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Whyona

Trainer

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wcf.user.option.userOption68: Whyona, Tervueren Juni 2002 / Indira DSH Mai 2011

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1

Thursday, December 6th 2012, 9:07pm

Grenzen setzen

Ich mach mal hier nen Tread auf, denke es passt hier gut rein. Wollte eh ein Thema aufmachen und Moni's Frage von meinem anderen Tread hat mich grade inspiriert ... :D

Momentan ist das Grenzen setzen halt grad ein grosses Thema bei mir, vor allem in bezug auf Indira. Die Ausbildung (bei Sheila Harper) macht es mir grad nicht wirklich einfacher ...
Sie arbeitet ohne aktives Abbruch Kommando, aber auch ohne Futterbelohnung, clicker oder Spielzeug und auch stimmliches Lob kommt nur sehr dosiert und selten zum einsatz. Ich rede hier einfach von Alltagssituationen ... Beschäftigungen mit dem Hund werden nur ruhige gemacht (vorwiegend Nasenarbeit, keine Radfahren etc, kein Hundesport etc), dort wird auch mal gelobt oder vermehrt Futter eingesetzt ...
Mit Problematiken arbeitet man mit Management und Stresreduktion und vermeidet erst mal die Problematischen Situationen um sich dann nach und nach da hinzuarbeiten ... Aber ich finde das oft schwierig im Alltag, weil ich wohne ja nicht in der Pampa ... da kommen halt oft Situationen ganz plötzlich und dann muss man das irgendwie gehandelt kriegen ...


Zu Moni's Frage

Quoted

OT: Was verstehst du unter passiven Grenzen setzen - einfach mit der Leine begrenzen oder gehört da noch mehr dazu?
Mal zwei Beispiele ...

Ein kleiner Hund, Jagdhund irgendwas mix, sieht ein Eichhörnchen, steht bellend in der Leine. Da hangeln sie sich an der Leine nach vorne, geht in den Sichtbereich des hundes, versucht sich evtl vor ihn zu stellen, evtl mit Hilfsperson (splitten), um die Sicht etwas zu "stören" und versucht ihn einzuladen mit dem Körper mitzukommen ... aber ohne druck oder zurückdrängen oder so was ...

Da würde ich schon mal ziemlich alt aussehen mit tobenden 30 kg an der Leine ... Irgendwie ist das für mich nicht vorstellbar, da arbeite ich lieber schon vorher mit hilfe von clicker, Alternativverhalten etc ... da heisst es aber ich würde dem Hund die Möglichkeit nehmen, selbst zu lernen und sie so von mir "abhängig" zu machen ...

Ein anderes Beispiel, der Hund riecht an einem mauseloch, wird merklich hektischer, will buddeln ... man blockiert ihn mit der Leine, der Hund steht ne ganze Weile lang in der Leine, man wartet bis er sich selber wieder davon lösen kann....
Je nach Situation kann ich mir das noch eher vorstellen, aber wenn es etwas ist, wo sich Indira aufregt, dann wirkt sich die spannung auf der leine kontroproduktiv aus und puscht sie nur noch mehr hoch ....

Ich mein ich finde es sinnvoll sich Gedanken um die Ursachen zu mache, aber wenn ich in der Situation drin bin, dann bin ich nur mit passiv sein irgendwie total überfordert, respektive es geht total gegen mein Bauchgefühl ... Ich hab nun mal ein rechtes Kaliber von Hund an der Leine, da darf ich mir echt nix erlauben ...

Wie seht ihr das?? Wann und wie setzt ihr grenzen und wie weit geht ihr dabei auch körperlich vor?? Oder auch mir andern hilfsmitteln?

Wäre super wenn wir hier darüber etwas diskutieren könnten, weil mir das Thema wirklich am herzen liegt ...
Lg Nathalie


Jason

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2

Friday, December 7th 2012, 11:06am

Ich mach mal hier nen Tread auf, denke es passt hier gut rein. Wollte eh ein Thema aufmachen und Moni's Frage von meinem anderen Tread hat mich grade inspiriert ...

Finde ich toll. Vielleicht könnte man anschliessend dieses Thema auch noch im öffentlichen Bereich diskutieren um so auch die Meinung/Erfahrung von Nicht-Trainern zu erfahren
Sie arbeitet ohne aktives Abbruch Kommando...
.
Was ist an einem positiv aufgebauten Abbruchkommando denn so schlecht? Gerade gestern war ich froh, dass ich ein solches besitze. Jason stand im Wald mit ziemlicher Spannung vor und ich habe ihn dafür gelobt. Er war dabei genügend weit weg, dass ich nicht hätte eingreifen können, wenn er der Verleitung in dem Moment nachgegangen wäre. Aber ich habe gewusst, dass ich ihn im schlimmsten Fall mit dem Abbruchkommando hätte stoppen können. So konnte ich es riskieren, ihn für das Vorstehen zu loben statt ihn abzurufen und ihn so selbst entscheiden zu lassen, ob er lieber eine Belohnung bei mir dafür möchte oder doch der Versuchung nachgibt.
Sie arbeitet ohne aktives Abbruch Kommando, aber auch ohne Futterbelohnung, clicker oder Spielzeug und auch stimmliches Lob kommt nur sehr dosiert und selten zum einsatz. Ich rede hier einfach von Alltagssituationen ....

Was sind Alltagssituationen? Ich denke, dort wo Shiela lebt, sehen diese für sie und ihre Hunde noch einmal ganz anders aus, als hier bei uns in den Städten.
Und gerade hier kann der Clicker und somit die Belohnung eine wertvolle Hilfe sein - im Buch von Martin Pietralla "Mein Cllickertraining" ist beschrieben, wie er damit im Alltag aber auch mit Hunden im Tierheim arbeitet und weshalb es funktioniert.
Beschäftigungen mit dem Hund werden nur ruhige gemacht (vorwiegend Nasenarbeit, keine Radfahren etc, kein Hundesport etc), dort wird auch mal gelobt oder vermehrt Futter eingesetzt ...

Damit gehen sie aber auch immer davon aus, dass diese Übungen Stress für alle Hunde bedeuten. Gleichzeitig schliessen sie damit auch viele tolle Möglichkeiten aus, die sich aus dem Zusammensein mit dem Hund auch im Hundesport ergeben.
Sehr oft habe ich diese Kritik auch beim Thema „Welpenspielgruppen“ erlebt. Dies in der Regel von Leuten, die nur schlechte Welpengruppen kennengelernt haben (und dass es diese gibt, genauso wie Trainer, die immer noch mit Zwang ausbilden, ist unbestritten). Aber weshalb sich nicht auch öffnen, um zu sehen, dass es heute GsD auch viele andere gibt.

Denn richtig aufgebaut ist weder Hundesport, noch Tricksen negativ und mit Stress verbunden, solange Mensch und Hund Freude daran haben. Und was ist mit Hunden wie z.B. Huskies, die genau dafür gezüchtet wurden, zu laufen und zu ziehen oder weshalb einen Retriever nicht die Freude des Apportierten ausleben lassen? Ist es da nicht unfair diesen Lebewesen gegenüber, sie nicht artgerecht auszulasten Sonst müssen wir ernsthaft darüber nachdenken, nur noch Hunde zu halten, die als Begleit-/Gesellschaftshunde gezüchtet wurden.
Mit Problematiken arbeitet man mit Management und Stresreduktion und vermeidet erst mal die Problematischen Situationen um sich dann nach und nach da hinzuarbeiten ...

