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Nora

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1

Donnerstag, 2. Januar 2014, 22:57

Wie definiert man "Leinenruck"?

In all den Diskussionen darum, was an Erziehungsmassnahmen erlaubt ist und was nicht, lese ich ganz häufig: "Leinenruck geht gar nicht! Gewalt! Gesundheitsschädlich!" Kurz danach wird sich in der Diskussion dann jemand melden, der erst mutig in die Bresche springt und sich als Leinenrucker bekennt, dann aber genauer definiert und den Leinenruck irgendwie so beschreibt: "Naja, es ist mehr so ein Zuppeln, ein Zupfen... Nichts Schlimmes..."

Wie ist das? Welcher Leinenruck ist Gewalt, welcher ist gesundheitsschädlich, welcher ist ein Kommunikationsgesuch und erzieherisch okay?

Ich sehe hin und wieder halb am Halsband schwebende Kleinhunde, die von ihren Haltern ohne grosse Mühe in ihrer Laufrichtung korrigiert werden - ohne dass da auch nur genauer hingesehen wird. Und ich sehe Fräuleins an den Hälsen von 40 kg-Rüden hängen, die den Eindruck erwecken, kurz vor der Trennung von ihren Armen zu stehen... aber sicher nicht den Hund am anderen Ende der Leine zu beeindrucken.

Mich interessiert, was wie definiert wird. Warum? Weil ich merke, dass der Leinenruck eine Art Totschlagargument wird - jeder ruckt irgendwie und jeder rudert hastig, wenn das Thema darauf kommt. Ich finde es falsch, den Leinenruck per se zu tabuisieren und ihm Hörner aufzusetzen... richtiger fände ich es, ihn ordentlich zu definieren.

Mich interessiert eure Definition und Einstellung...

arikea

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2

Donnerstag, 2. Januar 2014, 23:49

Ich definiere einen Leinenruck als starkes, ruckartiges Zurückreissen im schlimmen Fall. Oder aber als ständiges Rucken, wenn der Hund eigentlich nebeneinem läuft, aber halt nicht in der Richtigen Position.

Und ich gestehe, dass ist ab und an zu den ersteren gehöre. Das zweite praktiziere ich nicht.

Um mich gleich selbst in der Luft zu zerreissen: Ich gebrauche den brutalen Leinenruck dann, wenn ich die Nerven verliere. Ich weiss selbst, dass es falsch ist und es tut mir jedesmal leid.

Ich weiss, dass ich wieder die Leinenführigkeit nicht sauber, anständig aufgebaut hab und bereue es sehr. Es soll keine Entschuldigung sein und auch kein Erklären.

Bei Blaze kommt es sehr selten, bis fast gar nicht vor. Sie ist eine permanent regelmässige Leinenzieherin geworden. Das kann man aushalten, im Sinne von "Das tut mir ja nicht weh" . Ausserdem ist es bei Blaze ja so, dass ich sie meist frei laufen lassen kann.

Nun aber zu Maira. Auch sie fliegt natürlich nicht täglich durch die Luft. Ich übe mit ihr immer noch an der Leinenführigkeit. Und wenn wir gaaaaanz alleine unterwegs sind, uns nur Menschen entgegkommen, dann läuft sie schön.
Wenn das nicht so ist, ist sie die ruckartige, vorpreschende, hinundherzerrende, saltoschlagende Leinenzieherin. Meistens wird sie für schönes Laufen in solchen Fällen sofort gelobt, für einen netten Blick von unten links gibts sogar Gutzi oder Streichel. Und ich glaube, ich weiss, das ist auch der richtige Weg und irgendwann kommen wir so zum Erfolg.

