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Magi

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Samstag, 15. Dezember 2012, 16:42

Richtige Reaktion bei Hunde Auseinandersetzung

Hab gerade via Youtube und co. Infos über den Fila Brasileiro angeschaut, bei Youtube kam dann die Empfehlung für dieses Video
http://youtu.be/8kmUuEyQfls

Da kommen sie ja mit Schlägen, Stöcken, Tennisschläger angerannt. Die Besitzerin wählt die Methode würgen.

Was wäre die richtige Reaktion? (Ganz unabhängig davon, dass so etwas nicht zu passieren hat)

Mach mir da schon gerade ziemlich heftig Gedanken. Nicht mal Laila die Körperlich einem grösseren Hund entgegensetzen könnte, wehrt sich selbstständig ;(

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Bones

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Samstag, 15. Dezember 2012, 17:29

Genau diese Frage stellte jemand, als ich beim Seminar von Turid Rugaas war. Ihre Antwort: Es wäre das Beste, wenn die Hundehaltern in entgegengesetzte Richtungen laufen, die meisten Hunde liessen dann los. Ic weiss nicht was ich mit dieser Antwort anfangen soll. Turid in allen Ehren, ich halte wirklich sehr viel von ihr, einerseits hat sie bestimmt recht, andererseits gibt es hierzulande Hunde, die komplett verkorkst und elende psychopaten (sorry) sind, die im Wahn noch nicht mal merken wuerden, dass der Besitzer einfach geht. Nikky ist so ein Fall. Wuerde sie sich ihr Feindbild krallen und wir wuerden dann auch noch weglaufen, nen grösseren Gefallen könnte man ihr wohl nicht machen. Ich denk, es kommt sehr auf den Hund drauf an, wie man ragieren soll und ich glaub nicht dass es die DIE Antwort dazu gibt. Bei Nikky, ist z.B. das Beste, wenn man schreiend auf die zurennt, denn in Wahrheit ist sie sooooo klein.

Ich denk, etwas vom Effektivsten ist ein Ueberraschungsmoment, wie z.B. ein Eimer voll Wasser oder einfach mal den Gartenschlauch mit einem starken Strahl draufhalten. Dass dieser Hund im Video von dem bisschen Wasser nicht beeindruckt ist, wundert mich nicht.

Schläge, am Hund rumzerren etc. könnte alles noch schlimmer machen. Besonders das wegziehen, wenn sich ein Hund in den anderen verbissen hat kann ganz böse verlezungen geben, die beim (jetzt wirklich blöd gesagt) "einfach mal machen lassen" einfach "nur" ein Loch in der Haut gegeben hätte. Da ist es esser,man hebt den Hund, der sich verbissen hat an den Hinterläufen hoch (sagt man zumindest, bin mir nicht sicher ob das was nuetzt) oder man kneift ihm in die Lenden.

Es ist aber sehr schwer zu sagen was richtig ist. Besonders Eimer und Schlauch wird wohl keiner mit auf dem Spaziergang dabei haben. Vorallem kann man das Szenario noch so oft im Kopf durchgegangen sein, wenns so weit ist, ist man erstmal total planlos und verzweifelt. Kaum einer kann so abgeklärt sein, wenns um den eigenen Hund geht. Und die meisten werden wohl leider instinktiv das falsche tun, nämlich reingreifen...

Jade war einmal in einen ziemlich einseitigen kampf verwickelt, wo es wirklich ernsthaft wurde und sie der andere Hund am Nacken packte und sie wirklich hefitg schuettelte. aber ich kann mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, wie wir die beiden auseinanderbrachten
Hundeschule und Fleecetaue

Biber

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3

Samstag, 15. Dezember 2012, 17:52

Oft hilft auch, wenn man bspw. eine Jacke oder ein Tuch am Rande des Geschehen beginnt hin und her zu schwingen. Die Hunde sind dann meistens kurz irritiert und schauen danach.
Liebe Grüsse Daniela mit Pumo und Sira :wgreywolftail:

Magi

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4

Samstag, 15. Dezember 2012, 17:54

Von "normalen" Keilereien, wo ein Hund gebodygt wird und vielleicht noch getackert, kann ich mir Vorstellen dass davon laufen Funktionieren könnte. Bei der Auseinandersetzung zwischen Laila und einer Hündin hätte das klappen können da die Hündin Besitzer orientiert ist und es Wohl möglich auch aus so einem Grund passierte. "Eifersucht" bzw. rationaler gesehen Ressourcenverteidigung, um welche Ressource es ging konnten wir leider nicht herausfinden.

