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Hiaschi

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Freitag, 12. Juli 2013, 15:00

Hiascha & die anderen...

Irgendwie passt mein momentaner Frust grad zu Thema. Ich arbeite mit Hiascha seit längerem dran, dass er wieder normal kommuniziert mit Hunden und seine "Angriff-ist-die-beste-Verteidigung"-Taktik überdenkt und eine andere Strategie wählt. Ich habe bei ihm leider den Fehler gemacht, dass ich Knurren etc. unterbunden habe, so dass er alle Stufen vom Erstarren bis zum Wegbeissen blitzschnell überspringt und gleich drauf los geht. Beschädigungsabsichten hat er nie, es bleiben höchstens mal ein paar Haare zwischen seinen Zähnen hängen. :rolleyes: Die meisten Hunde lassen ihn dann auch in Ruhe und die Besitzer haben mal wieder das Image vom giftigen Kleinhund bestätigt. Angst, dass ich angezeigt werde, habe ich kaum. Das ist wohl ein Vorteil, wenn man einen kleinen Hund hat. Ich will aber nicht dem Kleinhundehalter-Image entsprechen! Ich möchte so gerne einen sauber kommunizierender Hund!

In mühsamer Kleinstarbeit habe ich ihn wieder zum Kommunizieren gebracht und jedes Knurren, Lefzenheben, etc. bestätigt. In den letzen Wochen war ich wirklich super zufrieden mit seiner Entwicklung. Er hat oft weiter rumgeschnüffelt, wenn ihm einer nicht gepasst hat, oder gar Spielaufforderungen gemacht. Ich war so stolz auf diese Entwicklung. :herz:

Jetzt ist er aber wieder mehrere Schritte zurück gegangen, bzw. benimmt sich noch abnormaler als davor. Gestern traffen wir auf dem Spaziergang einen Westie, der frei lief, obwohl meiner an der Leine war. Ich dachte "Na gut, wieder mal eine Gelegenheit zum üben". Hiascha schaute mich an, ich sagte "Hundi gse?", er schaute den Hund an, ging wedelnd auf ihn zu, ich dachte "Cool!". Dann erstarrte Hiascha für eine Milisekunde und ging auf den anderen los mit Getöse. Wie hätte ich in diese Milisekunde reagieren sollen, wenn er davor freundlich gewedelt hat? Der andere haute sofort ab und Hiascha lief bei mir in der UO am anderen vorbei und ich schämte mich. Nach langem Gegrübel kam ich zum Schluss, dass es einfach am anderen Hund, bzw, dessen Rasse lag. Mit Westies und Cairn-Terriern hatte er früher öfter solche komische Reaktionen gezeigt. Vielleicht kann er deren steiffen Gang einfach nicht richtig lesen.

Leider war es kein Einzelfall: Heute beim Mittagessen sprach mich ein Mann vom Nebentisch auf die Rasse meines Hundes an. Er hatte einen Welsh Springer dabei. Wir quatschten noch eine Weile, als ich mein Tablet zurückbrachte und blieb an ihrem Tisch stehen. Hiascha war an unserem Tisch angebunden und schaute zu. Dann ging ich zu Hiascha um zu gehen. Dabei bemerkte ich aber nicht, dass der andere seinen Hund in der Wirtschaft an der Flexileine mir nach zu Hiascha liess. :ugly: . Als es schon zu spät war um den anderen anzuweisen, seinen Hund zurückzunehmen, sah ich, dass Hiascha den anderen vorsichtig an der Nase beschnupperte und tief wedelte. Na gut... In der nächsten Sekunde ging er aber auf den anderen los. Wieder ohne zu warnen. :grumpy:

So ein Sch... Es lief so gut! Und jetzt das: Wedeln und dann ohne zu warnen drauf los. Er kann es doch anders!

Gibt es bezüglich Hundeverhalten auch eine spontane Erholung nach ein wenig Ruhezeit? Ich hoffe sehr...

Nora

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Freitag, 12. Juli 2013, 15:08

Das ist ja fast einen eigenen Thread wert, Hiaschi.

Er wedelt hinten... was passiert denn vorne? Augen, Ohren, Schnauze, Zunge, Nasenrücken, Rücken? Wie entspannt wirkt er? Wedeln ist ja erstmal nur Erregung - und damit weder etwas Positives noch etwas Negatives.

