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Hi-Co

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Samstag, 23. März 2013, 20:21

Hundetrainer/in und Tierpsychologe/in - Qualität feststellen?

Dere,

Gleich vorab: Ich will hier keinen angreifen oder über wen herziehen, aber ich habe in letzter Zeit etwas mehr über Hundetrainer, Tierpsychologen etc recherchiert und ich werde aus dem Thema nicht ganz schlau.

Wenn ich korrekt informiert bin, gibt es keine allgemein anerkannte, standardisierte Berufsausbildung mit einem 'geschützten' Abschluss - weder für Hundetrainer, noch für Tierpsychologen. Bei letzteren kommt sogar noch hinzu, dass es zumindest in Deutschland strafbar ist, sich so zu bezeichnen (1,2).

Das führte mich zu der Frage, was legitimiert diejenigen dazu, ihre Dienste in den jeweiligen Bereichen anzubieten und was kann man davon erwarten. Nachdem ich mich dann eine Weile durch diverse Seiten im Netz gewühlt habe, habe ich versucht die Herangehensweise der beiden Tätigkeiten zu differenzieren. Ich muss leider sagen, dass es mir nicht gelungen ist. So wie ich das für mich an Hand der diversen Beschreibungen von Ausbildungszentren interpretiert habe, machen beide dasselbe, wobei der Hundetrainer ein umfangreicheres Gebiet abdeckt.

In diesen Thread wurde auf zwei Diplome (auch eine irreführende Begrifflichkeit?) hingewiesen, die Tierpsychologen eine Auseinandersetzung mit dem Thema bescheinigen. Aber hier fängt es auch schon an kompliziert zu werden:

Auf der einen Seite steht das "Studium" via ATN (Umfang umgerechnet auf Vollzeit gute 10 Wochen), was einen Einblick in die Grundlagen der Verhaltensbiologie gibt (ca. 35%), auf die Verhaltensforschung im Bereich "Hund" eingeht (ca. 20%) und abschliessend dann die Hundeerziehung (ca. 35%) behandelt (3).
Auf der anderen Seite wird eine postgradualen Spezialistenausbildung für Tierärzte angeführt, die zum einen natürlich ein Studium der Veterinärmedizin voraussetzt (mind. 3 Jahre), die Zulassung als Veterinärmediziner, sowie mind. 2.5 Jahre Arbeitserfahrung (4).
Diese beiden Ausbildungen zu vergleichen ist wie Äpfel mit Granit zu vergleichen. Da liegen ja Lichtjahre dazwischen. Ersteres klingt der Beschreibung des Lernumfangs nach wie ein ausführlicher Weiterbildungskurs für interessierte Hundehalter und das Zweite hat einen Lernumfang, der die Preise für Einzelstunden bei Ausgebildeten umgerechnet in vierstellige Höhen treiben würde. Und im ganz krassen Gegensatz dazu stehen all diejenigen, die ihr Tätigkeit zwar mit dem "Titel" bewerben, aber rein gar keine Ausbildung genossen haben, sondern auf Basis ihrer Erfahrungen und ggf. etwas "Fach"-Lektüre handeln.

Bezüglich Hundetrainern sieht es ähnlich aus, wenn es auch hier ein deutlich breiteres Angebot an Ausbildungen gibt. Das allerdings macht die Sache nicht wirklich einfacher oder übersichtlicher. Da geht es vom SKN über diverse Weiterbildungszentren bis hin zu Trainingssystemen einiger "Promis" im Hundetrainerbereich. Hier die einzelnen Angebote zu vergleichen ist noch absurder.

Wenn man jetzt mal die "Man-muss-dran-glauben(-aber-auch-dann-ist-es-Humbug)-Fraktion" ausklammert und die Selbsternannten (Erfahrung und Was-ist-Was-Bücher Wissensbasis) ebenfalls links liegen lässt, wie soll man als Hundebesitzer eine "gute" Wahl bzgl. des/der Ausbilders/in treffen? Lässt sich eine Art Leitfaden zur Auswahl der Person erstellen, der natürlich nur eine Hilfestellung darstellt und nicht die absolute Wahrheit? Etwa so in der Form, wie man sie für den Kauf von Welpen bzw. die Auswahl des Züchters findet.