Bei dem Video ist es aber wirklich eine heftige Attacke und genau vor denen habe ich so Panik. Mit Schlagen habe ich so meine liebe Mühe. Kann mir Vorstellen dass der Angreifende Hund den Schmerz mit dem Opfer verbindet und eher noch heftiger wird, als dass er Ablässt und umschaut wer/was es war?

Erhoffe mir irgendwie einen Tipp wie ein Schlag auf die Nase oder ähnliches. Wie beim Hai auf die Nase und Kiemen. :whistling:

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Duffy

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Samstag, 15. Dezember 2012, 17:58

Ich nehm mir nachher etwas Zeit zum Antworten muss jetzt weg, finde ich ein sehr interessantes Thema!
http://www.hundesitter-ortenau.de/

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Samstag, 15. Dezember 2012, 18:19

poh krass...ich hätte da wohl wenig erbarmen, wenn ein anderer Hund Ghiro so festbeissen würde...einmal mit dem Fuss richtig ausholen und gut ist...sorry für die prutalität, aber da kenne ich kein Pardon

Kelpie

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Samstag, 15. Dezember 2012, 18:57

ganz ehrich ich hätte mich in so einem Fall auch fürs Würgen entschieden. Hund bekommt keine Luft mehr und lässt irgendwann los.

bei Paco z.B. wäre treten, oder schlagen genau das Falsche, der wird dann nur noch stinkiger und beisst wild um sich!! Und ich denke dies wäre auch bei Orka so gewesen.

Aber jeder Hund ist da anders, bei manchen nützt ein anschreien, bei anderen ein davon laufen. Mit Wasser hab ich auch schon gute Erfahrungen gemacht.
Eine ultimative Lösung gibts hier nicht!
Wichtig ist einfach das man ruhe bewahrt und überlegt vor geht und nicht noch im Affekt dazwischen fasst und auch noch verletzt wird!
"Kelpie's sind wie Maseratis, schön und schnell, sie müssen jedoch mit Gefühl, Vorsicht und Präzision gelenkt werden."

ahkuna

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8

Samstag, 15. Dezember 2012, 18:57

Sieht heftig aus!

Man sieht ja auch, dass dieser Hund den Andern töten will, also nicht ne "harmlose" Rüdenkeilerei, die mehr laut als ernst ist. In so einem Moment hat wohl die Besitzerin am besten reagiert. Luft abklemmen, so dass sich der Hund um sein eigen überleben kümmern musste, wenn er nicht ersticken will. Alles andere, Wasser, Schläge ins Gesicht, Tritte... wurde ja alles auch probiert, hat aber nix gebracht und wohl eher noch mehr angestachelt, zum fester zubeissen und den "Gegener" nicht davon kommen lassen.

Mit weg rennen wär man da wohl total fehl am Platz gewesen, ich denke auch, dass es so "ruhig" (der Kleine bewegt sich nicht, der Grosse aber auch fast nicht) zwischen den Hunden ablief, war auch ein Verdienst der Halterin, sonst hätte er den Kleinen wohl noch mehr geschüttelt, wenn er freie Hand gehabt hätte.

Panouk

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9

Samstag, 15. Dezember 2012, 19:09

Da würde ich wohl auch nichts kennen und selber heftig werden, wenn immer möglich. :donner:

Gute Freunde von uns hatten vor ein paar Jahren einen heftigen Zwischenfall. Ihr Mali wurde von einer Dogge auf das übelste zugerichtet. Der Doggenbesitzer hatte eigentlich die Auflage den Hund an der Leine zu führen. Leider war er unverbesserlich und es kam wie es eines Tages zu erwarten war. Bei einer Begegnung stürzte sich die Dogge auf den Mali. Den Mali rettete nur der beherzte und sofortige Einsatz seines fitten Besitzers, der Judoka und Schwarzgürtelinhaber war. Vermutlich auch der Überraschungseffekt für die Dogge.

Wochenlange intensive ärztliche und persönliche Pflege der Besitzer retteten dem Mali das Leben. Zeitlebens fehlte ihm jedoch ein grosses Stück Muskelmasse an der Flanke. Von seiner lädierten Psyche nicht zu reden.

Der Besitzer des Mali war erfahrener und jahrelanger Helfer in der Schutzhunde und Mondioszene.