Jetzt aber noch eine Beschreibung von einem bösen Leinenruck: gerade heute vorgefallen....
Ich war mit Maira auf einem zweistündigen Spaziergang von einem Berg runter. Eigentlich dauert der Weg etwa eine Stunde. Hab aber mit der doppelten Zeit gerechnet, weil wir vieles anschauen wollten (wir=Maira und ich).
Wir waren also unterwegs. Immer wieder haben wir Skifahrer, Schlittler, andere Hunde, Wanderer beobachtet. Das macht sie übrigens souverän, wirklich toll. Aber genauso oft, ist Maira während des spazierens, während des gehens vorgeprescht, zurück, zur Seite. Das tut nicht nur Maira weh, sondern auch mir. Und ich kann Euch sagen, meine Hände, Arme, Schultern und Rücken schmerzen grad im Moment trotz Schmerzmitteln. (ich weiss, selberschuld) Und heute ist es eben zweimal passiert, dass ich Maira an der Leine zurück gerissen habe. Einmal hat sie gerissen und ich bin auf einer gefrorenen Wurzel ausgerutscht und beim zweiten mal wars fast schon beim Auto, da hats mir einfach nur weh getan.
Aber ich möchte nun doch auch noch abschliessend dies sagen: Es war ein schöner, spannender, lehrreicher Spaziergang und ich masse mir mal an zu behaupten, es hat uns beiden sehr gefallen. Und wir werden bald wieder da runterlaufen. Und vielleicht schaffen wir es ja, irgendwann ohne Gezerre, von beiden Seiten.
As liabs Grüassli Arikea

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3

Freitag, 3. Januar 2014, 00:10

hm...
also ich habe mal auf dem hundeplatz einen mini yorki (c.a. 3 kg) an der leine gahlten als die besi kurz auf das wc musste und das kleine hundi voll in die lockere leine rannte.
für mich ein "federgewicht" und ich war erstaunt wie so wenig -ruck- den hund einen purzelbaum schlagen liess, obwohl ich nur die leine fest hielt.
ich denke es kommt darauf an wie und was man unter leinenruck wirklich versteht.
dieser kleine hund hatte mit sicherheit den ultimativsten (selbsterzeugten) leinenruck den man sich vorstellen kann.
ein grosser hund hätte diesen miniruck sicher erst gar nicht wirklich gespürt.
da wir gerade mit fagi draussen an der leine arbeiten kehre ich auch mitten in so manchem unterfangen von ihm einfach um und da läuft er auch "in die leine". für mich hat er einfach pech da er nicht aufmerksam ist und den richtungswechsel den ich gar noch kurz stimml. markere nicht rechtzeitig wahrnimmt.
leinenruck`s wie ich sie früher schon auf hundeplätzen sah, gibt es in solcher form wahrscheinlich eher nicht mehr.
hoffe ich.
da flog durchaus auch mal ein schäfi an seinen "führer" wieder nach hinten und derjenige holte gewaltig zum ruck aus.
:grumpy: ganz ganz schlimm...

Bones

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4

Freitag, 3. Januar 2014, 00:19

Ist mir auch schon passiert, ist hier aber bestimmt nicht die Regel. z.B. Wenn Bones mal wieder nach langer Zeit gegen nen Traktor springt, oder Mäx einen seiner Tobsuchts-Aussetzer hat und aus dem "nix" heraus keifend gegen vorne prescht, weil evtl. ne Maus gefurzt hat, passiert sowas einfach im Affekt.

Was ich "gern" bei Mäx mache, ist die Leine gegen ihn ausschuetteln. Ist bei weitem nicht so deftig wie ein Leinenruck aber effektiv. Wir hatten ja das Problemchen, dass er angeleint entweder seinem Frust angeleint zu sein, freien lauf liess, oder aber mit tauben Ohren und Nase am Boden klebend mich hinterherschleifen wollte. Richtungswechsel, Aufmerksamkeitssignal oder vollsäuseln gehen ihm in diesem Moment a.A. vorbei. Bei mir läuft er langsam richtig prima mit und ich muss ihn nur hin und wieder verbal dran erinnern, wie unsere Regeln lauten. Ist der Herr mal wieder spontan taub, schuettel ich mal rasch die Leine. Ich verlange lediglich, die imaginäre Grenze nicht zu ueberschreiten und nicht zu schuneffeln wenn er an der Leine ist (hätte per se nix gegen schnueffeln an der Leine, sofern Hund auf Empfang bleibt). tut er das, wird er natuerlich gelobt.