Quellen:
(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Hundetrainer
(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Tierpsychologie
(3) http://www.atn-ag.ch/ausbildung-hundepsychologie
(4) http://de.wikipedia.org/wiki/Diplomate_o…uropean_College
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Danish

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Samstag, 23. März 2013, 20:57

Mir persönlich sind Diplome und Abschlüsse relativ egal. Nice to have aber - für mich - kein need to have! Mir ist Mundpropaganda 100x mehr Wert als alle Diplome dieser Welt. Diplome bedeuten nur, dass er/sie eine Prüfung bestanden hat. Nicht mehr und nicht weniger.

Wenn ich sehe und höre, wer alles irgend welche "qualifizierte Hundetrainerausbildungen" gemacht hat....... Die lass ich unter Umständen keine 5m an meinen Hund ran...... :blush:

Duffy

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Samstag, 23. März 2013, 21:44

Ich schliesse mich Danish da so ziemlich an. Für mich ist zwar wichtig, dass der jeweilige Trainer eine fundiertes Wissen über den 4 Beiner besitzt, aber Erfahrung ist mir trotz alledem wesentlich wichtiger. Ich konnte damals allerdings nicht auf Mund zu Mund propaganda hoffen, da ich niemanden in der Schweiz kannte.

Ich denke ich bin selbst jemand, der auch nicht gerade wenig weiss und bin sehr skeptisch, dinge von anderen anzunehmen hinter denen ich nicht unbeding stehe.

Als ich dazumal Duffy holte, suchte ich nach Hundeschulen bzw. Trainern. 2 waren mir schon am telefon sooo unsympatisch, dass es nie zu einem Treffen kam. Eine Hundeschule hat mich abgewiesen, weil die Rasse nicht erziehungsfähig sei :lol: Die nächste wollte keinen Hund mit Defizit in Ihrer Gruppe haben. Tja schön und gut. Wieder nach Einzelstunden gesucht, aber irgendwie konnte ich mich durch den ganzen Dschungel nicht recht durchwühlen.

Hatte dann eine Dame aus BL gefunden, die zu mir heim kam... diese meinte ich müsse eine andere Wohnung haben, einen anderen Job usw. so könne Duffy niemals "resozialisiert" werden...tja ich glaube ich habe das Gegenteil bewiesen.

Noch eine Hundeschule probiert, am ersten Trainingstag lief es super. Beim zweiten Trainingstag sollten wir ganz eng kreuzen...mir war unangehm aber ich musste ja probieren, was mit Duffy überhaupt möglich war...Tja Sie ging vorwärts....

Der Hundetrainer, der sich als ziemlich allwissend hingestellt hat, Schrie mich an....DREHN SIE DEN HUND AUF DEN RÜCKEN...SOFORT ! BEISSEN SIE IHR INS OHR :ugly: :ugly: :ugly:

Ich hab mich umgedreht und bin gegangen.

Auf der Suche nach anderen Molosserleuten bin ich per Zufall auf Sanuki in einem Forum gestossen. Wir haben dann telefoniert und uns getroffen. Als erstes SKN und Einzelstunden.

Die Stunden waren niemals nur 60min. sondern solange wir eben gebraucht haben. Auch wenn ich eine Frage hatte oder einfach ein einschneidenes Erlebniss, ich durfte immer anrufen und wenn es nur war um mich auszuheulen. Ich finde sowas ist Gold wert. Sein Wissen, war für das was ich mit einem "Problemhund" genau das richtige und das Handling des Trainings war genau das was ich gesucht habe. Jemand der die Sachen selbst schon mit dem eigenen Hund mitgemacht hat, der Erfahrung im Umgang mit solchen Hunden und auch Rassen hat.

