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Duffy

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Dienstag, 26. März 2013, 14:17

Begegnungstagebuch....Vom Raufer zum Vorzeigehund

So hier möchte ich mal unser Hundebegegnungstagebuch starten…

Wir haben ja nach nunmehr 2 Jahren unsere, wir töten alle Hunde Phase lange hinter uns.

Duffy sucht mittlerweile nicht mehr von sich aus Streit (also meistens :D ) sondern nur noch dann wenn Sie angepöbelt wird. Da Sie aber nicht zu den Hunden gehört, die mal kurz Radau machen und dann wieder gehen, sondern zu der Sorte…okay, wir haben streit….Dann streiten wir richtig und machen keine Gefangenen.

Viele Trainings, Clicker einheiten, Spaziergänge mit anderen haben uns sehr geholfen.

Auch heute noch wird Duffy nie einfach frei auf einen Hund zugelassen.

Ich habe auch mit zeigen und benennen ganz Intensiv an diesem Thema gearbeitet. Ich clickere, bzw. schnalze noch immer die meisten Hundebegegnungen. Mittlerweile lasse ich aber gerne den fremden Hund auch nahe an uns heran, ausser ich merke natürlich, dass sich der fremde oder Duffy komplett versteift.

Früher habe ich immer den Fehler gemacht und die Leine dann auch gestrafft, wodurch Duffy nie entspannt sein konnte. Ich habe auch oft nicht richtig gedeutet. Sie stellt oft vor Unsicherheit die Haare, ich dachte dann Sie geht sofort auf Angriff. Durch das vermehrte Freilaufen lassen mit Rüden wie Meilo und Goliath konnte ich sehen, dass Sie zu 90% den hinteren Teil der Haare aufstellt und das nicht in böser Absicht.
Je mehr Vertrauen ich in mein Mädel bekommen habe umso besser wird es.

Das es natürlich immer wieder Rückschläge gibt, muss ich auch glaub nicht erwähnen und wenn Sie mal einen Hund auf dem Kicker hat, dann bleibt er auch da und wird kein Freund mehr werden. Aber das ist ja bei uns Menschen nicht sooo viel anders. ;)

Emil der junge Boxerrüde war für mich sehr interessant, da Sie mit Ihm natürlich Rassetypisch super kommunizieren kann, aber Sie sich auch unglaublich viel von Ihm gefallen lässt. Dinge die er mit Ihr machen darf, dürfen nicht viele Hunde. Was mir ja zeigt, das Ihr Toleranz viel besser geworden ist. Auch mit dem Welpen ca. 13 Wochen alt vom Nachbarn (DSH) kann Sie toll kommunzieren.

So wie laufen unsere Hundebegegnungen mittlerweile ab? (immer angeleint, ansonsten wird sie zurückgerufen und angeleint 5 Meter schleppe)


Wir sichten einen anderen Hund, ich warte bis Duffy ihn sieht, dann sind wir soweit, dass Sie mich direkt anschaut..Dafür bekommt sie eine Belohnung. Oft sieht man hier direkt eine freudige Erregung. Wenn Sie den Hund gar nicht sieht, weil Sie grad mit irgendwas beschäftigt ist, rufe ich ab. Leine an und arbeite mit zeigen und benennen.
Wenn Sie in freudiger Haltung weiterläuft, lasse ich Sie den anderen Hund anschauen und bestätige aber nach wie vor, wenn Sie sich zu mir wendet, aber auch die freundliche Haltung allgemein. Damit Sie Ihre Rückbestätigung bekommt, dass ich ruhiges Verhalten ganz toll finde.

In der Regel hat der andere Hundehalter dann schon angeleint oder wie kennen den Hund und die Besitzer wissen, dass Ihre Hunde frei bleiben dürfen auch wenn Duffy angeleint ist. Einfach einen ungestümen freien Kontakt wünsche ich nicht. Ich möchte die Situation jederzeit im Griff haben.
Grade beim aufeinander zulaufen achte ich darauf, selbst sehr entspannt zu sein und gar nicht zu denken…ohhh was kommt den hier.