Ich hab leider nur einen verdammt beschissenen Fehler gemacht... Dani hat sich das ganze komplett falsch abgeguckt und ich bekomm das nicht mehr aus ihm raus... Mäx fährt bei ihm extrem hoch. Dementsprechend saut der kleine Kerl bei ihm an der Leine rum. Er verliert regelmässig die Nerven und ruckelt und zuckelt dann völlig unkoordiniert mit der Leine rum und baut irgendwelche Uebngen ein, die in dem Moment grad 0 Sinn ergeben. Mäx hat kein Plan was abgeht und schraubt dementsprechend noch höher. Täglich halte ich Vorträge, täglich zeig ich wies geht und trotzdem seh ich keine Besserung von seiner Seite aus *seufz* Ich brauch nen Männertrainer :lama:
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Magi

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5

Freitag, 3. Januar 2014, 00:22

Was ist nun ein Leinenruck?
Wenn ich an der Leine zupfe um Laila zu sagen "ey.. langsam - bitte" und es nicht mal wirklich ihre Wamme bewegt sondern eher das Zugstophalsband zusammenzieht und mehr eigentlich nicht?
Wenn ich Zelda von fressbarem in der Stadt fernhalte mit einem "nööö - eklig!!"

Oder dann wenn der Hund Körperlich, merklich, sich dem Leinenhalter entgegen purzelt?

So richtig an der Leine gezerrt hab ich bei Laila ein einziges mal und danach stand ich wie ein begossener Pudel in der Gegend und fand mich selber so etwas von fürchterlich und unfähig.

Bei Zelda ist sowohl mentale wie auch körperliche Strafe sehr schwer zum Einsetzen, beides imponiert sie nicht. Bei ihr gibt es auch diese Leinen Impulse für Richtungswechsel oder fress Verbot. Auch wenn sie bockt, gibts mal ein Impuls via Leine - oder ganz gerne wenn ein anderer Hund in Sichtweite ist. Die einzige Alternative die ich in dem Augenblick hätte wäre sie zu tragen :ugly: oder mit einem Keks zu fuchteln und beides ist mir zu blöde. Dass ich mich unfähig fühlte und es übertrieben habe mit der Leine, hatte ich bei ihr öfters, aber anders als bei Laila tat sie nichts der gleichen. Während Lailas Reaktion darauf war, sich sofort auf den Rücken zu legen, zu beschwichtigen und mich nicht mehr ansehen können, so war Zeldas Reaktion immer "ich will aber trotzdem!!!!"

Wenn ich nachdenke, wie oft Zelda mir in die Schlepp rannte als sie noch keine Impulskontrolle hatte und überlege was ich ihr via Leine antue. Dann ist sie selber zu sich einiges heftiger als ich es je Absichtlich war.

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6

Freitag, 3. Januar 2014, 00:26

Bei mir ist es eigentlich genau gleich wie Arikea das beschrieben hat. Aber... mir tut es in dem Moment nicht wirklich leid. Und ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich dem Hund in dem Moment irre viel schade. Es ist in dem Moment einerseits eine Kurzschlussreaktion, andererseits aber auch eine ein Stück weit gewollte Massregelung, die sehr punktuell ist.