Das ist für mich noch einmal ganz etwas Anderes als wenn ich einen Welpen oder Junghund ausbilde, den ich eben genau lerne, nicht in diese Problematiken zu kommen indem ich ihn in sinnvollen Schritten an Neues heranführe. Aber auch dort braucht es das Wissen um sinnvolle Managementmassnahmen und Stressreduktionsmöglichkeiten, um auch dann noch richtig handeln zu können, wenn etwas eintrifft, das man noch nicht geübt hat.
Aber ich finde das oft schwierig im Alltag, weil ich wohne ja nicht in der Pampa ... da kommen halt oft Situationen ganz plötzlich und dann muss man das irgendwie gehandelt kriegen ...

Siehe obere Beiträge

Auch finde ich, jedes Lebewesen muss lernen mit einer gewissen Menge Stress und Frustration umzugehen, um daraus auch Stärke zu entwickeln. Aber auch Strategien für den Fall zu haben, wenn doch mal etwas Unerwartetes passiert. Wie diese Strategien sinnvollerweise aussehen, kann ich zusammen mit meinem Hund erarbeiten.

Zu Moni's Frage
Zitat OT: Was verstehst du unter passiven Grenzen setzen - einfach mit der Leine begrenzen oder gehört da noch mehr dazu? Mal zwei Beispiele ...

Ein kleiner Hund, Jagdhund irgendwas mix, sieht ein Eichhörnchen, steht bellend in der Leine. Da hangeln sie sich an der Leine nach vorne, geht in den Sichtbereich des hundes, versucht sich evtl vor ihn zu stellen, evtl mit Hilfsperson (splitten), um die Sicht etwas zu "stören" und versucht ihn einzuladen mit dem Körper mitzukommen ... aber ohne druck oder zurückdrängen oder so was ...

Was, wenn es den Hund nicht interessiert, das da jemand vor ihm steht? Oder nicht noch weitere Personen da sind, um zu helfen.

Text wurde zu lang...

Jason

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3

Friday, December 7th 2012, 11:07am

Fortsetzung...

Da würde ich schon mal ziemlich alt aussehen mit tobenden 30 kg an der Leine ... Irgendwie ist das für mich nicht vorstellbar, da arbeite ich lieber schon vorher mit hilfe von clicker, Alternativverhalten etc ... da heisst es aber ich würde dem Hund die Möglichkeit nehmen, selbst zu lernen und sie so von mir "abhängig" zu machen ...

Aufgrund welcher Erfahrungen basiert dies. Ich behaupte, Jason ist ein Hund, der gelernt hat zu lernen und selbstständig zu agieren und er wurde von Anfang an mit Clicker aufgebaut. Und ich kenne viele andere Hunde, die ebenso aufgebaut wurden.
Meistens bekommen doch gerade spezialisierte Trainer solche Teams, die schon so vieles ausprobiert haben, aber oft nicht richtig, so dass sie immer nur die Beispiele einer Methode sehen, wie sie nicht sein sollte. Das ist beim Clicker nicht anders, wie bei jeder anderen Methode.
Ich erinnere mich an ein Seminar bei einem Trainer, der in einem seiner Bücher auch das Thema Leckerchen statt Führung aufgegriffen hat. In seiner DVD zeigt er auch sehr schön und entsprechend übertrieben, wie in seinen Augen der Leckercheneinsatz ist, nämlich so, wie es nicht sein soll - Locken statt Belohnen. Irgendwann während des Seminars, bei dem es um Jagdverhalten und dessen Abbruch ging, realisierte er, dass ich normalerweise auch mit Clicker und Leckerchen arbeitete (was ich in dem Seminar bewusst nicht gemacht habe). Er sagte, dann irgendwann im Laufe seines Vortrages zu mir, dass er gesehen habe, dass es bei mir funktioniere, ich aber nicht davon ausgehen dürfe, das dies der Normalfall sei.
Und als ich Jason während des Praxisteils loben wollte, als er dem Fellteil nur nachstarrte, aber nicht nachging, bremste er mich sofort, dass ich auf keinen Fall loben dürfe, weil er sonst nachginge. Und dies obwohl Jason trotz Lob bei mir geblieben ist.
Auch hier vermutlich wieder ein Trainer, der sich nur aufgrund der schlechten Beispiele seiner Kunden ein Bild über eine Methode macht.
Toll fand ich es von daher, dass Thomas Baumann z.B. Nina Miodragovic eingeladen hat, um so aus erster Hand zu erleben, wie jemand mit der positiven Bestärkung arbeitet, der das von Grund auf kann.
Ein anderes Beispiel, der Hund riecht an einem mauseloch, wird merklich hektischer, will buddeln ... man blockiert ihn mit der Leine, der Hund steht ne ganze Weile lang in der Leine, man wartet bis er sich selber wieder davon lösen kann....
Je nach Situation kann ich mir das noch eher vorstellen, aber wenn es etwas ist, wo sich Indira aufregt, dann wirkt sich die spannung auf der leine kontroproduktiv aus und puscht sie nur noch mehr hoch ....

Ich denke, hier könnten dir Übungen, wie sie von Perrolina beschrieben wurden, helfen, dass Whyona sich auch in aufregenden Situationen schneller zurück nehmen kann. Wichtig ist auch hier, die Lernschritte einzuhalten. Denn Übungen wie Sitz oder Platz oder sitzen Bleiben, wenn ein Ball fliegt übst du ziemlich sicher auch nicht das erste Mal dort, wo es am schwierigsten ist.
Ich mein ich finde es sinnvoll sich Gedanken um die Ursachen zu mache, aber wenn ich in der Situation drin bin, dann bin ich nur mit passiv sein irgendwie total überfordert, respektive es geht total gegen mein Bauchgefühl ... Ich hab nun mal ein rechtes Kaliber von Hund an der Leine, da darf ich mir echt nix erlauben ...

Wie seht ihr das?? Wann und wie setzt ihr grenzen und wie weit geht ihr dabei auch körperlich vor?? Oder auch mir andern hilfsmitteln?

Ich setze Jason ganz klar Grenzen, die durchaus auch mal ein körperliches Bedrängen beinhalten können. Wo dies aber sicherlich nichts nutzt, ist, wenn der Hund sich schon so stark reingesteigert hat, dass er nur noch auf den Reiz fixiert ist. Dann nehme ich ihn lieber aus der Situation raus und arbeite in geeigneter Distanz weiter. Denn alles andere wäre in meinen Augen kein Grenzen setzen mehr, da ich dann in der Regel sehr massiv vorgehen müsste, um den Hund noch zu erreichen und dabei vermutlich in meinen eigenen Emotionen auch kippe. Dann halte ich lieber meine Klappe und führe den Hund so ruhig wie möglich raus.