Für jemand mit nem Agihund (nur als Beispiel mit Problemen im Parcour) wahrscheinlich nicht der richtige Trainier. Für mich hat es gestimmt.

Er hat sämtliche Ausbildungen durchlaufen, wäre mir aber so ziemlich egal gewesen, weil es eben gepasst hat.

Viel Hilfe hab ich auch durch Jason hier im Forum erfahren, auch Sie war für mich immer eine sehr angenehme Ratgeberin mit einem breitgefächerten Wissen, welches ich extrem schätze.

Ich denke es kommt immer auf das Individuum Mensch und den Hund an, welcher Trainer passt.

Hier in Deutschland ging es für mich wesentlich leichter, weil ich mich eben nicht durch den Dschungel Internet wühlen musste, sondern hier natürlich schon viele Anlaufstellen aus meiner früheren aktiven Hundesportzeit hatte.

Also alles in allem, ist für mich die Erfahrung das wesentliche. Wenn jemand frisch eine Ausbildung absolviert hat, theoretisch alles weiss, aber keine Erfahrung in der Praxis hat, kam für mich nie in Frage....Lieber andersrum....

Das ist aber nur meine ganz persönliche Meinung
http://www.hundesitter-ortenau.de/

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Samstag, 23. März 2013, 22:06

Ich denk das ganze ist halt auch nicht so einfach.

Wenn ich ein grösseres Problem habe dann möchte ich auch jemanden an meiner Seite haben der damit auch in der Praxis Erfahrung hat und nicht nur auf Papier.

Nur irgendwoher muss ja auch diese Erfahrung herkommen. Irgendwo muss doch jeder der in dem Bereich "arbeiten" will anfangen. Nur ich denke da liegt auch das Problem. Viele überschätzen sich und ihre Fähigkeiten enorm.

Meiner Meinung nach ist es wohl am wichtigsten seine eigenen Grenzen zu kennen und diese auch zu respektieren, was nicht heisst das man diese nicht erweitern sollte, aber bitte nicht auf Kosten der anderen Hundehalter.

Ich befinde mich ja auch in den Anfängen, würde gerne nebenbei (habe eigentlich nicht vor davon leben zu müssen) was aufbauen in welche Richtung wird sich erst noch zeigen. Von Vorteil ist es sicher auch wenn man jemanden in der Hinterhand hat wo man auch mal "kunden" verweisen kann, wenn der Fall zu schwer ist, also einem selbst die Erfahrung fehlt. Und vielleicht kann man ja an der Entwicklung etc teilhaben und daraus für die Zukunft lernen ... Zumindest würde ich mir das für mich wünschen ...
Ich bin bestimmt nicht so irre, mich jetzt schon an "Problemhunde" zu wagen ... Bei der einen Arbeitskollegin die mich angefragt hat weil es Probleme zwischen Hund und Kind gegeben hat, da bin ich auch kucken gegangen und hätte den Fall sofort an jemand anderen verwiesen wenn ich ein wirkliches Problem gesehen hätte ... Aber woran es lag wussten die Eltern eigentlich schon ... Ich werde sie weiter unterstützen und ihnen ideen an die Hand geben wie sich ihr Kind sinnvoll mit dem Hund beschäftigen kann...

Leider gibt es aber immer noch genug, die das gefühl haben nach ein paar Seminaren oder Ausbildungen wüssten sie alles und könenn alles, und der Schuss kann halt schnell nach hinten gehen.

Das mit den verschiedenen Erziehungsmethoden , Philosophien etc etc wird es wohl immer geben und da muss jeder für sich selber rausfinden welche Richtung ihm zusagt ...

Ich hoffe man versteht mein gebrabbel ... bin eigentlich zu müde und vollgepumpt mit schmerzmedis :blush:
Lg Nathalie


Bones

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Samstag, 23. März 2013, 22:21

Ich schliesse mich Danishs Meinung an.

Man kann noch so viele Diplome an die Wand nageln - Niete bleibt Niete.