Insgesamt finde ich dein Vorhaben super, auch wenn ich mich noch genau erinnere, dass Hiascha mit Anti ganz toll kommuniziert hat: Über die Nase lecken, wegschauen, gähnen, Kopf wegdrehen, Zähne zeigen, dann knurren... Das Problem war nicht, dass Hiascha es nicht gesagt hätte, das Problem ist praktisch immer, dass Anti das überprüfen muss, mehrmals. *fg*

Diese Sequenzen können irre schnell gehen - und wenn man nicht genau aufpasst, meint man, der Hund wäre ohne Ankündigung nach vorne gegangen. Kannst du das vllt mal testen und ein Treffen mit einem Reizhund organisieren und Hiascha filmen lassen?

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Freitag, 12. Juli 2013, 15:25

Wie schon geschrieben, wedeln heisst nicht, dass Hund eine freundliche Absicht hat. Chadie tat das früher genauso, nett gewedelt und dann auf den anderen Hund mit Gebrüll, auch jeweils wenn er an der Leine war. Ohne Leine wedelt er aber auch nicht bei Hundebegegnungen, sondern kommuniziert anderst.

Eine Filmsequuenz wäre super, ansonsten finde ich Leinenkontakte grds. schwierig, gerade bei Hunden, die gerne doof tun, ist man ja meist recht angespannt.

Hiaschi

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Freitag, 12. Juli 2013, 15:45

Du kannst es auch in einen eigenen Thread verschieben, wenn du willst.

Ich versuche mal, mich zu erinnern. Da es aber immer sehr schnell geht und ich währenddessen noch verzweifelt versuche zu entscheiden, was ich machen soll, bin ich mir nicht so sicher. Es zu filmen wäre wirklich mal eine gute Idee.

Zitat

Er wedelt hinten... was passiert denn vorne? Augen, Ohren, Schnauze, Zunge, Nasenrücken, Rücken?


Westie: Augen weit offen, Ohren eher nach vorne, Maul leicht geöffnet, wo die Maulwinkel sind, weiss ich nicht, Gewicht leicht nach vorne vorne, tribelt leicht rum, Schwanz ein wenig höher als Rückenlinie, wedelt schnell.

Welsh: Augen sind weit offen, Ohren hinten, Maul geschlossen, er streckt sich nach vorne und macht sich lang, bleibt stehen, Schwanz tiefer als Rückenlinie, mittelschnelles Wedeln.

Zitat

Wie entspannt wirkt er? Wedeln ist ja erstmal nur Erregung - und damit weder etwas Positives noch etwas Negatives.


Entspannt ist er eigentlich nie, wenn er auf fremde Hunde trifft. Aber das sind ja wohl die wenigsten Hunde. Eine Spannung muss ja in dieser Situation da sein, um den anderen einzuschätzen und dementsprechend zu reagieren.

Bei Hiascha gibt es das Imponier-Wedeln wo er den Schwanz über dem Rücken bewegt. So wedelt er schnell, wenn es sich um ein hübsches Mädchen, die er umwirbt, handelt. Bei denen gibt es praktisch nie Probleme. Wedelt er langsam über dem Rücken, ist für mich Alarmstufe rot und ich greife ein, da es sonst gleich kracht. In dieser Situation kann ich ihn aber lesen und habe mindestens eine Sekunde Zeit um zu reagieren.

Dann gibt es das tiefe wedeln, wie heute beim Welsh. Das ist eher Unsicherheit. In dieser Situation legte er sich früher (und heute ganz selten) auf den Rücken, lässt sich wiederwillig beriechen, strampelt den anderen aber bald weg. Wenn der andere zu aufdringlich ist, schnappt er ihn weg. Heute zeigt er dieses Verhalten kaum noch und geht gleich drauf los.

Dann gibt es noch x Zwischendinger, über die ich mir zuerst Gedanken machen muss.

Den Schwanz einziehen habe ich ihn übrigens noch nie gesehen. Das wäre aber bei einer möglichen Flucht auch ziemlich hinderlich, da er sonst auf die langen Haare stehen würde. :D

Zitat

Insgesamt finde ich dein Vorhaben super, auch wenn ich mich noch genau erinnere, dass Hiascha mit Anti ganz toll kommuniziert hat: Über die Nase lecken, wegschauen, gähnen, Kopf wegdrehen, Zähne zeigen, dann knurren... Das Problem war nicht, dass Hiascha es nicht gesagt hätte, das Problem ist praktisch immer, dass Anti das überprüfen muss, mehrmals. *fg*


Genau das ist Hiaschas grösstes Problem und bezieht sich nicht nur auf Anti. Er kommuniziert zwar es wird aber selten ernst genommen. Knurrt er, testen viele danach noch einmal, ob er es ernst meint bzw. ignorieren es einfach. Daher klärt er die Situation lieber von Anfang an auf rabiate Weise. Danach ist es für die meisten ja klar... ausser für Anti und Co. :D

Daher bin ich mir auch nicht so sicher, ob Hiascha je eine wirklich saubere Kommunikation zurückerlangt. Die meisten Hunde nehmen ihn einfach nicht ernst. Sein Verhalten bestätigt sich so auch schlecht.