Auch arbeiten die wenigstens HF so sensibel mit der Leine, dass diese in solch schwierigen Situationen dann ein eindeutiges Signal setzt. Durch die Leinenspannung erlebt der Hund somit auch einen Zwang, den er nur durch ein Zurücknehmen auflösen kann (in der Lerntheorie setze ich dem Hund somit erst einer positiven Strafe aus und der Hund bekommt eine negative Belohnung, wenn er sich zurück mimmt)

Deshalb können auch hier Aufbauübungen sehr helfen, den Hund das richtig Verhalten in immer schwierigen Situationen zu lernen. Bei Jason hatte ich bis heute kein einziges Mal erlebt, dass er so überreagiert hätte, dass er nicht mehr ansprechbar war. Ob er dann dem Befehl Folge geleistet hat, war dann noch eine andere Frage. Oft war es früher auc so, "ich mach mal und danach können wir darüber diskutieren, ob es auch anders gegangen wäre" – das ist halt dann der Nachteil, wenn man einen selbständig agierenden Hund hat. Da hilft nur noch die Schleppleine :)
Wäre super wenn wir hier darüber etwas diskutieren könnten, weil mir das Thema wirklich am herzen liegt ...

Oh je, ist wirklich ziemlich lang geworden es gäbe bestimmt unzählige weitere Themen, die man daraus weiter diskutieren kann. Ausserdem finde ich es immer ziemlich schwierig, es schriftlich so zu schreiben, dass es zu keinen Missverständnissen kommt (was aber vermutlich eh nicht gelingt :) ) So lasse ich es nun einfach mal hier so stehen und bin gespannt auf eure Meinung

Moni

Jason

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4

Friday, December 7th 2012, 11:39am

..und trotzdem noch einen sehr wichtigen Punkt vergessen.

Man darf bei all dem auch nicht den anderen Teil der Leine und dessen Bedürfnisse und Möglichkeiten vergessen.

Moni

Whyona

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5

Saturday, December 8th 2012, 2:46pm

Also ich grundsätzlich habe nix gegen ein Abbruchkommando ... benutze es ja mit meinen Hunden auch, nur wird das in der Ausbildung die ich mache nicht benutzt ...

Magst du mir das mit dem positiv aufgebauten Abbruchkommando erklären?? Für mich ist das Abbruchkommando nicht positiv? Also ich habe ja ein ey oder nein ... aber da folgen dann auch negative Konsequenzen wenn es überhört wird (deutlichere Körpersprache, abdrängen, touchieren oder es kommt auch mal was geflogen) .. klar anfangs habe ich das so klassisch mit dem Futter in der Hand gemacht ... aber bei meinen Hunden muss wenn ich es denn ernst meinen schon auch konsequenzen folgen, wenn trotz des Abbruchkommandos weiter gehandelt wird ... sonst hätte mir Whyona schon alles gefressen was ihr im Weg rumliegt ...
Ein positives Abbruchkommando wäre dann für mich eher ein Alternativverhalten was positiv aufgebaut ist, womit ich ja dann das ursprüngliche Verhalten abbreche ... und je nach Situation reicht das auch aber das andere ist halt oft wirksamer, vor allem wenn es schnell gehen muss ....

Das macht es mir eben auch so schwierig im Moment, weil viele Dinge in meinen Augen in meinem Umfeld gar nicht umsetzbar sind ... Ich arbeite oft mit dem clicker und betreibe ja auch aktiv Hundesport ... und ja ich habe Dinge da gesehen die gehen gar nicht und es ist schon so, dass ich mir bewusster bin was es in einem hund auslösen kann und dass man beim Individuum Hund eben genauer hinkucken muss ob der jeweilige Sport auch in Ordnung geht... Damit steh ich aber ziemlich alleine da in der Ausbildung ...

Quoted

Quoted


Zitat von »Whyona«
Ein kleiner Hund, Jagdhund irgendwas mix, sieht ein Eichhörnchen,
steht bellend in der Leine. Da hangeln sie sich an der Leine nach vorne,
geht in den Sichtbereich des hundes, versucht sich evtl vor ihn zu
stellen, evtl mit Hilfsperson (splitten), um die Sicht etwas zu "stören"
und versucht ihn einzuladen mit dem Körper mitzukommen ... aber ohne
druck oder zurückdrängen oder so was ...
Was, wenn es den Hund nicht interessiert, das da jemand vor ihm steht? Oder nicht noch weitere Personen da sind, um zu helfen.
Dann geht man einfach mit dem Hund aus der Situation raus ... es gibt einfach nie ne Situation wo man dem hund auch mal zB Körperlich zeigt dass er ein Verhalten lassen soll ...

Quoted

Quoted


Zitat von »Whyona«

Da würde ich schon mal ziemlich alt aussehen mit tobenden 30 kg an der
Leine ... Irgendwie ist das für mich nicht vorstellbar, da arbeite ich
lieber schon vorher mit hilfe von clicker, Alternativverhalten etc ...
da heisst es aber ich würde dem Hund die Möglichkeit nehmen, selbst zu
lernen und sie so von mir "abhängig" zu machen ....
Aufgrund welcher Erfahrungen basiert dies. Ich behaupte, Jason ist ein
Hund, der gelernt hat zu lernen und selbstständig zu agieren und er
wurde von Anfang an mit Clicker aufgebaut. Und ich kenne viele andere
Hunde, die ebenso aufgebaut wurden.
Ich finde eben auch dass der Hund auch wenn ich ihm mal sage was ich von ihm will, trotzdem zu einem selbständigen hund entwickeln kann, irgendwie fehlt mir da nur noch die richtige Balance... Wenn ich es mal so ausdrücken soll ... Sheilas Hunde kennen kein sitz etc sie bietet ihnen suchspiele (zb Futterstücke an nem Baum , oder eine gelegte fährte) an und überlässt aber dem Hund die Wahl ob er das machen will oder nicht ... Im Prinzip bringt sie die Hunde nicht einfach in eine Situation wo sie gar nicht mit umgehen können ... sprich bei einem Hund der Angst vor Menschen hat, weicht sie aus, geht an keine belebten Orten etc ... und nähert sich nur gaaanz langsam an diese Situationen an, und lässt dem Hund die wahl ob er gehen möchte oder ob er die Situation aushalten will ...
Aber das ist in bezug auf Indira und andere Hunde gar nicht möglich, da immer und überall Hunde auftauchen können ...

Quoted

Ich denke, hier könnten dir Übungen, wie sie von Perrolina beschrieben
wurden, helfen, dass Whyona sich auch in aufregenden Situationen
schneller zurück nehmen kann. Wichtig ist auch hier, die Lernschritte
einzuhalten. Denn Übungen wie Sitz oder Platz oder sitzen Bleiben, wenn
ein Ball fliegt übst du ziemlich sicher auch nicht das erste Mal dort,
wo es am schwierigsten ist.
Whyona ist ja weniger das Problem, da ist nur das Thema mit den katzen und das bekommen wir gut gehandelt ... Bei Indira ist es vor allem das Thema mit den hunden und da fällt es ihr zeitweise schwer innerlich ruhig zu sein ... Solche Übungen mache ich mit Indira und die klappen ganz gut, habe auch klein angefangen und dann immer mehr gesteigert ... am schwierigsten ist es schon mit Beute, mit Futter nicht so ein Problem ... aber sie macht es mitlerweile ganz gut ... aber da ist sie auch mit dem Kopf bei mir, das ist wie weggeblasen wenn es um Hunde oder zB auch den Schutzdienst geht, oder auch wenn zB Sabi nach Hause kommt ... Sie spürt sich dann wie selbst nicht mehr und dreht dann total auf und dann bemerkt sie mich kaum noch ... da fehlt mir irgendwie noch das bindeglied, dass sie da trotdem noch irgendwo mit dem Kopf bei mir sein kann .... Irgendwie ist zwischen den Übungen de ich mache und den "ernstsituationen" ein riesen Schritt und ich habe das Gefühl dass sie dann nix wirklich aufnehmen kann, ausser eben ich werde dann so heftig und laut dass man es nicht überhören kann ... und ja ich finde manchmal ist es nötig, ich hatte nämlich echt keine Lust auf dem Boden zu landen, mit 3 Hunde an der Leine ...
Aber ich möchte auch dass sie in einem Stadium ist wo sie lernen kann, und da sowohl belohnung aber auch die gesetzte Grenze annehmen kann ....