Es ist absolut nix verwerfliches daran, sich aus- und weiterzubilden, ganz im Gegenteil aber man sollte sich nicht auf die Ausbildung stuetzen und meinen man sei "Gott" und man muss ständig damit prahlen dass man die psychoirgenwasausbildung bei xy gemacht hat *ätz* - erleb ich aber leider oft dass sich Leute nur anhand ihrer Ausbildungen profilieren und sich besser fuehlen können.

Viel viel wichtiger empfinde ich einen Trainer, der mir und meinem Hund sympatisch ist UND der was auf dem Kasten hat - woher das Wissen kommt, ist mir herzlich egal, hauptache es stimmt fuer uns :)

Was ich gar nicht leiden kann sind diese zum teil schon sektanartigen sturen Methodenreiter, da hab ich arg muehe damit. Ich persönlich finde, das individualität einen riesengrossen Teil eines guten Trainers ausmacht. Alles andere stimmt fuer mich einfach nicht

Edit: why :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
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Hi-Co

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Samstag, 23. März 2013, 22:47

Interessante Antworten ... ich kann es verstehen, dass man persönliche Empfehlungen bevorzugt und sich nicht von eingerahmten Papieren an der Wand beeindrucken lässt. Aber was tun, wenn man keine Empfehlung bekommt? Wie aus der Masse die Klasse erkennen?
Ich persönlich finde es wichtig, dass Ausbilder sich fortbilden und es auch nachweisen können. Es gibt bestimmt einige Naturtalente, die ohne all das auskommen und gute Trainer sind. Aber auch denen schadet es nicht, wenn sie ihren Horizont erweitern. Und das gerade weil es keine standardisierte Ausbildung gibt. Ein blindes verlassen auf den Sympathie- bzw. Bauchgefühlsfaktor halte ich in diese Beziehung für nicht zielführend. Nur weil es "passt' bedeutet es ja nicht, dass auch Kompetenz dahinter steckt. Das heisst in erster Linie, dass es auf der Mensch-Mensch-Ebene passt.
Und Erfahrung in der Praxis heisst nicht, dass man versteht, was hinter einem bestimmten Verhalten steckt. Es führt in vielen Fällen dazu, dass man einen Lösungsweg einschlägt, der sich bis dato immer bewährt hat. Das allerdings finde ich bei individuellen Wesen eher schwierig. Dabei gilt es ja auch zu bedenken, dass nicht nur der Hund lernt soll, sondern auch sein Halter.
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Samstag, 23. März 2013, 22:54

Hi!

Ich schliesse mich gerne Whyona an. Jeder muss mal anfangen und Erfahrung kann nur gesammelt werden, wenn die "Neulinge" auch Erfahrung sammeln können.
Als ich angefangen hatte war ich ganz allein auf weiter Flur. Ich kannte den Bloch und Clarissa von Rheinhard, direkt bei mir in der Nähe kannte ich aber niemanden, der sich mit dem Thema annähernd auseinandersetzte. So war ich oft auf mich allein gestellt, kommunizierte das den ratsuchenden Haltern aber immer ehrlich!
Das finde ich, ist ein wichtiger Punkt, dass Grenzen nicht nur erkannt, sondern auch kommuniziert werden. Dann dürfen die Halter selber entscheiden, ob sie sich vertrauensvoll an Dich wenden wollen oder lieber einen Profi zu Rate ziehen.
Ich probierte zu meinen Anfangszeiten viel herum und nicht immer im Sinne des Tierwohls, wie ich später feststellen musste. Die Halter wussten aber immer schon zuvor, dass ich keine expliziete Ausbildung in der Richtung hatte und eben nur versuchen konnte mein Wissen auf ihre Situation umzusetzen.

Die Erfahrung und natürlich auch die Weiterbildungen brachten mich dann weiter und ich passte daran dann auch mein Preissystem an.
Begonnen hatte ich mit 5DM/ Stunde, als kleine Gegenleistung. Ich mein, die Leute hätten ja auch selber die Seminare für 150DM besuchen können, die ich mir damals leistete...
So profitieren die Halter davon, dass ich schon viele Bücher gelesen und einige Seminare besucht hatte, um dann aufrund diesen Wissens genau die Punkte raus zu suchen, die für diejenigen relevant sein konnten.