Ich möchte es aber einfach versuchen und schauen, wie weit ich komme. Leider fällt es mir schwer, es nur als Test anzuschauen und ich bin trotzdem immer wieder enttäuscht und nehme es persönlich, wenn etwas schief läuft.

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Freitag, 12. Juli 2013, 15:54

Ach ja, wegen der Leine: Ich musste bei Hiascha feststellen, dass ihm die Leine eher Sicherheit gibt. Hiascha zieht sowieso extrem selten an der Leine und wir sehen sie einfach als Verbindungs- und Kommunikationsglied zwischen uns an. In Situationen, wo es zu Kontakten an der Leine kommt lasse ich die Leine immer möglichst locker, damit sie seine Kommunikation nicht beeinflusst und einfach als Absicherung dient.

Gestern beim Westie lag die Leine am Boden und hatte keinen Einfluss auf die Kommunikation. Heute beim Welsh war sie straff, aber nicht auf Zug. Sowieso eine ziemlich blöde Situation. In einem Restaurant die Hunde an der Leine zusammenlassen...! :lama: Ich glaube ich lege diese Begegnung jetzt einfach mal als "Shit happens" ab.

Warum er auf Westies so komisch reagiert, muss ich aber noch herausfinden. ?(

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Freitag, 12. Juli 2013, 16:00

Vielleicht haben die irgendetwas in der Körpersprache, das ihn provoziert?
Z.B. sehr frontal, Kopf wird nicht abgewendet, Rute oben?

Kann zu Westies nicht viel sagen, da das die Grösse Hund ist, die meine nie ernst nehmen; zwei von meinen reagieren aber dööfer auf Berner Sennenhunde und Trottel-Labbis.

Ich würde es positiv sehen, immerhin weisst Du, dass Du bei denen mehr schauen musst.

Und lass Dich von zwei Events nicht runterziehen, das Vorangegangene hört sich doch total super an ;) .

Hiaschi

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Freitag, 12. Juli 2013, 16:21

Vielleicht haben die irgendetwas in der Körpersprache, das ihn provoziert? Z.B. sehr frontal, Kopf wird nicht abgewendet, Rute oben?


Gut möglich. Dazu haben die oft so einen staksigen Gang. Ich muss das wirklich mal filmen. Ich muss mal jemanden ohne Hund und mit Verständnis für mein Vorhaben mit auf einen Spaziergang nehmen und mit Kamera ausrüsten. Dann noch darauf hoffen, dass die Person die Kamera im Griff hat und die Situation gut auf Film bringt. Nicht ganz einfach meine Ansprüche... :whistling:

Kann zu Westies nicht viel sagen, da das die Grösse Hund ist, die meine nie ernst nehmen; zwei von meinen reagieren aber dööfer auf Berner Sennenhunde und Trottel-Labbis.


:D

Bei Retrievern erstarrt Hiascha, bevor er drauf los geht. Dann muss ich den anderen irgendwie wegschicken. Das ist bei diesen Rassen aber gar nicht so einfach, da sie sich nicht so leicht beeindrucken lassen.

Am schlimmsten reagiert er bei Schäferartigen. Da rennt er zur Abwechslung kreischend davon, wenn ich ihn nicht an der Leine gesichert habe, oder ich die Situation sonst in den Griff bekomme. Schäfer finden Hiaschas Flucht dann oft ganz unhöflich und wollen den Flüchtenden stoppen, was seine Angst bestätigt. :flenn: Zum Glück ist das erst einige wenige Male vorgekommen. Aber die reichten. Woher die Angst kommt, weiss ich heute noch nicht. Sobald er die Schäfer kennt, ist es aber OK und sie werden ignoriert.

Ich würde es positiv sehen, immerhin weisst Du, dass Du bei denen mehr schauen musst. Und lass Dich von zwei Events nicht runterziehen, das Vorangegangene hört sich doch total super an .


Du hast recht! Think positive! :trulla: :weed: Im Moment fällt mir das aber allgemein schwer.

Nora

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Freitag, 12. Juli 2013, 22:22

Ich meinte weniger, was bei den anderen Hunden vorne passiert, sondern bei Hiascha. Ab dem Moment, wo er den anderen Hund sieht bis zur Attacke. :)

Genau das ist Hiaschas grösstes Problem und bezieht sich nicht nur auf Anti.