Beispiel: Wir gehen jeden Tag an einer kleinen Ziegenherde vorbei. Im Winter sind die im Stall, im Sommer jeden Tag draussen. Letztes Jahr, es war der erste Frühling seit ich hier wohne, sind die Ziegen zum 1. Mal draussen. Die Hunde glotzen. Alles ok, dürfen sie. Nun sind die Ziegen aber noch sehr schreckhaft, preschen plötzlich los und flüchten! Beide Hunde rennen ohne zu Überlegen in die Leine und wollen hinterher. Genauso schnell, wie sie vorgeprescht sind, fliegen sie auch wieder zurück... durch meinen Leinenruck. Für Kim hat das gereicht, June prescht nochmals nach vorne, sie fliegt wieder zurück. Jetzt hat auch sies verstanden und wir gehen ohne an der Leine zu zerren vorbei.
Nächster Tag, selbe Situation, Hunde bleiben heute beim Glotzen, kriegen von mir ein dickes Lob! Nach ein paar Tagen rennen die Ziegen nicht mehr und bald können wir mit nur einem kurzen Blick an den Ziegen vorbei.

Aber klar, ich hätt auch Stundenlang neben den Ziegen hocken und sie schönklickern können. ^^ Ich bin ehrlich... das ist mir zu doof. Für mich und die Hunde ist es in der Situation viel naheliegender und klarer, sofort eine deutliche Korrektur anzubringen, und das Leinenrucken ist iwie das naheliegendste.


Früher habe ich auch noch sehr stark geruckt, wenn die Hunde gezogen haben. Ich war mit zwei an der Leine zerrenden Hunden echt völlig überfordert. Ich habe aber selber gemerkt, dass das wirklich überhaupt gar nichts bringt. Warum, weiss ich auch nicht. Auch auf echt massivstes Zurückreissen hat sich das Ganze kein Ministück verbessert. Zudem hat Snoopy damals mal einen echt heftigen Hustenanfall gekriegt, was mir einen riesen Schrecken verpasst hat! Ab da habe ich begonnen, das Ganze anders anzugehen. Und ich habe andere Wege gefunden, um das wenigstens im Alltag weg zu kriegen, auch dank June, die echt total toll an der Leine geht und ich mich so mehr auf Kim konzentrieren konnte. In Situationen, in denen ich weiss, dass sie an der Leine ziehen wird (z.B. Militarys), lege ich ihr ein Geschirr an, da darf sie ziehen. Trotzdem würde ich lügen, würde ich sagen, dass ich sie nie mehr zurückziehen, wenn sie wieder mal zieht. Es ist wirklich sehr stark in einem selber drin, wenn man sich sowas mal angewöhnt hat.

Mit meiner ersten Hündin habe ich noch das "Leinenzuppeln" im Obedience gelernt. Erstaundlicherweise hat sie das irre gut angenommen und überhaupt nicht als Strafe empfunden. Sie liebte das Fusslaufen. Mit Kim könnte ich das echt vergessen und ich bin froh, das man im Obedience inzwischen ganz weg vom Leinenzupfen gekommen ist.

Genau, meine Ansicht. Ich bewundere jeden, der seinen Hund gut erzogen hat und niemals einen Leinenruck verwendet hat! Ich habe die Geduld nicht.

LG

7

Freitag, 3. Januar 2014, 00:37

Einen 'bösen' Leinenruck nenne ich alles, was dem Hund Schmerzen bereitet, ihm die Luft abschnürt oder ihn sogar durch die Luft fliegen lässt. Ein 'halbsowilder' Leinenruck ist für mich, wenn ich meinem Hund mit einer leichten Leinenbewegung zu verstehen gebe, dass ich etwas von ihm will - ihm somit keine Schmerzen zufüge, noch ihm die Luft abschneide. Ich möchte das Empfingen mit zB einem Anstupsen vergleichen. Wie wenn mich jemand ruft, ich nicht reagiere und er mich anstupst - es gibt feinere Stupser und auch etwas grobere, nicht aber schmerzhaft oder brutal.

