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Tabasco

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Sonntag, 15. September 2013, 20:32

England mit Hund - ein Erfahrungsbericht

Wir waren die letzten Wochen in England (und noch ein paar Tage in der Normandie) in den Ferien. Fazit: Ich kann eine Reise nach England mit Hund nur empfehlen.

Seit 2012 ist für die Einreise nach GB nur noch das Übliche (Chip, Haustierausweis, Tollwutimpfung) sowie eine Bandwurmbehandlung 1-5 Tage vorher nötig. Die Kontrolle erfolgt vor dem Verladen auf den Eurotunnelzug und dauert nur ein paar Minuten. Bei einer Überfahrt mit der Fähre wird es wohl ähnlich gehen.

Da wir mit einem Campingbus unterwegs waren, hatten wir bezüglich Unterkunft natürlich keine Probleme. Entweder übernachteten wir irgendwo in freier Wildnis auf einem Hügel in einem Nationalpark oder versteckt am Ende einer kleinen Strasse, oder wir waren auch mal auf einem Campingplatz, wo der Hund meistens willkommen ist. In B&Bs oder Hotels ist es vielleicht schwieriger, wenn man mit Hund ein Bett sucht, da habe ich keine Ahnung. In den Pubs sind Hunde manchmal verboten, manchmal explizit erlaubt, und häufig kommt's wohl auf die Laune des Besitzers an. Wir haben Tabasco beim essen gehen immer im Camper gelassen (was dank englischen Temperaturen problemlos möglich ist). Vorallem auch wegen den anderen Hunden, da Tabasco bekanntlich kein verträgliches Exemplar ist.

Und es hatte Hunde! Die Engländer lieben ihre Hunde und nehmen sie auch in die Ferien mit. In den kleinen Städtchen von Cornwall wimmelte es von Hunden! Jede 5. Person hatte einen oder zwei mit dabei. Und ausnahmlos alle waren (wie ihre Besitzer auch) freundlich, gesittet und angeleint. Höchst selten gab es einen kurzen Wuff, das Kreuzen verlief immer ohne jegliche Probleme. Und im Gegensatz zu Frankreich musste man nicht dauernd mit gesenktem Blick auf dem Trottoir laufen, aus Angst, gleich in einen Kothaufen zu treten. Selbstverständlich wird der Kot aufgelesen.

Beim spazieren gehen in der Natur wurde jeder Hund immer gleich zurückgerufen und angeleint, wenn sie sahen, dass unserer an der Leine war.

England erhält von uns die Goldmedaille was den Umgang mit Hunden und anderen Hundehaltern angeht. Falls wir mal wieder einen Welpen aufziehen, wird seine erste Reise höchstwahrscheinlich auf die Insel führen, denn so viele so nette Hunde habe ich noch nirgends gesehen.

Natürlich hat es auch Schattenseiten. In England ist abgesehen von den Nationalpark alles Land in Privatbesitz und somit grundsätzlich nicht zugänglich. Wie bei uns einfach durch die Wälder oder auf Feldwegen zu laufen, ist dort nicht möglich. Dafür gibt es die sogenannten Public Footpaths, die wie unsere Wanderwege ausgeschildert über Privatland führen. Nur dort darf man laufen. Und weil eh alles Land eingezäunt ist, kommt man gar nicht in Versuchung, etwas Illegales zu tun. Nun ist es aber mit einem Public Footpath alleine noch nicht getan, man muss noch einen Ort finden, das Fahrzeug stehen lassen zu können. Und das ist mitunter sehr schwierig. In Ortschaften hat es öffentliche Parkplätze, aber in der ländlichen Gegend muss man manchmal ziemlich abenteuerlich parken. Der Landbesitz ist den Engländern schlicht zu heilig, um davon ein wenig den Bedürfnissen des heutigen Strassen- und Tourismusverkehrs zu opfern.

Das sieht man auch an der Breite der Strassen. In Cornwall waren wir zum Teil auf so schmalen Strässchen, wo wir nach Gehör fuhren. Wenn die Hecke links lauter ans Auto kratzte, bedeutete das, dass wir ein paar cm weiter rechts fahren mussten. So dass es beidseitig gleich laut kratzte. Bei Gegenverkehr hiess es dann rückwärts bis zur nächsten Ausweichsstelle, wenn die dann auch breit genug war, um tatsächlich kreuzen zu können. Aber da die Engländer auch im Strassenverkehr vorbildlich freundlich sind, klappte das immer irgendwie.

Weil der Sommer bereits vorbei war, war auch das Wetter sehr schön. Am ersten und am letzten Tag etwas Regen, sonst schien meistens die Sonne bei angenehmen 20+ Grad.