Dann haben wir 2-3 Strategien wie wir weitervorgehen:

Strategie 1)
Wir gehen an den Rand oder in eine Wiese, weil es uns zu Eng wird, oder wir schlicht und einfach kein Bock auf Kontakt haben. Dort müssen meine Hunde ins Sitz und warten. Der andere Hund darf gerne beobachtet werden. Freundliches Verhalten wird sofort belohnt.

Strategie 2)
Wird der Hund vorher anfixiert oder freezt Duffy, gehe ich auch weit in die Wiese, dort verlange ich nichts von Ihr, ich streue Leckerchen in Sichtrichtung des anderen Hundes und Duffy darf Ihre Leckerchen suchen.

Strategie 3)
Enges Kreuzen bzw. Kontaktaufnahme
Wenn Duffy sich die ganze Zeit über freundlich zeigt und ich auch merke das dies ein Hund ist, mit dem eine problemlose Kontaktaufnahme möglich ist. Spreche ich dies aus genügend Reichweite mit dem Besitzer ab. Zuerst darf Bibu und der fremde Hund sich begrüssen. Duffy darf dabei zuschauen, freundliche Zuwendung wird auch hier belohnt. Oftmals ist die Erregung aber so hoch, dass Sie dann kein Leckerchen annehmen kann, aber man merkt, das Sie das schnalzen und die Lobworte mitbekommt. Sie pendelt dann auch oft zwischen mir und dem fremden Hund. Hier versuche ich immer so nah wie möglich bei Ihr zu sein und Sie in Ihrem freundlichen tun zu bestärken. Ich achte auch darauf, dass ich nicht ausversehn mit der Leine eingreife. Auch hier sehe ich oft, dass Sie zwar mal kurz ne Sichelrute macht oder die Haare stellt, aber sobald der andere Hund sich abwendet, ist dies okay. Das heisst für mich Sie hat gelernt zu sich mit Ihrem Gegenüber zu beschäftigen. Meistens ist es so, dass es nach einem kurzen Abchecken okay ist oder Sie macht sogar Spielaufforderungen. Man sieht nach wie vor, dass Sie unsicher ist, was Sie genau machen soll, aber wenn ich Ihr die Möglichkeiten zu den Kontakten verwehre, denke ich kann es nie besser werden.

Ich möchte natürlich keinen anderen Hund in Gefahr bringen und weis nur zu gut, wie schnell so eine Situation kippen kann, deshalb immer die Schleppleine ist auch für mich eine grosse Sicherheit.
Wenn es mal nicht so klappt:

Natürlich passiert es auch ab und an, dass Duffy einen Hund einfach nur schei…. Findet oder es doch zu eng ist und ich Ihre Signale nicht richtig gedeutet habe. Dann geht Sie mit grossem Getöse auf den anderen Hund los. Hier mache ich hingegen aller gängigen Trainingsmethoden mein eigenes Ding. Duffy weiss, das ich das nicht dulde, wenn Sie es trotzdem tut, muss Sie sich darauf einstellen das es dann auch mal rauscht…In den Situationen bin ich stimmlich zwar trotzdem ruhig, aber körperlich extrem konsequent, da kann es auch mal sein, dass Sie gegen eine Hauswand oder einen Gartenzaun gedrückt wird. Bitte steinigt mich nicht, für uns stimmt es so. (Ich tue meinem Hund nicht wirklich körperlich weh!!!)


Heute oder morgen werde ich dann ein paar Beispiele aus dem Alltag bzw. unseren verschiedenen geplanten wie ungeplanten Begegnungen schreiben. Auch wie es für unseren nervigen Sonnenschein Bibu ist wenn Sie nicht immer im Mittelpunkt steht.
Da ich nicht wirklich wusste wo anfangen und wo aufhören zu erzählen, bin ich froh wenn Ihr fragt, kann gut sein, ich habe was vergessen. :D
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Dienstag, 26. März 2013, 14:27

Boah! Ich hatte grad Ewigkeiten den Text zu lesen :lama:

Bin schon sehr gespannt auf deine detaillierten Berichte über Hunde Begegnungen. Vielleicht kann ich das eine oder andere noch für mich raus fischen :D
Ich freue mich sehr über deinen Erfolg. Das macht mir Mut und lässt mich Hoffen, dass wir auch mal so weit sein werden wie Du mit Duffy Mausi :thumbsup:

Und Grazie für die Blumen :dieter:

Crispy

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Dienstag, 26. März 2013, 14:36

:thumbsup: Danke für Deinen Bericht. Ich seh schon, ich bin gar nicht so alleine mit meinem Problem. Dabei dachte ich immer, nur mir gehts so.

