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Pixel-Paws

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Hunde: Kimena, Border Collie Mix, 07 | June, Flatcoated Retriever, 11

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Sonntag, 18. August 2013, 12:28

Aufreiten in der Hundekommunikation

Hi Fories

Ich sprech mal ein Thema an, welches mir in diversen Foren immer wieder begegnet und mich langsam etwas nervt, weil jeder meint, er hätte dieses Verhalten bei seinem Hund durchschaut! Mich täte da eure Erfahrung und Meinung interessieren, da es hier doch viele recht erfahrene Leute in Sachen Hundekommunikation gibt. =)

Also grundsätzlich rede ich nicht vom Aufreiten in der klassischen Form von läufige Hündin in den Stehtagen und intakter Rüde, oder läufigen Hündinnen, sondern eben, unter kastrierten Hunden, unter jungen Hunden, unter intakten Rüden und Kastraten, im Spiel, bei Begegnungen, etc.

Ich zähle hier mal die Aussagen an, die ich bisher so mitbekommen habe und mir geblieben sind:
- Gut bekannte Hunde tun dies aus tiefer Zuneigung zueinander
- Gut bekannte Hunde tun dies aus Freude
- Hunde haben sexuelle Gefühle und befrieden sich damit (die Rede war von einem Frühkastraten der jede Art von anderen Hunden in einer Gruppe bepoppt)
- Es macht ihnen Spass
- Die spielen so
- Übersteigerter Sexualtrieb
- Es ist Dominanzgehabe
- Übersprungshandlung
- Zeichen von starker Überforderung

Gäbe sicher noch mehr, aber mir fällt grad nichts mehr ein.

Meiner Meinung nach zählen nur die unteren vier. Alle anderen halte ich für Fehleinschätzungen oder Vermenschlichung. Beim Punkt mit dem übersteigerten Sexualtrieb bin ich mir etwas unschlüssig. Ich dachte zwar selber lange, dass es übersteigerten Sexualtrieb gibt (grad bei teils jüngeren Rüden), allerdings musste ich beim beobachten feststellen, dass es oftmals aus einer totalen Reizüberflutung heraus resultiert. Dennoch denke ich, trifft das auf einige Rüden doch auch zu, gibt ja auch Rassen, die dies besonders auffällig zeigen.

Ich glaube zwar, dass auch kastrierte Hunde (speziell Rüden) sexuelle Gefühle haben können (so habe ich mal gesehen, wie ein kastrierter Rüde eine läufige Hündin gedeckt hat, laut Aussage des Besitzers tut er das wärend den Stehtagen mehrmals pro Tag), aber meiner Meinung nach braucht es dazu mindestens eine läufige Hündin. ^^ Bei Hunden, die in einer Hundegruppe herumhüpfen und behoppeln, was da grad so herumläuft, sehe ich in den meisten Fällen einen völlig überforderten Hund der dringend die Hilfe seines Besitzers bräuchte!

OT zum Thema: Übrigens habe ich dieses Verhalten bei meinen Ratten auch schon beobachtet, und zwar von einer sehr jungen Ratte, die mit der Situation (Integration) komplet überfordert war! Sie hat mehrmals bei mir Hilfe gesucht, als ich diese aber nicht gab, und sie mit sich Ergeben nicht weiter kam, ist sie "übergeschnappt" und hat wahllos alles behoppelt was grad so auf dem Weg lag. Das bestätigt mir meine Hundemeinung irgendwie total. :D

Ich bin ja bekanntlich kein Fan von Gruppenspaziergängen, genau weil ich dieses Verhalten soooo oft beobachten musste und ich die hilflosen Hunde und deren überforderten oder gleichgültigen Besitzer und deren dummen Sprüche nicht mehr sehen konnte! Aber grade darum möchte ich gerne eure Meinungen hören. Bin ich da total daneben? Bin ich einfach zu verklemmt und altbacken, um das Thema objektiv betrachten zu können (was ich schon 2x hören musste)? Übersehe ich etwas? Was für Situationen fallen euch ein, bei denen so ein Verhalten für beide Hunde (der unten sowie dem oben) völlig ok und auf gegenseitigem Einverständnis (lol, wie das klingt! xD) beruht hat?