Quoted

Auch arbeiten die wenigstens HF so sensibel mit der Leine, dass diese in
solch schwierigen Situationen dann ein eindeutiges Signal setzt.
Wenn Indira in eine hohe Trieblage gerät, ist eh mit der Leine, ausser sei festzuhalten, nix mehr machbar ... im Gegenteil ich habe das Gefühl dass sie das nur hochpusht ...
Das selbe auch wenn man sie körperlich berührt ... zB wenn sie an der Leine zu weit vorläuft und man sie an der seite anstubst, dann springt sie hektisch herum und versucht sich irgendwie wieder an der Seite einzuordnen aber prescht dann aus der aufregung heraus wieder nach vorne ... Am ehesten "ruhig" zu bekommen, ist wenn man sie ganz nah bei sich hält an der kurzen Leine, sie etwas hochhebt, so dass sie hinten einknickt zum sitzen, dann die Leine wieder locker lässt und sie dann so etwas bei sich hält ... dann fährt sie merklich runter ...

Quoted

Bei Jason hatte ich bis heute kein einziges Mal erlebt, dass er so überreagiert hätte, dass er nicht mehr ansprechbar war.
Oh doch bei Indira war/ist (wir arbeiten mit langsamen erfolg daran) es vor allem im Schutzdienst so (aber auch zB wenn Sabi heimkommt, oder wir einen bekannten Hund treffen) ... die fährt dann Trieblich so hoch dass sie sich überhaupt nicht mehr spürt und mich kaum wahrnimmt ...


Ich glaube im Moment bin ich einfach so verunsichert, setze ich jetzt richtig die Grenzen, zu hart oder zu lasch ... und das merkt Indira aber auch Whyona und entsprechend reagieren sie
Lg Nathalie


Jason

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Saturday, December 8th 2012, 7:27pm

Magst du mir das mit dem positiv aufgebauten Abbruchkommando erklären?? Für mich ist das Abbruchkommando nicht positiv? Also ich habe ja ein ey oder nein ... aber da folgen dann auch negative Konsequenzen wenn es überhört wird (deutlichere Körpersprache, abdrängen, touchieren oder es kommt auch mal was geflogen)

Jason weiss, wenn das NO kommt, dass er zwar mit seinem Verhalten aufhören soll, aber auch, dass er danach eine Belohnung für’s Aufhören bekommt. Dieses habe ich auch mit der Futterhand aufgebaut, bei der der Hund lernt, dass er nur durch sein Stopp an eine (andere) Belohnung kommt. Dies klappt heute auch in 98% der Situationen, wo ich es benutze. Für die anderen habe ich ein weiteres Abbruchkommando, das negativ aufgebaut wurde. Das ich aber wenn’s hoch kommt alle 1-2 Monate mal brauche.

Hinzu kommen Abbruchsignale, die Jason sagen, dass er gar nicht erst in diese Richtung weiter denken soll (Auch dies positiv aufgebaut - siehe zu diesem Thema auch meinen Thread "Abbruchkommando vs. Alternativverhalten im anderen Forum)

Auch das sich Zurücknehmen, wenn ich mich zwischen ihn und die Situation stelle bzw. ihn abdränge, sollte ersteres nicht reichen, habe ich separat aufgebaut. Und zwar so, dass sowohl er als auch ich mit einem guten Gefühl aus der Situation rausgehen. Heute reicht es häufig auch schon, wenn ich mich hinter ihm anspanne, dass er es sein lässt. Das heisst, das Wegdrängen ist gar nicht nötig – auch weil er natürlich inzwischen auch die Situationen kennt, wo wir unterschiedlicher Meinung sind.

Quoted

Was, wenn es den Hund nicht interessiert, das da jemand vor ihm steht? Oder nicht noch weitere Personen da sind, um zu helfen.
Dann geht man einfach mit dem Hund aus der Situation raus ... es gibt einfach nie ne Situation wo man dem hund auch mal zB Körperlich zeigt dass er ein Verhalten lassen soll ...

Und wie nehm ich ihn raus, wenn er nicht mehr ansprechbar ist? Dann muss ich ihn ja auch entweder mit dem Geschirrgriff rausholen oder an der Leine mitziehen. Denn mit Locken werden die wenigsten Hunde ein einer solchen Situation mitkommen. Und somit übe ich nicht nur Zwang aus (auch wenn dieser Geschirrgriff positiv konditioniert wurde). Sehr viele Hunde nehmen ihre Besitzer auch weit weniger ernst, wenn sie sie an der Leine aus der Situation ziehen, als wenn sie sich als Person einbringen.


Sheilas Hunde kennen kein sitz etc sie bietet ihnen suchspiele (zb Futterstücke an nem Baum , oder eine gelegte fährte) an und überlässt aber dem Hund die Wahl ob er das machen will oder nicht ...

Das ist der von ihr gewählte Weg. Wegen dem, muss es aber auch nicht schlecht sein, wenn der Hund ein Sitz kann. Wie handhabt sie es denn bei Hunden, die z.B. Joggern, Velofahrern¨überraschend nachrennen möchten oder an der Leine ausrasten, wenn sie einen anderen Hund sehen? Überlässt sie ihnen dann auch die Wahl?
Was geben Sie denn dir oder den anderen für Tipps und Trainingsideen mit, wie du das Ganze in deinem Umfeld umsetzen sollst? Denn nur, dass sie euch zeigen, wie es in ihrem Umfeld aussieht, löst noch nicht das gleiche in eurem Umfeld.
Für mich stellt sich auch die Frage, ist ein Lebewesen, das in Gruppen lebt, glücklicher in einer Umgebung, in der es keine Grenzen kennt oder will es diese nicht auch kennenlernen. Das Ganze erinnert mich an die antiautoritäre Erziehung der 60er/70er Jahre : http://www.kindererziehung.com/Paedagogik/Erziehungsstile/Antiautoritaerer-Erziehungsstil.php


Im Prinzip bringt sie die Hunde nicht einfach in eine Situation wo sie gar nicht mit umgehen können ... sprich bei einem Hund der Angst vor Menschen hat, weicht sie aus, geht an keine belebten Orten etc ... und nähert sich nur gaaanz langsam an diese Situationen an, und lässt dem Hund die wahl ob er gehen möchte oder ob er die Situation aushalten will ...

Hier sprechen wir wieder von Hunden, die traumatisiert sind und/oder Ängste haben, unsicher sind. Wie aber macht sie es mit selbstbewussten Hunden, die denken, ihnen gehöre die Welt und alle anderen haben sich danach zu richten?