Für mich ist es aber schon auch ganz klar wichtig, dass sich Halter die Qualifikation der Tierpsychologen oder Trainer genauer ansehen, denn dort können sie auch sehen, in welche Richtung das Interesse geht und wie breitgefächert das Wissen ist.
Eine Ausbildung bei welcher Schulung auch immer ist ja ganz nett und sicherlich ein Anfang, aber darauf sollte keiner stehen bleiben.
Wenn man sich jetzt mal ein paar bekannte Trainer anschaut und deren Qualifikation, findet man manchmal heraus, dass da jemand berühmt wurde der überhaupt noch nie irgendeine Form von Fortbildung besucht hat sondern alles auf dem eigenen "Mist" gewachsen ist, durch ausprobieren und durch die dadurch entstandenen Erfolge. Ein recht bekannter Hundetrainer, der mit der Ausbildung von Famlienhunden wirbt, ist erfahren in der Ausbildung von Diensthunden und im Schutzhundesport sehr aktiv, was in seiner Arbeit auch eindeutig zu erkennen ist. Aus meiner Sicht sind diese Qualifikationen aber nicht unbedingt geeignet, um für Hunde im Alltag das passende Training anzubieten. Es passt für mich nicht.

Fachliche Qualität bedeutet für mich ein breites Wissensspektrum zu haben, das unterschiedliche Ansätze mit einander vereint, denn damit ist man besonders flexibel und kann entsprechend gut auf Individuen eingehen. Zur Qualität gehört natürlich auch der Umgang mit dem Menschen, die Fähigkeit zu lehren, das Wissen also weiter zu geben und dann die praktische Umsetzung mit dem Hund. Das alles kann man nur bedingt in einigen Schulen lernen und gehört ein Stückweit zur Persölichkeitsentwicklung, die jeder Mensch mehr oder weniger intensiv durchmacht.


Letztendlich sollte am Ende zwischen Hundehalter / Tierhalter und Berater das Bauchgefühl passen. Ich erlebe so häufig, das vor allem Hundehalter sich zu Sachen haben überreden lassen, die sie nicht wirklich wollten und wo ihnen das Bauchgefühl schon gesagt hat, dass das nicht passt. Auch die Halter die ich betreue merken das manchmal vorsichtig an, ich nehme das ernst und schaue, ob da vielleicht wirklich grad was nicht opitmal ist.
Dort müssen die Halter aber einfach frühzeitig Grenzen setzen und sich klar darüber werden, was sie noch akzeptieren und wo sie nicht einverstanden sind, dies kommunizieren und im Zweifel nochmal weiter suchen.


Die Berufe sind nicht geschützt, ich halte das aber auch für einen Vorteil! Die Notwendigkeit sich fortzubilden und immer am Ball zu bleiben ist in diesen Fällen deutlich notwendiger, als wenn eine Ausbildung nach drei Jahren fertig ist und man dann einfach den Beruf hat, egal wie sich der Berufszweig weiter entwickelt.


Liebe Grüsse,
Katrin
Die Frau mit Hut und Malamut :P

Tierpsychologin, Katrin Schuster

Magi

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Samstag, 23. März 2013, 22:57

Wer keine Empfehlungen bekommt und nach der Probestunde nicht sieht/merkt ob das passen könnte. Dem wird in der Regel auch die Papiere nichts sagen. Selbst mir sagen ja nicht mal die verschiedenen Kurse etwas und ich bin nicht mehr Neu Hundehalter.

Für mich war wichtig das meine Trainerin mit mir und Zelda gut umgehen kann. Ein Gegenseitiges zuhören stattfinden kann und sie auf uns eingehen kann. Wir machen aber kein Sport und Prüfungen erst recht nicht. Im Grunde üben wir den Alltag und Beschäftiungsmöglichkeiten.