Ich glaube nicht, dass das was mit Hiascha zu tun hat - ich halte es für recht normal, dass - gerade bei fremden Hunden - erstmal genau überprüft wird, wie ernst der andere es meint.

Leider fällt es mir schwer, es nur als Test anzuschauen und ich bin trotzdem immer wieder enttäuscht und nehme es persönlich, wenn etwas schief läuft.

Das weiss ich, habe ich beobachtet. ;) Du solltest daran arbeiten, finde ich. Das ist imo ein Wechselspiel, in dem du enttäuscht bist, wenn Hiascha nicht 'lieb' ist und gleichzeitig alles blockierst, was du nicht als 'lieb' empfindest. Mit Hiascha hat das aber eigentlich recht wenig zu tun, der auch schon damals bei Anti ganz toll kommuniziert hat. Fand ich. :) Und trotzdem: Was denkst du, wie sehr sich deine Anspannung und Erwartung an Hiascha auf ihn überträgt? Wie sehr veränderst du dich in deinem Verhalten, wenn eine Hundebegegnung bevorsteht?

Dann noch darauf hoffen, dass die Person die Kamera im Griff hat und die Situation gut auf Film bringt. Nicht ganz einfach meine Ansprüche...

Vielleicht versuchst du es hier im Forum mal mit einem Aufruf: Einen Hundehalter, auf dessen Hund Hiascha noch nicht getroffen ist, und jemanden, der schon mal eine Kamera in der Hand hatte und weiss, worauf es bei der Kommunikation zwischen den Hunden, aber auch zwischen dir und Hiascha ankommt... Wäre vielleicht einen Versuch wert? :)

Isch machma Thread, nä? :D

Magi

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Freitag, 12. Juli 2013, 22:36

*hust
komm doch mal wieder nach Buchs wenn der RR da ist und ich filme :halo:

Etwas anderes kann ich dir da nicht anbieten. Ich kenne mich mit solchen Sachen leider noch gar nicht aus. Und wo ich ihn gesehen habe und was ich mit bekommen habe war er ein wirklich toller Hund.

Der Hundeshop rund um günstiges Zubehör...

Strizi

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Freitag, 12. Juli 2013, 22:37


Vielleicht versuchst du es hier im Forum mal mit einem Aufruf: Einen Hundehalter, auf dessen Hund Hiascha noch nicht getroffen ist, und jemanden, der schon mal eine Kamera in der Hand hatte und weiss, worauf es bei der Kommunikation zwischen den Hunden, aber auch zwischen dir und Hiascha ankommt... Wäre vielleicht einen Versuch wert? :)

Isch machma Thread, nä? :D


Ich würde mich sonst mit Ymo als Testhund zur Verfügung stellen. Hiascha hat ihn zwar auch schon ein oder zwei mal getroffen, aber das ist schon länger her. Und er wäre ein Schäfer. :) Die mag er ja glaub nicht so wenn ich das richtig gelesen habe.
Leben das heisst:
Immer einmal mehr aufstehen als hinfallen

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Sonntag, 14. Juli 2013, 08:57

Helfen kann ich Dir leider nicht. Du weisst ja, ich muss an etwas ähnlichem arbeiten. Aber ich finde es gut, das du daran arbeiten willst und nicht denkst "mein Hund ist klein, da passiert ja eh nicht viel". Ich bin gespannt wie sich das bei Euch entwickelt und hoffe, du berichtest fleissig weiter.

Mir haben die Einzelstunden bei Angi ja viel gebracht (auch rein vom Handling her). Vielleicht wäre das eine Möglichkeit. Ihre Hunde dienen bei uns als Übung und das klappt super.
Oder vielleicht traust du dich doch nochmal in die Gruppe.

Gruss Wendy

Hiaschi

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Montag, 15. Juli 2013, 09:00

Sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde. Ich war das ganze Wochenende on the road.


Ich meinte weniger, was bei den anderen Hunden vorne passiert, sondern bei Hiascha. Ab dem Moment, wo er den anderen Hund sieht bis zur Attacke.

:D Ich habe Hiaschas Verhalten beschrieben. Den anderen Hund in solchen Situationen auch noch zu beobachten würde meine Fähigkeiten definitiv übersteigen. Daher wäre so ein Video wirklich interessant. Der Übergang zur Attacke erfolgt in Sekundenbruchteilen, nachdem er sich höchtens eine Sekunde lang versteift.