LG

perrolina

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2

Sonntag, 18. August 2013, 12:44

An dem Körpersprache-Seminar wurden auch die letzten vier Punkte genannt. Also die letzten drei sicher, beim übersteigerten Sexualtrieb bin ich mir gerade nicht mehr so sicher.

Für mich ist ein Machen-lassen in der Situation ein absolutes NoGo. Wenn der entsprechende Hundebesitzer nicht umgehend handelt - und damit meine ich innerhalb von wenigen Sekunden - dann handle ich. Das ist ein Reflex bei mir. Sollte es meine Hündin betreffen und der andere Hund macht das immer wieder auf dem Spaziergang, dann bitte ich den Hundehalter, seinen Hund anzuleinen oder ich gehe einen anderen Weg.
Amiga kann ihre Meinung sehr deutlich sagen, wenn ihr was nicht passt. Aber sie ist mit ihren 42 cm halt eher klein und wird nicht immer ernst genommen.
Man mag mich gerne altbacken und verklemmt nennen, das ist mir in dem Zusammenhang sowas von egal. Aufreiten gibt's nicht und fertig.
Lg Nicole

nourach

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Sonntag, 18. August 2013, 13:01

Der Winterfreund von Chuck bestieg alles was grad angelaufen kam. Dem wars scheissegal ob das Rüde, Hündin oder Mensch war. Bei ihm legte sich das ganze aber nach der Kastration. Da denke ich, war es schon übermässiger Sexualtrieb? Bin mir aber nicht sicher.

Chuck kam eben auch öfters drunter und eines Tages, drehte sich der Spiess und er bestieg den andern Hund. Da es aber nur einmal war und er es sonst nie gezeigt hat, denke ich das es dort als Übersprungshandlung war, weil der andere nicht aufgehört hatte.

Betreffend eingreifen bin ich mir bis heute noch nicht sicher, da hat ja aber auch jeder eine andere Meinung.
Meine Hundetrainerin meinte mal, ich soll nicht eingreifen, weil ich damit das Selbstvertrauen meines Hundes störe. Jemand anderes meinte ich solle unbedingt eingreifen, da sich mein Hund sonst alleinegelassen fühlt.

Beim Winterfreund hab ich dann jeweils eingegriffen, aber nur weil ich den anderen Hund gut kannte und ich wusste, wie er reagiert (zudem nervte es mich grausam, wenn er in der Wohnung weitermachte). Bei fremden Hunden greif ich meist nicht ein, Chuck regelt das ganze souverän und kommt von selber zu mir wenns zu viel wird. Da schirm ich ihn dann jeweils ab und rede mal ein Wörtchen mit dem anderen HH.
Menschen sind manchmal wie Hunde. Zum Glück sind Hunde nie wie Menschen.

Pixel-Paws

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Hunde: Kimena, Border Collie Mix, 07 | June, Flatcoated Retriever, 11

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Sonntag, 18. August 2013, 13:02

Man mag mich gerne altbacken und verklemmt nennen, das ist mir in dem Zusammenhang sowas von egal. Aufreiten gibt's nicht und fertig.

Diese Meinung vertrete ich eben genau gleich. Aber man kann ja immer mal wieder was dazu lernen, darum das Thema. Sollte nix Bahnbrechendes dabei rauskommen, werde ich meine Meinung behalten. ;)

Pixel-Paws

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Hunde: Kimena, Border Collie Mix, 07 | June, Flatcoated Retriever, 11

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Sonntag, 18. August 2013, 13:05

Meine Hundetrainerin meinte mal, ich soll nicht eingreifen, weil ich damit das Selbstvertrauen meines Hundes störe.

Finde ich keine sehr gute Aussage. Wenn dein Hund alleine nicht mehr zurecht kommt, und sich dann stundenlang "wehren" muss oder sich irgendwann halt doch besteigen lässt, schädigt das sein Selbstvertrauen doch viel mehr wie wenn er nach erfolglosen Versuchen zu dir kommt und du ihm hilfst? Das ist doch sehr beziehungsfördernd. Mache ich jedenfalls so. Besonders bei June wirkt das wahnsinnig und sie kann sich immer besser Wehren! Anfangs ja gar nicht. Ich lobe sie auch immer, wenn sie sich wehrt. Und geht gar nix, rufe ich sie zu mir und schütze sie vor dem anderen.

