Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: 1001 Hunde im Netz. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

lorileu

Anfänger

  • »lorileu« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 23

Hunde: Diandra, Labrador *2011

Verein: FairTrain

Hundesport: Bald Wasserrettung; Prevent a bite

Danksagungen: 1 / 0

  • Nachricht senden

1

Freitag, 8. Februar 2013, 15:30

Erfahrungsbericht Kastration und Basteltipp OP-Body

Hallo zusammen

Gestern wurde Diandra kastriert.
Ich habe mich entschieden über Diandras Kastration und den Verlauf der Genesung etc. zu berichten. Vielleicht gibt es ja mal jemanden, der davon profitieren kann.

So, hier erstmals ein paar Beiträge zu gestern:

Vor der OP:
Diandra schaut mich schon die ganze Zeit ungläubig und verzweifelt an, sie versteht einfach nicht, warum sie kein Frühstück bekommt. Es ist schwierig, diesem traurigen Hundeblick zu widerstehen, aber ich muss, denn sie wird heute kastriert und muss wegen der Narkose nüchtern bleiben.

Während der OP:
Diandra ist gerade beim Tierarzt. Sie bekam um 14.40 die Sedation und war schon nach 5 Minuten quasi weg. Da ich nicht wusste, was mich mit der Sedation erwartet, war ich ziemlich irritiert und leicht schockiert, was da "abging". Schon nach 2,3 Minuten verlor Diandra die Kraft auf den Beinen, knickte ein, zitterte und lag ziemlich bald flach und, abgesehen von ein paar Zuckungen, regungslos am Boden mitten im Warteraum. Da ich nicht wusste, ob das normal ist, war ich ziemlich verunsichert, vor allem auch dadurch, das der TA während der Wirkung der Sedation eine Katze behandelte und somit "besetzt" war. Daher wartete ich einfach mal ab und kontrollierte für mich einfach immer wieder, ob sie noch atmet. Jede Zuckung beruhigte mich
Das "Verabschieden" danach von der regungslosen, am Boden liegenden und von nichts eine Ahnung habenden Diandra vor der Narkose empfand ich als schwierig, mir trieb es fast die Tränen in die Augen, so das ich dann ganz schnell rausging, im Auto heulte es dann nur noch
Jetzt blange ich darauf, dass 17Uhr ist und ich sie abholen kann.
Es ist so komisch, dass mich beim Heimkommen niemand begrüsst und kein Hund neben dem Sofa sitzt und bettelt, während ich etwas esse

Nach der OP:
Teil 1:
Soo, Diandra und ich sind wieder zu Hause. Die Op verlief gut und der TA meinte, Diandra habe sich gut geschlagen.
Als ich dann beim TA war und er mir alles erklärte, war sie ziemlich unruhig und hat sich ständig vor der Türe hin und her bewegt und wartete, bis sie endlich raus und nach Hause kann. Da schien sie mir schon ziemlich fit. Jetzt zu Hause angekommen und nun ein paar Minuten hier, ist sie doch noch etwas plem plem, kann noch nicht richtig einschätzen, wo sie beim Laufen durchpasst, hat ihre Hinterbeine irgendwie noch nicht ganz unter Kontrolle und nimmt vereinzelte Guddis auch nur zögerlich. Jetzt hat sie sich endlich hingelegt (nachdem sie vorher beim Laufen schon fast eingeschlafen und umgekippt wäre).
Laut TA sollte sie sicher 5 Tage an der Leine sein und vor allem für die nächste Woche bis 10 Tage nicht mit anderen Hunden spielen, rennen sei nicht so das Problem, aber nicht spielen.
Einen Body oder ähnliches hat er nicht mitgegeben, da er meint, der sei für den Nutzen, den der Body hat (für das, dass man ihn nur ein paar Tage braucht) zu teuer. Er meinte, ein zugeschnittenes T-Shirt, Tuch oder eine Leggins seien gerade so gut. Daher werde ich ihr nachher eine Leggins zurecht schneiden.
Zu Fressen bekommt sie heute zwei kleine Portionen, Knochen sollte sie in den nächsten paar Tagen keine bekommen, da das den Stuhlgang verhärtet und beim Koten mehr Druck erfordert, was aktuell nicht so ideal wäre.
Ein Schmerzmedi habe ich noch mitbekommen, für den Fall, dass Diandra Schmerzen haben sollte. Aktuell hat sie aber noch Schmerzmedis intus, die bis heute Abend wirken sollten und eine Schmerzspritze, die bis morgen früh anhalten sollte. Trotzdem habe ich irgendwie das Gefühl, dass sie leichte Schmerzen hat...