Sage es mir, und ich werde es vergessen; Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern; Beteilige mich und ich werde es verstehen!!! (lao tse)

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Hundesport: Mantrailing, div.

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Samstag, 15. Dezember 2012, 19:13

Stimme da meinen Vorschreibern zu. Es gibt garantiert kein
Rezept wie man das am besten Händeln kann. Ich denke es kommt auch immer auf die Art der
Keilerei an und die Bindung vom Hund zum Besitzer. Ich denke aber das Schläge
und Tritte meistens das Gegenteil bewirken.

Ich persönlich würde auch die Variante des Würgens nehmen, egal ob mein Hund
oder der Andere zugebissen hätte. Das
mit den Hinterbeinen hochheben habe ich auch schon öfters gehört, ich weiss
aber nicht ob dies nützt und ob das einem in dieser Situation in den Sinn
kommt.
Lebe deinen Traum 8)

perrolina

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Hunde: Amiga, Perro de Agua Español, März *2008

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11

Samstag, 15. Dezember 2012, 19:28

....ich schau mir das Video jetzt nicht an....mir hat grad die Geschichte von Panouk gereicht.... :(

In einer amerikanischen Hundedingsshow gab es mal eine Folge in der zwei Hunde sich ineinander verbissen haben. Die wurden dann beide an den Hinterbeinen gegriffen und gleichzeitig voneinander weggezerrt - ebenfalls gleichzeitig wurde beiden der Stiel eines Kochlöffels (oder ev. war es ein Besenstiel) zwischen die Kiefer geschoben und so die Kiefersperre gelöst. Es waren also 4 Leute erforderlich um die beiden zu trennen. Fand ich sehr beängstigend :S
Lg Nicole

ahkuna

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Hunde: Danjo, D. Schäfer x Border Collie

Verein: DRK RHS Säckingen, KGW (SKG)

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12

Samstag, 15. Dezember 2012, 19:37

Ich denke, dass in einer Beisserei, wo Hunde immerwieder nachfassen, um sich beissen... mehr Möglichkeiten bestehen die Hunde zu trennen, seis jetzt mit reinrennen, Hinterbeine weg ziehen, Lenden kneifen... was auch immer, aber ob dies alles funzt bei einem Hund wie im Video, wo er sich verbissen hat und nicht mehr los lässt? Ich mein, da hängt man den evt an den Hinterbeinen fast auf und vorne bleibt das Maul geschlossen, so hat man nur Zeit verloren. :S

Jason

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13

Samstag, 15. Dezember 2012, 19:39

Ich sehe es wie die Anderen Die eine Möglichkeit, Hunde zu trennen gibt es leider nicht und im Notfall wird man vermutlich erst einmal reagieren und nicht mehr gross nachdenken,

Hinzu kommt, dass es auch noch eine Rolle spielt, ob ein Hund einen anderen angreift oder ob es sich um einen Kampf handelt, bei dem zwei Hunde getrennt werden müssen.

Ein Davonlaufen mag dann Sinn machen, wenn es um viel Show geht oder das Ganze erst am Aufbauen ist. Ist aber ein Angriff/Kampf in vollem Gange, dann werden die Hunde kaum mehr wahrnehmen, dass sich ihre Besitzer entfernen.

Sind beide Besitzer in der Lage, einzugreifen, dann ist es sicher eine Möglichkeit beide Hunde bei der Hüfte zu packen und hochzuheben - dabei muss aber auch immer an die eigene Sicherheit gedacht werden und auch, dass man die Hunde nach dem Trennen noch festhalten und richtig sichern muss.

In einem Anschauungsvideo hat auch mal jemand gezeigt, wie er den angreifenden Hund am Halsband fast und dieses zudreht und dem Hund gleichzeitig in die Nasenlöcher greift, um dem Hund die Luft abzustellen. Leider habe ich es nicht mehr gefunden.

Im Filmbeitrag ging es ja eindeutig darum, den kleineren Hund ernsthaft zu verletzen/töten. Da wäre es dem Hund ziemlich sicher egal gewesen, wenn sein Besitzer davongelaufen wäre. Mit grosser Wahrscheinlichkeit war hier auch gar nicht Aggression im Spiel, sondern es ging um ein Jagdverhalten, bei dem Beute gemacht werden sollte. Das läuft dann gleich noch einmal auf einer anderen Schiene und die Verletzungsgefahr für Unbeteiligte ist wesentlich geringer, als bei einem Kampf. Dies könnte auch der Grund gewesen sein, dass die Frau danach ihre eigene Hand vor/ins Maul des Hundes halten konnte, ohne gebissen zu werden.