Vielleicht ist es etwas schwierig zu verstehen was ich meine. Wichtig ist auch, dass der normale Leinenruck auf den Hund angepasst ist, auf seine Grösse, Stärke und "Widerstandskraft". Es ist mir auch schon passiert, als ich etwas in Gedanken war, dass ich Dewey einen Leinenruck geben wollte und diesen mit der 'Intensität' für Luna ausführte - und somit nicht sehr angenehm für Dew war (5kg Dew/20kg Luna), wobei diese Intensität Luna lediglich auf mich aufmerksam macht.

Schlussendlich arbeite ich trotz allem nicht grossartig mit dem Einsatz der Leine, sondern viel mehr mit Stimme und Klängen (Schnalzen, Pfeifen). Leinenruck wird mittlerweile hauptsächlich nur noch eingesetzt, um Luna in festgefahrenen Situationen rauszuholen, in welchen meine Stimme nicht reicht. Hier gibt es allerdings nur einen stärkeren Leinenruck (der noch nicht in die Sparte "Schmerzen") geht, um sie direkt nach dem Leinenruck anzusprechen. Bei uns klappts so prima und ich kann sie ohne weitere, körperliche Massnahmen beruhigen.

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8

Freitag, 3. Januar 2014, 01:12


Bei Zelda ist sowohl mentale wie auch körperliche Strafe sehr schwer zum Einsetzen, beides imponiert sie nicht.so war Zeldas Reaktion immer "ich will aber trotzdem!!!!"


:D sind fagi und zelda doch verwandt?
der ist genauso "sinnbefreit" gegen jeglichen leinenruck...
im gegenteil. hier hilft wirklich nur noch das strikte umkehren, da ihm jeglicher leinenruck völlig egal wäre...

Betti86

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9

Freitag, 3. Januar 2014, 09:49

Kira hat eigentlich nie an der leine ,,gezerrt,, nie extrem...
sie ist als Welpi einmal ziemlich geflogen! :blush: aber unabsichtlich...
wir sind meinem Bruder hinterher über einen kleinen randstein und ich bin mit dem Fuss hängengeblieben und hingefallen...
kira ist in die leine gerannt und zurückgespickt durch meinen fall :huh:
sie flog wirklich, machte einen halben salto und landete hinter mir.
naja...
Musste da später sogar zum Arzt, sehne war angerissen mein fuss wurde dick...
aber kira hat seit diesem tag eingentlich nicht mer gross gezogen :)


June war da schon ein härterer Brocken.
da habe ichs mit guddis versucht, plötzlicher richtungswechsel, stehenbleiben. :rolleyes:

Sie hat mich an meine grenzen gebracht...!

aber nach eineger zeit hat sies verstanden... mit einer kombi aus leinen ruck und ansprechen. also ein ,,Hei,, und wen sie da nicht reagiert einen ruck mit der leine, aber zur seite!
die meisten Hündeler reissen die leine nach hinten. das bringt eh so gut wie nichts :halo: weil der hund dan noch mer in die leine hängt :lama:
,,Ein Hund ist nicht "fast ein Mensch", und ich kenne keine grössere Beleidigung des Hundes, als ihn so zu bezeichnen,,

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10

Freitag, 3. Januar 2014, 15:13

@Andi, ich denke schon das vieles daran liegt, dass beide Jagdhunde sind. Obwohl ja eigentlich Fagi Vorsteher ist und mit dem Jäger zusammen arbeitet hat er halt auch seinen Sturschädel. Zelda merkt man es wahnsinnig gut an, im normalen Alltag ist sie eher sensibel durch ihren (leicht) unsicheren Charakter (Bus fahren, Auto fahren, Lift, Hundebegegnungen etc.). Sobald sie aber etwas im Kopf hat was sie möchte, dann ist ihre Frust-, Schmerz-, und allgemein jegliche Toleranz viel höher. Ist zu vergleichen mit den Windhunden die ein sensibelchen beim Krallen schneiden sind aber auf der Rennbahn wohl noch mit gebrochenen Beinen weiter rennen würden :ugly: Das nun kombiniert mit einem Hund der total egoistisch und wenig kooperativ ist, ergibt ein Hund den man nicht mit Gewalt erziehen kann weil sie entweder an ihm abprallt wie nichts und es ihm egal ist, oder es viel zu hart ist weil er gerade ein Weichei ist. :grumpy:
Laila ist immer Laila, schnauzt man sie an, trifft sie das immer gleich, egal ob sie ein Reh jagt oder eigentlich gar nichts getan hat. Die hat keine 2 Charakteren in sich, die ist immer einfach Laila.