Teil 2:
Diandra hat bisher nichts Essbares von sich aus eingefordert. Hatte ihr ein paar Trockenfutter-Happen in Wasser aufgeweicht hingestellt. Erst hat sies eine rechte Weile stehen lassen, nachdem dann mein Freund nach Hause kam und für sie alles wieder in Ordnung war (da wir ja nun beide zu Hause sind), hat sies dann langsam gefressen. Es waren aber nur ein paar wenige Gramm, mehr hätte sie wohl sowieso nicht genommen.
Fit ist sie noch gar nicht. Sie legt sich hin und wieder hin, dann steht sie wieder auf und läuft (im Schneckentempo und ziemlich gezeichnet von der OP) umher, ich glaube liegen scheint aktuell nicht so angenehm zu sein. Sie wimmert auch immer wieder mal vor sich hin und schläft jeweils im Stehen fast ein, wankt dabei wie ein Schiff bei Wellengang und wacht wieder auf, wenn der Kopf nach unten "gheit" (so wie bei uns Menschen auch, wenn wir am Einschlafen sind und wieder aufwachen, wenn der Kopf wegknickt).
Bin froh, wenn es morgen ist und es ihr hoffentlich wieder etwas besser geht, seh sie nicht gerne so "durch den Wind"

Teil 3:
Habe all unsere Fleece-Decken zusammengesucht, ihr ein kuscheliges Bettchen damit gemacht und mich zu ihr gesetzt, nur stand sie bisher immer wieder mal auf, seit etwa einer halben Srunde liegt sie nun etwas länger an Ort und Stelle, glaube die Müdigkeit nimmt langsam Oberhand. Ihr Geschäft und Bisi hat sie vorher schon gemacht und in der Nacht darf sie sich dann zu uns ins Bett legen
Schmerzmittel habe ich vom TA mitbekommen, in Tropfenform. Die darf ich ihr aber nur einmal pro Tag (bzw.einmal pro 24h) geben und da die Schmerzspritze laut TA noch bis morgen früh wirken sollte, warte ich lieber ab mit den Tropfen, sonst darf ich ihr ja erst morgen Abend wieder Tropfen geben.

Am ersten Tag nach der OP:
Diandra geht es heute wieder tiptop, sie ist fit wie sonst auch, hatte am morgen schon ziemlichen Hunger (sie hat ja gestern kaum was gefressen) und nimmt auch Leckerli wieder gut und gerne an
Wir haben einen schönen Schnee-Spaziergang gemacht, natürlich an der Leine, was Diandra aber nicht gross gestört hat.
Wenn man nicht wüsste, dass sie gestern operiert wurde, würde man nichts merken. Die Naht (dreifach innen vernäht, mit sich selbst auflösenden Fäden und einer Art Leim aussen auf der Wunde) sieht heute schon etwas besser und nicht mehr so gerötet aus, Schmerzen scheint Diandra auch keine zu haben. Hin und wieder versucht sie, an der Wunde zu lecken, was ich natürlich unterbinde. Dann widmet sie sich einfach der kleinen, rasierten Stelle am rechten Vorderbein, wo der Zugang für die Narkose gelegt wurde und leckt dort ein wenig was mich dann aber nicht stört.