Moni

Nym'hya

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14

Samstag, 15. Dezember 2012, 19:51

Meine Hunde wurden leider schon in einigen heftigen Auseinandersetzungen gebissen.

Der schlimmste Vorfall passierte anfangs Jahr. Meine beiden waren frei und ca. 50-100 Meter entfernt waren zwei Frauen mit 3 Hunden spazieren, 2 davon an der Leine. Der freilaufende Hund (ein Akita Inu nehme ich an) fing an meine zuerst auf Abstand zu fixieren und dann sprintete er los und attackierte blitzschnell zuerst Hiven, er packte ihn und schüttelte. Ich war überfordert. hilflos und völlig unvorbereitet und versuchte den riesige Hund wegzunehmen, was ich wohl nicht schaffte da er sicher um die 50 kg schwer war.
Als er Hiven losgelassen hatte, rannte er sofort zu Atlanta welche sich unterwarf und auf dem Rucken fest runtergedruckt wurde, sie schrie so laut aber ich konnte wieder nichts helfen.
Im nachihnein ist mir klar, dass man die Hunde nicht versuchen zu trennen muss, ansonsten riskiert man böse Risswunden.
Ich hätte am besten den Hund mit der Leine schlagen sollen oder treten. So brutal es klingt, aber ich kann zulassen, dass meine beide Hunde am schreien vor Angst und Schmerzen sind. Aber ch weiss nicht ob den Akita dann losgelassen hätte, der war ja nicht sauber, vielleicht hätte er dann mich gepackt...

Meine beide Hunden erlitten Bisswunden, wobei Hiven am schlimmsten dran war.

Es ist nicht einfach zu sagen, wie man am besten reagieren muss. Solche Sachen passieren immer so schnell und in dem Moment kann man vielleicht auch nicht immer gerade reagieren. Finde aber einfacher wenn beide Besitzer reagieren und etwas machen (wenn sie es sinnvoll machen), statt nur einen.
I'll never walk alone...

dakota

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15

Samstag, 15. Dezember 2012, 20:02

ich würde dem anderen hund auch denwürgegriff machen,alles andere würde nicht helfen
www.kikki.ch hundesitting ,leben und leben lassen,und das leben geniessen.

Duffy

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16

Samstag, 15. Dezember 2012, 23:23

Also wie schon geschrieben denke ich gibt es absolut kein Patentrezept. Wenn aber Hunde richtig am Kämpfen sind, wird Wasser meist nicht wirklich viel bringen. Ich selber musste schon einige heftige Kämpfe miterleben. Zum Glück selten mit meinen eigenen Hunden.

Wenn jemand fremdes dann auf Duffy treten würde oder Sie anschreien, ich glaub dann wäre alles noch extrem viel schlimmer. Das allerwichtigste ist Ruhe bewahren. Weglaufen find ich bei einer Keilerei unsinnig, das merken die Hunde ja nicht mal.

Ich hatte mit Duffy in der Anfangszeit einen schweren Zwischenfall, Duffy hat mit einem Pitti Rüden gespielt, als von hinten eine Labbi Hündin auf Sie draufsprang und spielen wollte. Duffy hat sich im Flug gekehrt und die andere zu boden gedrückt und gebissen. Der Pitti Rüde wollte zuerst schlichten und die zwei Hündinnen waren für einige Sekunden getrennt. Die Hündin quitschte dann und Duffy und der Pitti haben sich dann beide auf Sie gestürzt. Da hätte alles schreien, treten etc. nichts genützt, im Gegenteil, es hätte alles nur noch mehr verschlimmert. Das gute war, dass beide Hunde die Hündin nur am boden hielten, aber es war bitterernst. Sie hielten Sie rassetypisch einfach fest und fassten immer nach.

Ich ging dann dazwischen und hab Duffys Kopf mit voller Wucht nach vorne gedrückt/geschmettert, da Sie sonst aufgrund Ihrer Anatomie nicht loslassen konnte, Sie liess für eine millisekunde ab und ich konnte Sie am Geschirr zurückreissen. Hatte Duffy also mit der Rechten Hand in der Luft hängen, da die anderen Besis wie von Angst erstarrt waren, hab ich dem Pitti voll in die Weichteile getreten und er liess kurz ab. Da hab ich auch den am Halsband gepackt und hochgehoben. Da stand ich dann, mit ner Bulldogge rechts in der Hand und nem Pitti links in der Hand.