Nora

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Hunde: Anti, SWH x DSH, *2010 & Ixy, Mal, *2011

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Sonntag, 18. August 2013, 13:46

Ich habe dieses Verhalten bei Anti genau zwei Male gesehen (soweit ich mich erinnere) - in beiden Fällen war der andere Hund ein einzelner intakter Rüde ungefähr gleicher Grösse und in beiden Fällen war Ixy als intakte Hündin, die Anti zugehörig ist, anwesend. Im einen Fall habe ich es unterbrochen, weil der andere Hund und Anti an der Leine waren - im anderen Fall hatte ich keinen 'Zugriff': Anti stieg auf, das ging ca. zwei Sekunden gut, dann gab es Zoff. Anti ist dabei blöd gegen einen Bauanhänger gedonnert und der andere Rüde ist seinem Frauchen gefolgt, dem ziemlich egal war, was ihr Hund macht (da war sie schon ca. 200m weiter vorne den Weg entlang gegangen). Zoff gab es imo vor allem deswegen, weil beide Rüden ca. gleich gross waren und weil Anti sich mit Ixy im Revier des anderen Rüden aufhielt, da aber ansonsten komplett fremd war.

Anti selbst wurde einige wenige Male aufgeritten (äh... ist das grammatikalisch richtig?), aber in allen Fällen waren die anderen Hunde, die laut meiner Erinnerung alle Rüden waren, aber nicht intakt, wesentlich kleiner als Anti und er wich überrascht aus, nahm sie aber wohl nicht so ernst, denn er hat nicht weiter darauf reagiert.

Mehr praktische Erfahrung habe ich mit dem Thema nicht... :blush: Aus Beobachtungen würde ich Motivationen wie Übersprung, Frust, Überforderung, Stressabbau und ungelöste Stellungsproblematiken noch in Betracht ziehen...

Achso, vergessen: Nein, in einer 'normalen' Konstellation und Situation würde ich ein Aufreiten durchaus zulassen, weil ich glaube, dass es Teil der kommunikativen Mittel der Hunde ist und hilft, Stellungen zu verdeutlichen oder dahingehend gestellte 'Fragen' zu beantworten.

Silvie

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Hunde: Nacho*15.07.2009 & Sarion 31.05.2012 Whippet Rüden

Verein: ADL

Hundesport: Windhunde-Rennen

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Sonntag, 18. August 2013, 13:55

Nacho macht es eigentlich nur wenn er extrem gestresst ist (da versucht er bei Sarion aufzureiten- nie bei fremden Hunden), oder wenn es eine intakte Hündin ist, welche Läufig ist oder war und noch gut riecht.
Wobei er inzwischen akzeptiert wenn sie ihm heftig zurückweist... in jungen Jahren war er diesbezüglich penetranter...


Bisher gab es nur sehr sehr selten Hunde die es gewagt bzw. versucht haben bei ihm aufzureiten- darauf reagiert er sofort und zwar heftig!

Ich unterbinde es immer... auch wenn es zum Glück sehr selten vorkommt.

Kelpie

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Hunde: Gwizdo, Working Kelpie, *2009, Taz, Working Kelpie, *2010

Verein: Frantic Flying Dogs

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8

Sonntag, 18. August 2013, 14:02

ich hab ja 2 dieser "popper".

Paco war als Junghund ganz ganz schlimm. Der hat alles berammelt was nicht bei 3 auf dem Baum war. Sei dies Rüde, Hündin, Junghunde, Katzen, Menschen, Stofftiere, einfach alles!!
Bei ihm war das ganz klar übersteigertet Sexualtrieb.
Seit er Kastriert ist hat dies schwer gebessert.
Ab und an überkommts ihn aber noch und er versucht aufzureiten. (meist bei Labis, die unterwürfig sind)

und dann noch Taz.
Taz macht dies aus überforderung. In Stresssituationen sucht er sich einen der "schwächer" ist als er und berammelt den permanent.
Ich hab das immer unterbunden und er macht es mittlerweilen nur noch ganz selten.
Vorher sucht er hilfe bei mir!

Ich unterbinde aufreiten permanent. Ich mag das überhaupt nicht und dulde es weder von meinen eigenen Hunden noch von fremden!!!