Hier Diandras Bauch vor der OP (ein ziemlich behaarter Bauch, trotzdem nenne ich sie immer "Schweinebüüchli", weil sie als Welpe ein nacktes Bäuchlein hatte )


Gleich nach der OP, zu Hause:


Die Naht heute früh und das wieder nackte Schweinebüüchli :

Sein Name lautet nicht länger ‘wilder Hund’, sondern ‘bester Freund’. Denn er wird unser Freund sein für immer und immer und immer. (Rudyard Kipling)

lorileu

Anfänger

  • »lorileu« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 23

Hunde: Diandra, Labrador *2011

Verein: FairTrain

Hundesport: Bald Wasserrettung; Prevent a bite

Danksagungen: 1 / 0

  • Nachricht senden

2

Freitag, 8. Februar 2013, 15:31

Um zu verhindern, dass Diandra in der Nacht an der Wunde leckt, habe ich ihr gestern Abend eine zugeschnittene Leggins angezogen, erstmals als kurzfristige Lösung. In der Nacht hat sies aber geschafft, das Ding irgendwie abzuziehen (obwohl es am Halsband befestigt war )


Heute habe ich mir dann die Zeit genommen und eine Art OP-Body für Diandra gebastelt.
Da ich keine Nähmaschine besitze (und somit alles von Hand genäht habe) und handwerklich überhaupt nicht begabt bin, sieht das Ganze ziemlich "schiiter" aus, aber es hindert Hundi wenigstens daran, an der Wunde zu lecken.
Ich habe ein normales Frottee-Tuch genommen (was Diandra gleich als Liege-Möglichkeit nutzen wollte):


Dann habe ich Diandra vermessen (von den Vorderbeinen bis zu den Hinterbeinen, Brust- und Bauchumfang plus Rückenlänge) und ein entsprechendes Stück vom Frottee-Tuch zugeschnitten. (Plus 1cm pro Seite, da ich es "umegnoh" habe, um ein Ausfranseln zu verhindert)



Danach folgten die Löcher für die Voder-und Hinterbeine (was Diandra sehr interessant fand):


Aus einer alten Fleece-Jacke schnitt ich den Reissverschluss heraus und nähte ihn am Tuch fest. Da der Reissverschluss etwas zu kurz war, nähte ich ihn einfach in der Mitte fest und nicht gleich am Anfang des Tuches:



Ich habe ihn auf der einen Seite, dann auf der anderen Seite des Tuches angenäht (bei offenem Reissverschluss):


So sah das dann am Schluss aus:


Und am Hund siehts so aus (leider nicht ganz sooo passend wie erhofft, aber Hauptsache es hält):
(Diandra scheint mit Frauchens Bastelei nicht sehr zufrieden zu sein )


Auch liegen ist mit dem Body möglich, leider ist es aber beim Ausschnitt der Vorderpfoten etwas eng, da muss ich wohl noch etwas nachbessern (dafür sitzts bei den Hinterbeinen umso besser ):

Sein Name lautet nicht länger ‘wilder Hund’, sondern ‘bester Freund’. Denn er wird unser Freund sein für immer und immer und immer. (Rudyard Kipling)

Nora

Administrator

Beiträge: 2 721

Hunde: Anti, SWH x DSH, *2010 & Ixy, Mal, *2011

Verein: SC OG Winterthur

Hundesport: BH, Trickseln

Danksagungen: 126 / 20

  • Nachricht senden

3

Freitag, 8. Februar 2013, 15:37

Wow, danke für den Bericht... Ich beschäftige mich gerade ziemlich mit dem Thema, aber ich werde eher verwirrter als entschiedener.

