müssen. =(

Zum Glück kann ich bisher nur von einer Erfahrung berichten. Das war meine 1. Hündin Molly, die innert 4 Wochen ab "irgend etwas stimmt nicht" am Krebs verstarb. Da die TÄ aber keine genaue Diagnose gestellt haben, gaben sie uns bis zum letzten Tag Hoffnung. Der Tod kam für mich also äusserst unerwartet und ich habe es bis heute noch nicht wirklich verkraftet. Es kommt mir noch heute so unfair vor, dass ein lebenslänglich gesunder Hund, der für mich so wichtig war, einfach so aus dem Leben gelöscht wurde. Sie war ja auch erst 8.

Ich wünsche mir bei meinen beiden Mädels, dass der Prozess langsamer kommt und ich Zeit habe, mich darauf vorzubereiten. Ich stelle es mir im darauffolgenden Trauerprozess ein wenig einfacher vor. Friedlicher.