Bei Indira ist es vor allem das Thema mit den hunden und da fällt es ihr zeitweise schwer innerlich ruhig zu sein ... Solche Übungen mache ich mit Indira und die klappen ganz gut, habe auch klein angefangen und dann immer mehr gesteigert ... am schwierigsten ist es schon mit Beute, mit Futter nicht so ein Problem ... aber sie macht es mitlerweile ganz gut ... aber da ist sie auch mit dem Kopf bei mir, das ist wie weggeblasen wenn es um Hunde oder zB auch den Schutzdienst geht, oder auch wenn zB Sabi nach Hause komm

Indira ist aber auch noch jung. Bei Jason war es z.B. so, dass ich mit etwa 3 ½ Jahren sagen konnte, jetzt ist er langsam erwachsen und muss nicht mehr auf alles und jedes reagieren. Und doch wird er nie damit aufhören, da es ein Teil seines Charakters ist, der immer wieder durchbrechen wird.


Sie spürt sich dann wie selbst nicht mehr und dreht dann total auf und dann bemerkt sie mich kaum noch ... da fehlt mir irgendwie noch das bindeglied, dass sie da trotdem noch irgendwo mit dem Kopf bei mir sein kann .... Irgendwie ist zwischen den Übungen de ich mache und den "ernstsituationen" ein riesen Schritt und ich habe das Gefühl dass sie dann nix wirklich aufnehmen kann, ausser eben ich werde dann so heftig und laut dass man es nicht überhören kann ...
In solchen Situationen ist es manchmal besser, nichts zu sagen und auch nicht einzugreifen, sondern sich in einem ruhigen Moment entsprechende Management-Massnahmen zu überlegen und neue Rituale aufzubauen. Auch ein Entspannungssignal kann hier gute Dienste leisten – und zwar nicht nur für den Hund :)


und ja ich finde manchmal ist es nötig, ich hatte nämlich echt keine Lust auf dem Boden zu landen, mit 3 Hunde an der Leine ...

Das verstehe ich. Vielleicht müsstest du es als Managementmassnahme halt eine Weile so machen, dass du mit jedem Hund einzeln raus gehst, bis du alle drei sicher konztrollieren kannst oder nur dorthin gehst, wo die Gefahr klein ist, dass sie dich umwerfen werden.

Aber ich möchte auch dass sie in einem Stadium ist wo sie lernen kann, und da sowohl belohnung aber auch die gesetzte Grenze annehmen kann ...
Lass euch Beiden die Zeit dies zu lernen und festige das Verhalten in ganz unterschiedlichen Situationen und Trieblagen.


]Wenn Indira in eine hohe Trieblage gerät, ist eh mit der Leine, ausser sei festzuhalten, nix mehr machbar ... im Gegenteil ich habe das Gefühl dass sie das nur hochpusht ...
Das selbe auch wenn man sie körperlich berührt ...

Hast du einen Trainer, der euch dabei mal beobachten könnte und dir Tipps geben und mit dir weitertrainieren kann?


Oh doch bei Indira war/ist (wir arbeiten mit langsamen erfolg daran) es vor allem im Schutzdienst so (aber auch zB wenn Sabi heimkommt, oder wir einen bekannten Hund treffen) ... die fährt dann Trieblich so hoch dass sie sich überhaupt nicht mehr spürt und mich kaum wahrnimmt ...

Ich für mich würde mir hier überlegen, ob ich diese Situationen für ein Training zur Ruhe und Impulskontrolle nutzen könnte und dabei evt. auch mal für eine Weile das eigentliche Training aussen vor lasse. Jason ist im Agility z.b. auch extrem, aber trotzdem hat er gelernt, sich nicht in was reinzusteigern. Hätte er dies nicht gekonnt, dann wäre für mich klar gewesen, dass sich hier was ändern muss oder wir mit dem Agi aufhören. Denn dieses reinsteigern, bis der Hund nicht mehr ansprechbar ist, ist weder etwas, das ich für mich noch für meinen Hund wünsche.


Ich glaube im Moment bin ich einfach so verunsichert, setze ich jetzt richtig die Grenzen, zu hart oder zu lasch ... und das merkt Indira aber auch Whyona und entsprechend reagieren sie

Und ich glaube, du hast ein gutes Bauchgefühl, auf das du dich verlassen kannst. Nun musst du nur noch für euch den Weg finden, wie du dieses umsetzen kannst, so dass sich alle wohlfühlen.

Auch ist es immer schwierig, wenn man so mitten in einem ganz neuen Ausbildungsweg steht, sich nicht verunsichern zu lassen, wenn man mit ganz neuen Ansätzen konfrontiert wird und man seinen eigenen Weg auch noch nicht 100% gefunden hat.

Manchmal ist es da besser, seinen eigenen erst einmal dort beizubehalten, wo man die Änderung noch nicht nachvollziehen kann und die Neuerungen erst nach und nach in das eigene Zusammenleben einfliessen zu lassen, wenn man denn sicher ist, dass man dies auch möchte und wenn ja, wie dies für sich selber umsetzbar.

Alte Zöpfe kann man zwar schnell abschneiden, bis sich daraus aber etwas Neues, Richtiges entwickelt braucht es einfach seine Zeit. Denn nicht nur der Hund muss umlernen, sondern auch der Mensch und alte Gewohnheiten können manchmal sehr anhänglich sein :D . Und auch dieser braucht Zeit und Erfolgserlebnisse.

Moni

cindyzh

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7

Saturday, December 8th 2012, 11:52pm

Wow sehr Interessante Diskusion :thumbsup: Lese gerne hier und lerne dabei noch so vieles dabei. Danke :)
Es Grüssli vo de Cindyzh
Meine Foto Homepage

Joker

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8

Sunday, December 9th 2012, 9:08am

Ich hab mir jetzt den Thread von vorne bis hinten durchgelesen und musste feststellen, dass ich vieles davon in den Alltag von Joker und DiNozzo einbringen kann. Vielen Dank dafür.
Liebs Grüessli

Katja und die Krümelonis
www.kueblers-onlineshop.ch

Jason

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9

Sunday, December 9th 2012, 4:59pm

@Cindyzh und Katja: Ich würde mich freuen, wenn ihr schreiben würdet, was ihr konkret aus der Diskussion mitgenommen habt, bzw. wo ihr weitere Meinungen und Ideen habt.

Moni

cindyzh

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10

Sunday, December 9th 2012, 5:52pm

Also, da ich ja einen so unkomplizierten Hund habe, die seit 12 Jahren KEINEN Jagttrieb hat, KEINE Agressionen gegen Mensch und Tier sowie einfach alles uns schenkte, sind solche Diskusionen für mich sehr viel Wert in Bezug auf einen vielleicht neuen Hund, der sicher irgendwan einziehen wird.Und der sicher nicht mehr so unkompliziert sein wird.
Da ich persönlich noch nie solche Probleme gehabt habe und auch in der Hundeschule keine grossen Prolemhunde habe ( Habe ja "nur" Plauschgruppen) kann ich leider nicht gross mitreden, sondern ich lese sehr intensiv mit und lerne so wieder neue Sachen oder sachen die ich in meiner Ausbildung auch schon gehört und gesehen habe.
Es Grüssli vo de Cindyzh
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Joker

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Sunday, December 9th 2012, 6:00pm

Während dem Wäschezusammenlegen ( :wacko: ) habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was ich hiervon mitnehme.
Ich habe einen Hund der jagt und der andere Hunde auf dem Spaziergang anpöbelt. Der zweite Hund jagt mittlerweile auch und will sich bei anderen Hunden einschleimen...
Weil ich mich bis jetzt nicht mit dem Thema Grenzen setzen auseinander gesetzt habe, auch wenn es mir mal von einem Trainer nahegelegt wurde, ist dieser Thread für mich so wertvoll.
Ich werde mir jetzt Ziele setzen um den beiden Grenzen zu setzen, auf die Art wie es für mich stimmt.