Duffy

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Dienstag, 26. März 2013, 19:05

@Meily

ja Meilo und Duffy verstehn sich halt und haben ja sehr ähnliche Probleme....
ich schreibe morgen mehr zu den einzelnen Begegnungen.

@Crispy

nein, dir gehts ganz sicher nicht alleine so ;)
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Dienstag, 26. März 2013, 19:21

Spannend zu lesen :thumbsup: und freue mich auf weitere Berichte!

Wir sind ja auch an ähnlichen Problemen am arbeiten, aber mittlerweile kann ich sagen das wir riesige Vortschritte gemacht haben und nun 8 von 10 Hundebegenungen entspannt ablaufen :) also auch anderen gehts so ;)
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6

Dienstag, 26. März 2013, 20:38

Danke für den Bericht. Wir sind ja mit einem ähnlichen Problem ausgestattet. Kontakt zu fremden Hunden lasse ich eigentlich wirklich nur ungerne zu. Ich bin da selber einfach zu unsicher. Vor allem wenn mein Vieh keinen MK trägt. :( Vielleicht kommt das noch, wenn wor unter Anleitung freie Begegnungen üben werden. Denn wie du sagst, probiert man es nie, wird es auch nicht besser. Kontakt zu Hunden, die Hermes zwar nicht kennt, ich aber schon bzw den Besitzer lasse ich eher zu. Da wissen die Leute aber auch, was für ein Monster kommt und sind damit einverstanden. Je nach Hund ist Hermes dabei mit MK und/odet Schleppi abgesichert.

Bitte berichte weiter, ist echt interessant. :)

Duffy

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Donnerstag, 28. März 2013, 10:07

Hatte gerade einen ellenlangen Text geschrieben und kam dann auf die zurücktaste…..ääääh shit…

Die nächsten Themen die ich anschneiden will:

Emil unser Boxerfreund, die Wolfsspitzzicke aus der Strasse, das Schäferwölpi, Enzo der Shiba Inu, Erzfeind Golden Retriever, Ressourcen und Unverträglichkeit, Verhalten am Gartentor die Kläffer als Trainingspartner, Kastraten..Hündinnen und was noch so alles gibt.

So ich fange mal mit den schönen Dingen im „Training“ an. Diese sind immer mit unserem Boxerfreund Emil. Duffy und Emil verstehen sich Rassetypisch prächtig, Emil ist ein sehr Charakterstarker Hund und auch körperlich sicher gleich auf wie Duffy. Somit für uns der Ideale Trainingspartner.
Seid einigen Spaziergängen testen wir etwas. Ich möchte das Duffy in extremen „Spiel“situationen lernt, sich selbst zurückzunehmen oder aus der Situation zu gehen. Die zwei pflegen ein sehr „hartes“ Spiel. Entweder es sind Jagdspiele wo der eine den anderen im Feld umherjagt, wir achten darauf dass es relativ gleichmässig ist. Obwohl Duffy Emil da manchmal etwas Angst einjagt, wenn Sie den Turbo einschaltet und Ihn von hinten her „teckelt“. Da kann es auch passieren, dass die zwei aus dem vollen Rennen auf die Schnauze fallen. Durch das laufen lassen der Situationen hat sich aber auch entwickelt, das Emil in unsere Richtung rennt wenn es nicht passt oder Duffy auch mal von alleine aufhört Ihm nachzusetzten, wenn Sie merkt es wird Ihm zu viel. Ich denke momentan ist es auch noch ein Grenzen austesten wie weit kann man wirklich gehen. Im Gegenzug passiert es aber auch immer wieder, das Duffy sich aus dem vollen Rennen umdreht und Emil „stellt“. Hier wird Sie aber nicht mehr wie früher dann sofort richtig „böse“ sondern bremst Ihn wirklich körperlich aus. Es kann sein, es gehen dann beide schnüffelnd Ihrer Wege oder Emil akzeptiert und das Spiel geht weiter.
Das andere Spiel nenne ich für mich das „Bärenspiel“ wenn beide Hunde auf den Hinterbeinen mit viel Gebrüll aufeinander losgehen. Früher hat Duffy den anderen Hund immer lange zu Boden gedrückt, durch das laufen lassen konnten beide Hunde Strategien entwickeln wie Sie aus den Situationen wieder rauskommen. Extrem spannend die Veränderung vorallem bei Duffy zu sehen. Für Emil ist eh alles eine riesengrosse Party.
Damit Ihr jetzt keinen Schock bekommt. Genauso oft, wie wir es laufen lassen, rufen wir die Hunde auch zu uns. Emil kann das als pubertierender Boxer eh immer gut gebrauchen und für mich sind das die besten Übungen überhaupt, weil ich so den Abruf aus Extremsituationen üben kann. Oftmals braucht es auch den Abruf, weil das Hirn bei beiden auf Durchzug stellt und Sie nur noch Ihre Kampfspiele machen wollen. Dies geht natürlich nicht. Manchmal muss man Sie auch beide etwas anscheissen, weil Sie immer und immer wieder die arme kleine Bibu in den Acker pflügen. Die weicht zwar gut aus, ist aber oft zu langsam. Zum Glück ist sie ein Jacky und keine andere Kleinhundrasse ;-)
Hier werde ich sicher noch mehr berichten, weil es enorm Spannend für mich ist, die Entwicklung beider Hunde zu beobachten und weil wir uns ja öfters treffen.