Dass der Tierarzt dir nicht erklärt hat, was bei der Sedation passiert, finde ich übrigens... uncool. Für viele Leute ist es total dramatisch, wenn ihr Tier da so zusammensackt - und gerade in dieser Phase muss der Halter nicht auch noch unruhig werden. Wir hatten schon Halter, die dann (und trotz Aufklärung) versucht haben, ihren Hund weiter wach zu halten... Insofern: :solace: Tut mir leid, dass du das so erleben musstest.

Ich bin dagegen kurz davor, mal wieder eine typische Nora-Recherche zu machen, weil es mich so anscheisst, dass man nirgends rausfindet, was denn nun eigentlich das Beste ist: Kastrieren oder nicht kastrieren. :/

Crispy

Trainer

Beiträge: 2 304

Hunde: Crispy Aussie * 2006 & Breeze Aussie *2010

Danksagungen: 79 / 31

  • Nachricht senden

4

Freitag, 8. Februar 2013, 15:42

Also ich wunder mich immer wieder, wie klein doch die Narbe von Breeze war. Die war vielleicht halb so gross wie die auf Deinen Fotos. Ausser es täuscht sehr. Aber meine TA ist auch bekannt für kleine schöne Narben :-)

Die Art und Weise der Sedation finde ich sehr daneben. Also entweder man erklärts und jemand bleibt dabei oder man schickt den Besitzer nach Hause.
Auch das Du keine Schmerzmittel bekommen hast, komisch...

Ich jedenfalls war ja immer ein Kastrationsgegener, aber bei Breeze war es die einzig richtige Entscheidung und ich würde es immer wieder machen. Bei dieser Tierärztin :-)

@Nora
Ja mach doch mal. Ich musste meine Meinung ja auch sehr revidieren hihi

Beiträge: 619

Hunde: Sunny Malinois 11.04.09, Kira italienischer Misch x Masch 06.06.12

Verein: Privater Trainer

Hundesport: BH, etwas Frisbee

Danksagungen: 30 / 45

  • Nachricht senden

5

Freitag, 8. Februar 2013, 15:44

Danke für diesen Thread. Den Body hast Du toll gemacht :thumbsup:

Im März ist es dann bei klein Kira auch soweit. Sie war ja im Dezember das erste mal läufig. Dieser Thread erinnert mich grad daran, dass ich bald den Termin beim TA machen sollte.
Für Kira werde ich wohl auch selber etwas nähen. Wahrscheinlich bin ich nicht ganz so begabt wie du :D Das mit dem Reissverschluss ist eine super Idee. Ich werde es dann wohl ähnlich machen.

Gute Besserung an Diandra :)

lorileu

Anfänger

  • »lorileu« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 23

Hunde: Diandra, Labrador *2011

Verein: FairTrain

Hundesport: Bald Wasserrettung; Prevent a bite

Danksagungen: 1 / 0

  • Nachricht senden

6

Freitag, 8. Februar 2013, 15:51

Die Kastration war bei Diandra mehr oder weniger nötig und nicht ganz freiwillig. Da sie nach beiden Läufigkeiten scheinträchtig war, beim zweiten Mal mit Milcheinschuss und anschleissendem Verdacht auf Gebärmutterentzündung, wurde mir vom TA und von der Spezialistin, die sie in der TK bezüglich Gebärmutterentzündung untersuchte, zur Kastration geraten. Vor allem auch dadurch, dass die Wahrscheinlichkeit für weitere Scheinträchtigkeiten hoch wäre. Da Diandra während und auch jeweils nach der Läufigkeit ziemlich gestresst war und ein ganz anderer, lustloser und "lahmer" Hund war, kommt es ihr auch diesbezüglich sicher etwas entgegen.
Ich bin gespannt, ob und wenn ja, wie sie sich durch die Kastration verändern wird.