Mehr kann ich leider dazu nicht beitragen.
Liebs Grüessli

Katja und die Krümelonis
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cindyzh

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Sunday, December 9th 2012, 6:48pm

Uppsss mir kommt doch eine Unart von unserer Hündin in den Sinn und zwar das betteln. Da habe ich sie von klein auf immer auf ihr Plätzchen verwissen und dort etwas feines gegeben. Und jetzt kommts, bei mir funktionierts immer noch ABER meine Männer haben an Anfang mitgezogen und mit dem alter von unserer Hündin nachgelassen und nun haben sie einen bettelten Hund und bei mir bettelt sie nie, denn sie weiss das es bei mir nach wie vor nichts gibt :D
Es Grüssli vo de Cindyzh
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Monday, December 10th 2012, 1:47pm

Eigentlich ist doch jedes neue Signal eine Verhaltensunterbrechung. Wir arbeiten nur mit positiv aufgebauten Abbruchsignalen. Beispielsweise Geschirrgriff, etc.

Beim Geschirrgriff ist es ja so, dass man ins Geschirr greift, also den Hund insofern eine negative Konsequenz hat, da er eingeschränkt wird. Das wird aber lange positiv aufgebaut. Also ins Geschirr greifen, Markern und Belohnen. So empfindet der Hund das Reingreifen als etwas Positives.

Graben haben wir beispielsweise unter Signalkontrolle gestellt. Es ist also als Belohnung einsetzbar und kann aber auch gut unterbrochen werden.
Liebe Grüsse Daniela mit Pumo und Sira :wgreywolftail:

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Tuesday, December 11th 2012, 12:10pm

Quoted

Jason
weiss, wenn das NO kommt, dass er zwar mit seinem Verhalten aufhören
soll, aber auch, dass er danach eine Belohnung für’s Aufhören bekommt.
Dieses habe ich auch mit der Futterhand aufgebaut, bei der der Hund
lernt, dass er nur durch sein Stopp an eine (andere) Belohnung kommt.
Dies klappt heute auch in 98% der Situationen, wo ich es benutze. Für
die anderen habe ich ein weiteres Abbruchkommando, das negativ aufgebaut
wurde. Das ich aber wenn’s hoch kommt alle 1-2 Monate mal brauche.

Quoted

Hinzu
kommen Abbruchsignale, die Jason sagen, dass er gar nicht erst in diese
Richtung weiter denken soll (Auch dies positiv aufgebaut - siehe zu
diesem Thema auch meinen Thread "Abbruchkommando vs. Alternativverhalten
im anderen Forum)

Auch das sich Zurücknehmen, wenn ich mich
zwischen ihn und die Situation stelle bzw. ihn abdränge, sollte ersteres
nicht reichen, habe ich separat aufgebaut. Und zwar so, dass sowohl er
als auch ich mit einem guten Gefühl aus der Situation rausgehen. Heute
reicht es häufig auch schon, wenn ich mich hinter ihm anspanne, dass er
es sein lässt. Das heisst, das Wegdrängen ist gar nicht nötig – auch
weil er natürlich inzwischen auch die Situationen kennt, wo wir
unterschiedlicher Meinung sind.
Es ist halt so dass ich mir
nicht vorstellen kann, dass ein Abruchkommando nur damit funktioniert,
die "belohnung" dem Hund vorzuenthalten ... Bei vielen Dingen klappt das
gut, habe es ja auch so mit dem Futter aufgebaut und geht bis zu einer
gewissen Trieblage sogar mit Spielzeug ... Im Prinzip läuft das ja in
der Ausbildung auch so ... an der Leine den Zugang zum gewünschten
blockieren (mit dem unterschied dass kein kommando damit verknüpft wird)
...

Was wenn der Hund dieses Kommando einfach ignoriert, zb
aufgrund höherer Trieblage? und damit meine ich nicht schon worst case
... sondern zB ein ball der fliegt ... meine Hunde reagieren auf so
einen Reiz, wenn ich nicht schon vorher sage dass sie es lassen sollen,
oder warten sollen .... sie einfach passiv mit der Leine festzuhalten
ist nicht so gesund für mich und lässt sie bloss im Trieb steigern
(sicher auch weil im Sport so gewünscht). Ich mein, klar jetzt bleiben
sie auf ein nein stehen, aber das war in den Anfängen nicht so ... und
wie sollte ich ihnen den Ball vorenthalten, die sind schneller als ich
... also habe ich ihnen mittels meinem Körper und falls nötig auch
touchieren klar gemacht dass sie das Teil einfach sein lassen sollen.

Wobei
ich bei beiden Hunden je nach Situation sehr grosse unterschiede sehe
... Bei Whyona braucht es deutlichere Ansagen wenn es ums Futter geht,
was bei Indira nicht so schwierig ist, für sie ist Futter aber auch
einfach nicht wichtig ... Da spielt doch die Wertigkeit der Sache, die
Trieblage in der jeweiligen Situation, die sensibilität des Hundes eine
sehr grosse Rolle ...

Quoted

Und
wie nehm ich ihn raus, wenn er nicht mehr ansprechbar ist? Dann muss
ich ihn ja auch entweder mit dem Geschirrgriff rausholen oder an der
Leine mitziehen. Denn mit Locken werden die wenigsten Hunde ein einer
solchen Situation mitkommen. Und somit übe ich nicht nur Zwang aus (auch
wenn dieser Geschirrgriff positiv konditioniert wurde). Sehr viele
Hunde nehmen ihre Besitzer auch weit weniger ernst, wenn sie sie an der
Leine aus der Situation ziehen, als wenn sie sich als Person einbringen.
Die
Hunde werden dann einfach am Geschirr so sanft als Möglich weggezogen
... Aber mach das mal bei sich sträubenden 30 kg ... oder diejenigen die
sehr grosse Hunde haben ... Ich mein ich bin mir sehr wohl bewusst,
dass ein Hund in einer solchen extremen Trieblage oft einfach nicht mehr
reagieren kann und man deshalb nichts von ihm verlangen kann ... aber
irgendwo muss ich doch ansetzen, dass es irgendwann auch da
funktioniert, dass der Hund auch da ansprechbar bleibt auch wenn er was
anderes will als ich ...