Die Wolfsspitzzicke:
Diese Hündin wohnt 2 Häuser weiter und ist tagsüber immer im Hof und bellt jeden an der Durchläuft. So werden auch ich und meine Mädels min. 4 mal am Tag von der Hündin verbellt. (Zu den Hofhunden schreibe ich später noch was). Meine Hunde müssen sich beim vorbeilaufen am Zaun ruhig verhalten. Duffy ist natürlich immer angespannt, stellt teils den Kamm und läuft sehr stacksig. Wenn die andere Hündin extrem bellt, dann dreht Duffy trotzdem den Kopf weg und beschwichtigt leicht. Das Hoftor sollte man trotzdem in dem Moment nicht entfernen.
So gehen jetzt schon mehrere Monate ins Land. Die Hündin haben wir auch schon oft beim Flexileinen Spaziergang getroffen
Wir weichen immer grossräumig aus. Duffy spannt sich doch sehr an, ich mache hier immer Variante 2 sprich Futter auf dem Boden verstreuen. So ist die Hündin eine ganz liebe. Bibu und Sie haben sich schön öfters angeschnüffelt.
Letzte Woche ist es dann passiert, der Opa war wieder mit seinem Wolfsspitz Mädchen draussen und Sie war frei. Bibu stand als Puffer nicht zu Verfügung, da Sie hinter dem grossen Holzabstellplatz am Mäuse jagen war und mich nicht gehört hat. So cool bleiben war angesagt. Duffy sah die Hündin, die langsam auf uns zu kam ganz genau an…Ich habe geschnalzt was das Zeug hält, und Duffy konnte zum Glück die Leckerchen annehmen. Ich habe Sie ruhig bestätigt und bin weiter in Bewegung geblieben, habe aber einen leichten Bogen gemacht. Als die Hündin kurz vor uns war, hab ich Ihr die komplette Leinenlänge gegeben, damit Sie sich frei bewegen kann. (Ich dachte mir noch, zum Glück hat die Hündin SOOOOO viel Fell, selbst wenn Duffy beisst, merkt Sie wahrscheinlich nix davon. Mein grosses Glück ist, dass die Leute hier in Deutschland aufm Dorf, dass nicht so eng sehn, wenn es mal rauscht zwischen den Hunden, die sagen das ist normal und darf sein)
Tja und dann war die Hündin da, Duffy war zwar stocksteif, aber ich blieb an Ihrer Seite und bestätigte Sie ganz ruhig. Duffy schnüffelte am hintern der Hündin (sollte mal Ihren Namen fragen) und entspannte sich leicht. Als die Hündin an Duffys Hintern Schnüffeln wollte, ist diese kurzzeitig ausgeflippt und hat der andere die Pfote um die Ohren geschlagen. Die Hündin hat sofort akzeptiert und ist den Rücktritt zu Ihrem Herrchen, welches übrigens die ganze Zeit versucht hat Sie abzurufen, angetreten. Ich habe Duffy ganz arg gelobt, Sie hat es sehr, sehr gut gemacht. Ich musste Sie auch nicht zurückhalten, weil Sie zu heftig war, Sie hat wirklich super reagiert. Wenn man auch bedenkt, das Sie jeden Tag von der Hündin angepöbelt wird. Mal schauen wie sich die nächste Zeit entwickelt, hatte das Gefühl Duffy ist am Hoftor von Ihr angespannter, kann mich aber auch täuschen.