Das weiss ich, habe ich beobachtet. Du solltest daran arbeiten, finde ich. Das ist imo ein Wechselspiel, in dem du enttäuscht bist, wenn Hiascha nicht 'lieb' ist und gleichzeitig alles blockierst, was du nicht als 'lieb' empfindest. Mit Hiascha hat das aber eigentlich recht wenig zu tun, der auch schon damals bei Anti ganz toll kommuniziert hat. Fand ich. Und trotzdem: Was denkst du, wie sehr sich deine Anspannung und Erwartung an Hiascha auf ihn überträgt? Wie sehr veränderst du dich in deinem Verhalten, wenn eine Hundebegegnung bevorsteht?

Ogott, bin ich echt so schlimm und durchsichtig?

Mein Verhalten bei Hundesichtung hat sich ziemlich geändert, seit ich mit Hiascha an friedlichen Begegnungen arbeite. Davor war ich froh, wenn ich nie einem Hund begegnet bin. Heute finde ich es sogar sehr schade, dass ich hier im Kanton Uri so selten auf nicht angeleinte Hunde treffe. Die meisten Halter sind nämlich gut erzogen und nehmen ihren Hund sofort an die Leine, wenn sie sehen, dass Hiascha an der Leine ist oder ich mich zu ihm begebe.

Was ich aber feststelle ist, dass viel weniger passiert, wenn ich gut gelaunt bin. Zum Beispiel an Kursen und Militarys sind wir beide viel friedlicher als wenn ich abends nach dem Arbeiten noch einen Spaziergang mache, es regnet und ich eigentlich lieber daheim etwas essen würde.

Da ist wohl wieder mal gaaaaaaaaaanz viel mentales Training angesagt.


Vielleicht versuchst du es hier im Forum mal mit einem Aufruf: Einen Hundehalter, auf dessen Hund Hiascha noch nicht getroffen ist, und jemanden, der schon mal eine Kamera in der Hand hatte und weiss, worauf es bei der Kommunikation zwischen den Hunden, aber auch zwischen dir und Hiascha ankommt... Wäre vielleicht einen Versuch wert?
Werde ich machen. Ymo wäre schon mal ein gutes Opfer. Danke Strizi fürs Angebot!

Isch machma Thread, nä?
Dankesehr!

Hiaschi

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Montag, 15. Juli 2013, 09:18

*hust
komm doch mal wieder nach Buchs wenn der RR da ist und ich filme
So weit sind wir... bin ich noch nicht wieder. Auch ist Hiaschas und mein Verhalten auf solchen Plätzen, wo ganz viele Hunde sind anders als auf Spaziergängen, wo uns ein Hund entgegenkommt.
Und wo ich ihn gesehen habe und was ich mit bekommen habe war er ein wirklich toller Hund.

Helfen kann ich Dir leider nicht. Du weisst ja, ich muss an etwas ähnlichem arbeiten. Aber ich finde es gut, das du daran arbeiten willst und nicht denkst "mein Hund ist klein, da passiert ja eh nicht viel". Ich bin gespannt wie sich das bei Euch entwickelt und hoffe, du berichtest fleissig weiter.

Ich bin mir bewusst, dass ich wieder mal auf hohem Niveau jammere. Ich und Hiascha könnten sehr gut ohne dieses Training leben. Er hat keine Leinenagression, hat viele Hundekumpels mit denen er sich super versteht und sauber kommuniziert und wir wohnen ja auch in einer Gegend, wo es nicht oft zu Kontakten kommt. Und doch... wenn ich ehrlich bin, kommt es mir schon entgegen, dass Hiascha klein und niedlich ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir angezeigt werden ist sicher kleiner. Wäre dies nicht so, würde ich mich wohl nicht so einfach an ein solches Training wagen bzw. wäre noch viel verkrampfter.



Mir haben die Einzelstunden bei Angi ja viel gebracht (auch rein vom Handling her). Vielleicht wäre das eine Möglichkeit. Ihre Hunde dienen bei uns als Übung und das klappt super.
Oder vielleicht traust du dich doch nochmal in die Gruppe.
Ach ja, ich habe noch gar nicht erwähnt, dass ich immer noch bei Katrin Schuster in der "Tutnixler" & "Rüdenvermöbler"-Gruppe bin. Dort fühle ich mich gut aufgehoben ausser dass es einfach immer ein irrsinnslanger Anfahrtsweg ist. Aber da ist jeder, der sich im Kanton Uri niederlässt selber schuld.