Sein Name lautet nicht länger ‘wilder Hund’, sondern ‘bester Freund’. Denn er wird unser Freund sein für immer und immer und immer. (Rudyard Kipling)

Nora

Administrator

Beiträge: 2 721

Hunde: Anti, SWH x DSH, *2010 & Ixy, Mal, *2011

Verein: SC OG Winterthur

Hundesport: BH, Trickseln

Danksagungen: 126 / 20

  • Nachricht senden

7

Freitag, 8. Februar 2013, 15:52

Also ich wunder mich immer wieder, wie klein doch die Narbe von Breeze war. Die war vielleicht halb so gross wie die auf Deinen Fotos. Ausser es täuscht sehr.

Ne, ging mir auch so. Und ich war ja bei einigen Hündinnen-Kastrationen dabei... dafür wurde bei uns ein sogenannter Kastrationshaken verwendet - damit wird einfach nach den Gebärmutterhörnern 'geangelt'... was dann auch den kleinen Schnitt erklärt, der meist so zwischen 2-4cm lang war. Das geht natürlich nur, wenn anatomisch alles stimmt und die Gebärmutter ansonsten in Ordnung ist.

Das ist, was ich in Erinnerung habe - ist ja auch schon eine Weile her. :opi:

edit: Aha, das erklärt dann auch den grösseren Schnitt. :D

rubahe

Schüler

Beiträge: 81

Hunde: Ayka FCR, Quirine BS Terv.

Verein: privat

Hundesport: Mantrailing, Plauschagility

Danksagungen: 2 / 1

  • Nachricht senden

8

Freitag, 8. Februar 2013, 15:58

Toll, das Diandra die Kastration gut überstanden hat. Von der TÄ wurdest du schon während der Narkose etwas im Stich gelassen und ich kann deine Aengste gut verstehen.

Nun hoffe ich, dass Diandra bald wieder unbeschwert rumspringen kann und wünsche noch gute Besserung.
Grüessli Ruth mit Ayka und Quirine :)

Bones

Trainer

Beiträge: 3 909

Hunde: Jade Appi-Mix '07, Bones Malinois '12, Nikita Mix '05, Mäx Mix '12

Verein: SKBS

Hundesport: Agility

Danksagungen: 101 / 13

  • Nachricht senden

9

Freitag, 8. Februar 2013, 16:09

Jade hat auch so nen grossen Reissverschluss am Bauch :D Wurde aber auch von nem Wald- und Wiesen-TA gemacht. Wuerde ich nicht mehr machen. Auch lass ich mich nicht mehr vom kastrationsgesäusel einwickeln. Ich denk, wenn ich Bones kastriere, dann in der Klinik und durch ein Endoskop, nicht durch den klassischen Bauchschnitt.

An Noras Kastrationsrecherche wär ich auch sehr intressiert, besonders was das pro und contra einer Laparoskopischen Kastration betrifft (falls du dies auch tust :D )

Wuensche diandra gute und rasche Besserung
Hundeschule und Fleecetaue

Ina

Profi

Beiträge: 1 193

Hunde: Ina, Mali, *2011

Verein: Private Trainingsgruppe, DRK, KV Embrach

Hundesport: BH, Rettungshund

Danksagungen: 36 / 28

  • Nachricht senden

10

Freitag, 8. Februar 2013, 16:12

Super Bericht.
@ Bones: wir kastrieren bei uns Lapraskopisch und finde es die "bessere" Variante. Ich habe ja jahrelang bei der klassische OP Assistiert und habe somit gute Vergleiche.

Bones

Trainer

Beiträge: 3 909

Hunde: Jade Appi-Mix '07, Bones Malinois '12, Nikita Mix '05, Mäx Mix '12

Verein: SKBS

Hundesport: Agility

Danksagungen: 101 / 13

  • Nachricht senden

11

Freitag, 8. Februar 2013, 16:22

Ich kenn eben nur wenig Hunde, die auf diese Art kastriert wurden. Die Besitzer sind aber hellauf begeistert. Möchte mich jedoch nicht auf die paar Meinungen stuetzen. Wärst ansonsten du bereit Pros und Contras aufzuzählen? Du sitzt ja immerhin an der "Quelle" und du verdienst auch nicht an mir, also denk ichml dass ich bei dir ne objektivere Meinung bekomm als wie bei meinem TA :D soll nicht heissen dass ich ihn schlecht find aber TA's sind ja schon etwas speziell in solchen Dingen
Hundeschule und Fleecetaue