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11

Freitag, 3. Januar 2014, 21:00

Viva ruckt manchmal derart an der Leine, dass ich hinten dran fast einen vorwärts Salto mache :lama: Menschenquälerei sowas! :D :D :D

Nora

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Samstag, 4. Januar 2014, 01:22

Also rucken wir doch alle an der Leine? Auf die eine oder andere Weise... Und unsere Hunde leben alle noch? Aber ich dachte, Leinenrucken wäre so schlimm und absolut tabu?

Bezieht sich diese absolute Aussage dann eher auf die u10kg-Hunde? Oder auf das, was Andi da vom Hundeplatz berichtet? Ich weiss, dass es da irgendwo einen Bericht gibt, wo so eine Leinenruckaktion gesundheitliche Folgen hatte... und ich möchte auch nicht unbedingt ein Video von so einer Aktion sehen. Aber - ist das das, was wir alle unter einem Leinenruck verstehen? Was sind dann all die anderen Kommunikationsgesuche zwischen Halter und Hund, die über die Leine ausgeführt werden? Oder darf es die eigentlich alle nicht geben?

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Samstag, 4. Januar 2014, 01:59

ich verstehe unter der leine allgemein eher "unseren verlängerten arm" und eher sensible hunde spüren auch leichte veränderungen unserer armbewegungen wenn sie denn nicht wirklich gerade schwunghaft ausgeübt werden.
so reicht es sicher manchem hund durchaus auch durch ein leichtes leinenwippen dran erinnert zu werden, dass er nicht ganz alleine unterwegs ist, was wiederum bei einem eher unsensibleren hund, welcher gerade "wichtigeres zu tun hat" so gar nicht wahrgenommen wird.
unsere cheyenne ist so ein "sensibler hund", welche auf die kleinsten leinenbewegungen reagiert. sie ist ansonsten jedoch auch für allgemein sehr feine signale empfänglich und sei es ledigl. stimmlich gegeben.
fagi ist unser totale "raubaucke" diesbezüglich und und für mich der eher unsensible junghund, welcher noch sehr viel testet und ausprobiert.
einen wirklichen leinenruck würde ihn wohl in meine richtung befördern, jedoch genauso schnell wäre er wieder in der straffen leine vorwärts hängend.
die motivation hierbei liegt sicher im jagdhundedasein..., welche ihn (noch) dermassen beschäftigt, dass er mich fast vergisst.
ich bringe mich eben nun mit strikten unterbrechungen (umkehren) in erinnerung und bringe ihn somit kurzfristig aus seinem modus heraus. klar ist das ein langer weg und der kleine herr stürmt ebenso auch so manches mal ungebremst selbst in die leine. er versucht hier nur noch mehr kraft aufzuwenden um an sein ziel (evtl. mausloch) zu gelangen.
das verhalten bessert sich zum glück zunehmend, da ich auch viel mit ihm auf freiem feld arbeite wie z.b. kleine sektionen unterordnung, eigentrail usw...
leinenruck egal in welcher art kann ich bei diesem hund generell abschreiben. diesen setze ich erst gar nicht bei ihm ein. stürmt er selbst in die leine ist es sein problem...
ayla ist wiederum völlig anderst gepolt und wenn sie beschliesst vorwärts zu gehen, tut sie dies. wie ein dampfhammer.
sie kann wirklich ziehen wie ein ochse wenn sie das vor hat.
leinenrucks ärgern sie und bewirken ledigl. dass sie umkehren will...
ab da hat madame genug vom spazi und beschliesst, dass sie jetzt heim will.
bei ihr ist der stimmliche einsatz weitaus effektiver.
:lama: ich glaube selbst wenn ich wollte könnte ich keinen leinenruck bei ihr so anbringen, dass ich sie wirklich "versetzen" könnte. dazu ist sie zu masssig.
sie weiss allerdings auch um ihre körperkräfte (masse) und wenn sie sich an einem mausloch festgesaugt hat, muss ich zu ihr hin und sie dadurch daran erinnern dass wir weiter laufen. einfach wegziehen ist ist bei einem 50 kg sandsack mit 4 pflock füssen eher schwierig.