So morgen oder so geht’s dann weiter. Wenn Ihr Fragen oder Anregungen habt, nur her damit!!!
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Jason

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Donnerstag, 28. März 2013, 10:43

Super gemacht ihr zwei. Ich freue mich riesig für euch, dass Duffy die Siuation mit der Wolsfspitzhündin so souverän gemeistert hat und sie dank dir und Emil das Sozialverhalten unter Hunden auf eine so schöne Art lernen darf.

Bei der Kreuzung am Hof ist mir spontan in den Sinn gekommen, dass ich das einfach mal aussitzen würde (wenn es wieder etwas wärner ist). Im Augenblick stehen die Emotionen hier bei Duffy auf Sturm und sie erfährt erst Entspannung, wenn ihr vorbei seid. Schön, wenn du ihr vor Ort beibringen kannst, zu entspannen, damit sie das nächste Mal schon etwas ruhiger dorthin gehen kann. Die Hunde gehen in der Regel mit der Erwartungshaltung an den Ort zurück wie sie ihn verlassen haben (und sofern es sich noch nicht zu sehr festgefahren hat, kann man hier gut eine Änderung herbeiführen)

Dazu gäbe es mehrere Möglichkeiten. Zwei einfach hier mal kurz beschrieben

- Du bleibst stehen und wartest den Moment ab, wo sie nicht mehr ganz so angespannt ist, bevor ihr weitergeht (mit deinem Zungenschnalzen hast du hier ja schon ein tolles Instrument dazu). Mit der Zeit kannst du deine Erwartungen an den Entspannungsgrad und/ oder Dauer immer etwas mehr erhöhen

- Oder aber du setzt dich in der Nähe irgendwo mit Duffy hin, liest ein Buch und sobald sie sich entspannt, geht ihr wieder zurück (hier sieht die Steigerung dann so aus, dass ihr immer näher geht und/oder die Dauer des Verweilen erhöht). Zur Belohnung kannst du dort auch hin und wieder nach der Entspannung kurz spielen - sofern die Wolfshündin nicht darauf reagiert. Wichtig ist hier halt, dass ihr in der Zeit nicht am Hof vorbeilaufen müsst (und wenn das nicht geht, dass du Duffy ein eindeutiges Signal gibst Heute ist Entspannung angesagt und heute müssen wir einfach durch" - Zum Beispiel mit einem Halstuch)

Ich kenn die Lage des Hofes nicht. Aber evt. müsstest du aber den Anwohnern und dem Besitzer noch kurz sagen, was du vorhast, damit sie verstehen, weshalb die Wolfshündin wegen euch so bellt. Vielleicht können der Besitzer oder du der Wolfshündin, wenn ihr dort seid, auch noch etwas Leckeres zum Kauen/Fressen geben - wenn du vor Ort Duffy ruhig clickerst, kannst du ja gleichzeitig auch der Wolfshündin was zu werfen. Evt. lernt sie damit auch gleich noch, dass ihr i,O, seid und euch nicht mehr verbellen muss. Evt, kann dir Bibu da sogar noch helfen.

Moni

Crispy

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Donnerstag, 28. März 2013, 10:51

:thumbsup: Danke für Deinen Bericht, sehr spannend zu lesen und ihr seid auf einem tollen Weg. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Duffy

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10

Donnerstag, 28. März 2013, 10:56

@Moni,

ja sobald es wärmer wird, habe ich noch vor an dem Hofhundethema zu arbeiten. Ich müsste das mal fotografieren, die schwierigkeit ist, dass rechts und links am Hoftor neben der Wolfsspitzhündin auch Hunde sind und dann alle Hunde uns anbellen. Momentan mache ich es so, dass ich selbst versuche ganz ruhig zu sein. Gegenüber den 3 Höfen ist eine Wiese und dann werfe ich dort eifnach ein paar Guddis hin und lasse Sie in Ruhe die Guddis erschnüffeln.
Aber Danke für deine Tipps, lässt sich bestimmt was rausnehmen um noch entspannter hierbei zu werden.