Für mich gibt es auch nur die 4 Punkte.
- Übersteigerter Sexualtrieb

- Es ist Dominanzgehabe

- Übersprungshandlung

- Zeichen von starker Überforderung

alles andere sind dumme ausreden und vermenschlichung.
Meist weil die Besitzer das Problem nicht in den Griff bekommen oder gar wollen.
Oder es interessiert sie einfach nicht!
"Kelpie's sind wie Maseratis, schön und schnell, sie müssen jedoch mit Gefühl, Vorsicht und Präzision gelenkt werden."

Bones

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Verein: SKBS

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Sonntag, 18. August 2013, 15:22

Bones macht's auch hin und wieder. Jetzt, vor der nächsten Läufigkeit wieder vermehrt. Oft aus dem "nichts" heraus aber oft auch um eine anderen Hund in seinem tun zu stören

Szene 1:
Ich bin im Bad, in der Küche oder sonst wo. Die Hunde stehen oder liegen irgendwo herum. Denn Jade steht und einfach nur mit zuguckt, kommt Bones und fängt an se zu poppen.

Szene 2:
Jade hibbelt rum, Bones stört das rumgehibbel total. Sie fängt dann an Jade zu umkreisen, kläfft sie an, pickt wie ein Habicht auf ihr rum und wenn sich Jade dadurch nicht beeindrucken lässt, wird gepoppt.

Gleiches Spiel kommt auch vor, denn sich Jade vor Angst verzieht. Sie versucht dann, sich Jade zu angeln und die im weglaufen zu hindern, damit sie sie stoppt.

Keins dieser verhalten lass ich durchgehen, denn Jade ist in solchen Situationen komplett überfordert und mach oftmals nichts. Bei Szene eins macht Jade NIE was dagegen. Bei Szene 2 wird schon eher mal geknurrt und weggeschnappt.

Ich Denk auch, dass die letzten 4 Punkte die Auslöser sind. Aus Spass oder aus Freude kann ich mit sehr schlecht vorstellen
Hundeschule und Fleecetaue

Idesiree

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Hunde: Venia Whippet 2010, Origine Whippet 2014 Sunny 1996-2013 in meinem Herzen

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Sonntag, 18. August 2013, 18:21

Ich kann mir auch wenig Raim drauf machen. Venia zeigt dieses Verhalten, wenn sie zu Sunny ins Auto steigt. Diese interessiert es aber nicht die Bohne, sie zeigt null Reaktion und beachtet Venia gar nicht.
Irgendwie kann ich mir den Stressmoment nciht so ganz vorstellen, in dieser Situation, denn Sunny lässt genug Platz und hat nie irgendein Gehabe gezeigt als Venia einstieg.
Dominanz- da würde Sunny reagieren und sich sicher nicht unterbuttern lassen. sieht man gut, wenn Sunny Venia ein Spielzeug wegnimmt und Venia dieses wieder möchte muss sie warten und schleimen, wenn nicht bekommt sie kurz auf`s Dach. Hmmm, ich kanns nicht sagen...
Für mich ist`s in deisem Fall noch am ehesten einfach eine Uebersprungshandlung aus einer aufregenden Situation heraus-Auto= wird spannend...
herzliche Grüsse von den Whippetgirls

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Hunde: Chadie, Husky, 2004; Joe, Husky, 2005; Yuki, Husky-Mix 2006

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Dienstag, 20. August 2013, 08:32

Bei mir gibt es Aufreiten grds. nicht, weder untereinander noch bei fremden Hunden . Mag sein, dass das eine Form der Kommunikation ist, dann sollen sie halt auf andere zurückgreifen.

Chadie würde gerne bei erst kürzlich läufigen Hündinnen aufreiten, untereinander passiert das bei meinen mal beim Spiel und hat dann schon etwas mit Dominanzgehabe zu tun, oder, wenn das Spiel gerade sehr heftig wird, mit Stress. Lässt sich durch rin "hey"aber sofort stoppen.
Bei Joe probieren andere Rüden eher mal aufzureiten; der lässt sich das mehr oder weniger gefallen, ich unterbinde das dann.