Die Hündin trug einige Wunden davon, dass mein eigener Hund so verletzt, gar töten will, war mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst. Ich habe heute noch kontakt zu der Besitzerin der Labbihündin, wir haben selbstverständlich alle Kosten übernommen und uns auch öfters zum Spaziergang getroffen. Mittlerweile weiss ich was ich für einen Hund an der Leine hab, Sie hat sich auch von dort zu heute um 180 Grad gedreht, aber das Bild vergesse ich nie.

Die anderen Situationen betrafen meist fremde Hunde. Bibu wurde mal in Basel von einem Schäfer böse attackiert, damals haben wir einfach wie blöd auf ihn eingeschlagen und hätte das nichts genützt, hätte ich Duffy draufgehetzt, ich weiss das klingt jetzt hart, aber wenn ein 30-40 kilo rüde, 7 kilo oma rumschleudert, wäre mir alles andere egal gewesen.

Bei einer Bulldogge, darf man niemals nach hinten ziehen, dass bewirkt nur das absolute gegenteil.

Ich selbst gehe immer dazwischen, ich würde auf jeden Fall den Hund würgen bis er keine Luft mehr kriegt und loslässt.... Naja aber eben, ein Patent rezept gibt es wohl kaum...
Sorry ist doch länger geworden, hätte noch viel zu schreiben zu dem Thema...
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Magi

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17

Sonntag, 16. Dezember 2012, 01:40

Zitat

Sorry ist doch länger geworden, hätte noch viel zu schreiben zu dem Thema...


Tu es, bitte! Sofern du Zeit und Lust dazu hast. Finde es echt schade wenn man sich bei solch wichtigen Themen zurück haltet (eigentlich in jedem Thema in dem es um Erfahrung und Wissen geht). Ich zum Beispiel kann von 0 Erfahrung reden. Bella hat sich nur einmal in ihren 9 Jahren gekeilt und da war ich nicht dabei sondern Vater auf dem Sonntagsspaziergang. Zelda und Laila wurden nur einmal von der selben Hündin körperlich gemassregelt was ich nicht mal als tackern sondern noch als harmloses Rassetypisches zurechtweisen betiteln muss. Auch wenn es für Zelda und Laila zu viel war (..und meine nerven). So kann ich also nur von euren Erfahrungen und Gedanken lernen ;)

Wie meintest du das, dass du Duffys Kopf nach vorne gedrückt hast weil sie sonst anatomisch nicht hätte loslassen können? Inwiefern nach vorne gedrückt?

@Jason, finde ich noch einen wichtigen Aspekt. Sieht der Hund der angreift das Opfer als Beute oder als Feind. Woran erkenne ich den unterschied?

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Duffy

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Montag, 17. Dezember 2012, 08:39

Versucht die 2te :cursing:

@Magi, ich versuche mal ein Foto von Duffys Maul Seitlich wenn geöffnet ist zu machen, man sieht ganz deutlich, dass die Zähne nach hinten ausgerichtet sind. Diese Hunde wurden als (Bullenbeisser) gezüchtet, also sprich, grosse, extrem wehrhafte Beute festzuhalten und um keinen Preis loszulassen. Darauf hat sich dann natürlich nicht nur die Kraft, sondern auch die Anatomie ausgerichtet.

Ein Beispiel: Ich Zergle mit Duffy, gebe das "Aus" Kommando, Sie lässt aus, aber ich kann den Kong nicht richtig aus der Gosche holen, da sie aufmacht, aber das Spielzeug noch hinter den Zähnen festhängt.

Wenn ich jetzt also einen Hund der jahrhunderte lang gezüchtet wurde um nicht loszulassen, mit der Anatomie, nach hinten ziehe, wird einfach eines passieren, die Bulldogge wird nicht loslassen und der andere Hund wird grösseren Schaden davontragen, weil man Ihm dann ganze "Fleischbrocken" rausreissen würde.

In dem Fall habe ich den Kopf eher nach vorne gedrückt und bin seitlich mit der Hand ins Maul gefahren (was jemand fremdes besser nicht bei meinem Hund tun sollte) und Sie hat geöffnet. Ist zwar entgegen dem was man eigentlich tun will, aber besser für alle beteiligten.