Feli02

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Samstag, 4. Januar 2014, 08:23

Also rucken wir doch alle an der Leine? Auf die eine oder andere Weise... Und unsere Hunde leben alle noch? Aber ich dachte, Leinenrucken wäre so schlimm und absolut tabu?

Nein, wir rucken nicht alle mehr an der Leine.
Auch wenn es mir sehr gefallen ist mir das wieder abzugewöhnen und die Hände still zu halten.
Ich habe bei meinem ersten Hund im klassischen Hundeverein den klassischen Leinen von den Profis gelernt. ich bin damit im Alltag kein bißchen weiter gekommen. Dieser Hund war kein bißchen Leinenführer als irgendeiner meiner späteren Hunde.
Allerdings hatte ab seinem 8. Lebensjahr eine diagnostizierte Wirbelsäulenarthrose. Ein Schelm der da einen Zusammenhang sieht.

Der Gedanke das der Leinenruck böse gesundheitliche Schäden versachen kann, kommt vielleicht von der Untersuchung die Anders Hallgren in seinem Buch Rückenprobleme des Hundes anspricht.
Dort schreibt der größte Teil der Hunde in der Testgruppe mit Aggressionsproblematik Rückenprobleme hatte und der größte Teil der Hunde mit Rückenproblemen Hunde waren die mit aversivem Leinenruck ausgebildet wurden.

Inzwischen habe ich selbst schwere Arthrose in der Halswirbelsäule (vermutlich von zuvielen Leinenrucken) und weiß welche Beeinträchtigungen damit einhergehen. .
Und seitdem finde ich die Ruckerei noch weniger lustig.

Noch schlimmer finde ich allerdings wenn Leute permanent an ihren Hunden rumrucken aus reiner Gewohnheit und gar nix mehr merken. :donner:
Viele Grüße
Andrea und Pack

Nora

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15

Samstag, 4. Januar 2014, 11:02

der Untersuchung die Anders Hallgren

Mh... Mist, ein Buch. Hast du den Abschnitt über die Untersuchung irgendwie griffbereit und kannst etwas mehr darüber schreiben?

Allerdings hatte ab seinem 8. Lebensjahr eine diagnostizierte Wirbelsäulenarthrose. Ein Schelm der da einen Zusammenhang sieht. (...) Inzwischen habe ich selbst schwere Arthrose in der Halswirbelsäule (vermutlich von zuvielen Leinenrucken)

War das bei deinem Hund eine Spondylose? Bei einer Krankheit, die bei bestimmten Rassen vermehrt auftritt, finde ich so einen Rückschluss aus einer Einzelbeobachtung doch eher... gewagt? Und... meine Mutter hat ebenfalls schwere Arthrose in der HWS, sie hatte aber nie einen Hund. Dafür hatte sie über Dekaden eine leichte, kaum sichtbare Fehlstellung der Füsse, und ihr nicht ganz runder Gang hat im Laufe der Zeit zu der Veränderung in der HWS geführt.

Im Grunde habe ich nichts dagegen, wenn man eigene Erfahrungen nutzt, um daraus für sich Schlüsse zu ziehen - sie zu verallgemeinern, halte ich allerdings nicht für angebracht.

