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Donnerstag, 7. März 2013, 08:33

"Der tut nix!" - Zeitungsinterview mit Martin Rütter

Hoffe, es ist ok, wenn ich das hier einstelle. Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen ;)

Kann mich nicht mit allen Aussagen 1:1 identifizieren aber doch mit vielem, was Rütter sagt. Nicht ganz einverstanden bin ich z.B. bei der Frage, ob Leute nicht allgemein zu viel mit den Hunden reden, welche Rütter mit "Nein" beantwortet. Ich denke, man kann den Hund durchaus zuquatschen, gerade dann, wenn er ein Kommando ausführen soll, z.B. "Sitz" und Herrchen/Frauchen dann sagt: "Mach Sitz Lobo, ja fein, chum mach Sitz, nei nöd Platz, nei Lobo, nei, ja so isch fein, fein Sitz ah nei nöd Platz...!" Wisst ihr, wie ich meine? ;) Aber ich denke, dazu wurde die Frage im Interview zu wenig genau ausformuliert, bzw. es ging wohl nur ums Allgemeine Reden mit dem Hund und nicht um die klare Kommunikation bei der Ausführung von Kommandos.

Ich fand das so als kurze Morgenlektüre durchaus ganz unterhaltsam.

http://postimage.org/image/htv3bzyl5/ - Klick mich, ich bin ein Link :)

"Über den Hund rede nicht mit anderen Hirten. Die sehen das nicht
objektiv; jeder denkt, sein eigener Hund sei der beste. Lass sie denken.
Der beste Hund ist dein Hund. Das wisst ihr beide, dein Hund und du."


(L. Tuor - Über das Schafhüten aus "Neues Handbuch Alp")

Crispy

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Donnerstag, 7. März 2013, 09:28

Also als Comedian find ich ihn unterhaltsam :D

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Donnerstag, 7. März 2013, 09:30

Ich auch ;) wollte mir erst Tickets für die Show kaufen, habs dann aber bleiben lassen. Aber irgendwann muss ich ihn mir glaube ich schon mal noch live anschauen, finde, er hat echt grossen Unterhaltungswert :) und man erkennt sich in soooo vielen Situationen wieder, hihi.
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Anne

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Donnerstag, 7. März 2013, 14:08

Danke für den Artikel, interessant :) Finde es gut, was er sagt. Klar, wie immer bei Interviews, vieles sehr kurz angesprochen, aber grundsätzlich gut.

Nachdenklich wurde ich bei seiner Einstellung zum Scheitern als Trainer. Da schiebt er mir etwas zu sehr die Schuld dem Halter zu. Klar, ich denke, das gibt es. Leute die wirklich partout ihr Verhalten nicht ändern können, wo einfach schon zu viel festgefahren ist. Will ich gar nicht dementieren. ABER ich denke, es gibt auch den Fall, wo einfach der Trainer mit den falschen Methoden kommt. Ich kenne so eine Frau, die massivste Probleme mit ihrem Aussie hatte, die ist von Pontius zu Pilatus gerannt, hat auch viele wirklich gute Sachen gesagt bekommen, die meiner Meinung nach funktionieren könnten - sie konnte aber nicht bei einer Methode bleiben, weil sie ganz einfach nicht überzeugt war davon, weil es für sie nicht gestimmt hat. Jetzt hat sie eine Trainerin gefunden, die offenbar den richtigen Ansatz gefunden hat, mit dem das Team leben kann - denn eine passende Trainingsmethode passt eben nicht nur für den Hund, sondern auch für den Halter. Da muss man als Trainer drüberstehen und sagen: Ja, gut, hat hier jetzt nicht gepasst. Wär vielleicht als Ansatz gut und richtig gewesen, hat aber eben für den Menschen nicht gestimmt. Aber eben - ich denke, Herr Rütter würde mir da wohl nickend beipflichten :) Das ist halt die Form des Interviews.

Der Ansatz mit der 100% Berechenbarkeit finde ich auch interessant. Schwierig, aber grundsätzlich richtig und interessant. Da würde es eigentlich spannend werden, mehr zu zu hören ;)

Ich find Rütter auch einen guten Entertainer, ich find ihn aber in vielen Belangen auch einen guten Hundetrainer. Das Format, in dem er bekannt wurde, ist ein schwieriges, da bin ich sehr vorsichtig, mich zu äussern. Die Methoden wurden leider in letzter Zeit etwas rabiater, wo man (meiner Meinung nach) auch anders hätte arbeiten können. Aber grundsätzlich glaube ich, dass er schon ein gutes Verständnis für Hund und Mensch hat - eine meiner Lieblingssendungen ist immer noch die (mittlerweile schon ältere) Sendung "Eine Couch für alle Felle", die er für ZDF (meine ich) gemacht hat. Das sind wenige Fälle, auf die aber über wirklich längere Zeit eingegangen wird. Die Intensivität der Arbeit wird dort einfach deutliches, als im 45-Minuten Format von Vox.

Ich find ihn sehr bodenständig, das gefällt mir. Seine Show würd ich mir trotzdem nich ansehen gehen - die guten Witze habe ich jetzt zu genüge gehört, da lächle ich noch drüber. Eher würde ich mal eine Podiumsdiskussion oder sowas besuchen wollen, wo er ernsthafte Dinge zur Sprache bringt.

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Freitag, 8. März 2013, 08:45

Danke für den Link, finde das Interview ganz gut. Rütter gefällt mir um längen besser, als die ganzen Amis, aber das Amiland hat eh eine andere Grundeinstellung zum Thema Hund.

Rütter hat mich bei einem Fall beeindruckt, als er mal aufgeben musste. Im Grunde greifen Hundetrainer ja immer nur ein, wenn der Hundehalter etwas nicht in den Griff bekommt, von daher stimmt es schon, dass der HH das Problem ist.

In dem Fall, der mich beeindruckte, ging es um einen DSH aus Leistungszucht. Der Hund gab ein Spielzeug nicht mehr ab. Naja, erst wurde versucht zu tauschen, mit Lecker, mit anderem Spielzeug usw.. Herr Rütter riet der Hundehalterin dann einfach abzuwarten und irgend wann, wenn der Hund es aus ließ zu bestätigen. Es wurden dann immer die Zeiten eingeblendet. 10 Min., 20 Min., 30 Min., 45 Min., 60 Min., 2 Stunden. Ich glaube danach gaben sie auf. Die Sendung ist schon lange her, bestimmt 5 - 6 Jahre.

Hätte ich nicht selbst so einen Hund, hätte ich das nie geglaubt. Wir haben es aber GsD geschaft. :D
Gruß Nora

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Freitag, 8. März 2013, 15:09

Danke für den Artikel. Rütter gefällt mir ganz gut, er ist sehr charismatisch und hat vielleicht schon den einten oder anderen HH dazu motiviert etwas mehr mit seinem Hund zu tun oder ein Training zu besuchen (Klar es kann dann auch nach hinten losgehen mit dem "Ich probiere es mal selber"). Gar nichts anfangen kann ich mit Millan und den meisten anderen Ami-"Experten" - mir sträuben ab den Methoden z.t. echt die Haare. Rütter weiss wie er sich zu verkaufen hat und macht dies mit Erfolg, und doch finde ich ihn als Hundetrainer in Ordnung. Einige Aussagen, gerade in Bezug auf die Berechenbarkeit finde ich so pauschal viel zu kurz und daher etwas schwierig, aber das Interview liest sich ganz gut.
“Properly trained, a man can be dog’s best friend.”