Quoted

Das
ist der von ihr gewählte Weg. Wegen dem, muss es aber auch nicht
schlecht sein, wenn der Hund ein Sitz kann. Wie handhabt sie es denn bei
Hunden, die z.B. Joggern, Velofahrern¨überraschend nachrennen möchten
oder an der Leine ausrasten, wenn sie einen anderen Hund sehen?
Überlässt sie ihnen dann auch die Wahl?
Was geben Sie denn dir oder
den anderen für Tipps und Trainingsideen mit, wie du das Ganze in deinem
Umfeld umsetzen sollst? Denn nur, dass sie euch zeigen, wie es in ihrem
Umfeld aussieht, löst noch nicht das gleiche in eurem Umfeld.
Für
mich stellt sich auch die Frage, ist ein Lebewesen, das in Gruppen lebt,
glücklicher in einer Umgebung, in der es keine Grenzen kennt oder will
es diese nicht auch kennenlernen. Das Ganze erinnert mich an die
antiautoritäre Erziehung der 60er/70er Jahre :
http://www.kindererziehung.com/Paedagogi…iehungsstil.php
Sie
arbeiten erst mal mit einer allgemeinen Stressreduktion, förderung des
Selbstbewusstsein bei ängstlichen hunden etc, mit Management (also man
setzt den Hund nicht der Situation aus, wo er reagieren muss) und erst
dann fangen sie an ganz gezielt und in dem abstand wo der Hund noch
"normal" agieren kann, arbeiten da zB mit Distanz vergrössern...
Und
wenn sie in eine Notsituation kommen, sitzen sie sie entweder einfach
aus oder gehen mit dem Hund aus der Situation raus wenns möglich ist ...
Zb
kleiner Terrier .... sie gehen mit ihm etwas laufen, von oben aus dem
Wald kommt einer mit Hund ziemlich überraschend ... der andere Hund
bellt erst, dann fängt der Terrier auch an in die Leine zu stehen und zu
bellen ... Sie bleibt einfach mit ihm stehen ... Der andere nimmt Hund
zu sich und läuftmit ach und krach an ihnen vorbei ...
Wir haben dann
gefragt warum sie das so gemacht hat ... sie hat gesagt, dass er sich
schon so reingesteigert hat, dass sie ihn nur noch mit wegschleifen aus
der Situation nehmen konnte ...also hat sie das einfach ausgesessen ...
aber das ist zb für mich im Alltag nicht machbar, nicht bei der Kraft
die Indira hat ....

Quoted

Hier
sprechen wir wieder von Hunden, die traumatisiert sind und/oder Ängste
haben, unsicher sind. Wie aber macht sie es mit selbstbewussten Hunden,
die denken, ihnen gehöre die Welt und alle anderen haben sich danach zu
richten?
Nicht viel anders ... Ich würde mal behaupten, dass
ihr Terrier ziemlich ein selbstbewusstes Kerlchen ist ... aber auch da,
er hat so die angewohnheit einem in die Finken zu beissen wenn man sich
bewegt ... und da lenken sie ihn einfach um, man selbst bleibt halt
dann so lange stehen ... Grenzen werden nur passiv gesetzt ... Er ist
noch recht jung und halt schwierig da man sie ja höchstens mal in der
Pause sieht ... Sheila selbst hat im moment keine eigenen Hunde mehr und
ihre (sie hatte so viel ich weiss meist nur unsichere ängstliche hunde)
hätte sie eh nie mitnehmen können ...

Quoted

Indira
ist aber auch noch jung. Bei Jason war es z.B. so, dass ich mit etwa 3 ½
Jahren sagen konnte, jetzt ist er langsam erwachsen und muss nicht mehr
auf alles und jedes reagieren. Und doch wird er nie damit aufhören, da
es ein Teil seines Charakters ist, der immer wieder durchbrechen wird.
Ja das stimmt schon, sie ist noch lange nicht erwachsen ....

Quoted


In solchen Situationen ist es manchmal besser, nichts zu sagen und auch
nicht einzugreifen, sondern sich in einem ruhigen Moment entsprechende
Management-Massnahmen zu überlegen und neue Rituale aufzubauen. Auch
ein Entspannungssignal kann hier gute Dienste leisten – und zwar nicht
nur für den Hund :)
Ja
im Moment versuche ich ihr Raum zu verschaffen und so mit genügend
Distanz kann sie dann eher ruhig bleiben ... nur wenn das nicht möglich
ist, wirds halt schwierig ... Ich kann sie halten, das ist nicht das
Problem, aber ist halt so unbefriedigend ...
Lg Nathalie


Whyona

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Tuesday, December 11th 2012, 12:10pm

Teil Zwei ..... (Nachricht war zu lang)

Quoted

Das
verstehe ich. Vielleicht müsstest du es als Managementmassnahme halt
eine Weile so machen, dass du mit jedem Hund einzeln raus gehst, bis du
alle drei sicher konztrollieren kannst oder nur dorthin gehst, wo die
Gefahr klein ist, dass sie dich umwerfen werden.


Lass euch Beiden die Zeit dies zu lernen und festige das Verhalten in ganz unterschiedlichen Situationen und Trieblagen.
Das
war auch eine absolute Ausnahmesituation. Ich geh sonst nie mit allen
drei, wollte nur kurz pipi machen .... tja so schnell kanns gehen :D
und so schnell tu ich mir das bestimmt nicht wieder an ... vor allem wo
ich letztens den hellen labbi (ging schon zwei mal auf Indira los) frei
hier laufen gesehen habe ...

Und auch Indira und Whyona nehme
ich selten zusammen und wenn dann nur um hier ne kurze
Versäuberungsrunde zu gehen oder dann geh ich irgendwohin wo es
übersichtlich ist und ich sie frei lassen kann ... Weil Whyona ist ja
sehr gut mit Hunden zu handeln, probleme gäbs da nur wenn Katzen kommen,
was im Moment zum Glück eher selten der Fall ist ...

Ich geh halt schon am liebsten einzeln, einfach auch um mit jedem Hund so etwas alleine Zeit zu verbringen ...

Jaja ich und meine Ungeduld :blush: Ich möchte es halt am liebsten sofort haben

Quoted

Hast du einen Trainer, der euch dabei mal beobachten könnte und dir Tipps geben und mit dir weitertrainieren kann?
Nee
im Moment nicht. Ich mache momentan noch ein Praktikum, die aber auch
auf der Ausbildung basiert ... Ich wollte aber nicht zwei verschiedene
Dinge auf einmal machen ... Bin mir schon fieberhat^ft am überlegen was
ich da noch machen soll ... Ich mein vieles finde ich toll .... aber ich
glaube nicht dass es auf Dauer wirklich mein Weg sein wird ...

Quoted

Ich
für mich würde mir hier überlegen, ob ich diese Situationen für ein
Training zur Ruhe und Impulskontrolle nutzen könnte und dabei evt. auch
mal für eine Weile das eigentliche Training aussen vor lasse. Jason ist
im Agility z.b. auch extrem, aber trotzdem hat er gelernt, sich nicht in
was reinzusteigern. Hätte er dies nicht gekonnt, dann wäre für mich
klar gewesen, dass sich hier was ändern muss oder wir mit dem Agi
aufhören. Denn dieses reinsteigern, bis der Hund nicht mehr ansprechbar
ist, ist weder etwas, das ich für mich noch für meinen Hund wünsche.
Na
ja , es ist halt schwierig, da Indira nicht mir gehört und ich den
Schutzdienst resp den Hundesport nicht einfach aussen vor lassen kann
... Und ich denke das macht es sicher nicht einfacher, aber das ist nun
mal gegeben und ich muss damit leben ... Wobei ich hier sehr
ritualisiert arbeite (Anfangsritual, Ausrüstung, Endritual, etc) so dass
sie sehr wohl weiss wann jetzt Action angesagt ist ... und in
Alltagssituationen fördere ich Impulskontrolle und Ruhe ... und mache
auch mit Beute und Futter immer wieder übungen .... aber vielleicht
einfach noch zu wenig und zu ungeplant .... hmmm

Quoted

Und
ich glaube, du hast ein gutes Bauchgefühl, auf das du dich verlassen
kannst. Nun musst du nur noch für euch den Weg finden, wie du dieses
umsetzen kannst, so dass sich alle wohlfühlen.