Hiaschi

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Sonntag, 4. August 2013, 13:17

Wieder mal ein Update:

Meine Enttäuschung hat sich wieder gelegt, da wir in den letzten Tagen auch viele gute Begegnungen hatten. Hier ein paar gute und schlechte davon:

Ich war mit Hiascha am Brienzersee baden. Wir kamen beim Heimlaufen an einem Balljunkie-Border auf temporärem Entzug vorbei, der sein Frauchen fixierte. Ich war mir nicht sicher, ob die Sucht auf den Ball bei unserem Durchgehen grösser sein würde als die Erscheinung von einem anderen Hund und gab Hiascha daher das Signal um sich den Hund anzusehen. Wenn er das nicht macht und der Hund auf einmal vor ihm steht, bricht seine autistische Seifenblasenwelt zusammen und er geht gleich auf Angriff. So beobachtet er den Hund wenigstens mal aus der Ferne. Von sich aus zu einem fremden Hund gehen, macht er eh nur alle Schaltjahre mal. Und wirklich kam der Border kläffend auf uns zu als wir passierten. Hiascha drehte sich zum anderen mit imponierender Schwanzhaltung, ging in einem Bogen zum Hintern des anderen. Der andere wollte sich aber nicht beriechen lassen und lief zu seinem Frauchen zurück. Hiascha machte einen kurzen Spiel-Hüpfer und schaute zu, wie der andere weggieng. Dann lief er mit mir weiter. Ein paar Meter weiter lief ein Berner Sennenhund mit Stock im Maul. Hiascha lief in einem Bogen um diesen rum und kam mit mir weiter. Der Berner interessierte sich nicht für ihn.

In Frankreich hatten wir kaum freie Begegnungen ausser mit einem Dackel-Verschnitt, der oft aus dem Dorf ausbüxte um den Campingplatz unsicher zu machen. Wir waren auf dem Weg zum Laden - Hiascha angebunden. Der Dackel kam staksig auf uns zu. Hiascha nahm die Rute über den Rücken und ging langsam und steiff auf den anderen zu. Leine locker. Ohren waren nach vorne gerichtet, Mundwinkel nach vorne, Maul geschlossen. Da weit und breit kein Herrchen zu befürchten war, nahm ich es locker und beobachtete einfach mal, ob Hiascha vor dem Angriff warnt. Es gab aber kein Knurren von seiner Seite - nur vom anderen - glaube ich. Dann startete Hiascha, der andere wehrte sich ganz kurz und floh dann ein paar Meter hinter einen Busch. Hiascha hörte sofort auf, als der andere floh und kam zu mir. Der Dackel hatte noch nicht genug. Nochmals stakste er hinter dem Busch hervor. Hiascha musste aber nur noch einen Hüpfer mit Knurren in dessen Richtung machen, damit der andere den Rückzug antrat. Dackelchen lief mit eingeklemmter Rute davon, drehte sich aber noch ein paar Mal um um zu schauen, ob er nicht verfolgt wird. Am nächsten Tag kam der Dackel wieder, diesesmal direkt zu unserem Zelt, wo Hiascha und seine Zwergschnauzerfreundin angebunden waren. Meine Kollegin jagte ihn aber gleich davon. Dessen Durchhaltewillen sollte man haben... 8|

Auf einem Spaziergang an der Autobahn entlang traffen wir bei der Raststätte auf eine Kooiker-Hündin, die mit Familie auf der Durchreise war. Hiascha ging hinter mir langsam auf den Hund zu. Sie kam stürmischer zu ihm. Hiascha versteifte sich, die Hündin wich ein wenig. Hiascha begann zu wedeln und auf sie zuzugehen. Sie umkreisten und beschnupperten sich und gingen dann ihres eigenen Weges, wo sie sich immer wieder einmal traffen, aber nicht gross miteinander kommunizierten. Das Gegend erkunden ist viel wichtiger. Ich sprach dann noch eine Weile mit der holländischen Besitzerin. Zuerst auf englisch. Ich machte einen sauberen Versprecher: Oh, it's a big one... (sollte heissen, sie sei gross... den Bauchumfang der Kooikerin wollte ich eigentlich nicht thematisieren.). Die Frau lachte aber nur. :D Als ein weiterer Hund am Zaun auftauchte, war es wirklich beeindruckend zu sehen, wie die beiden Kooiker genau gleich auf den anderen zugingen.