@Wendy
Danke :dieter:
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Duffy

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Mittwoch, 3. April 2013, 08:55

So machen wir hier mal weiter.

Das Schäferwölpi:

Gegenüber ist neben dem 7 jährigen schwarzen Schäferhund Carlo noch ein Welpi eingezogen. Jetzt ca. 14-15 Wochen alt, ein Frechdachs vor dem Herrn aber natürlich ein Oberschnüggel :herz: Bis dato habe ich mich nie getraut Duffy an Welpen hinzulassen, den einzigen Kontakt den Sie zu einem Junghund hatte war die Lagotto Hündin in Basel, an der durfte Sie aber auch erst schnuppern als diese Älter wurde und nicht mehr so zerbrechlich war.

Nun haben wir uns mehrmals mit Wölpi getroffen, damit der kleine Wurzelgnom verschiedene Hunde kennenlernt. Wir gehen dann immer gemeinsam eine Runde über die Felder...naja gehen kann man das nicht nennen, Bibu und der Wurzelgnom haben in etwa dasselbe Tempo, weil jedes Blümchen eine Offenbarung ist :D Bibu muss dem kleinen immer den Tarif durchgeben, weil er doch recht frech ist und die alte das nicht mehr duldet wenn man Ihr die Pfote auf den Rücken legt. Am Anfang wollte ich Duffy gar nicht dazunehmen, aber weil Sie Ihren grossen Carlo daheim gelassen haben, traute ich mich dann doch. Siehe da...Duffy ist voll der Welpenfan!

Sie lässt sich viel gefallen schon fast zuviel. Sie war zwar auch an der Schleppleine gesichert, die lag aber die ganze Zeit am Boden. Duffy lässt sich an den Ohren und den Leftzen ziehn, auch Ihre Rute wurde öfters attackiert. Sie hat nicht mal gebrummelt. Sie hat es einfach mit sich machen lassen. Man hat hinterher schön die kleinen Welpenzähnchenabdrücke gesehn 8|
Ich hätte dies nie für möglich gehalten. Auch auf die Spielaufforderungen des kleinen ist Sie immer wieder eingegangen, ich hab Sie ein paar mal ermahnen müssen, damit Sie nicht zu wild rumtobt, ist ja für den kleinen noch nicht gut. Ich glaube hier wächst bestimmt eine tolle Hundefreundschaft heran. Wenn der Wurzelzwerg mal gross ist, wird er sicherlich eine Antigrösse erreichen und ist dann ein willkommener Sparringpartner. Auch hier musste ich lernen zu vertrauen, auch mal Duffy das Ruder in die Hand zu geben, denn Sie kann kommunzieren. Sie macht es für Ihre Verhältnisse wirklich gut, Sie dürfte sogar etwas früher reagieren. Ich steh trotzdem immer ganz in Ihrer Nähe, sobald Sie unsicher wird, wendet Sie sich zu mir.

Enzo der Shiba Inu:
Enzo lebt bei uns im Quartier, ist zu 99% an der Flexileine und ein total netter Hund. Enzos Taktik bei Hundesichtung, ich leg mich auf den Boden und warte bis der andere Hund kommt. Am Anfang war mir das natürlich absolut nicht geheuer und Duffy auch nicht. Mit Bibu verstand sich Enzo von Anfang an super. Relativ die gleiche grösse, gleiche Art auf den anderen zu zu gehen. Duffy hat am Anfang oft den Kamm gestellt, wenn Enzo am Boden lag und ist steif geworden. Ich bin dann immer einen Bogen gelaufen. Durch das zuschauen bei Bibu hat Sie gesehn, dass Enzo wohl doch kein Bulldogfressenderhund ist und konnte sich von Begegnung zu Begegnung mehr entspannen.