Ina

Profi

Beiträge: 1 193

Hunde: Ina, Mali, *2011

Verein: Private Trainingsgruppe, DRK, KV Embrach

Hundesport: BH, Rettungshund

Danksagungen: 36 / 28

  • Nachricht senden

12

Freitag, 8. Februar 2013, 16:48

Lapraskopische Kastration
  • Pro:
  • weniger invasiv
  • weniger schmerzhaft ( die Hunde wachen auch besse auf)
  • bei einem guten Chirurgen dauert der Eingriff weniger lang als bei der klassischen.
  • kleine Wunde und man kann den ganzen Bauchraum anschauen mit der Kamera obwohl nur mini Schnitte sind. Somit kann man alle Bauchorgane anschauen und beurteilen.
  • kein Leinenzwang
  • keine Antibiotika nach der OP ( je nach TA gibt es die auch bei der klassischen nicht)
  • keine Fäden ( nur subkutan paar Stiche)

negativ:
  • ganz klar die Kosten
  • Bauch ist trotzdem wie bei der klassischen Methode ausgeschoren.

Panouk

Profi

Beiträge: 1 261

Danksagungen: 34 / 72

  • Nachricht senden

13

Freitag, 8. Februar 2013, 17:40

Darf ich dich fragen was genau bei Diandra entnommen wurde? Meine Hündin hatte damals vor 11 Jahren eine vergrösserte Gebärmutter die demzufolge komplett entfernt wurde mit den beiden Ovarien. Sie hatte deswegen einen grösseren Schnitt, wurde mir erklärt.

Das mit der Narkose und mit der Begleitung ist ja sehr unschön gewesen. Weiterhin gute Besserung :thumbsup:


Sage es mir, und ich werde es vergessen; Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern; Beteilige mich und ich werde es verstehen!!! (lao tse)

Bebbina

Fortgeschrittener

Beiträge: 235

Hunde: Malinois

Danksagungen: 6 / 25

  • Nachricht senden

14

Freitag, 8. Februar 2013, 18:09

Sehr cooler Bericht, danke! Und einen Body vom TA würde ich heute glaub auch nicht mehr kaufen (wir kauften ganze drei, weil wir den Preis noch nicht wussten...)

lorileu

Anfänger

  • »lorileu« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 23

Hunde: Diandra, Labrador *2011

Verein: FairTrain

Hundesport: Bald Wasserrettung; Prevent a bite

Danksagungen: 1 / 0

  • Nachricht senden

15

Freitag, 8. Februar 2013, 18:11

Bei Diandra wurden nur die Eierstöcke entfernt. Der TA meinte, er mache den Schnitt jeweils so, dass er leicht zur Gebärmutter sieht, um zu sehen, ob sie auffällig ist und entfernt werden muss (dann würde er den Schnitt verlängern), oder ob sie gut und unauffällig aussieht und er nur die Eierstöcke rausnehmen muss und somit keinen längeren Schnitt mehr machen muss, was sich ja wiederum auf die Wundheilung, Schonzeit etc. auswirken würde.