Gegessen haben wir meist gut bis sehr gut. Ich weiss immer noch nicht, woher die englische Küche ihren schlechten Ruf hat. Sie wissen, wie sie das Fleisch, den Fisch und einen Cream Tea zubereiten müssen. (Und beim Gemüse kann man häufig zwischen Green Peas und Mashed Green Peas wählen. :D)

Noch etwas zu den Hunden: Noch in keinem Land habe ich so viele reinrasse Hunde gesehen. Ich würde sagen, dass 95% reinrassig waren. Wenn wir in einer touristischen Ortschaft waren, konnten wir uns im Rasseraten vergnügen. Aufgefallen ist uns, dass man meist einheimische Rassen oder zumindest solche mit einer langen Tradition auf der Insel sah.

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Sonntag, 15. September 2013, 20:39

Klingt toll! Macht mich auch gerade "gluschtig"... :)

Julliet

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Sonntag, 15. September 2013, 21:02

Oh das klingt ja toll... ich freu mich für euch das ihr so eine gute Zeit hattet besonders mit den anderen Hunden.

Danke für den tollen bericht.

Der Hundeshop rund um günstiges Zubehör...

ahkuna

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Sonntag, 15. September 2013, 21:24

Oh, da wär man glatt gerne mit dabei gewesen :thumbsup:

Duffy

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Sonntag, 15. September 2013, 21:53

Klingt nach einem tollen Urlaub!!! Hast du uns ein paar Fotos mitgebracht?
http://www.hundesitter-ortenau.de/

Mein kleiner Hundesitterdienst :)

BlueHeeler

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Sonntag, 15. September 2013, 21:54

Wow, klingt super! Da bekommt man richtig Lust auf Reisen mit Hund :-)
Hug a Heeler - you will love it! :herz:

Tabasco

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Sonntag, 15. September 2013, 22:02

@ Duffy: Ich war leider absolut fotofaul. In England hat nur GöGa die Kamera hervor genommen (für Eisenbahnbilder...). Nur in der Normandie habe ich noch ein paar Bilder geschossen. Die bin ich noch am bearbeiten.

@ BlueHeeler: Ja, das Reisen mit Hund bereitet mir viel Freude - meistens. Aber manchmal geniesse ich es auch, ohne Tabasco zu reisen.

Anne

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Sonntag, 15. September 2013, 22:48

Oh, danke dir herzlich für diesen Bericht! Freut mich, dass ihr eine so gute Zeit hattet! Ich liebäugle ja schon länger mit England als (längeres) Reiseziel. Bei mir sind die Finanzen leider etwas problematisch, und der Linksverkehr macht mir Angst ;) Ich würd nämlich gern roadtrippen..

Tinuvielle

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Montag, 16. September 2013, 08:09

Danke für deinen Beitrag Tabasco. Wir waren schon paar Mal in England und letztes Mal in Cornwall. Ich kann all deine Eindrücke nur bestätigen. Hach, jetzt ist mein England-Fieber wieder da :lama:
“Properly trained, a man can be dog’s best friend.”

sun

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Montag, 16. September 2013, 08:35

Danke für deinen Bericht :thumbsup:

Bei uns ist ja auch mal eine Englandreise geplant, evtl. nächstes oder übernächstes Jahr! Eine Kollegin von mir ist diesen Sommer nach Schottland für 2 Wochen, für die Anreise haben sie je 3 Tage eingeplant und sind gemütlich durch England gefahren. Sie war nur noch am schwärmen wie Kinder-und Hundefreundlich die dort sind!
*Leif is life*

BlueHeeler

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Montag, 16. September 2013, 09:03

Hach, da packt mich doch jetzt echt das Fernweh, seufz.

Habt ihr alle Etappen auf der Strecke vor Abreise durchgeplant oder seid ihr einfach spontan von Ort zu Ort gereist?
Hug a Heeler - you will love it! :herz:

Tabasco

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Montag, 16. September 2013, 11:39

@ Anne: Der Linksverkehr ist gut zu meistern. Man gewöhnt sich sofort daran. Wobei ein Beifahrer das links fahren erleichtert, bei der Einfahrt in den Kreisel und vorallem beim Überholen. Ich finde jeweils die Umstellung zurück auf den Rechtsverkehr schwieriger. Weil der für uns normal ist, fährt man einfach ohne zu überlegen, und es ist uns schon passiert, dass wir deswegen kurz falsch eingespurt waren oder auf die falsche Seite geschaut haben.

@ BlueHeeler: Nein, wir planen nie unsere Etappen. Genau deswegen lieben wir es, mit einem WoMo unterwegs zu sein. Man kann nach Lust, Laune und Wetter fahren. Es ist uns schon passiert, dass wir, ausgestattet mit Kartenmaterial nach Bulgarien fuhren. Irgendwo in Oesterreich beschlossen wir, dass wir doch lieber Tschechien, die Slowakei und Polen bereisen wollen und änderten die Richtung.

Im Fall von England hatten wir im Voraus (weil es so viel billiger ist) lediglich die Tunnelfahrt gebucht. Aber nur die Hinfahrt, so dass wir flexibel blieben, was die Rückfahrt betrifft.