Bei Chadie hat in all den Jahren nur ein einziges Mal ein komplett grössenwahnsinniger pubertärer Jungspund versucht aufzureiten, der war aber davor schon völlig frech und distanzlos unterwegs. Die Besitzerin habe ich darauf hingewiesen, dass es nun drei Möglichkeiten gibt: a) sie schränkt ihr unverschämtes Teil ein, b) ich tue das c) Chadie erklärt ihm, warum man sich adulten Hunden gegenüber besser respektvoll verhält. Sie wollte c); Chadie hat einmal deutlich signalisiert das 5 vor 12 ist, beim zweiten Mal gab es dann Saures. Leider wollte die Besitzerin nach wie vor nicht einsehen, dass ihr Hund Auslöser war. Zwei Wochen später hat er dann dieselbe Nummer bei nem Herdi gebracht, der fand das nicht so toll und das endete im Tierspital, natürlich mit einer Meldung für den Herdibesitzer :grumpy: .

Lange Rede kurzer Sinn: ich toleriere das grds. nicht. Wenn der andere Hundehalter nichts macht trotz Aufforderung, werde ich auch mal handgreiflich. Und meine scheinen auch ohne Aufreiterei miteinander kommunizieren zu können :) .

Nora

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Hunde: Anti, SWH x DSH, *2010 & Ixy, Mal, *2011

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Dienstag, 20. August 2013, 08:35

Aus reinem Interesse und vielleicht ein wenig überspitzt gefragt:

Warum ist Aufreiten so ein Tabu?

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Hunde: Chadie, Husky, 2004; Joe, Husky, 2005; Yuki, Husky-Mix 2006

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13

Dienstag, 20. August 2013, 08:55

Aus Gründen des Anstands und der Moral :lama: :P .

Spass beiseite: Für mich gibt es erstmal zwei halbwegs praktische Gründe; zum einen ist meine Beobachtung, dass wenn man`s zulässt, die mit dem Aufreiten gar nicht aufhören (bezogen auf Erfahrung mit Rüden) und dann bei jeder Gelegenheit Aufreiten das probate MIttel ist, zum anderen finde ich das je nach Grössenverhältnis auch unglücklich. Genausowenig wie ich 50kg Malamute auf meinen Huskies haben mag, möchte der Kleinhundbesitzer wohl meine Huskies auf seinen draufhaben.
Und gerade das das Bepoppen von Fremdhunden ist meiner Beobachtung nach meist schon eine Stressituation; der Bepoppte kommt nicht richtig weg bzw. wehrt sich nicht und der Popper findet gerade auch kein Alternativverhalten. Ist für mich dann mal ein Zeichen die Situation etwas herunterzufahren.

Duffy

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Dienstag, 20. August 2013, 20:04

Also ich sehe es halt bei mir, wenn einer (was sich bisher keiner getraute :D ) bei Duff aufreitet...Dann hat er ein Problem...aber ein ernstes

Bei Bibu hab ich Sie das immer selbst klären lassen, Sie hat die dann schon von sich alleine weggemacht....Die kann da sehr gut selbst kommunzieren, die braucht mich dafür nicht. Allerdings ist es nicht so toll nen fetten Labbi auf meiner Oma zu sehn, da geh ich jetzt auch dazwischen.
http://www.hundesitter-ortenau.de/

Mein kleiner Hundesitterdienst :)

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Dienstag, 20. August 2013, 20:41

Meine dürfen das nicht...
Kira hat das ein paar mal bei mir versucht.
Das war als sie sehr augeregt war. Also ich weg, später nach hause gekommen und dan aus freude oder einfach erregung ist sie bei mir aufgeritten.
Habe ich aber mit einem ,,fertig,, unterbunden.
June hat das noch nie versucht...
,,Ein Hund ist nicht "fast ein Mensch", und ich kenne keine grössere Beleidigung des Hundes, als ihn so zu bezeichnen,,

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Dienstag, 20. August 2013, 21:07

Hermes macht es bei Hündinnen und kastrierten Rüden. Bei Hündinnen ist es sicher sexuell motiviert, bei Rüden geht es wohl um Dominanzgehabe. Ich lasse es weder noch zu und unterbinde es sofort. Ausnahme: Er machts ab und an bei Chrissy bzw versucht es zumindest. Da es im eigenen Rudel ist und Chrissy das schon klären kann bzw Gouvernante-Nikky einschreitet, lasse ich es laufen. Meistens läuft ihm Chrissy eh einfach weg (da sie so klein ist geht das) und er lässt es dann bleiben.
Bei fremden Hunden unterbinde ich es, weil ich die Situation nicht eskalieren lassen will (gerade bei Rüden).