Sein Name lautet nicht länger ‘wilder Hund’, sondern ‘bester Freund’. Denn er wird unser Freund sein für immer und immer und immer. (Rudyard Kipling)

Bones

Trainer

Beiträge: 3 909

Hunde: Jade Appi-Mix '07, Bones Malinois '12, Nikita Mix '05, Mäx Mix '12

Verein: SKBS

Hundesport: Agility

Danksagungen: 101 / 13

  • Nachricht senden

16

Freitag, 8. Februar 2013, 18:12

Danke Ina :)
Hundeschule und Fleecetaue

Ina

Profi

Beiträge: 1 193

Hunde: Ina, Mali, *2011

Verein: Private Trainingsgruppe, DRK, KV Embrach

Hundesport: BH, Rettungshund

Danksagungen: 36 / 28

  • Nachricht senden

17

Freitag, 8. Februar 2013, 18:19

@ bones: es ist nicht so das die klassische Methode nicht gut ist und jeder muss es schlussendlich für sich entscheiden. Ich war zuerst skeptisch aber mittlerweile hat die neue Methode mich überzeugt.
Ich denke mit der Zeit werden das alle Kliniken anbieten und das einzigste ist: Mit den Kosten kann ich mich noch nicht anfreunden.

Panouk

Profi

Beiträge: 1 261

Danksagungen: 34 / 72

  • Nachricht senden

18

Freitag, 8. Februar 2013, 18:19

Danke lorileu für deine Info:)

Hast Du bei den Gesprächen mit deinem TA erfahren weshalb die gesunde Gebärmutter nicht entfernt wird. Was waren die Vor- oder die Nachteile? Gerne auch andere Erfahrungen zum Thema., danke.


Sage es mir, und ich werde es vergessen; Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern; Beteilige mich und ich werde es verstehen!!! (lao tse)

Bones

Trainer

Beiträge: 3 909

Hunde: Jade Appi-Mix '07, Bones Malinois '12, Nikita Mix '05, Mäx Mix '12

Verein: SKBS

Hundesport: Agility

Danksagungen: 101 / 13

  • Nachricht senden

19

Freitag, 8. Februar 2013, 18:27

@Ina
Finds hald eben gut dass es schneller verheilt und man den Hund nicht wirklich schonen muss - du wirst wissen warum mir das wichtig ist :D ueber den Preis lässt sich sicher streiten aber da ich es eh in Österreich machen wuerde, käme es mich eh noch nen ticken guenstiger. Muss aber den Preis da erst erfragen. Bin am 15. März dann eh wegen Röntgen da und dann lass ich mich mal beraten
Hundeschule und Fleecetaue

lorileu

Anfänger

  • »lorileu« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 23

Hunde: Diandra, Labrador *2011

Verein: FairTrain

Hundesport: Bald Wasserrettung; Prevent a bite

Danksagungen: 1 / 0

  • Nachricht senden

20

Freitag, 8. Februar 2013, 18:33

Danke lorileu für deine Info:)

Hast Du bei den Gesprächen mit deinem TA erfahren weshalb die gesunde Gebärmutter nicht entfernt wird. Was waren die Vor- oder die Nachteile? Gerne auch andere Erfahrungen zum Thema., danke.

Nein, leider kann ich dir da nicht viel dazu sagen. Da für mich vor der Op und einem Gespräch schon klar war, dass die Kastration gemacht wird (weil alles andere für Diandra Stress bedeutet hätte (Scheinträchtigkeit etc.), habe ich, im Nachhinein würde ich das anders machen, nicht viel nachgefragt :blush:
Auf die Nachfrage bezüglich Gebärmutter rausnehmen oder drinnen lassen hat mir der TA einfach angegeben, dass das Rausnehmen mit einer längeren Schonzeit verbunden wäre, der Schnitt und somit die Wunde grösser wäre, es somit länger für die Wundheilung dauern würde und auch schmerzhafter für den Hund wäre und (wenn ichs noch recht in Erinnerung habe) auch Antibiotika bräuchte (was wir ja jetzt nicht haben). Seine Erfahrungen seien mit diesem Vorgehen gut, es habe dadurch bisher noch nie Probleme bei seinen Patienten gegeben.

Sein Name lautet nicht länger ‘wilder Hund’, sondern ‘bester Freund’. Denn er wird unser Freund sein für immer und immer und immer. (Rudyard Kipling)