Quoted

Auch
ist es immer schwierig, wenn man so mitten in einem ganz neuen
Ausbildungsweg steht, sich nicht verunsichern zu lassen, wenn man mit
ganz neuen Ansätzen konfrontiert wird und man seinen eigenen Weg auch
noch nicht 100% gefunden hat.

Quoted

Manchmal
ist es da besser, seinen eigenen erst einmal dort beizubehalten, wo man
die Änderung noch nicht nachvollziehen kann und die Neuerungen erst
nach und nach in das eigene Zusammenleben einfliessen zu lassen, wenn
man denn sicher ist, dass man dies auch möchte und wenn ja, wie dies für
sich selber umsetzbar.

Quoted

Alte
Zöpfe kann man zwar schnell abschneiden, bis sich daraus aber etwas
Neues, Richtiges entwickelt braucht es einfach seine Zeit. Denn nicht
nur der Hund muss umlernen, sondern auch der Mensch und alte
Gewohnheiten können manchmal sehr anhänglich sein :D . Und auch dieser braucht Zeit und Erfolgserlebnisse.
Ja ich denke echt dass das der Knackpunkt ist, dass ich mich im moment
nicht auf mein bauchgefühl verlasse ... Ich habe mich die letzten Tage
auch mal hingesetzt und mir einige Sachen überlegt wo ich etwas mehr
Ruhe reinbringen kann, zu hause sowie auch draussen ... Aber auch wo ich
sie mehr fordern und fördern kann (unabhängig vom Sport)... Ich denke
wichtig sind struckturen vor allem für mich, ich fühle mich damit
irgendwie aufgefangen und nicht so in der Luft hängend ...

Und
ich habe bei Indira auch gemerkt, dass sie vielleicht Körperlich eher
unsensibel ist, dafür auch Stimmungsschwankungen sehr empfindlich
reagiert und zwar mit hektik und nervosität ... letztens lag sie
entspannt schlafend auf dem Sofa und der PC wollte nicht wie ich und ich
hab kurz die Faust geballt und vor mich hingeflucht ... (innerlich
bringt mich das auf die palme wenn der PC nicht läuft, aber ich lass es
nicht mehr so extrem raus wie früher) und Indira kam sofort hektisch zu
mir, fiepte wollte auf mich druafsetzen und leckte mich ab ...
Whyona
(vielleicht auch weil sie mich länger kennt) geht dann einfach weg und
zieht sich zurück ... Indira kann damit gar nicht umgehen und wird total
hektisch ...

Ich denke ich werde da fest an mir arbeiten müssen ...
Lg Nathalie


Whyona

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Tuesday, December 11th 2012, 12:19pm

@cindy
Sie ist aber auch das schnuggelchen schlechthin und super sozialpartner für Indira, die weiss schon wie man sie nehmen muss und die Spaziergänge sind jeweils echt toll :D

@Joker
Berichte uns doch hier von deinen Erfahrungen mit deinen Grenzen setzen, finde das unheimlich spannend wie man sich selber aber auch wie sich die Hunde entwickeln ...

@biber
Ich habe von dem Geschirrgriff gelesen, selber aber noch nicht bei meinen aufgebaut ... Aber was machs du wenn du den Hund frei hast und er (ich nehm an du hast noch ein anderes wie der Geschirrgriff) dass Abbruchkommando "überhört" ? Bei meinen Hunden gibt es gewisse Dinge da sind Futter oder Spielzeug nicht mehr wichtig ... gibt es bei dir negative Konsequenzen?

Ich nutze auch alles Mögliche als Belohnung, nicht nur Futter oder Spielzeug, sondern auch buddeln, ins Wasser dürfen, etc etc ...
Lg Nathalie


Biber

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Tuesday, December 11th 2012, 1:21pm

Der Geschirrgriff funktioniert, wenn er gut aufgebaut ist auch wenn der Hund frei ist. Ansonsten habe ich den Rückpfiff, das Entspannungssignal und "Hey" - alles positiv aufgebaut.

Bei Begegnungen (und Pumo konnte früher sehr ausflippen bei Begegnungen) mache ich "Zeigen und Benennen" inkl. einem Alternativverhalten. Heute sind wir soweit, dass ich sagen kann "gömmer of d'siiite" und Pumo sucht sich ein gutes Plätzchen am Rand. Da wird er dann ganz dolle belohnt, wenn die Hunde an uns vorbei laufen.

Wenn der Hund nicht mehr ansprechbar ist, hast du zu lange gewartet. Dann würd ich den Hund vorher aus der Situation nehmen und gleichzeitig an der Entspannung arbeiten.
Liebe Grüsse Daniela mit Pumo und Sira :wgreywolftail:

cindyzh

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Tuesday, December 11th 2012, 1:23pm

Habe mir mal Gedanken gemacht zu dem Thema und habe schonmal eine Frage an euch:
Und zwar betrifft es "aus der Situation raus nehmen"
Klar ist es schon gut einen Hund, der Mühe hat mit einer Situation, ihn da raus zu nehmen oder eben Raum zulassen, ABER es gibt in unserer Gesellschaft oder sicher auch Situationen, da kann man dies nicht machen, aus welchen Gründen auch immer. Muss der Hund nicht auch einfach Grenzen ( Situationen) aktzeptieren können ohne das man ihm immer wieder "tüdeltü" macht. Ich denke da auch an uns Menschen, Kindern wo sicher auch jeder schon mal in Situationen gewesen ist, wo einem nicht grad 100% Wohl gewesen ist und auch wir sind da durch gekommen ohne "tüdeltü" und wir leben alle noch :) Warum kann man das von einem Hund nicht auch verlangen und bei solchen Sachen einfach Leine ran und durch die Situation durch ohne den Hund beziehngsweise die "Angst,Unwohl" zu beachten?
Es Grüssli vo de Cindyzh
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Tuesday, December 11th 2012, 1:27pm

Cindy, es kommt immer darauf an, was der Hund dann lernt. Es kommt wohl auch sehr auf den Hund darauf an. Es gibt kein Schwarz oder Weiss. Es kommt auf soviele Faktoren an. Und wieso sich nicht ein paar Gedanken machen dazu. Ich finds auch blöd, Kinder in Situationen zu bringen in denen sie Angst haben oder sich unwohl fühlen. Natürlich kann man nicht immer alles voraussehen. Aber man kann sich doch Mühe geben, Lebewesen nicht in solche Situationen zu bringen.

Das gibt auch selbstsicherere Menschen und Hunden und deshalb lohnt es sich aus meiner Sicht.

Und einen 40 kg Hund beispielsweise kannst du nicht einfach an die Leine nehmen und durch ;-)
Liebe Grüsse Daniela mit Pumo und Sira :wgreywolftail:

cindyzh

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Tuesday, December 11th 2012, 1:31pm

Ach ja was mir noch aufgefallen ist. Viele haben Mühe mit ihren Hunden bei Begegnungen. Da habe ich mich auch schon gefragt: An was liegt das? Sind die Hunde zu Hoch im Trieb oder sind sie nicht richtig Sozialisiert oder ist es eher Rassenbedingt oder was noch....... Kenne ich bei meiner eben nicht, drum kann ich dies nicht nachvollziehen. :blush:
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