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16

Samstag, 4. Januar 2014, 11:18

Ich denke fast jedem Hundehalter passiert es das ein oder andere Mal, dass der Hund in die Leine donnert, gerade jagdlich motivierte Hunde. Einen bewussten Leinenruck als Strafe für an der Leine ziehen o.ä. zu betreiben, halte ich für den falschen Weg und auch nicht gerade für einen gesundheitsschonenden, Hals/ wirbelsäule lässt grüssen.

Ich habe rassebedingt ja eher Zughunde, die sind alle leinenführig, beigebracht über eine etwas verkürzte Form des Leinenführspiels im Sinne von Kehren und nonverbalen mit Körpersprache arbeitenden Stopps. Ich hätte aber auch absolut keine Lust mich beim Spazierengehen mit Wettziehen zu beschäftigen.Und alle drei führe ich am Führgeschirr, meistens zumindest, Restaurant-, Stadtbesuche ausgenommen.

Feli02

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17

Samstag, 4. Januar 2014, 18:11

der Untersuchung die Anders Hallgren

Mh... Mist, ein Buch. Hast du den Abschnitt über die Untersuchung irgendwie griffbereit und kannst etwas mehr darüber schreiben?




Das ganze Buch handelt eigentlich über diese Untersuchung. Ist schon ein paar Jahre her das ich gelesen habe
Viele Grüße
Andrea und Pack

Feli02

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18

Samstag, 4. Januar 2014, 18:18


Im Grunde habe ich nichts dagegen, wenn man eigene Erfahrungen nutzt, um daraus für sich Schlüsse zu ziehen - sie zu verallgemeinern, halte ich allerdings nicht für angebracht.
Nun, aber ich habe immerhin diese Erfahrung. Ich habe Leinenruck praktiziert und sah später Röntgenbilder von meinem Hund und seiner Wirbelsäule. Er hatte keine Spondylose.
Die Schlußfolgerung aus Hallgrens Buch konnte ich also auch auf meinen Hund anwenden

Wer hat Erfahrungen im Praktizieren des Leinenruckes und von seinem älteren Hund ein sauberes Röntgenbild um dagegen zu halten?
Viele Grüße
Andrea und Pack

Danish

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Samstag, 4. Januar 2014, 19:27

Jasko musste mit ca. 8 Jahren (oder war er da erst 7??) geröngt werden, weil er beim Spielen auf den Rücken knallte..... Ich bin NIE zimperlich mit ihm umgegangen - und Zitat des TAs: Habe noch selten einen so schönen Rücken gesehen bei einem Gebrauchshund in dem Alter, der noch wirklich gebraucht wird!

Er macht mir heute noch die Steilwand (gut, wir sind auf 180cm unten, "Altersturnen"), Hoch- und Weitsprung, Schutzdienst und sonst noch jeden "Mist", der einem erwachsenen Mali in den Sinn kommen könnte...... Und im Dienst steht er auch noch.....

Tagtraum

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Samstag, 4. Januar 2014, 20:12

Ich denke, jeder zuppelt mal an der Leine um zu sagen "hallooo ich bin auch noch da" oder ruckt mal heftiger daran wenn er gerade emotional ein wenig ausrastet.

Als Erziehungsmassnahme um einen ziehenden Hund leinenführig zu machen, sehe ich das aber überhaupt nicht. Erstens müsste man da wohl je nach Hund so heftig rucken dass es gesundheitsschädigend ist (=> Strafe muss immer so stark sein, dass der Hund auch beeindruckt ist). Zweitens bewirkt leichter Zug / leichte Rucks meistens eher Gegenzug oder dass der Hund ausweichen will, also eher das Gegenteil von dem was man wollte. Drittens gewöhnen sich die meisten ziehenden Hunde ziemlich schnell an die Rucks.