Würde ich einen Sport beginnen und/oder Prüfungen laufen wollen, wären mir auch hier nicht wichtig ob das nun Papier A, B oder C ist. Sondern wie der Trainer trainiert und was für Erfolge er vorzeigen kann und WIE er zu den Erfolgen kam. Ich würde da lieber mehrere Trainer an testen als auf Papiere oder Diplome zu schauen wenn ich keine Empfehlungen bekäme.

Der Hundeshop rund um günstiges Zubehör...

Bones

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Samstag, 23. März 2013, 23:02

@Hico
Ja, da geb ich dir recht. Nur, ich hör nicht gerne Leuten zu, die mit nicht sympatisch sind. Ich stell doch recht grosse anforderungen an meine Trainer und ich halte einige, auf die andere schwören fuer völlig daneben. Andererdeits gibt aber auch solche Leute, die ich unheimlich gut leiden kann, Hundemässig aber einfach nicht an das rankommen, was ich fordere.

Gutes Beispiel ist meine jetzige Agitrainerin - die hat glaub ich keinen einigen Fackel zuhause an der Wand hängen, hat aber ein wahnsinns Wissen, auch im Verhaltenstechnischen Bereich, nicht nur im Sport. Sie wäre jetzt eine davon, die ich nur zu gerne um Rat frage obwohl sie kein "Tierpsychologe" ist und auch nix derartiges anbietet.
Hundeschule und Fleecetaue

Kiss

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Sonntag, 24. März 2013, 04:40

Ein guter Trainer ist für mich derjenige, der sein Wissen und seine Erfahrungen auf einfache Weise dem Hundehalter übermitteln kann.

Ein guter Trainer ist für mich auch derjenige, welcher es schafft, die Motivation und die Ausdauer für einen weitergehenden Weg an den Hundehalter zu bringen.

Ein guter Trainer ist für mich letztendlich auch derjenige, welcher in seiner Laufbahn selbst schon viele Fehler gemacht hat, da kann ich davon ausgehen, dass ihm die gleichen Fehler kein zweites Mal passieren.

Alle Titel auf diesem Sektor garantieren mir keine der obgenannten Eigenschaften.

Frau F.

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Sonntag, 24. März 2013, 06:18

genau, Kiss, kein Titel der Welt wird dir je eine Garantie geben können, stecken doch immer Individuen dahinter. Und was mit dem einen kompatibel ist, ist für den anderen ein Graus...

Ich kenne aber viele die einen Fackel - wie ihr das so liebevoll - betitel zu Hause ode rin der Praxis hängen haben und sensationell sind.
--------------------------------------------------------------------------------------------
mit Grüßen von Frau F.

--- deren hier geäußerten Gedanken alleinig ihren Blickwinkel wiedergeben ---


Panouk

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Sonntag, 24. März 2013, 09:15

Ich erwarte von einem guten Hundetrainer-oder Tierpsychologen eine gute Begabung und Erfahrungen in den verschiedenen Wissens-und Könnensbereichen, in Theorie und Praxis.

Das Talent dieses Wissens an den Kunden auf angenehme und einfache, logische Weise zu vermitteln. Eine Kritik oder einen Lösungsansatz auf konstruktive Art zu vermitteln. Das Mensch-Hund Team zu motivieren in einem wohlwollendem Umgang miteinander.


Sage es mir, und ich werde es vergessen; Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern; Beteilige mich und ich werde es verstehen!!! (lao tse)

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Sonntag, 24. März 2013, 10:05

Ich persönlich musste lernen, das die Trainer die ihre "Fackel" gerne zur Schau stellen (ob nun aufgehängt irgentwo oder aber auch anders) mir oft nicht sympathisch sind. Die Trainer die aber zig tolle "Fackel" haben und diese werder grossartig erwähnen, noch ausstellen sind mir oft einfach auch sympathischer.
Ich persönlich suche mir einen Trainer nach Erfahrung aus, denn die macht den Trainer für mich kompetent. Vorallem da ja viele Ausbildungen sehr theoretisch sind.