Im Moment hüte ich den Kooiker einer Kollegin. Auch da ist es spannend die Pararelen zwischen den beiden zu entdecken. Hiascha lag heute Morgen quer im Gang und Idefix wollte an ihm vorbei. Hiascha musste ihn nur anschauen und leicht mit der Lippe zucken, und der andere wählte einen anderen Weg. Das gleiche aber auch, als Hiascha sich gestern zu nahe zu Idefix legen wollte. Auch haben die beiden die gleiche recht laute Art zu spielen bzw. wie irre rumzurennen. Heute rammte Idefix Hiascha aus Versehen beim Spiel. Hiascha drehte sich gleich um und geigte dem anderen die Meinung. Dieser nahm sich zurück und spielte dann für sich weiter, bis Hiascha wieder einstieg. Sie versteifen sich bei (vermeintlicher) Bedrohung durch andere Hunde und Menschen auf die genau gleiche Weise. Und haben eben beide eine recht kurze Zündschnur, wenn der andere ihre kurze Warnungen nicht versteht.

Ich komme langsam zum Schluss, dass Hiascha wirklich sehr sauber kommunizieren kann bzw. könnte. Halt einfach auf Kooiker-Art, welche von den meisten anderen Rassen gerne übersehen wird. Daher musste er dazu übergehen, deutlicher zu werden. Leider wählte er eine seeeeehr deutliche Art, die sicher jeder versteht, weil seine kurze Zündschnur kein geduldiges Ausdiskutieren zulässt. Die meiste Hunde verstehen es dann und lassen ihn in Ruhe. Die Besitzer des armen anderen Hundes haben leider meistens weniger Verständnis.

Ach ja, gestern hatte Hiascha noch eine kurze Schlägerei mit einer Border-Hündin. Ich sass am See im Schatten eines Bootshauses mit den beiden Hunden. Hiascha lag freiwillig neben mir, Idefix war an der Leine. Auf einmal bog der Border um die Ecke. Idefix und Hiascha starteten sofort, der Border auch. Es gab ein ziemliches "Kätsch", wo Hiascha unterlag und fliehen wollte. Er hat wohl mit der Unterstützung von Idefix gerechnet, welche er dank Leine nicht bekam. Der Border hielt ihn dann am Rücken fest. Der Border-Besizter zog seinem Hund dann eins mit der Leine über, damit sie abliess und klemmte sie sich dann unter den Arm. Hiascha kam zu mir. Ich war stinkwütend auf meinen Hund. Der Besitzer erkundigte sich dann freundlich, ob etwas passiert sei. Ich fand nichts und es wäre ihm ja auch recht geschehen... :donner: Später sprach ich noch kurz mit dem Border-Besitzer. Dieser sei sich Schlägereien von seinem Hund auch nicht gewöhnt. Normalereweise gäbe es ein kurzes Wäfwäfwäf (wie Hiascha es auch praktiziert) und danach sei die Situation geklärt. Da sind also einfach zwei gleiche aufeinander getroffen in einer sehr ungünstigen Situation... :bored:

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Montag, 5. August 2013, 07:29

Zitat

Ach ja, gestern hatte Hiascha noch eine kurze Schlägerei mit einer Border-Hündin. Ich sass am See im Schatten eines Bootshauses mit den beiden Hunden

Kann es sein, dass die Situation escalierte weil Du dich hingesetzt hattest und Hiascha sich für euren Schutz verantwortlich fühlte?

Zitat

Auf einmal bog der Border um die Ecke

Dazu kam noch der Überraschungseffekt.


Sage es mir, und ich werde es vergessen; Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern; Beteilige mich und ich werde es verstehen!!! (lao tse)

Hiaschi

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Montag, 5. August 2013, 08:39

Ich denke auch, dass es da um die Verteidigung "unseres" Platzes ging. Es ist kein Verhalten, dass ich zu den "normalen" Überreaktionen zähle, die mich so an Hiascha so stören und an denen ich arbeiten will. Natürlich ist es nicht OK, dass er da gleich drauf los ging. Aber da es sich um einen Einzelfall handelt, lege ich es unter "Shit happens" ab.

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Montag, 5. August 2013, 08:41

Super interessant, berichte bitte immer schön weiter
http://www.hundesitter-ortenau.de/

Mein kleiner Hundesitterdienst :)

Hiaschi

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Mittwoch, 28. August 2013, 13:20

Im Moment läuft es solala. Hier mal die schlechten Beispiele:


  • Gestern traf ich auf dem Spaziergang zufälligerweise einen anderen Kooiker. Wir fanden dann raus, dass Hiascha der Grossonkel von dem jungen Herrn ist und beide aus der gleichen Zucht stammen. Hiascha pfeifft aber auf Verwandtschaft und mähte den anderen gleich nieder als dieser sich ihm flirt-imponierend (geschwellte Brust, schnelles Wedeln auf dem Rücken, Nacken nach oben, Nase nach unten, rumgetribel) näherte. Der andere ist 1.5jährig und unkastriert. Das konnte gar nicht gut gehen! Ich hätte es doch wissen müssen und ihn schnell aus der Situation holen sollen. Der andere verstand aber und machte danach einen weiten Bogen um ihn. Die Besitzerin schaute blöd, sagte aber nichts.
  • Letzte Woche kam uns auf dem Spaziergang eine Labi-Halterin entgegen. Sie hat angeleint, ich leine auch an. Während ich mich bücke ruft sie, dass ich meinen ruhig frei lassen solle. Ich bin so blöd und folge ihrem Rat. Der Labi kommt angedackelt und will Hiascha beriechen. Hiascha schnüffelt beim Herannahen des anderen noch am Boden. Als der andere vor ihm stand, versteifte er sich (DANN wäre der letzte Moment zum handeln für mich gewesen) und schnappte den anderen weg. Der Labi wehrte sich kurz, sah dann aber ein, dass Plan B der bessere Weg ist. Die Besitzerin leinte ihren sofort an. Ich entschuldigte mich und ging dann wütend auf mich selber weiter.

Die guten:


  • Eine Kollegin hat einen 18-Wochen-alten Aussie. Diesen haben wir jetzt 2-3 Mal getroffen. Anfangs fand Hiascha diesen oberblöd und ging ihm wann immer möglich aus dem Weg. Wenn der Kleine zu aufdringlich ist und das Lefzen-Kräuseln ignoriert, macht er knurrend einen Satz auf ihn zu und dann ist wieder alles klar. Letzte Woche war ich am Mittag mit der Kollegin und dem Kleinen laufen. Der Kleine hatte auf einmal seine schwachen 5-Minuten und kläffte Hiascha die Ohren voll. Hiascha blieb lange ruhig, schnüffelte sich weg oder drehte sich sonst einfach ab damit der Angreiffer ins Leere springt. Irgendwann war es ihm zu blöd und er machte zwei Knurrhüpfer auf ihn zu. Der andere war jedoch nur eine Minute lang beeindruckt und machte dann mit seinen Spielaufforderungen weiter. Hiascha wurde dann deutlich und der andere verstand nun, was Sache ist. Er traute sich kaum noch, Hiascha anzuschauen und beschwichtigte ziemlich, wenn Hiascha sich ihm näherte. Nach 5 Minuten fand Hiascha, dass der andere die Lektion nun gelernt hat und machte eine kurze Spielaufforderung in MacMacs Richtung. Er rannte dann ein paar Meter mit ihm, unterbrach das Spiel aber sofort wieder mit rumgeschnüffel, als der andere sich zu sehr hochschaukelte. Der andere akzeptierte es sofort. Diese Kommunikation kann er wirklich gut, finde ich!
  • Am Samstag vor der Prüfung traffen wir uns noch mit Romaines Trainingskollegen auf einem kurzen Spaziergang. Dabei war auch ein Rhodesian Ridgeback (für die, die es nicht wissen: Davor habe ich ein Trauma). Ich schnappte schon nach Luft und wollte ausweichen, als Romaine mir sagte, dass der Hund wirklich sauber sei, super kommuniziere und Ansagen sofort akzeptiert. Ich nahm also meinen Mut zusammen und wir gingen zu dem Ridgeback. Und wirklich, es ging super! Hiascha wollte mit dem anderen sogar spielen. Das Problem habe eindeutig ich und nicht er!

Eigentlich kann er "ausgezeichnet kommunizieren". Manchmal findet er aber einfach auch "zünftig zrächtwise ersparrt viele Missverständnisse".

Harley

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Hunde: Harley, engl. Cocker Spaniel, *2008

Verein: Sanitätshundeverein Mistral

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19

Mittwoch, 28. August 2013, 15:03

Ja mit Bitayo lief es wirklich super (Ridgeback).

Ich bin auch einfach vorgezottelt (der Ridge und ein Toller warteten mit den Besitzern auf uns, sie gehören zu meiner Sanitrainingsgruppe) und die arme Hiaschi musste wohl oder übel folgen *lach.

Bitayo hatte eh mit "meiner" Bulldogge (Ares, der Hund meiner Schwester) vorerst genug zu tun. So konnte Hiaschi beobachten wie gut Bitayo sich zurücknehmen kann und dass er normal ist im Kopf . Ich hätte ja auch niemanden in eine unlösbare Situation gebracht ; im Gegenteil, es war so Trauma-technisch genau richtig *hihi
liebe Grüsse, Romaine