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Dienstag, 20. August 2013, 22:39

Es kann gut sein das dieses Verhalten (nicht das sexual orientierte Aufreiten) eine wichtige Funktion im sozialen Zusammenleben ist und normalerweise wird dort getestet und provoziert ohne grosses Risiko sagt die Literatur. Aber...für Breeze kann ich das so nicht bestätigen. Wo andere Hunde dies vielleicht als ok empfinden, wird Breeze schon bei den Vorstufen zum Aufreiten zur Bestie (Kopfauflegen, Pfote auflegen, teilweise schon das Riechen). Von daher unterbinde ich jedes Aufreiten und seine Vorstufen gleich.

Für mich ist es ein Tabu, da sich meine Hunde nicht mit fremden Hunden "messen" müssen. Sie haben ihr eigenes Rudel und brauchen zum sozialen Zusammenleben keine fremden Hunde. Breeze macht dies mehr als deutlich und ich denke das es an mir ist, sie zu unterstützen, bevor etwas passiert. Und ich gucke da auch erst gar nicht gross zu, sondern handel sofort. Egal wem der Hund gehört und wo ich bin. Ich warte nicht mehr ab, bis das Gegenüber evtl dann doch mal reagiert. Denn wenn etwas passiert, dann habe ich den "bösen" Hund und das Gerede.

Gruss Wendy

Unolino

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Dienstag, 20. August 2013, 23:13

Beim Treffen als Uno und Anti aneinander gerieten, ritt Whiskey Uno ja vorher permanent auf. Fabienne hat es zwar unterbunden, trotzdem hat es Uno extrem gestresst obwohl ich das Gefühl hatte er nehme es gar nicht ernst. Set da unterbinde ich es auch selbständig bei anderen Hunden, denn meiner Meinung nach war es Mitauslöser für nachfolgende Rüden-Rangelei. Uno tut es nicht und lässt es auch sehr lange über sich ergehen bis er sich dann mal mit Bellen und Abschnappen wehrt. Da unterstütze ich ihn in Zukunft mehr! Darum für mich seit da ein No-Go :)

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Hunde: Ayla, Kauk. Owtscharka/ Cheyenne, Maremma-Mix,/ Fagi, Epagneul Breton

Verein: GHV Weil am Rhein / KAH Schweiz

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19

Mittwoch, 21. August 2013, 00:06

also ich beobachte hier dass wenn fagi und cheyenne miteinander spielen und er etwas grober mit ihr umgeht, sie massregelt und anschl. bei ihm aufreitet.
allerdings eher kurz. danach "hampeln" sie weiter.
bei ayla hat es bisher noch kein hund versucht. über sie kann ich daher keine aussage fällen, ausser dass ich annehme dass rein der versuch bei ihr sehr ungesund diesbezüglich ist.
kennt ihr eigentlich hunde, ob rüde oder hündin, welche noch wirklich nie auch im ansatz"aufgeritten" wurden?
bei uns gab es bisher nur zwei. dies waren unser mali und jetzt ayla.

Idesiree

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Hunde: Venia Whippet 2010, Origine Whippet 2014 Sunny 1996-2013 in meinem Herzen

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20

Mittwoch, 21. August 2013, 06:54

Bei Venia beschränkt sich das Aufreiten in obiger Situation auf "in die Luft poppen" und das nur ein, zwei mal.
Ich denke, hätte sie je versucht bei Sunny wirklich aufzureiten wärs das letzte Mal gewesen :lol:
Interessanterweise macht sie es nicht, wenn ich sie in den Kofferraum hebe.
Vielleicht ist sie doch gestresst dass sie als zweite reinspringen muss, obwohl Sunny für mich keine offensichtlichen Anzeichen zeigt, die Venia das Einsteigen unangenehm machen würden.
Sunny reagiert auch sofort wenn ein Hund nur schon den Kopf auflegt, wie bei Breeze wird da jede Vorstufe schon im Keim erstickt...
herzliche Grüsse von den Whippetgirls