Zur Ausgangsfrage. Ich glaube nicht, das man einen allgemeinen Leitfaden für eine gute Trainerwahl schreiben kann. Denn jeder Hund, jeder Besitzer ist ja individuell. Trainer A, den ich total nett und kompetent finde muss zB ein andere Hundführer ganz anders empfinden.
Für mich kommt es auch auf das "Problem" an. Also suche ich jemanden, weil ich wirklich ein Problem habe oder suche ich "nur" jemanden für Beschäftigung etc.

Ich kann nur sagen, das Mundpropaganda die beste Werbung ist und ich lieber auf Empfehlungen höre, als auf irgentwelche elendig langen Listen auf der Homepage oder Fackel an der Wand.


Gruss Wendy, die aktuell ja gesucht hat und gemerkt hat wie geduldig vorallem das Internet so ist und wieviele Leute sich doch Problemhundetrainer, Psychologe, etc nennen...Ich finde es sehr schwer den richtigen Ansrprechpartner zu finden

Tabasco

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Sonntag, 24. März 2013, 10:54

Ich denke, dass man die Qualität eines Hundetrainers oder -psychologen gar nicht objektiv beurteilen kann.

Das wäre, wie wenn man ein Essen beurteilen müsste: Was gewichtet man höher? Bereits bei den Zutaten stellen sich Fragen zur Hochwertigkeit, Frische, Ökologie. Dann die Zusammensetzung und Verarbeitung der Lebensmittel, das Würzen und Anrichten und zum Schluss noch die Präsentation. Da ist sehr vieles subjektiv. Berücksichtigt wird ebenfalls die ganze Umgebung - Bergrestaurant, Bankettsaal, Beach-Hut.
Und das wichtigste überhaupt: Was will der Kunde? Will er sich nur schnell und möglichst billig den Magen vollstopfen oder will er dem Geschäftspartner beim gediegenen Mittagessen einen Deal verkaufen.

Dasselbe beim Geschäft mit der Beratung in Sachen Hunde: Manche HH wollen nur einen Ort, wo sie ihren Welpen mit anderen Welpen spielen lassen können. Andere HH suchen sich einen Trainer, um gezielt an den Finessen einer Hundesportart rumzufeilen. Wieder andere sind mit ihrem Hund völlig überfordert und benötigen vorallem jemanden, der sie selbst erstmal aufbaut.

Es gibt wohl keine Trainer, die all die verschiedenen Anforderung erfüllen können oder wollen.

Wenn ich einen Hundetrainer suchen würde, wäre mir das menschliche am wichtigsten. Er muss auf mich eingehen können und ich auf ihn. Ohne dieses Fundament ist keine befriedigende Zusammenarbeit möglich.

Danish

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Sonntag, 24. März 2013, 11:15

Versuch und Irrtum...... Wenn man nicht auf die Erfahrung anderer zurückgreifen kann, muss man versuchen und auf sein Bauchgefühl hören!

perrolina

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Samstag, 17. August 2013, 15:36

Qualität eines Hundetrainer resp. -trainerin

Um im anderen Thread nicht zu sehr OT zu werden, mache ich hier mal einen neuen auf.

@Perro: vielleicht sehe ich das irgendwie falsch- aber für mich muss ein guter Trainer auch mit dem Besitzer "können"- schliesslich ist es vor allem der Besitzer den er "trainieren" muss, nicht nur der Hund ;)
Also, wenn ich finde das ein Trainer menschlich ein Vollpfosten ist würde es nicht funktionieren, egal wie gut er sein Handwerk sonst versteht. Denn der Hund muss ja später bei MIR das gewünschte Verhalten zeigen.. nicht beim Trainer

Ja schon aber das ist doch immer eine Frage der Chemie zwischen zwei Menschen, oder nicht? Angenommen ich halte dich für einen Vollpfosten, heisst das doch noch lange nicht, dass du auch wirklich ein Vollpfosten bist. Vielleicht bin ich ja der Vollpfosten? Je nachdem wen du fragst, würdest du garantiert sicher unterschiedliche Antworten kriegen ^^