Ich finde auch dass man die ganze Sache sowieso differenzierter sehen muss /sollte.
Kommt der Angriff aus Jagdverhalten/Beutegreiffen z.B grosser Hund jagt und schüttelt dann kleinen Hund. /Entwickelt sich eine Rauferei aus dem Spiel heraus, hohe Trieblage und mehrere Hunde involviert. Oder hat ein Hund ein Problem mit anderen Hunden und ein Hund geht nur auf einen anderen drauf....Sprich, raufen sich mehere oder habe ich einen Hund, der auf "alles" draufwill um kaputt zu machen.

Und dann gibt es ja noch sooooo viele Graustufen. Habe mit mit dem Thema wegen Duffy viel beschäftigt, damals hat mich verrückt gemacht, dass Sie nicht loslässt, heute mache ich mir darum keine Gedanken mehr. Sollte es (was ich hoffe nie mehr passiert) zu einem Vorfall kommen, weiss ich dass Sie gar nicht anders kann.
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19

Montag, 17. Dezember 2012, 09:10

Wenn eine Keilerei durch Luna beginnt, schrei ich jeweils so laut wie möglich "Luna!", pack sie irgendwo (normalerweise Rückenhaut) und reiss sie weg - durch ihren unsicheren Charakter kann man sie mit lauten Worten gut aus Situationen holen, in welchen sie eigentlich nichts mehr hört; egal ob dies jetzt eine Rauferei, Gekläffe oder Panik ist. Durch den 'Schrecken' des Rufens, lässt sie jeweils los und so kann ich sie ohne Probleme wegreissen und sichern - zwischen Rufen und Wegzerren sind jeweils etwa 2-3 Sekunden.

Würde sie sich festbeissen, würde ich wohl auch die Luft mittels Halsband abschneiden und zusätzlich die Nase zuhalten.
Glücklicherweise wurden unsere Hunde noch selten angegriffen, meist kommt die Keilerei seitens meiner Hündin auf und ist demnach schnell unter Kontrolle (solche Situationen können wir übrigens mittlerweile sehr gut kontrollieren, Keilerei gabs schon über ein Jahr keine mehr). Zappa wurde früher einmal von einem Schäferhund sehr, sehr schlimm verbissen und war mehr tot als lebendig. Damals war ich allerdings noch zu jung, um einzugreifen oder mich überhaupt wirklich daran erinnern zu können.

Aber ich weiss, dass ich garantiert nicht untätig dastehen würde. Ich hab letzthin grad mit meinem Freund über Handlungen gegenüber fremden Hunden gesprochen und zu ihm gesagt, dass ich immer damit rechne, schlussendlich selbst zu bluten - wenn ich somit aber das Leben meines Hundes retten kann, geh ich das Risiko ein.

Fay

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20

Montag, 17. Dezember 2012, 10:16

Leider ist mir sowas auch schon passiert. Leider wurde mir eingetrichtert bei einer Keilerei weg zu gehen. Jetzt weiss ich, dass interessiert kein Hund wenn es Ernst ist. Die haben den Fokus nur auf sein Gegenüber und sind nicht mehr in der Lage anderes wahr zu nehmen. Schläge, Tritte oder anschreien kümmert meinen Hund nicht die Bohne. Es animiert ihn und es wird heftiger. Sollte es jemals wieder zu solch einem Fall kommen, werde ich sofort und ohne zu zögernd den Hund würgen um ihm die Luft abzustellen. Egal ob meiner oder ein Fremder. Bei einer ernsten Situation für mich die einzige Möglichkeit welche man sofort umsetzten kann.
Was auch noch eine Möglichkeit wäre, wenn ich einiges an mehr Gewicht und Kraft hätte den Hund an den Hinterbeinen packen. Jedoch müssen beide Besis mitmachen, ihren Hund gleichzeitig packen, ruck nach vorne und dann bestenfalls Hund in die Luft wegziehen. Durch den Ruck nach vorne erschrecken sich die Hunde einen Moment, Hunde die Anatomisch nicht loslassen können wären dann in der Lage dies zu tun und wenn beide kurz los lassen sofort weg ziehen. Jedoch ist nicht jeder in der Lage dies zu tun. Und wenn das Gegenüber voller Panik nicht mehr in der Lage ist den eigenen Namen zu sagen, kann man auf diese Hilfe verzichten. Falsch angewendet wird es schlimmer enden.
Für mich also klar Würgen. Und ich bete zu Gott, dass ich das nicht nochmals erleben muss....