Der knuffel Enzo war natürlich immer total interessiert an Duffy, irgendwann liess ich dann mit Herzpochen den Kontakt zu. Enzo hat sich vor Freude fast einen abgewedelt und Duffy war zwischen Angriff und Freude völlig hin und her gerissen. Hier war es an mir ganz wenig Signale zu geben, Sie im richtigen Moment zu bestätigen. Bin froh musste ich nicht eingreiffen, da sich Duff dann beim Kontakt doch entspannen konnte. Es wurde kurz geschnüffelt, Enzo machte eine tolle Spielaufforderung die aber von Duffy mit nichtbeachtung gestraft wurde.

Durch viele weitere Treffen hat sich das Verhältniss total entspannt. Sehen wir Enzo dann geht das gezerre schon los. Beide Ladys möchten so schnell als Möglich zu Enzo, der bis dorthin eh schon flach wie ne Flunder am Boden liegt. Bibu geht dann immer vor und begrüsst Enzo, da Bibu nach spätestens 3 min. eh kein Bock mehr hat, ist danach Duffy an der Reihe. Beide laufen aufeinander zu, beschnüffeln sich und dann werden Spielaufforderungen von beiden Seiten gemacht. Duffy geht so ins Kompliment und Enzo hoppelt kläffend und quitschend um Duffy drumrum. Wenn sich die Möglichkeit ergibt und wir weit genug abseits sind, lassen wir die zwei mal kurz los. Leider ist dies fast nicht möglich weil bei uns im Quartier so viele Rehe sind und Enzo wie Duffy ein Vollblutjäger ist. Den zwei würde das sicher gefallen aber ob wir sie jemals wieder sehen wäre dann das andere Thema.

Ich frage mich im Nachhinein ob Duffys anfängliche angespanntheit einfach auch an Enzos Rutenhaltung lag. Die Shibas tragen ja Ihre Ruten immer hocherhoben, ob Sie das einfach nicht gekannt hat??? Oder hat sich das einfach durch das ständige wieder treffen von Enzo gelöst. Solche Dinge beschäftigen mich dann, weil ich natürlich gerne auch mit anderen Hunden so einen Erfolg haben wird....Ist leider aber nicht so, nächstes mal berichte ich vom Goldie...dem erzfeind
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Magi

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Mittwoch, 3. April 2013, 11:06

Ich lese hier gespannt mit und freue mich über die Detaillierten Berichte :)

Kann es beim Shiba auch das Flach liegen sein? Was einem fixiere gleich kommt?

Der Hundeshop rund um günstiges Zubehör...

Duffy

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Mittwoch, 3. April 2013, 12:00

@Magi

ganz zu Anfang bin ich überzeugt, dass Ihr unsicheres Verhalten mit dem auf dem Boden liegen zu tun hatte. Aber auch ein paar mal hinterher, war Enzo Ihr noch etwas ungeheuerlich. Da hab ich eben gedacht, dass es evtl. an der Rutenhaltung liegen könnte.
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Tabasco

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Mittwoch, 3. April 2013, 14:18

Ich lese hier gerne mit. Vielen Dank für die Berichte, sie sind sehr interessant.

15

Mittwoch, 3. April 2013, 15:01

Ist interessant, dein Bericht.

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Mittwoch, 3. April 2013, 17:15

Auch wieder interessant. Hermes ist übrigens auch ein Welpenfan und lässt vieles mit sich machen. Der Rüppel kann also auch ganz zart sein... ;)

Crispy

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Mittwoch, 3. April 2013, 17:46

:thumbsup: Spannend, danke für den Bericht.

Jason

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Mittwoch, 3. April 2013, 19:29

Klasse gemacht Duffy :thumbsup: Ich freue mich schon auf deine weiteren Berichte.

Moni

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Mittwoch, 3. April 2013, 19:59

Danke euch, schön zu wissen das jemand hier teilnimmt und mitliest :danke:
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Donnerstag, 4. April 2013, 22:38

dass rechts und links am Hoftor neben der Wolfsspitzhündin auch Hunde sind und dann alle Hunde uns anbellen.


:D du könntest das auch bei uns hier üben...bis zum abwinken. hunde überall.
da bellt die ganze strasse im ganzen ort...

finde ich super wie du übst mit duffy. echt genial.