Für mich muss die Chemie zwischen mir und dem Hundetrainer auf jeden Fall stimmen - wahrscheinlich bin ich diesbezüglich sogar eine ganz besonders heikle, und hyperempfindliche Kundin. Wenn ich mit dem Trainer nicht kann geht gar nichts, dann funktioniert das auch nicht mit dem Training weil ich mein Unbehagen 1:1 auf den Hund übertrage.
Meiner Meinung nach gibt es aber eine ganze Menge kompetenter Hundetrainer, die auf verschiedenen Bereichen ihr Handwerk sehr gut verstehen. Wenn nun aber einer dieser kompetenten Trainer sehr gut umgehen kann mit den Hunden, ich finde ihn aber dermassen unsympathisch, dass es mir nicht möglich ist, irgendwas anzunehmen von dem Typen, dann heisst das nicht, dass der Trainer nichts taugt sondern lediglich, dass er mir nicht sympathisch ist.

Wenn ein Trainer aber mit den Hunden nicht kann, kann er von mir aus noch so sympathisch sein ....der ist für mich dann ein inkompetenter Hundetrainer.

Für mich persönlich ist z.Bsp. ein absolutes NoGo, wenn ich kein gescheites Feedback kriege, sondern im besten Fall ein Augenverdrehen zu den anderen Teilnehmern hin. Bei sowas könnte ich jähzornig werden :lama: Oder was ich auch oberätzend finde ist, wenn ich merke dass mir ein Trainer nicht direkt sagt was Sache ist, nur um mich als Kundin nicht zu vergraulen.

Übrigens um das gleich mal klarzustellen: ich empfehle so oft diesen einen Trainer weil ich nur diesen einen kenne, der wirklich richtig gut ist. Das heisst noch lange nicht, dass ich denke, dass es nur diesen einen gibt. Ich würde diesen Trainer aber auch nicht jedem oder für jedes Thema empfehlen. Gerade bei dir Silvie, kann ich mir nicht vorstellen, dass da die grosse Sympathie fliessen würde :D
Lg Nicole

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Samstag, 17. August 2013, 16:56

Gerade bei dir Silvie, kann ich mir nicht vorstellen, dass da die grosse Sympathie fliessen würde :D
..tssss- ich weiss gar nicht wie du darauf kommst??? :weed: :D
Spass beiseite- ich finde den Trainer der Sairon & mich durch die Welpen und Junghundeschule begleitet hat ganz ganz klasse. Er ist ein sehr ruhiger Typ- aber auf seine taktvolle Art ehrlich und gibt vieeeeel Feedback.

Er kann unglaublich gut Hunde lesen, und wendet dies auch während der Stunde an...ist sicher nichts für Hardcore- Hundesportler. Aber sehr gut wenn es um Verhaltensproblemen oder Jagdverhalten geht.

Womit ich zum nächsten Punkt käme- nicht jeder Trainier ist auch für jedes "Genre" geeignet.
Ich unterscheide da klar zwischen Trainern die ich für Erziehung/ Verhaltensfragen aufsuchen würde- und welche für den Sport.

Luna

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Samstag, 17. August 2013, 17:56

Hundetrainer sind doch auch nur Menschen :lama: Kein Hundetrainer kann alles wissen und in jeden Genre top sein. Ich unterscheide auch zwischen Alltag/Erziehung und Sport. Zum Glück hab ich für beides zwei sehr gute Trainer. Wobei ich den einen im Moment nicht brauche.

Duffy

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Samstag, 17. August 2013, 22:47

Sympathie hat bei mir da eigentlich keinen Einfluss. Für mich (persönlich) zählt nur die Qualität der arbeit. Ich kenne einige Trainer Hund und Pferd, die nicht unbedingt sympatisch sind aber gut. Aber ich komm eigentlich eh mit jedem Zurecht, wohl berufsbedingt, dass ich das nur als Dienstleistung sehe...
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